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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Um eine Erfahrung reicher



DanielSchulna
27.06.2009, 20:25
Hallo!

Heute haben wir eine interessante Erfahrung gemacht. Es geht um die Durchfahrtshöhe der Eisenbahnbrücke "Magdeburg-Oebisfelde" bei Mittellandkanal (MLK) km 298,12.
Hier die ganze Geschichte:

Wir lagen mit unserem Schiff (GMS Harmonie) in Peine am Anleger und haben auf neue Order gewartet. Der Auftrag: Montag den 29.06.09 in Bülstringen Splitt einladen. Da wir seid ca. 7 Jahren nicht mehr dort gewesen sind, haben wir uns erstmal über die Durchfahrtshöhen erkundigt (bei Kollegen nachgefragt und den Weska 2009 durchforstet). Unser Schiff hat eine Fixpunkthöhe von 4,75m. Ergebnis: Wenn uns die neue Schleuse Sülfeld zur Verfügung steht, brauchen wir erst ab MLK km 263 Ballastwasser. Hier kommen 2 (für uns zu niedrige) Brücken.

1. Brücke ist die Eisenbahnbrücke "Salzwedel-Oebisfelde" bei MLK km 263,83 mit einer Durchfahrtshöhe von 4,45m.
2. Brücke ist die Straßenbrücke "Buchhorst-Wassendorf" bei MLK km 264.10 mit einer Durchfahrtshöhe von 4,64m.

Wir entschlossen uns an der Liegestelle "Rühen" fest zu machen, um ausreichend Ballastwasser zu nehmen und setzten die Fahrt am nächsten Tag fort. Nachdem wir die beiden Brücken passiert hatten, fingen wir an, dass Ballastwasser rauszupumpen. Am Anleger "Bülstringen" MLK km 294,83 - 295,47 gingen wir in Wartestellung, da ziemlich viel Betrieb war.

Am nächsten Tag erfuhren wir dann, dass wir nicht mehr in Bülstringen Splitt einladen sollen sondern in Haldensleben (Alter Stadthafen Haldensleben "UHH") MLK km 301,10.
Also erkundigten wir uns erneut, nach den Durchfahrtshöhen. Ergebnis: Die niedrigste Brücke auf diesem Stück ist die Eisenbahnbrücke "Magdeburg-Oebisfelde" bei MLK km 298,12 mit einer Durchfahrtshöhe von 4,91m.

Da wir ja ne Fixpunkthöhe von 4,75m haben, gingen wir davon aus, dass wir kein Ballastwasser nehmen müssen. Trotzdem näherten wir uns der Brücke mit großer Vorsicht und stellten fest, dass wir nicht durchpassen. Wir holten zur Liegestelle auf MLK km 297,75 zurück und nahmen Ballastwasser. Wir meldeten uns bei der Revierzentrale Minden um Bescheid zu geben, dass der Eintrag im Weska 2009 nicht korrekt ist und wollten wissen, wie die richtige Durchfahrtshöhe lautet, damit wir dementsprechend Ballastwasser nehmen können.

Die Revierzentrale war verwundert, da auch sie die gleiche Durchfahrtshöhe von 4,91m, wie es im Weska 2009 steht, in ihren Unterlagen haben. Lediglich eine Differenz von 6cm ist durch Wasserstau etc. möglich.
Zufällig war die Wasserschutzpolizei in der Nähe. Wir baten die Wasserschutzpolizei die Angelgenheit zu prüfen, damit nicht andere unwissende Kollegen ihre Steuerhäuser oder gar ihr Leben an der Brücke lassen. Nachdem wir die Brücke passiert hatten, machte sich die Wasserschutzpolizei daran die Durchfahrtshöhe der Brücke zu messen.

