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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schubbootfahrschule



Norbert
23.01.2010, 00:02
Es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen. Normalerweise lernt man das fahren auf der Strecke, so war es auch bei mir. Als Schmelzer unter Aufsicht des Alten, so ging das bei uns auf den Schubbooten. Wo man erstmal gar nicht dran durfte Bugsieren mit dem enkelten Boot.
Mein langjähriger Kapitän, hat mir das dann beigebracht.
Zuerst auf dem MANNESMANN I mit 2 x 900 Ps, zum üben das ideale Boot. Wir kamen enkelt von der Botlek und sollten im Waalhaven Pier 6 bei Müller-Thomsen Rohrleichter am Seeboot ausladen.

Ich hatte schon ein ganzes Stück gefahren als wir im Waalhaven ankamen. Das Boot liegt ohne Leichter sehr unruhig, da die ganze Ruderanlage für einen langen Verband ausgelegt ist. Nach der Einfahrt wollte ich dem Alten Platz machen, doch der fragte mich ob ich mal versuchen wolle das Boot an der Pier anzulegen. Das wollte ich, vorher gab es aber noch ein paar Fahrübungen. Da liegen doch immer so schöne große Festmachertonnen rum, dort immer zwei nebeneinander im Abstand von ca. 20 Metern. Erst ging es durch dieses paar dann durch das nächste. Es hat beim ersten Mal aber nicht wirklich funktioniert. Entweder war die Kurve die ich fuhr zu weit oder zu eng. Dabei kam ich ganz schön ins Schwitzen. Bei anlegen selber hat der Alte mir natürlich geholfen, war eine tolle Erfahrung.

Als wir dann später auf dem MANNESMANN IV waren gab es die nächste Lehrstunde. Unsere vier Leichtern für die Bergfahrt lagen im Dintelhaven noch unterm Band zur Beladung.
Der alte war der Meinung jetzt wäre mal Zeit mir ein wenig Vierkantfahren mit dem enkelten Boot beizubringen. Das haben wir dann getan ca. 2 Stunden, von der Erzpier zur anderen Seite und wieder zurück und wieder hin und zurück. Wohlgemerkt Quer, immer schön auf den Stand der Flankingruder, des Hauptruders und auf die richtige Drehung-Richtung der Propeller achten. Das haben wir geübt bis mir das Wasser runter gelaufen ist.

Die beste Nummer war mit unserem Geländer am Heck. Unsere Leichter hatten wir im Dintelhaven an der Pier zum laden festgemacht. Zwischen Schubbootheck und dem nächsten Leichterpaket waren keine 5 Meter Platz. Ich durfte das Boot aus der Lücke heraus bugsieren. Vierkantfahren hatte ich ja geübt. Es funktionierte auch ganz prima. Wir legten das Boot auf gegenüberliegende Pier und warteten dort bis unsere Leichter Fertig waren. Beim rüberfahren sagte der Alte noch zu mir „war ganz schön knapp nachher müssen wir drauf achten, nicht das die anderen Leichter verholt werden.“

Nach einigen Stunden es war schon dunkel geworden ging es dann zurück, ich sollte das Boot in die gleiche Lücke bugsieren. Weder der Alte noch ich dachten an das hintere Leichterpaket. Er erklärte mir wie ich es am besten machen könne. Mit dem Kopf an die Leichterecke nur mit dem Mittelmotor gegendrücken der Wind kommt von Stb. und drückt dich rein. Alles klar so gemacht wie der Alte das gesagt hat, hätte ich mich mal nach Hinten umgedreht. Der Bug lag an der Leichterecke und der Wind drückte auch das Boot schön rum, bis nicht mehr ging bzw. der Hintere Leichter unsere Drift jäh beendete. Leider stand unser Geländer hinten Bb. auf einer Länge von 3 Metern nicht mehr gerade sondern hatte eine Neigung von 60 Grad nach innen. Unser Maschinist Peter hat das Problem mittels eines Brenners und sonstiger Werkzeuge schnellstens behoben. Entrosten, Farbe drauf fertig.

So kann es gehen wenn man sich nicht rumdreht. :fragkratz:

Ernst
23.01.2010, 00:55
@ Norbert,....prima nur weiter so.....:dream:

Gruß Ernst :wink: