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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mit Dampfschlepper von Berlin nach Stettin



Jürgen II
29.07.2009, 17:53
Hallo zusammen,
wir hatten im "historischen Hafen Berlin" eine Einladung zu einem Hafenfest nach Stettin erhalten. ( Dni Odri , Odertage ). Folgende Schiffe aus unserem Hafen kamen hierbei zum Einsatz: Dampfschlepper Andreas ( noch mit Kohl befeuert ) Schleppschiff Renate Angelika, Motorschlepper Volldampf, ehemaliger Dampfeisbrecher Anna, ehemaliges Übersetzboot und Fahrgastschiff Eintracht, ehemaliger Flossschlepper Aurora, Bereisungsboot Karl-Heinz, Motorschlepper Auguste und das ehemalige Bunkerboot Puck.
Los ging es am 09. Juni in alle Frühe in Berlin, Mühlendammschleuse, die Spree abwärts bis Schleuse Plötzensee, Berlin Spandauer Schifffahrtskanal, die Havel Oder Wasserstrasse mit der Schleuse Lehnitz und dem Schiffshebewerk Niederfinow und dann in die Westoder nach Stettin. Meine Frau Mechthild und ich waren Besatzung auf dem Schleppschiff Renate Angelika und haben hier auch die sieben Tage gewohnt ( gehaust ). Die Fahrt selbst verlief vollkommen problemlos. Anbei jetzt mal ein paar Bilder von der Hinfahrt.
Gruß Jürgen

Jürgen II
29.07.2009, 17:56
Jetzt kommen noch weiter Bilder von der Hinfahrt.
Gruß Jürgen

Jürgen II
29.07.2009, 17:58
So...dies war der erste Teil, die Fahrt nach Stettin. Der Rest folgt später.
Gruß Jürgen

Navico 2
15.11.2009, 19:03
Hier ein paar Bilder vom Dampfschlepper Andreas mit Schleppkahn Renate-Angelika im Schleppzug und Motorbarkasse Aurora.
Die Bilder sind vom Sommer 1999.
Einfahrt im Unterwasser Schleuse Hildesheim (Zweigkanal Hildesheim)
Schleuse Hildesheim
Ausfahrt Schleuse Hildesheim zum Hafen Hildesheim.
In Hildesheim war zum Wochenende Hafenfest.

Ich kannte den Schiffsführer vom Andreas persönlich (MS Jeltsch-Senden). Heinz und ich haben die Zeit in Hildesheim genutzt und viel von früher erzählt.
Heinz war aber auch froh gewesen von Berlin aus erstmal in Hildesheim gut geladet zusein. Der Dampfer hatte viel Probleme mit seiner Maschineanlage. Dampfer Andreas war damals 1999 an Deck in einen erbärmlichen Zustand. Heute ist Andreas ein Schmuckstück. Viele fleißige Hände haben Andreas auf Vordermann gebracht.

Hier nochmal viele Herzliche Grüße an allen ehrenamtlichen Mitarbeitern vom Historischen Hafen Berlin.

Dann ging es weiter zum Hafenfest in Datteln oder nach Duisburg, oder alles beides. Das weiß ich nicht mehr so genau.

Navico 2
mfg Manfred

Jürgen II
15.11.2009, 22:03
Hallo Manfred,
schön das du auf dieses Thema antwortest. Wir sind erst seit 2005 im www.historischer-hafen-berlin.de (http://www.historischer-hafen-berlin.de) , aber die meisten Leute auf den Bildern bei der damaligen Reise sind uns natürlich noch bekannt. Schiffsführer bei der Reise Richtung Duisburg war Horst Röper, ist auch auf den Bildern zu sehen. Der Mann den du da meinst war bestimmt der Maschinist Hein ( Heinz Trost ). Wir haben Hein noch als ganz lieben Menschen kennengelernt. Er hat mir mal erzählt, er wäre lange auf nem Doppelschrauben Rhenus 130 ???? gefahren. Auf jeden Fall kannte der hier den Mittelrhein wie seine Westentasche.
Schöne Grüße aus Urmitz
Jürgen