Wir setzten unsere Fahrt zum Stadthafen Haldensleben fort, wo wir gespannt auf das Ergebnis der Wasserschutzpolizei warteten. Nach einiger Zeit, kam die Wasserschutz dann zu Besuch.
Sie fragten mich, wie wir uns auf die Reise vorbereitet hätten und ich erzählte ihnen die Geschichte und beharrte auf den Weska 2009 und die Revierzentrale Minden.
Das Ergebnis der Wasserschutzpolizei ergibt eine Durchfahrtshöhe von 4,67m.
Dennoch warfen mir die Kollegen von der Wasserschutz "Blauäugigkeit" vor. Wenn was passiert wäre, vor allem bei Personenschäden, hätten sie wegen einer Straftat ermittelt. Ich hätte mich nicht nach dem Weska 2009 richten müssen, sondern nach der Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung (BinSchStrO).:roooll:
Die der Kollege dann auch prompt von mir sehen wollte. Na ja, wozu hat man denn nen Laptop.:cool1:
Hier verweiste er mich: Zweiter Teil > Kapitel 15 - Norddeutsche Kanäle > § 15.16 > Höhe der Brücken, sonstigen festen Überbauten und Freileitungen >

Die Durchfahrtshöhe unter den festen Brücken und sonstigen festen Überbauten beträgt bei normalem Kanalwasserstand:
-auf den durch Tafeln mit der Aufschrift "Ausgebaute Strecke" bezeichneten Abschnitten des Mittellandkanals 5,25m
-auf den nicht ausgebauten Strecken des Mittellandkanals mit den übrigen Stichkanälen und Verbindungskanälen 4,00m

So wollen die sich wohl offiziel absichern, falls doch mal was passiert. Ich finde das nicht in Ordnung. Ich denke ich bin nicht der einzigste Schiffer, der sich an den aktuellen Weska oder die Angaben der Revierzentralen hält. Bin gespannt auf eure Meinungen dazu. Musste meinem Ärger einfach mal Luft machen.

Gruß:wink:
Daniel

Jürgen F.
27.06.2009, 20:36
Da müssen Beschwerden an das zuständige WSA rausgehen. Normalerweise werden Brücken die unter der Norm sind, extra gekennzeichnet. Das hat beim WSA Rheine auch geklappt. An den Sperrtoren Gelmer und Fuestrop sowie in der Stadtstrecke Münster mussten Schilder aufgestellt werden die Nachts sogar beleuchtet sind. Das würden die nicht machen wenn das WSA nicht haftbar gemacht werden könnte. Wir mussten zusätzlich noch die rot - weißen Schraffen montieren und wenn die mal verbogen sind, dann muss der Teuto kommen und zwar sofort.

Schöne Grüße
Jürgen F.

Stadt_Aschaffenburg
27.06.2009, 22:56
Hi,

so sollte es sein :super:

Dann frage ich mich aber, warum die WSP dann gleich so ein Faß aufmacht :fragkratz: Wozu gibt es denn den Weska, wenn man sich auf seine Angaben nicht verlassen darf? Das sind schon komische Regeln, die da aufgestellt werden. Andererseits stellt sich mir die Frage, warum die sich in ber BinSchStrO 67!!! cm Luft lassen? Wofür brauchen sie die denn?

Irgendwie geht mir das nicht ganz ein :confused:
Vor allem die Sprüche: "Wenn was passiert wäre, dann hätten wir...." :mad1:
Von mir kriegen solche Leute immer zu hören: "Ist aber nichts passiert, weil ich mir meiner Verantwortung bewußt bin :frown1:" Ich weiß nicht, ob die sich besser fühlen, wenn sie solche Sprüche machen :confused::fragkratz:

Da könnt ich platzen bei sowas!!!

LG
Micha

Jürgen F.
27.06.2009, 23:05
Vor allen Dingen ist es gar nicht die Aufgabe der WSP irgendwelche Messungen vorzunehmen. Das ist Sache des WSA und die werden vom Neubauamt beauftragt. Das gibt Kompetenzstreitigkeiten bei denen die WSP den kürzeren zieht. Ist schon erstaunlich was die sich für Arbeit machen. Da kommt der Gedanke an alte Seilschaften hoch:fragkratz::fragkratz::fragkratz:

Gruß Jürgen

DanielSchulna
28.06.2009, 09:09
Hallo!

