reanna
14.02.2010, 16:47
Über die Pflege der Schifferseelen.
Es besteht kein Zweifel darüber, dass der Schiffsmann früherer Zeiten sein Verhältnis zum lieben Gott sorgfältiger pflegte als heute. Dazu hatte er auch allen Grund - war er doch in manchen Lagen mangels technischer Einrichtungen dermassen in Nöten, dass ihm nichts anderes übrig blieb, als Schiff und Ladung mittels eiligem Stossgebet in Gottes Obhut zu überantworten.
Solches geschah eigentlich bereits am Anfang einer Reise. Sobald ein Schleppzug die Fahrt aufgenommen hatte, gab der Kapitän des Schleppers mit seiner Glocke drei Mal drei Schläge durch, was bedeutete: «In Gottes Namen!» (Und nicht «In Gottes Namen - gute Fahrt», wie da und dort behauptet wird.)
Nachdem also die Reise auf diese Art ordnungsgemäss im Himmel angemeldet worden war, fuhren unsere Vorgänger getrost los und setzten die Fahrt auch dann noch unbeirrt fort, wenn Nebel aufkam. Solche Fahrten endeten nicht immer ohne Unfall. Ich habe als junger Schmelzer über meinen Schiffsmann gestaunt, der nach einer Havarie im Nebel mit grösster Ruhe sagte: «Da kann man nichts machen, das hat so kommen müssen». Womit er sagen wollte, dass der Herrgott unseren Schleppzug dahin gelenkt hatte.
Heute hängt wohl noch auf jedem Schiff eine Glocke, aber man hört praktisch keinen Anruf Gottes mehr damit. Es hat sich eingebürgert, dass man bei Nebel sein Radargerät einschaltet und seine Position, statt an den Himmel, der näheren Umgebung auf Erden mittels UKW-Funk durchgibt. Um diesem Trend, Gott mittels der Technik gänzlich aus der Schifffahrt auszuschalten, entgegenzuwirken, haben die verschiedenen Kirchen eine Organisation aufgebaut, die sich «Schifferseelsorge» nennt: Ihre Arbeitsmethoden sind von Ort zu Ort verschieden. In den Seehäfen gibt es Kirchenschiffe - schwimmende Kirchen - die sich räumlich kaum von einer Kirche am Land unterscheiden. Auch darin nicht, dass sie still und geduldig auf Besucher warten.
In einem Hafen am Niederrhein operiert die Kirche schon etwas spektakulärer: Bereits am Samstagnachmittag rast ein Schnellboot durch die Hafenbecken und verbreitet per Tonband Glockengeläute. Dazwischen gibt eine Stimme – ebenfalls ab Band - bekannt, wo und wann am Sonntag die Messe für Schiffer stattfindet. Zum Schluss: "Sie werden pünktlich mit dem Boot von Bord abgeholt». Ein glatter Service!
In einem andern Hafen geht ein Herr in tristem Grau und ebensolcher Miene um und macht Schiffsbesuche. Das heisst, er klopft an die Türen und streckt dem, der öffnet, eine Handvoll blauer, grüner und weisser Zettel entgegen und verabschiedet sich wieder. Wo niemand öffnet, steckt er die Zettel in den Türspalt. Auf diese Weise fertigt er in kurzer Zeit sämtliche Schiffe ab, die gerade im Hafen liegen.
In der Regel wird die Seelsorge an Schiffer gratis abgegeben. Dass es auch Ausnahmen gibt, erfuhr ich unlängst in einem Hafen am Oberrhein. Während ich am Löschen war, erschienen zwei dunkelgekleidete Herren zu Besuch. Sie stellten sich als Seelsorger vor, und ich Iud sie in meine Wohnung zu einem Glas Wein ein. Der eine Herr legte gleich zu Beginn unseres Gespräches ein blaues Büchlein auf den Tisch. Während wir über die Frage diskutierten, warum eigentlich gerade die Gewerkschaft und nicht die Kirche es durchsetzte, dass die Schiffer in ihrem Heimathafen am Wochenende keine neue Reise mehr antreten müssen, schob er das blaue Büchlein auf dem Tisch hin und her. Bald schob er es in meine Nähe, bald entfernte er es wieder von mir. Dieses Spiel trieb er solange, bis ich fragte, was denn das für ein nettes, kleines Büchlein sei.