Navico 2
16.11.2009, 09:02
Hallo Jürgen II,
der den Dampfer gefahren hat, war der Heinz ? vom MS Jeltsch und wollte meine ich, bis Hannover oder Minden mitfahren.
Ich habe noch einige Bilder von Hildesheim.
Heinz Trost kannte ich auch und zwar vom "Fährhaus Dedensen" bei Lohnde direkt am MLK. Nach dem Ausbau des MLK mußte alles weichen . Heute ist dort vom "Fährhaus" nichts mehr zusehen. Heinz Trost war auch bei einer Schiffsversicherung tätig gewesen. Später hatten wir Heinz mal als Sachverständiger an der "Arminiuswerft" Hannover. Diese Werft gibt es auch nicht mehr. Mußte auch weg, wegen den Ausbau des MLK. Heute ist dort ein Yachthafen der MK Hannover.
Heinz Trost war auch beim Rad Dampfer "Kaiser Wilhelm" Lauenburg als Maschinist ehrenamtlich tätig.
Ich glaube da gibt es noch viel zu erzählen, aber besser persöhnlich. Auge um Auge.

Herzliche Grüße aus Salzgitter.
Mitten in Deutschland.
Manfred

Jürgen II
16.11.2009, 11:08
Hallo Manfred,
genauso machen wir es. Das was du von Heinz Trost schreibst ist alles richtig. Irgendwann sehen wir uns mal.
Schöne Grüße vom Mittelrhein
Jürgen

Navico 2
21.11.2009, 14:38
Hier noch ein paar Fotos vom Dampfschlepper Andreas mit Anhang in der Hildesheimer Schleuse

Navico 2
mfg Manfred

rrindke
21.11.2009, 17:48
Heinz Trost, war als Havarieexperte, ein richtiger " Mensch". Habe leider gehört, das er vor kurzem verstorben ist. Schade solche Männer müßte es mehr geben. mfG Ralf

Jürgen II
21.11.2009, 17:57
Stimmt Ralf.
Schöne Grüße aus Urmitz
Jürgen

Norbert
21.11.2009, 18:09
Hallo Jürgen,

die Fotos habe ich im Juli 2003 vom Nordsteuerstand der Schleuse Gelsenkirchen aufgenommen. Andreas und das zweite Boot (Aurora ?) kamen von einem Dampfschifftreffen.

Gruß Norbert

Jürgen II
21.11.2009, 19:28
Hallo Manfred und Norbert,
der Dampfschlepper Andreas hat zwei Reisen zum Ruhrorer Hafenfest gemacht. 1999 und 2003. Bei der ersten Reise war als Anhang "Renate Angelika" dabei, die uns in Berlin als Ausstellungsraum und Clubraum dient. Bei beiden Reisen war "Aurora" mit von der Partie.
Gruß Jürgen

Nordkap
09.12.2009, 16:37
Hier ein paar Bilder vom Dampfschlepper Andreas mit Schleppkahn Renate-Angelika


Einige Anmerkungen zum Text
Ihr könnt nicht in der Schleuse Hildesheim gewesen sein. In Hildesheim gibt es keine Schleuse. Die einzige Schleuse mit Bezug zu Hildesheim ist die Schleuse Bolzum.
Die Bilder sind in der Schleuse Hannover-Linden gemacht worden.
Hier habt Ihr etwas verwechselt.

Nordkap
09.12.2009, 16:41
Hallo Jürgen II,
Heinz Trost kannte ich auch und zwar vom "Fährhaus Dedensen" bei Lohnde direkt am MLK. Nach dem Ausbau des MLK mußte alles weichen
Hallo Jürgen II

das Fährhaus in Lohnde steht noch immer an der alten Stelle. Allerdings ist keine Gaststätte mehr vorhanden, sondern es ist ein reises Wohnhaus.
Die Arminiuswerft ist nicht wegen des Ausbaus des MLK verschwunden, sondern weil sie schlicht und ergreifend in die Insolvenz gegangen ist.
Grüße aus Hannover.