Ich vermute mal, dass die so empfindlich reagiert haben, weil sich erst letzte Woche einer das Steuerhaus an der Brücke abgefahren hat. Gott sei Dank ohne Personenschaden. Jetzt gibt es da wohl Streit, wer für den Schaden zur Verantwortung gezogen wird.
Die Revierzentrale Minden findet es auch nicht richtig, dass man sich nur an die BinSchStrO halten soll. Die sagten auch, dass sich viele Schiffe bei denen melden, um Durchfahrtshöhen von diversen Brücken zu erhalten. Und in diesem Fall hätten sie ja schließlich eine falsche Auskunft gegeben. Ich denke mal, dass die Revierzentrale sich da wohl hinterklemmen wird.
Wer pumpt auch schon auf Verdacht so viel Ballastwasser, dass er eine Fixpunkthöhe von 4,00m erreicht? Vor allem, wenn die Brücken in Wirklichkeit gar nicht so niedrig sind.
Ich denke, dass es vorher nicht so aufgefallen ist, weil die meisten Schiffe in Bülstringen bleiben oder halt weiter fahren, durch die Regelungsstrecke. Und hier ist bekannt, dass die Brücken niedrig sind. Da haben die meisten dann schon genug Ballastwasser drin.
Danke für eure Anteilnahme!
Gruß:wink:
Daniel

Gernot Menke
28.06.2009, 10:24
Ich hätte mich nicht nach dem Weska 2009 richten müssen, sondern nach der Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung (BinSchStrO).


Moin Moin,

zunächst mal finde ich, daß angesichts der Tatsache, daß wegen der Umsicht des Schiffsführers NICHTS passiert ist und daß sich hier jemand die Mühe gemacht hat, im Sinne aller Beteiligten offensichtlich falsche Daten im WESKA zu korrigieren, die WSP`ler auch mal ein Lob hätten aussprechen und etwas freundlicher sein können - der Ton macht eben die Musik.

Ich finde es in Ordnung, daß die WSP`ler die Brücke nachmessen, um die Angabe des Schiffers zu überprüfen. Die WSP ist ja für einen reibungslosen Verkehr auf dem Wasser zuständig und hat wohl die Pflicht, dahin zu wirken, daß die falsche und gefährliche Angabe im WESKA korrigiert wird.

Rein sachlich gesehen haben die WSP`ler Recht. Man vergißt es angesichts der weiten Verbreitung und zentralen Bedeutung des WESKA immer wieder: der WESKA ist, wie der Name schon sagt, ein KALENDER, ein ganz normales Buch also, wie es theoretisch jeder schreiben könnte, und nichts Amtliches! Aus Gründen der Einfachheit und Praxisnähe hat hier der Verein für Binnenschiffahrt und Wasserstraßen alle notwendigen Informationen zusammengetragen und in einem Handbuch zusammengestellt. Das Buch ist eine Hilfe - MEHR NICHT!

Ich könnte mir vorstellen, daß einige zusammengefahrene Steuerhäuser auf das Konto der Verwechselung des WESKA mit amtlichen Angaben gehen.

Es ist klar, warum ein solches Handbuch nicht von den Behörden kommt. Man scheut die Schwierigkeit, Aufwendigkeit und die Kosten, ein umfangreiches Handbuch immer aktuell und fehlerfrei zu halten - und natürlich die damit verbundene juristische Haftbarkeit (es wäre allenfalls realistisch, an den jeweiligen Eingangsschleusen in einen Kanal oder Fluß aktuelle Handzettel (deren Gültigkeitsdauer man ja begrenzen könnte) zu verteilen, in denen alles für den Fahrensmann Wichtige kurz und bündig, aber eben auf den Zentimeter korrekt und juristisch verbindlich enthalten ist, so daß man sich nicht erst groß informieren bräuchte, was der "ausgebaute" und der "nicht ausgebaute" Bereich konkret in Zentimetern bedeutet).

