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Norbert
02.09.2008, 00:18
Das Alte Schiffshebewerk Henrichenburg (http://www.lwl.org/LWL/Kultur/wim/S/henrichenburg/) in Waltrop, ist ein Standort des Westfälischen Industriemuseums. WIM

Dort kann das alte Schiffshebewerk Henrichenburg in Betrieb von 1899 bis 1970 besichtigt werden. In der alten Maschinenhalle finden regelmäßig Fachvorträge statt, die Terminliste befindet sich auf der Homepage des Hebewerkes!

Der ehemalige obere Vorhafen ist nun Museumshafen.

Zahlreiche Schiffe haben hier ihren letzten Ankerplatz gefunden, dort gibt es eine eigene Werft um die Museumschiffe herzurichten.
Einige von ihnen wie der 1926 gebaute Dortmund Ems Kanal Kahn Ostara (http://www.binnenschiffsbilder.de/forum/viewtopic.php?f=322&t=2978)

oder das Polizei- und Feuerlöschboot Ceberus sind noch fahrbereit.

Cerberus
Ehemaliges Polizei und Feuerlöschboot
gemeldet in: Waltrop
Nationalität: Deutschland :d:
ENI: 4033560
Technische Daten
Länge: 20,85 Meter
Breite: 4,66 Meter
Tiefgang: 1,71 Meter
Tonnen: 121 Maximale Verdrängung
Maschinenleistung: 180 Ps
Maschinenanlage: Stehende 2 Fach Verbundmaschine Hersteller Hubertina
Erbaut in: Harlem :n:
Bauwerft: Hubertina
Baujahr: 1930
Datenquelle WIM

Die gelinkten Seiten unterliegen der Haftung des jeweiligen Anbieters

Norbert
02.09.2008, 20:20
Das Museum birgt noch andere Schätze, hier das Obertor (Klapptor) der Schachtschleuse Henrichenburg von 1914. Sowie eine Hubbrücke von der Schleuse Bollingerfähr DEK Baujahr 1897. Mit dem Klapptor ist der Museumshafen gegen den DEK abgeschlossen. Tor und Brücke sind noch voll Funktionsfähig und werden zur Ein- und Ausfahrt der Schiffe geöffnet.

MS Franz Christian

Boot Nixe auf der Helling

Norbert
29.06.2010, 16:08
Beim meinem Besuch am 27.06.2010, lief die Ausstellung über "Rudolph Haack Industriepionier unter 3 Kaisern". Sie läuft noch bis zum 31.10.2010. Der in Stein gehauen Kopf von Rudolph Haack dient als Abschlußstein über der unteren Einfahrt zur alten Schachtschleuse Henrichenburg.

Fotos V.L. Links
Im UW des Hebewerks MS Franz Christian
Boot NIXE im oberen Hafen
Hubbrücke von der Schleuse Bollingerfähr, Klapptor der alten Schachtschleuse.

Norbert
29.06.2010, 16:14
In Henrichenburg liegen die beiden Aufsichtsboote Rodde, letzter Einsatzort ABz Dorsten/ WSA Duisburg-Meiderich und die Riesenbeck WSA Rheine. Die Riesenbeck wird restauriert.

Navico 2
19.07.2010, 21:55
Hier das MS FRANZ CHRISTIAN im Unterwasser Altes Schiffshebewerk Henrichenburg.
Foto von Juni 1998.
Navico 2
Gruß Manfred