Nun wurde der Herr aktiv. Er erklärte mir, es sei das NeueTestament und beinhalte zusätzlich die Psalmen. «Sagen Sie nicht, Sie hätten schon eine Bibel. Sehen Sie, dies ist eine Taschenbibel, eine, die man bei sich trägt». Und während er weitere Vorzüge aufzählte, steckte er das Büchlein nacheinander in alle seine Taschen und stand am Schluss auf. «Dank diesem Format 146 x 92 x 11 mm, hat es sogar in der Gesässtasche bequem Platz. Es hatte.
Das beeindruckte mich und ich fragte nach dem Preis. Da meldete sich - zum ersten Mal - der andere Herr, der eine schwere Mappe mit sich führte, zum Wort. Er liess mich wissen, dass jeder nach eigenem Ermessen zahle. «Die Gestehungskosten liegen bei drei DM». Ich reichte ihm einen I0 Markschein und erlaubte mir die Bemerkung, der Rest sei für den Opferstock. Der Schein verschwand in seiner Westentasche. Der erste Herr trank seinen Wein aus und sprach: «So darf ich Sie wohl zu einem kurzen Gebet einladen». Er fing so unmittelbar darauf zu beten an, dass mir keine Zeit blieb, meine angerauchte Zigarette in den Aschenbecher zu legen und da ich es unschicklich fand, unsere Andacht durch Handbewegungen zu stören, legte ich meine Hände samt Zigarette übereinander. Und wie das so geht, der Rauch kräuselte sich haargenau auf das Gesicht des zweiten Herrn zu und veranlasste diesen, allerlei Grimassen zu schneiden. Die Sache mit der blöden Zigarette nahm mich dermassen in Anspruch, dass ich dem Gebet nicht folgen konnte und nur noch den letzten Satz aufnahm: „Herr, wir danken Dir für das kurze, fruchtbare Zusammensein, Amen“.
Grosser Gott, er hatte es offen ausgesprochen und dem Herrgott für seinen Verkaufserfolg gedankt!
Den nachhaltigsten Eindruck hinterliess mir ein Seelsorger, der sich um unsere Seelen tatsächlich Sorgen gemacht hat. Er besuchte uns an einem Heiligen Abend auf etwas ungewöhnliche Weise. Wir lagen wegen Treibeis in einem Fluchthafen in Duisburg fest. Draussen herrschte bittere Kälte, so beissend, dass keiner von der Besatzung auch nur daran dachte, an Land zu gehen. Wir hatten weder ein Bäumchen noch Kerzen besorgt und ausser den Weihnachtsliedern aus dem Radio erinnerte nichts daran, dass Heiliger Abend war.
Nach dem Nachtessen war für uns Weihnachten eigentlich vorbei und wir fingen an, Karten zu spielen. Irgendwo draussen tuckerte ein Motorboot und verstummte plötzlich. Wir waren jedoch zu sehr in das Spiel vertieft, um nachzusehen.
Ich schimpfte gerade mit meinem Partner, weil er sein Nell aus Leichtsinn an unsere Gegner verloren hatte, als es kurz an die Türe klopfte und eine dunkle Gestalt eintrat. Meinem Partner entfuhr ein «Jesses, ein Pfarrer!» Und wie mir bewusst wurde: Heiliger Abend - Kartenspiel - Bierflaschen auf dem Tisch, durchfuhr es mich ebenfalls: «Jesses, ein Pfarrer!»