:wink: Gernot

Jürgen F.
28.06.2009, 10:52
Naja, wenn ich so sehe, daß jeder Baum registriert ist....
Da kann es doch wohl nicht so schwer sein die richtigen Durchfahrtshöhen anzugeben. Wenn man den zuständigen Außenbeamten anruft, muss der darüber Auskunft geben. Das sind 2 Klicks am Rechner und schon hat der alle Daten auf dem Monitor. Da steht zum Beispiel auch drin wann und von wem die Brücke das letzte mal gestrichen worden ist. Die Wasserbaumeister die für die jeweilige Strecke zuständig sind haben die Höhen im Kopf. Im Zweifelsfall würde ich das zuständige Amt anrufen.

Schöne Grüße Jürgen F.:wink::wink:

Ps: Dies bezieht sich auf das WSA Rheine und gilt für die Strecken des DHK und des DEK.

Gernot Menke
28.06.2009, 11:55
Du hast schon Recht, Jürgen - es wäre ja auch schlimm, wenn sich die WSA`ler nicht in ihrem eigenen Bereich genau auskennen würden. Der WESKA ist mit Sicherheit auch in Kooperation mit den einzelnen Dienststellen des WSA entstanden.

Aber der WESKA erscheint jährlich - und innerhalb eines Jahres tut sich unter Umständen viel. Und der Teufel steckt bekanntlich im Detail.

Man müßte mal nachsehen, wie im konkreten Fall die Brücke in den älteren WESKAs angegeben ist. Wenn sie dort auch schon mit der zu großen Höhe verzeichnet steht, ist schon die ursprüngliche Angabe falsch gewesen. Wenn nicht, handelt es sich um einen Druck- oder Übertragungsfehler in der aktuellen Ausgabe.

:wink: Gernot

DanielSchulna
29.06.2009, 16:53
Hallo!

Habe noch nen Weska von 2006 gefunden. Hier steht die Eisenbahnbrücke "Magdeburg-Oebisfelde" bei MLK km 298,12 auch mit einer Durchfahrtshöhe von 4,91m drin.

Was mir erst jetzt eingefallen ist, in der jetzigen Regelungsstrecke wurde der Wasserstand um ca. 20cm angehoben, damit die Schiffe ohne Bedenken 2,50m abladen können. Deshalb ist hier ja Richtungsverkehr. Jetzt könnte es ja theoretisch sein, dass sich die Anstauung des Wassers auch auf die Strecke bei MLK km 298 ausgewirkt hat. Das würde dann ja erklären, warum die Werte im Weska und bei der Revierzentrale Minden nicht stimmen.

Gruß:wink:
Daniel

Gernot Menke
29.06.2009, 18:01
Das is`ja `n Ding. - Man sollte meinen, daß einer, der den Wasserspiegel erhöht, dabei auch an die Veränderung der Durchfahrtshöhen der Brücken denkt! :fragkratz:

Da müßte es doch eigentlich öfter mal geknirscht haben? Wenn es so ist, wäre es Zeit, die Veränderung des Wasserspiegels und die Brückenhöhen mal zusammen- und den WESKA auf Vordermann zu bringen!

:wink: Gernot

Power-Ship
29.06.2009, 18:11
Hallo Jürgen F.,
wenn ich mir die Schraffentafeln an der Schleuse III in Münster in Fahrtrichtung Bergeshövede so ansehe, könnt Ihr da bald den TEUTO fest einsetzen. Die Tafeln sehen schon wieder arg krumm aus...:roooll:

Gernot Menke
29.06.2009, 19:14
Hallo Power-Ship,

in diesem Fall müßte das Motto wohl heißen:

Immer eine Fingerbreit Luft über dem Steuerhausdach! :roooll:

:wink: Gernot

bigfoot
29.06.2009, 20:48
wenn ich mir die Schraffentafeln an der Schleuse.....