Jürgen F.
19.07.2010, 22:10
Zu dem Museum hab ich mal einen Betriebsausflug mit meinem Schiffsjungen Julian gemacht. Weil Dortmund ja nicht unser Einatzgebiet ist, sind wir mit dem Schiffchen Morgens von Datteln nach Dortmund gefahren. Das war ausbildungstechnisch ein lehrreicher Tag:super:! Streckenkunde und Hafen Dortmund kennen lernen:geil:Nach einer Hafenrundfahrt in Dortmund haben wir im Oberwasser Waltrop Halt gemacht und sind in das Museum gegangen. Dabei musste ich dann ca. 100000 Fragen beantworten:roooll:
Ich gebe zu, daß ich gepasst habe als die Frage kam: Wie funktioniert eigentlich eine Danpfmaschine??:dream::dream: Solche Tage mit dem Moses sind wie Urlaub. Da sollte man ruhig öfter mal hingehen:super: Allerdings werde ich beim nächsten mal vorher noch mal studieren wie ne Dampfmaschine funktioniert:Kap::Kap:

Schöne Grüße
Jürgen F.

Der schon zu lange nicht an Bord durfte...

wesaria
19.07.2010, 23:53
....Das Alte Schiffshebewerk Henrichenburg (http://www.lwl.org/LWL/Kultur/wim/S/henrichenburg/) in Waltrop, ist ein Standort des Westfälischen....

Hallo !
Im Beitrag 2 ist auf dem Bild, oben rechts, der EKB " Porta " zu erkennen. Er wurde ja von einer Dampfmaschine
angetrieben. Ich war 7 Jahre dort als Matrose an Bord, eine schöne Zeit, allerdings auch schwere Arbeit.-
Ein Foto wird später eingestellt.
Weiterhin Gut`Fahrt
wünscht Ernst !

Navico 2
23.07.2010, 19:05
Und hier noch ein Foto aus meinem Fundus.
Es zeigt den Dampfschlepper Teniers auf dem DEK zu Berg, Datteln-Olfen im Jahre 1986.
Den Dampfschlepper Teniers habe ich vor 3 Jahren bei einem Besuch am alten Hebewerk gesehen und muß sagen; da war der Lack ab.
Gruß Manfred

meckisteam
24.07.2010, 12:04
Dazu muss ich sagen das die Tenniers zwar betriebsfähig aus Holland angekauft wurde (und auch noch längere Zeit in Waltrop gefahren wurde), das sie aber nie voll restauriert war. Das Schiff war auch zur Zeit des Ankauf in eher mäßigem Zustand. An diversen Stellen war deutlich zu sehen das eine komplette Restaurierung eigentlich dringend nötig war. Leider hat man in Waltrop weit mehr Baustellen als Personal und Geld. Dadurch wird man auf eine Restaurierung von Tenniers und Fortuna noch länger warten müssen.

Speziall bei der Fortuna (die ja in Waltrop auch noch in Betrieb war !) kann man überdeutlich sehen wie groß die Schäden an so einem Schiff sein können obwohl es 1985 voll betriebsfähig nach Waltrop überführt wurde. Im Bereich der hölzernen Scheuerleiste hat dieser Schlepper dutzende, teilweise mehr als faustgroße Löcher im Rumpf-Blech. Das umgebende Blech ist teilweise papierdünn. Ich denke das der Rumpf der Fortuna fast ein Neubau wird wenn das Schiff jemals wieder schwimmen soll.

Radarman
24.07.2010, 13:40
moin moin,
bei meiner ersten Reise als Schiffsjunge auf dem Schleppkahn
W.T.A.G. 32 von Hardenburg nach Wanne West fuhren in das
"Alte Schiffshebewerk" zu Tal ein. Bei der "Senkung" rüttelte
und schüttelte sich der Trog gewaltig so das ich sogar als
kleiner Moses Angst bekam. Das war meine einzigste Fahrt dadurch.
Andere Schiffe waren höher als 4,00 Meter und konnten nicht durch.
Schön das die Anlage noch besichtigt werden kann.
Leider kommen die Museumsschiffe nicht mehr zum Hafenfest nach
Duisburg, sonst könnten noch mehr Menschen diese Schiffe sehen.
Es wäre mit Sicherheit sehr gute Werbung für Henrichenburg.
Viele Grüße
Rolf Karmineke

meckisteam
24.07.2010, 14:52
Na ja, zur Zeit ist ja nur der Cerberus betriebsfähig. Ich denke das denen der Aufwand einfach zu groß ist. Unverständlich finde ich das man nicht für solche Fälle den kleinen Herbert (Barkasse) fahren lässt. Wobei die Frage ist ob Herbert überhaupt eine Zulassung für den Rhein hat (Ankergeschirr u.ä.).