Navico 2
09.12.2009, 18:22
Einige Anmerkungen zum Text
Ihr könnt nicht in der Schleuse Hildesheim gewesen sein.


Hallo Nordkap,
da habe ich mich wirklich vertan. Du hast recht, und sehr Aufmerksam den Bericht gelesen. Meine Bilder sind natürlich von der Schleuse Hannover-Linden. Die Schleuse nach Hildesheim heißt Bolzum. So etwas sollte nicht passieren.
Navico 2
Mfg Manfred

Navico 2
09.12.2009, 19:15
das Fährhaus in Lohnde steht noch immer an der alten Stelle.


Hallo Nordkap,
Ich glaube, hier wird etwas verwechselt, und beide meinen das Richtige.
Mein "Fährhaus Dedensen" liegt ungefähr bei MLK ca. KM 146, im Ortsteil Dedensen, direkt an BAB 2, und ist während des Ausbau des MLK nicht mehr im Betrieb gewesen und verwildert.
Meines Wissens gab es in "Lohnde" kein "Fährhaus". In Lohnde war früher (in Schleppschiffzeiten) ein Lebensmittelladen mit Gaststätte Namens Kokemüller-oder meier. Der Bundesschleppbetrieb - Monopol hatte da auch ein Büro. In Lohnde war immer Schlepperwechsel. Und dieses Gebäude ist heute ein Wohnhaus und ist bei ca. KM 149 Abz. zur Schleuse Hannover-Linden.
Die Arminius-Werft gehörte damals mit im Verbund zur Werft-Union, und konnte ihre Hellinganlage nicht für 100 m Schiffe ausbauen. Die damalige Grundstücksverhältnisse ließen es nicht zu. Die Straße mit Straßenbrücke zwischen dem Lister Bad und Werft hätte weichen müßen. Das Lister Bad wurde ja auch verkleinert, und in die Werft hatte man nichts mehr investiert.
Ich hoffe auf gute Zusammenarbeit ; den der MLK in Niedersachsen ist hier im Forum nicht stark vertreten.
Wer liegt nun richtig ?????.
Navico 2
LG aus Salzgitter
Manfred

Nordkap
10.12.2009, 18:19
Hallo Manfred,

du hast bestimmt recht, wenn du vom Fährhaus Dedensen/Lohnde schreibst.
Das von uns beiden gemeinte Gebäude befindet sich kurz vor der Brücke (von Westen gesehen) Ich habe nochmal in meinem Buch "Schlepper packen auf" nachgesehen. Hier ist eine Skizze von einem alten Monopoler, der dieses Gebäude als Wohn- und Geschäftshaus der Familie Kokemöller beschreibt. Daran anschließend, schon hinter der Brücke, befindet sich die Schleppbetriebsstelle Lohnde. Dort wo jetzt die Fahrzeuge des Tauchbetriebs liegen, war die Liegestelle der Monopolschlepper.
Allerdings kann ich auf dieser Skizze nicht erkennen, daß sich ein weiteres Gebäude in der Nähe der A2 befindet. Auch ich kann mich an ein solches nicht erinnern.
Zum verschwinden der Arminiuswerft kann ich nur nochmal wiederholen, daß der alleinige Grund der Konkurs der Werft war. Sicher war die Helling etwas klein. Aber Platz zum Ausdehnen war schon noch vorhanden. Nach Westen stand genügend Fläche zur Verfügung. Aber Hannover war eben kein Werftstandort mehr. Arminius hat versucht durch Bodenwerder den Bedarf zu decken. Hat ja auch nicht geklappt. Reparaturen und Neubauten sind in anderen Ländern ausgeführt worden.
Rasche in Lohnde hat aus den gleichen Gründen aufgegeben. (Keine Insolvenz) Na ja, es ist eben einfacher in Südfrankreich zu leben, als in Deutschland sein Geld zu verdienen.
Mit herzlichen Grüßen nach Salzgitter
Nordkap