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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : patentverordnung



Huntekapitän
13.04.2010, 22:31
ich habe gehört dass das rheinpatent angeglichen werden soll also man soll auch mitm rheinpatent auf der elbe fahren dürfen ohne dort eine prüfung gemacht zu haben stimmt das ??? kann mir da schon mal jemand was zu sagen ??


MFG Andre

Dominic
14.04.2010, 01:12
Hallo,
es gibt Ansätze in den Stromkommissionen und dem BMV, dass es zukünftig nur noch eine Patentverordnung und damit auch nur noch einheitliche Patente mit Gültigkeit auf allen Binnenwasserstraßen geben soll. So würde z.B. ein Donau- oder Elbepatent auch auf dem Rhein gelten und umgekehrt. Es müssten also nur noch evtl. die nötigen Streckenzeugnisse erlangt werden, soweit erforderlich.
Wie weit die Verhandlungen diesbezüglich schon sind, kann ich aber leider auch nicht sagen.

Bis dann

Dominic

Nordkap
21.04.2010, 14:37
Hallo,
es ist heute schon so, dass ein Rheinpatent auch z.B. auf der Elbe gilt. Was fehlt ist das erforderliche Streckenzeugnis. Wenn du das hast, kannst du mit dem Rheinpatent (Großes Patent) auf der Elbe fahren. Ähnliches gilt auch für die Weser und Oder. Für die Weser die erforderlichen Streckenfahrten zu bekommen ist das Schwierigste.
Hier müssten Erleichterungen geschaffen werden. Z.B. vielleicht nur zwei Reisen zu Berg und zu Tal oder ähnliches.
Bald gibt es keine Schiffsführer mehr, die ein Oberweserpatent haben. Alle gestorben. Es kommt niemand nach, weil nur sehr wenig Schifffahrt, ausgenommen mal Fahrgastschiffe, stattfindet.
Gruß
Nordkap

Radarman
21.04.2010, 20:00
Moin moin,
wer ein "Grosses Patent" hat, (früher Rheinschifferpatent) darf auf der
Seewasserstrasse fahren. Örtliche Einschränkungen beachten: Gefahrgutschiffe,
Pflichtreisen...
Unterhalb Oortkaten, da wo sich die Elbe gabelt in die Norder- und Süderelbe.
Oberhalb muß man ein Streckenpatent Elbe erwerben. Mit einem Grossen Patent
hat man eine vereinfachte Patentprüfung. Ohne Streckenkenntnisse sollte man
dort keinesfalls fahren. Ob man für den Erwerb nun 8 Berg- und 8 Talfahrten
nachweisen sollte oder ob auch 4 Berg- und 4 Talfahrten nötig sind sei dahin
gestellt. Manche haben es nach 100 Reisen noch nicht verstanden...
Bei der Oberweser ist es doppelt so schwer die Pflichtreisen überhaupt
zu bekommen. Aber Berufsschifffahrt dort im Sommer durchzuführen ist
so gut wie unmöglich.
Mit einem Patent ist es immer leichter ein anderes Patent zu erwerben.
Aber die Örtlichkeiten muß man nun einmal kennen.
Die Prüfer der WSD Ost können schon unterscheiden ob jemand Ahnung hat.
Dann ist die Prüfung auch garnicht so schwer.
Vorbereitungskurs für das Elbestreckenpatent zum Beispiel
Oortkaten - Lauenburg dauert in Duisburg 5 Tage.
Oberweser bieten wir nicht an. Bis jetzt keine Anfragen.
Mit freundlichen Grüßen
Rolf Karmineke
Atlas Schiffahrt

Schifferfrau
21.04.2010, 20:31
Mein Mann ist mit seinen 42 Jahren einer von den "fast angestorbenen" Schiffsführern, die das Weserpatent bis km 100 haben (also Oberweser teilweise, Mittel- und Unterweser komplett). Aber wie ja schon geschrieben, gibt es auf der Oberweser so gut wie keine Frachtschiffahrt mehr...also wird ausser den Dampfer-"Kapitänen" wohl auch kaum jemand dieses Patent machen wollen.

steenhoven
20.01.2011, 12:38
Moin moin habe da mal eine frage. Kann jemande sage wie das ist mit dass ELBE patent jede sagt was anderes,:confused1: ein mal heist es du braucht keins mehr dan wieder nur eine ein fache prüfung und soweiter.

