Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Räderboote
Gegen Ende des 2. Weltkriegs wurden im Rheingebiet 74 Räderboote versenkt oder stark beschädigt.
Für alle Räderboot interessierte habe ich eine Liste und 22 Detailkarten mit Angaben über das Schiff, das Jahr, den Ort und die Art der Beschädigung erstellt.
(Die Liste kann als Exeldatei hoch geladen werden.)
Gruß Ernst
Hallo Ernst,
:roooll: wow, dass ist ja ein :super: Bericht (Bilder). Auf so eine Idee erst einmal zu kommen:fragkratz:.
Danke!
Gruß Dewi
Gernot Menke
22.06.2009, 16:37
Dem kann ich mich nur anschließen - es ist immer nett, ein Thema mal komplett zu haben - was voraussetzt, daß man die entsprechende Vorarbeit geleistet hat. Prima Ernst!
Es fällt auf, daß es 1945 in Oberwesel fast so viele Räderboote unter Wasser gab wie Fische. Ich vermute mal, daß die sich dort auf irgend einem brauchbaren Grund selbst versenkt haben, mit dem Hintergedanken, daß man die Boote nach dem Krieg schon wieder brauchen würde. - Möglich ist freilich auch, daß die Ansammlung dort daher kam, daß die Boote in dem engen Tal geschützt vor Fliegerangriffen abgelegt worden waren.
:wink: Gernot
Hallo Gernot, das "selbst Versenken" wurde nicht von der Besatzung durchgeführt.
Dafür war die Wehrmacht zuständig.
Dem Feind sollte ja nichts Brauchbares in die Hände fallen. (schlagwort "verbrannte Erde")
Die erste Zeit wurden die Räderboote durch mehrere Sprengsätze zum sinken gebracht.
Später als das Dynamit knapp wurde ( die Sprengung von Brücken hatte Vorrang) wurden die Kessel aufgeheitzt und die Bodenventile geöffnet.
Beim sinken der Räderboot sind dann die Kessel geplatzt.
Heute kann man nur noch sagen "welch ein Irrsinn !"
Gruß Ernst
Hallo Ernst
da hast du ja eine Riesenüberraschung eingestellt. Für einen Schifffahrts-Militärgeschichte-Geografie Freak wie mich ist dein Beitrag im Doppelpack ein "gefundenes Fressen".
Besten Dank und Glück auf.
Schönen Gruß
Eberhard
Elbianer
22.06.2009, 20:28
Hallo Ernst,
auch von mir ein Dankeschön. Habe die Liste gleich ausgedruckt und in das Buch "Dampfschifffahrt auf dem Rhein - Die letzten Räderboote 1945 - 1967" von Hans Renker gelegt.
Gruß Thomas
grotefendt
10.08.2009, 20:40
Fortsetzung
Das ist ein Thema! Mein Fritz der ja bei Berninghaus in Ruhrort versenkt wurde , aber gehoben wurde und auf dem ich selber fuhr, ist ja im Forum vertreten.
Ich habe damals munkeln hören ,das man selber die Seeventile öffnete um so das Schiff der Zerstörung durch die eigenen Sprengkommandos B.Z.W. duch den Feind zu entziehen.
Der Schaden am Schiff war, wie der Räderkbootkapitän Maron mir selber sagte nur gerinfügig .
Es wäre interessant eine Seite mit Fotos speziell für Räderboote anzulegen ,wobei festgehalten wird,welche Räderboote geborgen wurden und wieder in Fahrt gingen.
Der Fritz steht ja als gesunken auf der Liste es ist aber nicht bekannt,wann er wieder in Fahrt ging.
Genau so ist es mit den anderen Räderbooten.
Die Literatur über die Räderboote werde ich mir gleich im Binnenschiffahrtsverlag (Haus Rhein) bestellen.
grüße grotefend
grotefendt
10.08.2009, 22:04
Der "Fritz" In Mainz.
Der "Fritz" war das einzige Räderboot,dessen komplette Aufbauten ,einschließlich der des Schanzkleides in weiß waren,
Im weißen Oberteil des Kamins und im Schanzkleid waren zwei rote waagerechte Streifen
Im Vordergrund die Kohlenbunkerstation von Georg Reitz Reederei
mit dem Georg Reitz Krahnschiff
Hier wurde nur der Fritz bebunkert und Kohlen für die Kohlenhändler in Mainz geliefert.
Die Räderboote der anderen Reedereien hatten ihre eigenen Bunkerstationen.
Braunokle Räderboote bunkerten immer in Köln Niel Braunkohle,weil die Braunkohle dort im Tagebau von der Fa. Braunkohle abgebaut wurde.
grüßegrotefend
grüße grotefend
Elbianer
10.08.2009, 22:48
Der Fritz steht ja als gesunken auf der Liste es ist aber nicht bekannt,wann er wieder in Fahrt ging.
Hallo Klaus,
in den oben bereits von mir erwähnten Buch "Dampfschifffahrt auf dem Rhein - Die letzten Räderboote 1945 - 1967" von Hans Renker, steht auf Seite 35 folgendes:
"Während auf deutscher Seite Fritz 1950 als letztes Räderboot und Goethe 1953 als letzte Personenboot wieder in Fahrt kam...."
Gruß Thomas
*Wassermann*
10.08.2009, 23:19
Das ist ein Thema! Mein Fritz der ja bei Berninghaus in Ruhrort versenkt wurde , aber gehoben wurde und auf dem ich selber fuhr, ist ja im Forum vertreten.
Ich habe damals munkeln hören ,das man selber die Seeventile öffnete um so das Schiff der Zerstörung durch die eigenen Sprengkommandos B.Z.W. duch den Feind zu entziehen.
Der Schaden am Schiff war, wie der Räderkbootkapitän Maron mir selber sagte nur gerinfügig .
grüße grotefend
Der Radschlepper Fritz lag von 1944 bis 1948 bei Werft Berninghaus in Duisburg gesunken. Der Schaden war bestimmt nicht gerinfügig wenn man beigeliegte Foto anschaut.
In 2002 ist das aus 188 Seiten bestehende Buch 'Radersleepboten, de krachtpatsers van de Rijn' erschienen. Jede Raddampfer von Adolf Linden IV bis zum Radschlepper Zürich wird hierin ausgebreit beschrieben.
Anbei noch ein Foto von Radschlepper Fritz weil diese in Mainz Kohle bunkert.
*Wassermann*
grotefendt
13.08.2009, 00:19
Irgend etwas stimmt da nicht,ich meine der Fritz war da geflutet worden.Mag sein ,das er danach von einer Bombe getroffen wurde.
Bei kleinem Wasser auf dem Rhein,muß des Räderboot am Georg Reitz Liegeplatz noch mit dem Deck aus dem Wasser geragt haben.
Das Bild ist schon beeindruckend und der Schaden doch gewaltig.
grüße grotefend
grotefendt
29.12.2011, 15:38
Hallo Forumsbetreiber
Habe da ein Bild des Fritz Räderboot mit leider unbekannter Herkunft.
Gehe davon aus ,das das Urheberrecht des Bildes mittlerweile verjährt ist.
Grüße Grotefendt
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