ich denke die könnte man doch bestimmt zwei mal im jahr neu machen

Jürgen F.
29.06.2009, 21:08
Das ist prima!
Da war ich dieses Jahr schon 5 mal dran. Solange ab und zu mal einer die Teile verschiebt hab ich einen sicheren Job.
Das heißt, natürlich darf es keine Verletzten geben. Jetzt wo die Badesaison auf vollen Touren läuft, könnte ich einmal die Woche an den Sicherheitstoren Fuestrop und Gelmer arbeiten. Die Schraffen werden ständig umgebogen. Im Moment bin ich allerdings selber ein Opfer von Vandalismus. Am Wochenende haen die Chaoten mein Schiff verwüstet. Das gibt 3 Tage Pause.

Gruß Jürgen

Power-Ship
29.06.2009, 21:12
:kopfkratz::kopfkratz::kopfkratz:Hallo Jürgen,
immer dasselbe mit diesen Idioten, die meinen, sich an fremder Leute Eigentum vergreifen zu müssen! Wenn ich solche Menschen erwischen würde, sie müßten in dem Steinbruch, wo ich arbeite, die Steine mit Hammer und Meißel zerkleinern!:captain: Aber nochmal zu den Schraffen: Entweder leer fahrende oder mit Hackholz beladene Schiffe - kein Witz, selbst schon in MS gesehen - oder hohe Sportboote, die dort hängenbleiben.:wink: Oder noch übler: TMS ULRIKE und das unfreiwillige Versenken des PKW...:kopfkratz1::kopfkratz1::kopfkratz1:

Jürgen F.
29.06.2009, 21:18
Steinbruch ist noch zu wenig, im DHK haben die Jungs 2006 einen Brückenkegel beschädigt. Da waren Bruchsteine von 60 x 60 x 30 verlegt und mit Zement abgefugt. Die haben ca. 25 m² rausgeholt und in den Kanal befördert. Das müssten doch eigentlich super Arbeiter sein, wenn die sich so eine Mühe machen nur um was plumpsen zu hören.

Gruß Jürgen

Power-Ship
29.06.2009, 21:22
Na, da fällt mir was ein: Dann können diese Kraftmeier ja mit der Hand die alte Schleuse II abbrechen-weniger Energieverbrauch der Baumaschinen, aber selbstverständlich unbezahlt.:geil::geil::geil:

Jürgen F.
29.06.2009, 22:52
Leider sind die Chaoten ja nie zu finden:roooll::roooll::roooll:

Gruß Jürgen

Norbert
30.06.2009, 00:39
Hallo Leute,

Es gibt Chaoten für die sind Kanäle Abenteuerspielplätze und ich kann schwimmen und noch ein Schiff Entern. Man sollte sich mal bei diesen Leuten in den Garten oder ins Wohnzimmer setzen und das ganze mal verwüssten damit sie Wissen wie das ist. Sehr beliebt ist auch Schiffe mit Flaschen oder Steinen zu bewerfen. Ich darf unsere Betriebstagebücher nicht veröffentlichen, wenn man das liesst möchte man meinen am Kanal sind nur Verrückte unterwegs. Wahrscheinlich wie immer eine Minderheit, was ich regelmäßig feststelle bei uns ist auf dem Schleusengelände ist Rauchverbot, die Schilder (Verkehrsschildgröße) Rauchen Verboten, sind groß genug.
Liebligsausrede: Habe ich nicht gesehen.
Liebligsantwort: Der Tanker unter ihnen ist beladen mit 1.500 Tonnen Butangas möchten sie ihr Feuerzeug befüllen.
Was meint ihr wie lange diese Person braucht um die Ziegarette auszumachen?
Aber eins ist sicher spätestens 30 minuten später steht der nächste und ..... raucht.

