PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schifferkinderheim Würzburg



Heidi Franz
04.01.2010, 13:42
Hallo zusammen,

ich war von 1962 - 1972 im Schifferkinderheim in Würzburg.
Die Grundsteinlegung für das Heim war am 25. März 1957. Mit Schulbeginn im September 1958 wurde es seiner Bestimmung übergeben. Begonnen wurde mit 54 Heimplätzen, wegen der großen Nachfrage wurde bald auf 72 Heimplätze erhöht wurde. Unterteilt waren wir in Gruppen, von denen es 4 gab. Die Gruppen Würzburg, Frankfurt, Schweinfurt (ursprünglich Nürnberg) und München. Schön ist die Lage des Heimes, man hat einen wunderbaren Blick auf den Main und damals auf die am gegenüberliegenden Mainufer Werft Neckermann & Hofmann. War natürlich toll, man konnte immer die Schiffe vorbei fahren sehen und winken.
Geleitet wurde das Heim von 1958 bis 1973 von Nonnen aus dem Orden der Armen Schulschwestern. 1974 zogen sich die Schwestern zurück und die Leitung wurde in weltliche Hände übergeben. Die Heimleitung übernahm damals Barbara Stamm.
Heute wird das Heim nur noch von wenigen Schifferkindern belegt. Genutzt wird es zusätzlich als Lehrlings Internat für seltenere Berufe wie z. B. Uhrmacher, Goldschmiede und Fotograpfen. Auch Teilnehmer an Meisterkursen, Seminaren oder sontigen Fortbildungen können dort ein Zimmer bekommen.
2008 konnten wir mit großer Beteiligung ehemaliger Schifferkinder und nach langen Nachforschungen das 50 jährige Bestehen "unseres" Schifferkinderheimes feiern.
Ausführliche Informationen und Bilder über das Schifferkinderheim sind hier (http://www.schifferkinderheim-wuerzburg.de/) zu finden.

Gruß
Heidi

Ausstellungsschiff
16.07.2011, 10:36
Die Mitgliederversammlung des „Schifferkinderheimverein Würzburg e.V.“ hat am 14. Juli 2011 beschlossen, den Verein aufzulösen und in eine Stiftung umzuwandeln.
Das sieht nun so aus, dass die Auflösung beim Registergericht beantragt wird. Sobald die Genehmigung vom Gericht hierfür erteilt worden ist, ruht das Ganze genau ein Jahr, danach wird die Auflösung wirksam.
Durch den starken Mitgliederschwund ( altersbedingt, und auch, weil bei den Eltern Ehemaliger kaum noch Interesse besteht), befürchtete der Vorstand, dass evtl. eine zweckentfremdete Nutzung in Zukunft eintreten könnte.
Dem wollten wir vorbeugen und wandeln den Verein nach seiner Auflösung in eine zweckgebundene Stiftung um. Es sollen weiterhin im Würzburger Heim Schifferkinder und über das Jugendamt vermittelte Kinder untergebracht werden können, sowie Auszubildende und Meisterschüler. Daran wird sich nichts ändern.

Ich bin seit 21 Jahren als Elternvertreter im Vorstand tätig und will, damit die Gerüchteküche erst gar nicht blüht, den Nutzern des Forums schon mal diese beantragte Umwandlung mitteilen.
Sobald das Gericht die Auflösung des Vereins genehmigt hat, beginnt die einjährige Wartezeit und die Vorstände werden zu Liquidatoren (Vermittler bei Vereinsauflösung).
Nach diesem Wartejahr wird eine Stiftung gegründet, die Liquidatoren übergeben das Vereinsvermögen der Stiftung und die neuen Stiftungsvorstände werden ihre Arbeit dann in unserem Sinne aufnehmen.

Ein schönes Wochenende

Karin