Und wie er vor uns stand, der Herr Pfarrer! Die Ärmel hatte er bis zu den Ellbogen hochgekrempelt - in dieser Kälte - und seine Hände und Arme waren schwarz von Öl. Er grüsste freundlich und fragte, ob er wohl seine Hände waschen könne. Da löste sich die Erstarrung und meine Matrosen setzten sich in Trab. Einer pumpte Wasser, der zweite hielt die Seife parat und der dritte holte ein frisches Handtuch hervor. Wie Messdiener umstanden sie den geistlichen Herrn, welcher uns nun, während er sich reinigte, in aller Ruhe erklärte, er habe die Kupplung seines Bootes nachstellen müssen - leider ohne Licht - deshalb sei er so voll Öl. Er habe öfters Pannen mit seinem alten Boot.
Nachdem er sich gewaschen hatte, kramte er in seinen Taschen und brachte Kerzen, die in Mandarinen steckten, hervor. Die stellte er auf den Tisch zwischen die Jasskarten und entzündete sie. Danach setzte er sich zu uns. Bier lehnte er ab.
«Aber einen kräftigen Schnaps könnte ich gut vertragen»!
Während er Schnaps trank, erkundigte er sich nach den Regeln des Jassens und lenkte dann das Gespräch zum Problem Freizeitgestaltung der Schiffer. Er riet vom Besuch des Etablissements «Tante Olga» ab, nicht aus moralischen Gründen, sondern wegen der damit verbundenen Geldverschwendung. Er machte auf das katholische Schifferheim aufmerksam, wo Samstag und Sonntag ebenfalls getanzt werde und nicht nur Limonade erhältlich sei. Er redete lange mit uns, bedauerte, nicht länger bleiben zu können, er müsse noch da und dort hin. Als er fort war, setzten wir den Jass fort. Etwas unkonzentriert, von Zwischenrufen unterbrochen: «Habt ihr gesehen, wie er den Schnaps gekippt hat!» «Das ist mir einer, repariert im Dunkeln eine Kupplung!» «Er hat schon recht wegen <Tante Olga>!»
Kommen Sie bald wieder, Herr Pfarrer!
Albert Moser 1972
Zeichnungen: Lis Moser-Boehner
Diesen Artikel hat mir Göpf per eMail zugesandt, damit ich ihn für ihn poste.
Gruß reanna
Es besteht kein Zweifel darüber, dass der Schiffsmann früherer Zeiten sein Verhältnis zum lieben Gott sorgfältiger pflegte als heute. Dazu hatte er auch allen Grund - war er doch in manchen Lagen mangels technischer Einrichtungen dermassen in Nöten, dass ihm nichts anderes übrig blieb, als Schiff und Ladung mittels eiligem Stossgebet in Gottes Obhut zu überantworten.
Solches geschah eigentlich bereits am Anfang einer Reise. Sobald ein Schleppzug die Fahrt aufgenommen hatte, gab der Kapitän des Schleppers mit seiner Glocke drei Mal drei Schläge durch, was bedeutete: «In Gottes Namen!» (Und nicht «In Gottes Namen - gute Fahrt», wie da und dort behauptet wird.)
Nachdem also die Reise auf diese Art ordnungsgemäss im Himmel angemeldet worden war, fuhren unsere Vorgänger getrost los und setzten die Fahrt auch dann noch unbeirrt fort, wenn Nebel aufkam. Solche Fahrten endeten nicht immer ohne Unfall. Ich habe als junger Schmelzer über meinen Schiffsmann gestaunt, der nach einer Havarie im Nebel mit grösster Ruhe sagte: «Da kann man nichts machen, das hat so kommen müssen». Womit er sagen wollte, dass der Herrgott unseren Schleppzug dahin gelenkt hatte.
Heute hängt wohl noch auf jedem Schiff eine Glocke, aber man hört praktisch keinen Anruf Gottes mehr damit. Es hat sich eingebürgert, dass man bei Nebel sein Radargerät einschaltet und seine Position, statt an den Himmel, der näheren Umgebung auf Erden mittels UKW-Funk durchgibt. Um diesem Trend, Gott mittels der Technik gänzlich aus der Schifffahrt auszuschalten, entgegenzuwirken, haben die verschiedenen Kirchen eine Organisation aufgebaut, die sich «Schifferseelsorge» nennt: Ihre Arbeitsmethoden sind von Ort zu Ort verschieden. In den Seehäfen gibt es Kirchenschiffe - schwimmende Kirchen - die sich räumlich kaum von einer Kirche am Land unterscheiden. Auch darin nicht, dass sie still und geduldig auf Besucher warten.