Norbert
26.07.2010, 21:40
Seltener Anblick die geöffnete Klappbrücke im Oberwasser des alten Schiffshebewerkes und der davor stehende Fahrradwegweiser.

Dewi
27.07.2010, 23:29
Hallo miteinander,

aus einem alten Familienalbum habe ich noch zwei schöne Bilder des Schiffshebewerk Henrichenburg gefunden, wo es noch in Betrieb ist.

Der Schleppkahn gehörte einen Schiffer aus Erlach am Main, und wurde im Jahre 1957 motorisiert. Der letzte Eintrag ins Fahrtenbuch war am 14.07.1974.
Demnächst mehr vom SK/GMS "KINDERGLÜCK" :pleased:

Gruß Dewi

Gerhard
28.07.2010, 01:27
Hallo Detlef

ist das vorne auf dem Poller " Arthur mach Retur " ?

Gruß Gerhard

Dewi
28.07.2010, 08:39
Morgen Gerhard,

ja das ist "Arthur" in jungen Jahren. Er ist auf anderen Aufnahmen auch noch drauf, aber dazu später mehr!

Gruß Dewi

Navico 2
05.08.2010, 19:22
Hier nochmal Aufnahmen von Juli 2007.
Bild Nr. 2 und Nr. 7 Ein Eimerkettenbagger vom WSA auf Helling.
Ich meine, Bild Nr. 6 ist der Dampfschlepper Teniers am gelben Kran zu sehen. Ist sehr hoch aus dem Wasser, wahrscheinlich ist der Kessel und Dampfmaschine ausgebaut.
Navico 2
Gruß Manfred

meckisteam
05.08.2010, 20:05
So sehr hoch ist die Tenniers gar nicht aus dem Wasser. Ich denke das der Kessel trocken ist und sich keine Kohle an Bord befindet. Kessel und Maschine sind aber mit Sicherheit nicht ausgebaut. Dann müsste der Schlepper noch deutlich höher liegen. Außerdem hätte ich davon erfahren wenn solche Arbeiten ausgeführt worden wären.



Ups ...

Da bin ich auf das Bild vom Cerberus reingefallen. Man sollte mal die Brille putzen ...
Stimmt, der Kessel ist definitiv raus. Da der Schlepper hinten sehr viel tiefer liegt denke ich aber das die Maschine drin geblieben sein müsste. Ich werde mich morgen mal bei meinem Kontaktmann schlau machen was für Arbeiten da anstehen. Es wäre schön wenn die Tenniers wieder laufen würde.

Da sieht man mal wie selten man vor Ort ist. Ein echter Grund da wieder hin zu fahren !

Norbert
28.04.2011, 10:58
Diese Dampfkessel stehen im Oberwasser. Das Typschild (Foto 1) gehört zum Kessel (Foto 2).

reanna
05.08.2011, 14:30
Hallo zusammen !

Meine Familie und ich kamen in den Genuß, das alte Schiffshebewerk Henrichenburg mit Norbert zu besichtigen. Das hatte den Vorteil, alles exklusiv erklärt zu bekommen. Wir haben Norbert auch ganz schön gelöchert :lool:
Es war beeindruckend zu sehen, was damals gebaut wurde,und heute noch steht !
Wenn man bedenkt, dass es sich um eine ganz simple Technik handelt.....

Gruß
reanna

Norbert
05.08.2011, 16:11
Hallo Rebecca,

der zufriedene Gesichtausdruck sagt alles.

Gruß Norbert der ebenfalls Spass hatte.

scandicj
28.03.2012, 16:08
Liebe Mitglieder,

bin auf dieses Forum gestoßen und lese hier überaus interessiert. Ich kann vielleicht die ein oder andere Aufklärung zu den Schiffen liefern. Also "Cerberus" ist generell betriebsbereit, ebenso das Dampfbereisungsboot "Nixe", der DEK-Maßkahn "Ostara" und die Dieselbarkesse "Herbert".
Die Riesenbeck wird gerade von Grund auf restauriert, oder besser gesagt neu gebaut.
Leider reicht weder das Personal noch die finanziellen Mittel eines öffentlichen Museums, um die ganze Flotte wieder klar zu machen.
Dampfeimerkettenbagger "Porta", Dampfgreifer "Crossen", und die wunderschöne Fortuna werden wahrscheinlich nur weitestgehdn vor dem Verfall bewahrt. Mehr ist nicht zu schaffen. Der Dampfschlepper Teniers hatte einen Kesselschaden. Dieser wurde ausgebaut und es dauerte über ein jahr bevor ein möglichst originalgetreuer Kessel wieder besorgt werden konnte. Sobald die Riesenbeck abgeschlossen ist, soll Teniers wieder klar gemacht werden.
Leider ist auch die Bereisung von Festivitäten in Deutschland mittlerweile eingestellt, da niemand bereit ist die Unterhaltungs- und Personalkosten zu tragen.
Ostara kann hingegen im Verband mit Cerberus angemietet werden. Sollten sich Interessenten und Begeisterte finden, ist der Föderverein des Hebewerk sicherlich ein dankbarer Ansprechpartner.

Stadt_Aschaffenburg
28.03.2012, 16:28
Hallo scandicj,

ich bin sehr gerne Mitglied in Eurem Förderverein und freue mich sehr, wie Ihr Euch trotz der begrenzten Mittel für den Erhalt dieser Industriedenkmäler einsetzt :super:
Dennoch würde ich mir wünschen, daß Ihr noch viel mehr Fördermitglieder dazugewinnen und vielleicht auch den einen oder anderen öffentlichen Topf öffnen könnt, damit Ihr befreit aufspielen könnt, um soviel wie möglich Projekte zu einem guten Abschluß zu bringen und das auch allen zu zeigen.

Platz für Eure Kontaktadresse und Euer Vereinskonto ist hier genug :)

LG
Micha

scandicj
02.04.2012, 12:08
Hallo Micha,

vielen Dank für die Unterstützung im Förderverein und die Anregung.
Ich denke es gibt viele Begeisterte, denen ein Erhalt dieser einmaligen Zeugen unserer Vergangenheit am Herzen liegt.
Die Arbeit und Unterstützung des Fördervereins ist deshalb um so wichtiger.
Habe mich bisher nicht getraut hier im Forum zu werben.
Da auch dies einer Abklärung bedarf und ich nicht einfach als Privatperson offizielles posten kann,
werde ich deine Anregung jetzt weiterleiten.
Ich habe Hoffnung, dass die UNESCO-Bewerbung ein Schlüssel zu weiterer Aufmerksamkeit und damit auch politischem Interesse werden kann.
In diesem Kontext steht auch unsere wirklich schöne neue Sonderausstellung auf der Ostara.

Sobald es ein O.K gibt, werde ich gerne die Kontakdaten des Fördervereins hier veröffentlichen.

Lieben Gruß

scandicj

Stadt_Aschaffenburg
02.04.2012, 14:03
Hallo scandicj,

klär das ruhig intern ab und wenn Ihr Euch entscheidet, einen Aufruf hier posten zu wollen, macht das ruhig gerne. Wir sind eine Seite pro Binnenschifffahrt und damit auch "pro Eure Arbeit", von daher seid Ihr hier genau richtig. Auch wenn Ihr Neuigkeiten habt, könnt Ihr diese hier gerne veröffentlichen :super:

LG
Micha

Mittelpoller
13.09.2014, 17:40
Ahoi, seit 1985 ist die " Nixe " im Besitz des Westfälischen Industriemuseums,Dortmund, sie ist in den 70er Jahren auf der Elbe gefahren. Eingesetzt wurde die " Nixe " hier bei dem Wasser-und Schiffahrtamt Hitzacker als Behördenschiff. Anschließend wurde es ausgemustert und nach Holland verkauft - an einen Dampfschiffliebhaber, der die "Nixe" wieder auf "Vordermann" gebracht hat.