Nächste Beispiel, bei uns gibt es Rentner, die Baden mit vorliebe am Startplatz der Nordkammer, Platzverweise und Verwarnungsgelder der WSP in Höhe von 75 Euro konnten die Jungs nicht davon abhalten es wieder zu tun. Im Gegenteil einer hat sich bei mir beschwert, das wär wohl ein bißchen happig und man würde dort schließlich schon 35 Jahre Baden gehen.
Kuriert sind die Jungs wohl erst seit vorletztem Jahr, als einer von ihnen bei der Bergschleusung zu nah am Obertor war und er fast durch den Sog ersoffen wäre. Ein 35 Tonnen schweres Hub-Senktor kann man nicht mal eben in Nullstellung fahren. Ich hab dabei fast einen Herzkasper bekommen und der Typ von mir einen Anschiss der sich gewaschen hat.

Also Leute immer locker bleiben und nicht weich werden auch wenn es schwer fällt

Gruß Norbert

Daniel_Rgbg
30.06.2009, 13:17
Rauchen ist doch total ungefährlich... :roooll:

War 2002 mit der TS Albatros in Spitzbergen und auf Island. In Honingsvag, Norwegen (Nordkapp) musste gebunkert werden, sodass das Kreuzfahrtschiff schön zwischen den Tanklagern angelegt hat! Auf allen offenen Decks wurden "Rauchen verboten"-Schilder aufgestellt...
Zum Ausflugsbus musste man über das Gelände gehn. Von disesen Süchtigen habens viele nicht kapiert, dass die Kippe, das ganze Schiff sowie die Anlagen an Land in Gefahr brachte!!

Bigmäc74
13.08.2009, 00:42
hallo Kollegen,
ich denke, das es möglich sein müsste in bereichen mit unterschiedlichem wasserstand eine digitalanzeige mit der durchfahrtshöhe anzubringen!!!!
Bestes beispiel:Erasmusbrücke Rotterdam
oder man bringt die durchfahrtshöhe direkt an den brücken an und am anfang des kanals eine anzeige mit minus oder plus cm.
bei allem respekt,da haben wir in Deutschland schon für unwichtigere dinge millionen rausgepulvert!aber hier geht es ja nur um Menschenleben!!!
aber die schifffahrt ist in deutschland sowieso das unbeliebte Stiefkind!
Ahoi!

Jürgen F.
13.08.2009, 13:40
Nur sind uns die Niederländischen Kollegen:super::super::super: Wasserbautechnisch und Schiffahrtsmässig ca. 25 Jahre voraus.
In Deutschland wird halt lieber verwaltet:cry::cry:

Schöne Grüße
Jürgen F.

grotefendt
23.08.2009, 00:04
§ 15.16 Höhe der Brücken,
sonstigen festen Überbauten
und Freileitungen

auf den durch Tafeln mit der
Aufschrift "Ausgebaute Strecke"
bezeichneten Abschnitten des
Mittellandkanals
5,25 m

Eine Garantie für Durchfahrtshöhen an Brücken wurde noch nie verbindlich gegeben.Die Daten im Weska und in der Binnenschifffahrtsordnung sind nur Richtlinien,damit der Schiffer die Durchfahrtshöhe in ungefähr abschätzen kann.
Keine Behörde wird für die Daten den Kopf hinhalten.
Es liegt alleine in der Verantwortung des Schiffsführers,da heile drunterher zu kommen.

Mir haben sie in Dorsten Stadtbrücke KM27.7 ein Brückengerüst wintertags 09.02.2005 Uhrzeit 17:00 Uhr auf die schnelle mittig unter die Brücke verschoben.
Es waren keinerlei Schilder vorhanden.In das Gerüst bin ich gefahren und blieb selber auf Kosten von 30000,00 Euro sitzen.
Nicht nur das man beim WSA die Schuld nicht zugab, laut Strafanzeige beschuldigte man mich nach § 351 a “ Der Erstellung eines Hindernisses“ mit einer beigelegten Zahlkarte über 1900.—Euro.