In einem Hafen am Niederrhein operiert die Kirche schon etwas spektakulärer: Bereits am Samstagnachmittag rast ein Schnellboot durch die Hafenbecken und verbreitet per Tonband Glockengeläute. Dazwischen gibt eine Stimme – ebenfalls ab Band - bekannt, wo und wann am Sonntag die Messe für Schiffer stattfindet. Zum Schluss: "Sie werden pünktlich mit dem Boot von Bord abgeholt». Ein glatter Service!
In einem andern Hafen geht ein Herr in tristem Grau und ebensolcher Miene um und macht Schiffsbesuche. Das heisst, er klopft an die Türen und streckt dem, der öffnet, eine Handvoll blauer, grüner und weisser Zettel entgegen und verabschiedet sich wieder. Wo niemand öffnet, steckt er die Zettel in den Türspalt. Auf diese Weise fertigt er in kurzer Zeit sämtliche Schiffe ab, die gerade im Hafen liegen.
In der Regel wird die Seelsorge an Schiffer gratis abgegeben. Dass es auch Ausnahmen gibt, erfuhr ich unlängst in einem Hafen am Oberrhein. Während ich am Löschen war, erschienen zwei dunkelgekleidete Herren zu Besuch. Sie stellten sich als Seelsorger vor, und ich Iud sie in meine Wohnung zu einem Glas Wein ein. Der eine Herr legte gleich zu Beginn unseres Gespräches ein blaues Büchlein auf den Tisch. Während wir über die Frage diskutierten, warum eigentlich gerade die Gewerkschaft und nicht die Kirche es durchsetzte, dass die Schiffer in ihrem Heimathafen am Wochenende keine neue Reise mehr antreten müssen, schob er das blaue Büchlein auf dem Tisch hin und her. Bald schob er es in meine Nähe, bald entfernte er es wieder von mir. Dieses Spiel trieb er solange, bis ich fragte, was denn das für ein nettes, kleines Büchlein sei.
Nun wurde der Herr aktiv. Er erklärte mir, es sei das NeueTestament und beinhalte zusätzlich die Psalmen. «Sagen Sie nicht, Sie hätten schon eine Bibel. Sehen Sie, dies ist eine Taschenbibel, eine, die man bei sich trägt». Und während er weitere Vorzüge aufzählte, steckte er das Büchlein nacheinander in alle seine Taschen und stand am Schluss auf. «Dank diesem Format 146 x 92 x 11 mm, hat es sogar in der Gesässtasche bequem Platz. Es hatte.
Das beeindruckte mich und ich fragte nach dem Preis. Da meldete sich - zum ersten Mal - der andere Herr, der eine schwere Mappe mit sich führte, zum Wort. Er liess mich wissen, dass jeder nach eigenem Ermessen zahle. «Die Gestehungskosten liegen bei drei DM». Ich reichte ihm einen I0 Markschein und erlaubte mir die Bemerkung, der Rest sei für den Opferstock. Der Schein verschwand in seiner Westentasche. Der erste Herr trank seinen Wein aus und sprach: «So darf ich Sie wohl zu einem kurzen Gebet einladen». Er fing so unmittelbar darauf zu beten an, dass mir keine Zeit blieb, meine angerauchte Zigarette in den Aschenbecher zu legen und da ich es unschicklich fand, unsere Andacht durch Handbewegungen zu stören, legte ich meine Hände samt Zigarette übereinander. Und wie das so geht, der Rauch kräuselte sich haargenau auf das Gesicht des zweiten Herrn zu und veranlasste diesen, allerlei Grimassen zu schneiden. Die Sache mit der blöden Zigarette nahm mich dermassen in Anspruch, dass ich dem Gebet nicht folgen konnte und nur noch den letzten Satz aufnahm: „Herr, wir danken Dir für das kurze, fruchtbare Zusammensein, Amen“.
Grosser Gott, er hatte es offen ausgesprochen und dem Herrgott für seinen Verkaufserfolg gedankt!
Den nachhaltigsten Eindruck hinterliess mir ein Seelsorger, der sich um unsere Seelen tatsächlich Sorgen gemacht hat. Er besuchte uns an einem Heiligen Abend auf etwas ungewöhnliche Weise. Wir lagen wegen Treibeis in einem Fluchthafen in Duisburg fest. Draussen herrschte bittere Kälte, so beissend, dass keiner von der Besatzung auch nur daran dachte, an Land zu gehen. Wir hatten weder ein Bäumchen noch Kerzen besorgt und ausser den Weihnachtsliedern aus dem Radio erinnerte nichts daran, dass Heiliger Abend war.
Nach dem Nachtessen war für uns Weihnachten eigentlich vorbei und wir fingen an, Karten zu spielen. Irgendwo draussen tuckerte ein Motorboot und verstummte plötzlich. Wir waren jedoch zu sehr in das Spiel vertieft, um nachzusehen.
Ich schimpfte gerade mit meinem Partner, weil er sein Nell aus Leichtsinn an unsere Gegner verloren hatte, als es kurz an die Türe klopfte und eine dunkle Gestalt eintrat. Meinem Partner entfuhr ein «Jesses, ein Pfarrer!» Und wie mir bewusst wurde: Heiliger Abend - Kartenspiel - Bierflaschen auf dem Tisch, durchfuhr es mich ebenfalls: «Jesses, ein Pfarrer!»
Und wie er vor uns stand, der Herr Pfarrer! Die Ärmel hatte er bis zu den Ellbogen hochgekrempelt - in dieser Kälte - und seine Hände und Arme waren schwarz von Öl. Er grüsste freundlich und fragte, ob er wohl seine Hände waschen könne. Da löste sich die Erstarrung und meine Matrosen setzten sich in Trab. Einer pumpte Wasser, der zweite hielt die Seife parat und der dritte holte ein frisches Handtuch hervor. Wie Messdiener umstanden sie den geistlichen Herrn, welcher uns nun, während er sich reinigte, in aller Ruhe erklärte, er habe die Kupplung seines Bootes nachstellen müssen - leider ohne Licht - deshalb sei er so voll Öl. Er habe öfters Pannen mit seinem alten Boot.
Nachdem er sich gewaschen hatte, kramte er in seinen Taschen und brachte Kerzen, die in Mandarinen steckten, hervor. Die stellte er auf den Tisch zwischen die Jasskarten und entzündete sie. Danach setzte er sich zu uns. Bier lehnte er ab.
«Aber einen kräftigen Schnaps könnte ich gut vertragen»!
Während er Schnaps trank, erkundigte er sich nach den Regeln des Jassens und lenkte dann das Gespräch zum Problem Freizeitgestaltung der Schiffer. Er riet vom Besuch des Etablissements «Tante Olga» ab, nicht aus moralischen Gründen, sondern wegen der damit verbundenen Geldverschwendung. Er machte auf das katholische Schifferheim aufmerksam, wo Samstag und Sonntag ebenfalls getanzt werde und nicht nur Limonade erhältlich sei. Er redete lange mit uns, bedauerte, nicht länger bleiben zu können, er müsse noch da und dort hin. Als er fort war, setzten wir den Jass fort. Etwas unkonzentriert, von Zwischenrufen unterbrochen: «Habt ihr gesehen, wie er den Schnaps gekippt hat!» «Das ist mir einer, repariert im Dunkeln eine Kupplung!» «Er hat schon recht wegen <Tante Olga>!»
Kommen Sie bald wieder, Herr Pfarrer!
Albert Moser 1972
Zeichnungen: Lis Moser-Boehner
Diesen Artikel hat mir Göpf per eMail zugesandt, damit ich ihn für ihn poste.
Gruß reanna