Grüss Eric.

Joana
20.01.2011, 14:10
zu #3 Hallo, Streckenkundefahrten kann man auch auf Fahrgastschiffen machen. Hab meine Fahrten Straubing - Vilshofen auch auf der MS Deggendorf gemacht. Fahrgastschiff von Wurm & Köck Passau.
Gruss Joana

Radarman
20.01.2011, 16:28
Moin moin,
wenn man das "Grosse Patent" hat, (früher Rheinschifferpatent))
dann braucht man beim Elbepatent nur noch die halbe schriftliche
Prüfung machen. Streckenkenntnisse müssen aber in der mündlichen Prüfung nachgewiesen werden. Wer diese Kenntnisse nicht hat soll dort auch nicht "Verantwortlich" ein Schiff führen!
Da werden selbstverständlich auch noch einmal die Schallsignale
abgefragt!
Mit dem "Grossen Patent" darf man auf Seewasserstrassen fahren.
Die Patentprüfungen sind doch garnicht so schwer. Aber Kenntnisse
müßen nun einmal sein!
Gute Fahrt
Radarman:super::super::super:

steenhoven
20.01.2011, 17:55
Hey Radarman danke für deine auskunft Rheinpatent besitze ich.
Dann werde ich mich dann mal in Magdenburg an melden brauche es nur vom ESK bis Oortkaten.
Aja und wie viele reise muß man nach weisen??

Eric v. d. Steenhoven

Joana
20.01.2011, 18:28
Hallo,
Laut Merkblatt Patentverordnung muss man 16 mal die Strecke innerhalb der letzten drei Jahre gefahren sein. Für die Oberelbe genügen 12 Fahrten. Es muss jede Richtung gefahren werden.
Gruss Joana

Radarman
21.01.2011, 08:47
Moin moin,
für Streckenpatente immer 8 Berg- und 8 Talfahrten.
Sportschifffahrt 15 m - 25 m verkürzte Ausbildung 4 Berg- und 4 Talfahrten plus Bescheinigung.
Radarman

Joana
21.01.2011, 10:51
Hallo,
Ich rate jedem Sportschiffer Anzahl der Fahrten für Berufsschiffer zu machen, da es leider keine Sportboot - schifferschule gibt die Unterricht für Streckenzeugnis anbietet. Das heisst man muss mühselig aus unterschiedlichen Kartenmaterial und sonstigen Quellen Informationen zusammensammeln. Die Prüfung bei der WSD ist dann die gleiche wie in der Berufschifffahrt. Somit sind die Sportschiffer auf das fundierte Wissen der Berufsschiffer bei den praktischen Fahrten angewiesen. An dieser Stelle auch ein grosses Danke schön an die Berufsschiffer, die Sportschiffern ihr Wissen weitergeben. Es sind nicht alle Sportschiffer rücksichtslose Raser, es gibt auch ernsthafte Leute dabei.
Gruss Joana

Dekzwabber
21.01.2011, 23:53
Habe dieses Jahr in Magdeburg Prüfung für die Elbe von Lauenburg nach Oortkaten gemacht und brstanden. Die alte Herren da sind etwas voreingenommen Rheinpatentinhaber gegenüber. Angeblich sollen wir überheblig sein..... Prüfung ist nicht schwer. Baken und Betonnung kennen, Paar kilometer, also Ortskenntnisse, und wie schon eben erwähnt SEHR WICHTIG! die Schallsignale.

Radarman
27.04.2011, 21:58
Hallo Joana,
seit 1992 bilden wir Berufsschiffer und Sportschiffer für Rheinpatente (jetzt "Grosses Patent"), A + B Patent, C 1 + C 2, Sportpatent E sowie Elbe aus.
Auch wir helfen bei den Pflichtreisen. Jedoch haben wir die Genehmigung für die "Verkürzte Ausbildung". Also nur 4 Berg- und 4 Talfahrten.
Mit theoretischer Ausbildung genügt das auch. Wer ein Patent erwerben möchte kann das auch schaffen. Nur die Donau haben wir nicht im Programm.
Viele Grüße
Radarman aus Duisburg