Das WSA behauptete das ich das Hinderniss erstellt hätte,also das ich das Gerüst angebaute.
Das WSA bekam vorm Amtsgereicht recht.Ich wurde vom Amtsgericht Duisburg-Ruhrort schuldig gesprochen.
Grüße grotefendt

grotefendt
23.08.2009, 01:58
Von der Gerüstbaufirma wurde mir ,wegen des immensen Schaden eine Rechnung von 10000 Euro auch mittels Mahnbescheid präsentiert,wegen der ich auf meine Kosten einen Anwalt nehmen mußte,der mich nachweislich nur aushorchte.

Der erst am Morgen des 10.02-2005 um 8:00 Uhr die Unfallstelle aufsuchende Wasserschutzpolizeikommissar von der WSP-Wache Dorsten behauptet in seinem mir schriftlich vorliegenden Ermittlungsbericht vom 10.02.2005 wörtlich:
„Als ich gegen 8:00Uhr an die Unfallstelle kam war das Gerüst nicht mehr da, es wurde noch in der Nacht abgebaut ,die Schilder an der Brücke waren vorhanden!“

Die 9 Tage später aufgetauchten Fotos beweisen aber; “Das Gerüst war nie abgebaut worden ,und war um 8:00 Uhr des 10.02.2005 noch im Zustand nach der Havarie.

Die Fotos beweisen weiterhin, die Schilder (A10 Gebot der Durchfahrt )waren nicht an der Brücke montiert.
Beweisfotos anbei.

Grüße grotefend

Jürgen F.
23.08.2009, 08:51
Ist nicht so ganz zu verstehen:roooll: Wenn die Beweisfotos da sind, warum musst du dann einen Schaden bezahlen:fragkratz::fragkratz:
Ich würde mal sagen, Sch... Anwalt.

Gruß Jürgen

grotefendt
23.08.2009, 11:29
Halo Jürgen
Noch einmal mit verbessertem Text.
Mein Anwalt riet mir in dritter Instanz am Oberschifffahrtsgericht Köln.
Eine Einstellung anzunehmen,weil ich dann über einem zivielen Mahnverfahren meinen Schaden einklagen könnte.
Ich lehnte das ab und erwartete in Köln eine faire Gerichtsverhandlung.
Da saßen 6 Leute in vollem Ornat,ich dachte jetzt geht es richtig zur Sache.Da stand einer auf und erklärte,das Verfahren wäre wegen mangelndem öffendlichem Interesse eingestellt!
Ich versuchte dann ,über die nun einzig für Mahnbescheide zuständige Stelle am Amtsgericht Hagen das Geld einzuklagen.
Dem Mahnbescheid waren 150.--Euro beizufügen.
Nach einigen Wochen bekam ich von der Mahngerichtsstelle in Hagen
bescheid ,das Mahnverfahren könne gegen eine weitere Zahlung von 900 Euro beginnen.
Beigelegt war ein Schreiben des W.S.A. Duisbur - Meiderich,in der erklärt wurde :"Der Schiffeigner Grotefendt hat die Havarie selber verschuldet!"

Ich habe schon so viel in der Angelegenheit bezahlt,mein Anwalt beauftragte sogar ohne mein Wissen einen weiteren Anwalt,den ich dann auch noch bezahlen musste.
Verbesserter Text
Das Gericht behauptete in der gegen mich erstatteten Anzeige ,das ich das Hindernis erstellt hätte.
Das WSA bekam vorm Amtsgericht recht. Ich wurde vom Amtsgericht Duisburg-Ruhrort in der dortigen zweiten Verhandlung schuldig gesprochen.
Ich stellte fest ,das die Protokolle gefälscht wurden, auch schon während der Verhandlung berichtigte der Richter die von der Staatsanwaltschaft bestellten Zeugen. .
Obwohl die erste Verhandlung 15 Monate nach der Havarie war, und schon lange bewiesen und auch beim WSA bekannt war ,das die Schilder A10 (Gebot der Durchfahrt) nicht angebracht waren, machte der Bauaufseher des WSA am 15.Mai 2006 vor Gericht die Aussage die :“Die Routen (A 10 Gebot derDurchfahrt) waren angebracht.
Darauf der Richter: „Hier waren aber eben zwei Zeugen, die aussagten, das diese Routen nicht angebracht wurden!“ Daraufhin wich der Zeuge zurück!
Im Protokoll steht das so! “Die Routen will ich nicht beschwören!“
Da hätte der Richter die Aussage erst beschwören lassen müssen, bevor er dem Zeugen diesen wichtigen Hinweis gab.

