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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zeche Nachtigal



Norbert
29.02.2008, 16:58
Westfälisches Industriemuseum Zeche Nachtigall

Hier wird an den frühen Steinkohlebergbau im Ruhrtal und an die Ruhrschifffahrt in dieser Zeit erinnert. Das Museum ist seit 2002 Heimat für die Ruhraak „Ludwig Henz“. Dieser Nachbau einer Ruhraak auch Ruhrnachen genannt, entstand in einem kombinierten Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramm, für 24 Arbeitslose Jugendliche auf der Bootswerft Hesse in Mülheim an der Ruhr.


Nachtigallstraße 35
58452 Witten-Bommern
Zeche Nachtigall Witten (http://www.lwl.org/LWL/Kultur/wim/S/witten/)

Infos über Ruhrschifffahrt (http://bsf.foren-city.de/topic,206,-kohlenschifffahrt-auf-der-ruhr.html)

Norbert
01.03.2008, 09:57
Die Ruhraak, war zwischen 1780 und 1890 das Transportmittel auf der Ruhr. Es war ein aus Eichenholz gebautes, sehr flachgehendes Fahrzeug mit einer Länge von 34,5m bis 38m, einer Breite bis 5,12m bei einer Bordwandhöhe von nur 1m. Die Tragfähigkeit betrug zwischen 90 und 165 Tonnen. Charakteristisch für diesen Aaktyp sind die hochgezogenen Bug- und Heckenden (Heven und Steven). Sowie der im Bogen geschwungene Helmstock über dem in der Höhe verstellbaren Ruder. Sie hatte einen Mast für das Focksegel, sowie ein gaffelgetakeltes Großsegel, die Seitenschwerter waren in Höhe des Mastes an der Bordwand angebracht. Zur Besatzung gehörten in der Regel der Schiffer, zwei Schiffsknechte und ein Schiffsjungen. Ihre Unterkunft war eine kleinen Kajüte vorne im Bug. Um den Tiefgang so gering wie möglich zu halten, er lag bei etwa 0,23m, hatte die Ruhraak offene Laderäume, da die Kohlenladung nicht gegen Feuchtigkeit geschützt werden brauchte. Sie war auch in der Lage, Fahrten auf dem Rhein durchzuführen. Allerdings waren dafür kleinere Umbauten nötig, so nahm man in Mülheim oder Ruhrort einen zweiten Mast und ein zusätzliches Ankergeschirr an Bord. Die Bordwände wurden durch das Aufsetzten von „Setzborden“ noch weiter erhöht und mit Moos abgedichtet. Bei späteren Versuchen, auf dem Rhein eine Ruhraak von einem Dampfschlepper ziehen zu lassen, stellte sich heraus, dass der Rumpf zwar auf Tragfähigkeit ausgelegt war, aber beim Schleppen viel mehr Zugkraft als ein Eisenschiff benötigte.

Norbert
24.09.2011, 10:08
Für alle Interessierten,

Donnerstag, 29.9.2011, 19.00 Uhr
"...erlauben wir den Fluss bis zum Kloster mit dem Schiff zu befahren" - Mittelalterliche Binnenschifffahrt auf der Ruhr. Vortrag von Dr. Ralf Molkenthin (Eintritt frei)

Anfahrt: http://www.lwl.org/wim-download/bilder-download/portal-S-witten-service-anfahrt-1218707517_0.jpg

Gruß Norbert

Norbert
26.09.2011, 16:42
Hier noch ein Hinweis auf den Vortrag.

Schiffe auf der Ruhr des Mittelalters Vortrag im LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigal, Witten (lwl). Was haben Karl der Große, der heilige Bonifatius, Friedrich Barbarossa und ein namenloser Kaufmannssohn aus Köln gemeinsam? Sie alle waren in ihrem Leben mehrfach Passagiere auf Binnenschiffen und bereisten das Reich auf den zahlreichen Flüssen. Am Donnerstag, 29. September, lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zum Vortrag von Ralf Molkentin über die Bedeutung und die Technik der Binnenschifffahrt des Mittelalters ein. Der Vortrag in der Wittener Zeche Nachtigall beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

http://www.lwl.org/pressemitteilungen/mitteilung.php?urlID=25400