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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rheinreede Duisburg 1959



Muranfan
13.10.2025, 09:18
Hallo,

aus dem Archiv der WSD Duisburg (Bestand beim WSA Duisburg-Rhein) stammt diese Aufnahme der Rheinreede Duisburg (Km 776 r. Ufer ) im Jahr 1959.

Grüße
Muranfan

Muranfan
13.10.2025, 16:12
Interessante Ergänzungen von unserem Handhaspel aus Sicht eines erfahrenen Fahrensmanns:

Lieber Rolf,

in mir läuft ein Film genau in der von dir eben gezeigten Situation ab, bin begeistert.

Nähere mich mit Talzug der Niederrheinischen Hütte und der Kupferhütte, habe für beide je einen beladenen Schleppkahn, einen Dritten Leeren für den Schnepperort (oberhalb der Ruhrmündung), schaue mir die Augen aus dem Kopf für einen Platz zum Aufdrehen, geht nicht. Muss, langsam treibend, immer mit wachem Blick auf die Stränge, bis nach Diergardt-Essenberg, kann da endlich aufdrehen. Dem Leeren gebe ich mit dem Lautsprecher Order, soll los machen und vor Anker gehen, ich muss die 2 Geladenen rauf bringen. Gehe wieder zu Berg, lege die zwei gegenüber der Löschkais wie auf dem Bild zu sehen, vor Anker. DU-Hafenboote werden sie dann später an die Kranen bringen. In Bildmitte ist so ein kleines Gestmann-Hafenboot zu sehen. Dann wieder runter, den Leeren aufgepackt und an den Schreckling gebracht. Da bis dahin keine weitere Order erhalten, fahre ich, wie immer bei solcher Situation durch den Hafenkanal zu unserem Magazin am Pontwerth. An dem Tag war mein "Hafendienst" fast länger wie die Talfahrt vom nächtlichen Liegeplatz bei Zons.

Aber über allem, Schleppen mit allem Drum-und-dran war von Beginn an mein Wunschtraum.

So, das war mal Schifffahrt pur.
Schöne Grüße,
Walter

Muranfan
28.11.2025, 10:44
Hallo,

dieses Dia der Wasser- und Schiffahrtsdirektion (WSD) Duisburg ist beschriftet mit:

km 776,7 Außenhafenmündung

Grüße
Muranfan

Handhaspel
28.11.2025, 12:14
Hallo,

der Ordnung halber, in #2 ärgerlichen Fehler entdeckt. Schrieb in 2. Zeile "Schnepperort". Dieser liegt gegenüber Wesseling, km 670, re.U. Die Reederei Braunkohle brachte es fertig, diesen nicht nur für Schleppzüge sehr guten Platz zum Übernachten nach Verhandlungen mit der WSV als verbotenen Liegeplatz zu deklarieren. Das war vor allem für lange Bergschleppzüge sehr ärgerlich. Im weiteren Text von #2 hatte ich korrekt "Schreckling" geschrieben. Dürfte in den frühen 50er Jahren geschehen sein.

Als Begründung wurde damals der starke Bugsierbetrieb angegeben, der mit dem Hafenboot VIKTOR WEIDMANN durchgeführt wurde, der oft mit mehr wie mit einem leeren Schleppkahn von deren Liegeplatz etwas oberhalb vom Braunkohlebürogebäude zum unterhalb liegenden Godorfer Hafen seine Wendemanöver ausführen musste.

Und, wie immer, wecken beide Bilder alte Erinnerungen aus den hintersten Schubladen auf, aus der "guten alten Zeit".

Gruß, Walter