Von der Gerüstbaufirma wurde mir wegen des immensen Schaden eine Rechnung von 10000 Euro auch mittels Mahnbescheid präsentiert, wegen der ich auf meine Kosten einen Anwalt nehmen musste, der mich dann nachweislich nur aushorchte.

Der erst am Morgen des 10.02-2005 um 8:00 Uhr die Unfallstelle aufsuchende Wasserschutzpolizeikommissar von der WSP-Wache Dorsten , behauptet in seinem mir schriftlich vorliegenden Ermittlungsbericht vom 10.02.2005 wörtlich:
„Als ich gegen 8:00Uhr an die Unfallstelle kam, war das Gerüst nicht mehr da, es wurde noch
in der Nacht abgebaut ,die Schilder an der Brücke waren vorhanden!“

Die 9 Tage später aufgetauchten Fotos beweisen aber; “Das Gerüst war nie abgebaut worden und war um 8:00 Uhr des 10.02.2005 noch im Zustand nach der Havarie.

Die Fotos beweisen weiterhin, die Schilder (A10 Gebot der Durchfahrt )waren nicht an der Brücke montiert.
Beweisfotos anbei.

grotefendt
23.08.2009, 12:29
ich denke, das es möglich sein müsste in bereichen mit unterschiedlichem wasserstand eine digitalanzeige mit der durchfahrtshöhe anzubringen!!!!

Hallo Eiltank21

Menschenleben, es ist ja nicht so,das das mit den Menschenleben nur imaginär ist!
Im Hammkanal km 11.11 unter der Dortmunder Straßenbrücke in Lünen (Höhe über Wasserspiegel ca 4,20 Meter,)
hat es eine erhebliche Anzahl von toten Schiffern und immense Schäden gegeben.
Natürlich wurde die Zahl der Toten nicht öffendlich aufgelistet.

Das Verkehrsministerium und natürlich die untergeordneten Stellen des WSA und der verantwortlichen für die Bundeswasserstraßen .wuschen ihre Hände in Unschuld.
Die Dortmunder Brücke wäre ja keine Bundesbrücke sondern ein Brücke der Stadt Lünen und läge außerhalb des Verantwortungsbereiches des Bundes.

Dabei ließ man bewußt außer acht,das der Kanal eine Bundeswasserstraße ist die im Verantwortungsberech des Bundes liegt.

Wo kommen wir da hin,wenn eine Stadt dem Bund vorschreibt was Sache ist.
Das beweist ,das die Bundesrepublick ein Schifferleben als geringfügig einordnet,anderseits aber in Entwicklungsländer (die für ihr Misere selber verantwortlich sind) Millionen reinpumpt.

Nun mußte im Wege der Verbreiterung des Hammkanals zwangsläufig eine breitere Brücke gebaut werden.
Weitere Todesopfer hätte man ohne diese Maßnahme billigend in Kauf genommen.
Wie viele Tote waren das im Lauf der Jahrzehnte in Lünen,wer weis das schon.
Wäre hier eine leichte Spur von öffendlichem Interesse,hätten die Medien sicherlich die Möglichkeit das zu recherchieren.
Ich weis nicht wie das die deutsche Regierung gemacht hat ,die niederländische Regierung stillzuhalten.Immerhin waren ja eine erhebliche Anzahl von Niederländern unter den Todesopfern.
In Holland tut man alles für sichere Brückendurchfahrungen.

Die Medien hier berichten lieber wochenland über eventuelle Nutznießungen von Ulla Schmidts Dienstmercedes.
Ist das eventuell Werbung für die Automarke?

grüße grotefend