Joana
27.04.2011, 22:40
Hallo Radarman,
das war ja mein Problem. Ich habe Streckenzeugnis Donau gemacht. Hatte keine Anhaltspunkte, was in der Streckenprüfung
( E - Patent ) Donau verlangt wird. Somit habe ich alle rund 250 Tonnen, sämtliche Brückenmaße, Orte, Bäche, Fahrrinnenbreiten
und - tiefen, jeden Felsen mit Namen, Strömungen, Besonderheiten etc. auswendig gelernt. Und um alles in die Praxis umsetzen
zu können ist einfach mehr Fahrzeit nötig, da reicht die verkürzte Version einfach nicht. Erfahrung kommt von Fahren heisst es.
Mit theoretischer Ausbildung, wäre es sicherlich einfacher gewesen.
Grüsse Joana

Langhans
08.05.2011, 17:07
Hallo Joana,

das mit der Erfahrung ist so eine Sache, was nützt es Dir, wenn die alle Streckenfahrten machst, ohne daß Dich jemand auf die Tricks und Kniffe hinweist, da ist eine Ausbildung bei Radarmann wg. der speziellen Hinweise bzw. Schulung sicher fundierten.
Er ist ja sowieso, nach meinem Wissen, der einzige, der für das E-Patent ausbilden darf. Ich habe mein E-Patent im Selbststudium absolviert, aber wenn für mich wg. Elbe oder so Streckenpatente notwendig werden, würde ich mich wahrscheinlich an Radarmann wenden.

Grüße
Detlef

Jürgen II
08.05.2011, 17:28
Hallo zusammen,
ich habe mein Stgreckenpatent auch bei unserem Radarman gemacht (Basel bis unten) und es hat bei beiden Prüfungen wunderbar geklappt. Ordentlich büffeln muss man schon, sonst geht es nicht.
Gruß Jürgen

Joana
08.05.2011, 21:48
Hallo Detlef und Jürgen,
aber ihr habt ja sicher gelesen, dass Radarman die Donau nicht im Programm hat.
Kann mich aber über die praktische Ausbildung bei Wurm & Köck nicht beschweren,
im Gegenteil.
Mir wurde viel erklärt, was in den Karten nicht drinsteht. Besonders unterschiedliches
Strömungsverhalten bei Einmündungen der Nebenflüsse bei verschiedenen Wasserständen,
" Fluss lesen" anhand von Wellen und Farbgebung und vieles mehr. Die Tonnen, Brücken etc.
musste ich natürlich büffeln wie jeder andere auch.
In der Prüfung bei der WSD wurde mir die Qualität meines Wissen ( Erlernten) auch mit
dem Kommentar bestätigt:
" Sie sind besser vorbereitet als die meisten Berufsschiffer" und dass ich die Prüfung mit
90 % bestanden habe ist eine weitere Bestätigung. Und dass ist nicht nur meinem
intensiven Lernen zu verdanken, sondern auch der guten praktischen Ausbildung.
Grüsse aus dem schönen Bayern
Joana

Elbianer
08.05.2011, 22:13
Hallo Zusammen,
auch ich kann bestätigen, dass es beim Radarmann eine gute Ausbildung gibt. So weit ich es einschätzen kann, hat er auch Respekt vor Kollegen die von einen anderen Fahrtgebiet kommen und da auch keine Vorurteile.

Gruß Thomas

Isselburg
09.05.2011, 19:15
Moinse,

folgende Sachlage.
Ich bin Führer des Großen Patents, muss ein Kleinfahrzeug nach Hamburg via ESK bringen und im Hamburger Hafen damit arbeiten. Das Fahrzeug hat Dummerweise die Länge von 15,75 m aber eine Verdrängung von 10 m3.

So also folgende Fragen:
Darf ich damit das Stück Elbe von Artlenburg bis Hamburg Hafen fahren? (Rein Theoretisch bin ich ja im Besitz des Sportpatents)

Darf ich im Hamburger Hafen fahren?

Danke im Voraus für Antworten.

Gruß,
Veit.

Langhans
31.05.2011, 19:58
Hallo Veit,

für die Elbe brauchst Du das Streckenpatent und im Hamburger Hafen gilt das Hamburger Hafengesetz. Für ein Sportboot brauchst Du dort den Sportbootführerschein See. Wie es bei einem Kleinfahrzeug, das nicht Sportboot ist, weiß ich nicht.

Grüße
Detlef