Schiffsdaten

Name : Nixe Dampffahrgastschiff
Nationalität: :d:

Länge : 24,30 m
Breite : 4,55 m
Tiefg.: 0,85 m
Verdr.: 55,5 to

Maschinenleistung : 2x 55 PS
Maschine : Liegender Flammrohr-Kessel, 2 stehende 3-Zylinder - Verbundmaschinen

Baujahr : 1939
erbaut in : :d:
Bauwerft : Werft Nobiskrug, Rendsburg

Meine Ak zeigt die "Nixe" 1987 in der Schleuse Herne-West /Rhein-Herne-Kanal. MfG Mittelpoller :wink:

Norbert
10.03.2016, 21:20
Gelegentlich lohnt sich ein Abstecher zum LWL-Museum Altes Schiffshebewerk Henrichenburg. Um zu schauen was sich verändert hat oder neues gibt. :super:

Fotos v.L.
Dampfer Nixe und das restarierte Boot Riesenbeck 2 x
SK OSTARA mit Treidellok
Boot E 1551 demnächst wohl M 277 unter Planen
Oberer Vorhafen mit Werft und Ausstellungsgebäude
Oberer Vorhafen mit Brücke und altem Klapptor der Schachtschleuse, dahinter der DEK in Richtung Dortmund
Reservespindel von der Trogführung


Gruß Norbert

Norbert
12.03.2016, 19:08
Noch ein paar Impressionen vom Schiffshebewerk.

Fotos v.l.
Türme am Unterhaupt der Schachtschleuse
Oberhaupt aSHW
Trog von oben in Richtung UW
Führungsgerüst UW Links mit Spindel
Als Vergleich die Reservespindel
Unter dem Trog die Schwimmer Richtung UW
Trog mit Oberkonstruktion
Trogtor Unterwasser rechts

Norbert
26.05.2016, 12:09
REIF FÜR DIE INSEL,

ist eine Ausstellung im "Alten Schiffshebewerk Henrichenburg" über Tourismus auf den Inseln Sylt, Hiddensee und Mallorca.
Vom 25.05.2016 bis 17.03.2017 werden dort rund 500 Exponaten von diesen Inseln gezeigt.

Mehr Info im angehängten Flyer!

:super::super::super:

Cuxi
01.07.2016, 15:12
Moin, moin;
viel Betrieb vor dem Hebewerk auf dieser ca. 1960 entstandenen AK.
Zu sehen sind im Trog ein Schiff von S & B;
neben dem Kümo ein Schiff der DEMERAG,
ein Holländer aus Rotterdam,
die Münster 9, Mosella aus Senheim/Mosel, sowie ein weiteres Schleppschiff.

MfG
Helmut

Cuxi
07.01.2017, 11:24
Moin, moin;
noch ein Blick auf das Portal des Oberhauptes, aus dem gerade Raab Karcher 44 hervorspitzt.

MfG
Helmut

Mittelpoller
18.05.2019, 09:24
Hallo Schiffsfreunde, Kartenmotiv Schiffshebewerk Henrichenburg, Der Kahn im Trog könnte " S.G.D.E. 10 " sein, der Dampfschlepper ist " Adolf " und der Monopolschlepper ist " D 311 ". Gruß Mittelpoller :wink:

Mittelpoller
23.06.2019, 16:13
Hallo zusammen, Schiffshebewerk bei Henrichenburg am Dortmund-Ems-Kanal. Für Schiffe von 600-800 Tonnen Ladeinhalt, Hebungshöhe 14-16 m, Gewicht des zu hebenden Schleusentroges beladen 3 000 000 kg, so steht es auf dieser Ak, Poststempel 1926. MfG Mittelpoller :wink:

Willy
23.06.2019, 16:32
Moin,

laut WESKA von 1957 Hubhöhe 13,80 m.

