Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Koppeln 1969
topplicht
12.08.2009, 17:57
Koppeln von leeren SL'tern. Diascan - Dia ist aus den 60er Jahren. Heute würde das gleiche Bild in wesentlichen Teilen anders aussehen.
Hallo Toplicht
Koppeln, das ist eine Wissenschaft für sich. Jede Reederei hat ihr eigenes System. Zwei oder Vier leere Leichter zusammen Koppeln kein Problem. Aber Ein Beladenen mit 3 Meter Tiefgang und Drei Leere, da kann man sich was einfallen lassen. :fragkratz:
Gruß Norbert
topplicht
13.08.2009, 20:49
...Norbert, hier ein Diascan..
zum Thema
@ Topplicht,
die #3 genauso, da kommt Freude auf.
Daher auch der Spruch:
"Jeder Matrose ein Artist, eine Besatzung ein ganzer Zirkus!"
Gruß Norbert
@ Norbert,
daher wohl der mittlerweile schon alte Ausspruch:
"Zirkus Thiel und seine Artisten"
Jürgen
Jürgen F.
15.08.2009, 11:40
Auf den damaligen Schiffen mit niedriger Dennebord, sind wir auf Strom immer über den Winkel balanciert wenn nicht zugedeckt war. Das klappte sogar mit einem Tablett wo die Teeutensilien drauf waren. Irgend ein Schiffsführer hat uns dann mal den Titel Winkelakrobaten verliehen. Heut bekäme man dafür eine Abmahnung von der Arbeitssicherheit:roooll::roooll:
Gut das ich sowas nicht mehr praktizieren muss:dream::dream:
Schöne Grüße
Jürgen F.
Winkelakrobaten Da gab es bei uns eine Lösung für, ein Doppeltes Gangbord!
Gruß Norbert
topplicht
15.08.2009, 22:25
"Heute würde das gleiche Bild in wesentlichen Teilen anders aussehen"
Hallo Leute,
alle gehen auf das Thema:
"Heute würde das gleiche Bild in wesentlichen Teilen anders aussehen" gar nicht ein.
Früher u. auch noch heute fahren die Verbände mit unterschiedlichen SL.
helmut1972
16.08.2009, 02:07
Hallo!
Bei der I.DDSG sagten wir auch Fetzenfuhrwerk, weil oft von den unterschiedlichen SL und Güterkähnen nichts zusammen passte. Bei verschiedenen Anhangfahrzeugen mussten wir die tollsten Seilverbindungen herstellen, war unser tägliches Brot. Auf der Strecke bei den Umschlagsanlagen, war auch immer oft genug mitten in der Nacht Manöver angesagt und das bei jedem Wetter. Auch wurden teilweise noch umgebaute Güterkähne mitgenommen, die keine Zurrwinden hatten. Wenn ich mir die jetzige Situation ansehe, ist es eher schlechter geworden! War eine sehr kräfteraubende Tätigkeit, da brauchte man keinen Sport mehr betreiben. Meine Wirbelsäule hat sich jeden Eintritt in das Zurrwindenrad gemerkt, beim Festzurren zum Schluß des Manövers, wurde jede Winde nochmal zu zweit nachgezogen.
mfG helmut1972
Hallo Helmut,
Fetzenfuhrwerk nicht schlecht der Begriff.
Vor einigen Jahren, als die Franzosen (CFNR) noch einen ganzen Haufen großer Streckenboote (V. Millet, P. Brousse, A. Auberger hatten, waren das die Koppelkönige. Mit vier Leichtern von Rotterdam zu Berg, spätestens in Duisburg-Ruhrort wurde das erste mal umgekoppelt. Um Leichter abzulegen und andere weiter zu Transportieren. Weitere Stationen waren so weit mir bekannt ist, Neuss, Koblenz usw.
Das waren auch die Einzigsten die Lash-Leichter mitgeführt haben. Da diese Seeschiff-Leichter keine vernüftigen Koppelwinden hatten (nur Ratschen) war das für die Besatzung ganz Übel.
Gruß Norbert
helmut1972
16.08.2009, 13:04
Hallo!
In früheren DDSG-Zeiten beförderten die Russlandfahrer (Stein- u. Burgschiffe) von Izmail bis Komarom meistens an die 8 beladene SL zu Berg, das beladene Motorgüter nahm dann einen SL mit, weiter nach Linz! In Komarom wurde von den Schubschiffen die abgestellten SL weiter zu Berg nach Linz befördert, je nach Auftrag bzw. nautische Verhältnisse entweder 2 oder 4 SL, als noch die alten 97ziger Tankkähne in Verwendung waren, wurden auch diese mitgenommen. Es gab ein eigenes Leistungsabrechnungssystem, der Matrose fuhr mit 40 %, Bootsmann mit 60 %, soweit ich mich erinnere der 1. Kapt. mit 100 %, bei den Selbstfahrern wenn der 1. Kapt. die Schreibarbeit der Leistungsabrechnung machte, sogar 110 %. Wenn auf den Russlandfahrern die Zurrwinden von mehreren schwergewichtigen Schiffsleuten (Körpergewicht 120 kg) angezogen wurden, war man in Linz an der Endstation bei der Verbandsteilung oft nicht allein im Stande, die Winde zu lösen, so waren die angeknallt. Es wurde auch stetig das Seilmaterial kontrolliert. Ich habe oft genug gespleißt, bei einer Havarie wo Seile gerissen sind, alleine in ca. 25 Minuten 3 Stiche, einmal verjüngt, fertig! Es wurden einmal im Auftrag der I.DDSG Zugversuche mit Stahlseilen im Wiener Arsenal gemacht, ein eingepresstes Stahlseil gegen ein vom DDSG-Schulschiff gespleißtes (6 Stiche und verjüngt), der klare Gewinner war der Schulschiffspleiß!
mfG helmut1972
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