Gruß Willy

Norbert
23.06.2019, 19:22
Altes Schiffshebewerk Henrichenburg

Entwurf Friedrich Jebsen / Ratzeburg
Fünf Schwimmer Hebewerk mit Spindelsteuerung
Paten No. 80531 ausgestellt vom Kaiserlichen Patentamt am 22.04.1895

Bauausführung Firma Haniel Lueg
Innenmaße des Troges 70 x 8,60 m, Wassertiefe 2,50 m
Troggewicht mit 3100 t
Auftrieb 5 x 620 t je Schwimmkörper
Antrieb 1 x 150 Ps Elektromotor

Zum Hebewerk gehört ein Maschinenhaus in dem mittels einer Dampfmaschine der Stromgenerator betrieben wurde. Dieser diente zur Versorgung des Hebewerks.
Die Spindeln der Trogsteuerung besassen in der Längsachse eine Bohrung. Durch diese konnte im Winter Dampf geleiten werden um ein vereisen der Spindeln zu verhindern.

Das Hebewerk steht übrigens nicht in Henrichenburg Stadt Castrop-Rauxel), sondern in Waltrop-Oberwiese!

Norbert
23.06.2019, 19:48
Bei der Planung des DEK war zur Überwindung des Höhenunterschiedes von 14 m, zunächst eine Dreifach gekoppelte Schleuse geplant. Da es aber für deren Betrieb keine Wasserversorgung vorhanden war, wurde der Bau eines Hebewerks angedacht. Zwar gab es Druckwasser Hebewerke in Belgien u.a. (Houdeng-Geognies, Houdeng-Aimeries, Bracquegnies und Thieu). Allerdings waren diese nicht für die für den DEK vorgesehene Schiffsgröße von 750 t ausreichend.

Der Standort der beiden Hebewerke in Henrichenburg / Waltrop liegt zwischen zwei Kohleabbaugebieten. Er wurde bewusst so gewählt, da ein Schiffshebewerk absolut Senkrecht stehen muss. Bergbau bedingte Schiefstellungen wie später an den Rhein-Herne-Kanal-Schleusen (z.B. Herne-West) hätte unweigerlich zum Ausfall der Anlage geführt.

Mittels der vier Spindeln konnte der Trog gleichmäßig gehoben und gesenkt werden ohne zu verkannten. Daneben gab es die Sicherheit, dass beim Leerlaufen des Troges, wie an Pfingsten 1901 geschehen, dieser nicht in die Oberkonstruktion gedrückt wurde. Die Funktionsweise der Anlage ist relativ einfach. Für die Abwärtsbewegung wird der Trog einige Zentimeter unter der oberen Kanalhaltung angehalten. Durch Öffnen der Trog- und Haltungstore erhöht sich der Wasserstand im Trog inneren. Das Gewicht mit oder ohne Schiff ist somit höher als der durch die fünf Schwimmer erzeugte Auftrieb. Es würde alleine ausreichen, die Schwimmer in ihre Brunnen zu drücken. Umgekehrt ist es bei der Aufwärtsbewegung. Dabei wird der Trog einige Zentimeter über der unteren Kanalsohle angehalten. Nach Öffnen der Tore hat der Trog ein geringeres Gewicht als der Auftrieb der fünf Schwimmer. Der Wasserverlust ist relativ gering, verloren geht nur das Spaltwasser zwischen Trog und Haltungstor. Der Trog wird dabei jeweils durch einen Holzrahmen gegen die Kanalhaltung abgedichtet.

Gruß Norbert