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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ein Schlag ins Gesicht der Binnenschifffahrt



binnenvaart
08.02.2011, 18:52
Sorgsam hat sie das Bundesverkehrsministerium unter Verschluss gehalten: Die Karte, die nichts weniger als die Zukunft der deutschen Binnenschifffahrt besiegeln könnte.

Ein Schlag ins Gesicht der Binnenschifffahrt (http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/wasserwege-ein-schlag-ins-gesicht-der-binnenschifffahrt%3B2749164)

Bigmäc74
08.02.2011, 20:09
Sorry leute,aber ich kann nicht anders: Die grössten Pfeiffen sitzen in Berlin!!! und Ramsauer ist ihr Anführer!!!
Aber ich Tröste mich mit dem Gedanken das ja bald Wahlen sind!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Da geht er dann in Rente die so klein ausfallen müsste das er Hartz IV beantragen muss!!!
GRRRRR

Unregistriert
08.02.2011, 20:54
ich erinnere an meine Bedenken bzgl. des Zeitpunktes für eine Petition.

man kann nicht alles in einem Forum explizit darlegen.

"Stänkerer"? "...solche Unregistrierte brauchen wir hier nicht"?

lautes Schreien war früher mal notwendig; vorbei!
heute gibt es Funk ...

Stadt_Aschaffenburg
08.02.2011, 22:50
Hallo Markus,

das deutete sich ja bereits an und Euer Bundesverband beläßt es bei einem einzigen Kommentar mit der Überschrift "zukunftsfähiges Konzept nicht erkennbar".

Na klar: wenn Lingen dichtgemacht ist, können sie von denen aus auch die Kanäle zuschütten, da hat dann doch gar niemand Interesse mehr dran.

Jetzt wird sich zeigen, ob es richtig ist, daß weiterhin jeder an sich denkt!



LG
Micha

Stadt_Aschaffenburg
08.02.2011, 22:55
Ach so... ich habe den Gast vergessen:

Wenn du richtig gelesen hättest, was ich geschrieben habe, wüßtest du, was ich meine, mehr gibts dazu nicht zu sagen!

JuergenKoblenz
09.02.2011, 00:17
An uns und Europa wird auch ein herr Ramsauer (Mensch bin ich Sauer) auch nicht vorbeikommen!
Hier wie auch in den anderen Sachen die jetzt anlaufen gilt es einfach-ZUSAMMENHALTEN!!!!!
Es geht hier nicht nur um einen Kurzfristigen Kapitalgewinn,nein hier geht es schon um die EXISTENZ der Schiffahrt.
Wir dürfen uns an dieser Stelle nicht als Deutsche sondern als Europäer betrachten.Und da haben wir viele Mitstreiter!
Das sehen wir schon jetzt an den Äußerungen in Rotterdam und Basel.
Der Weg in diesem Fall führt nicht nur nach Berlin sondern nach Straßburg und Brüssel.
Ich glaube nicht das die Herrn vom Europaparlament es für gut befinden wenn Europäische Wasserstraßennetze aufgebaut und ausgebaut werden sollen und so ein Bayrischer Gebirgskraxler wegen seinem Bahnlobbyismus alles mt seinem Vierkanten Kopf(oder war es der Arsch?) umrennt.
3 Wochen haben die jungen gelegen und die Nummer ist wie ein A....tritt hinterher!
Der Sache steht schon mal absolut die Mannheimer Akte entgegen an die sich auch Berlin halten muss(Gott bewahre sie uns)
Gruß
Jürgen

JuergenKoblenz
09.02.2011, 00:27
Aufgrund dessen bin ich für die Mauer !
Eine große Mauer um das Regierungsviertel in Berlin-Ausgang nur geknebelt(Dann reden die auch nicht mehr soviel Mist) und gefesselt.
Papier und Bleistift werden Verboten und das essen im Monat wird nach dem Harz4 Warenkorb berechnet!
Schiffe dürfen nichts liefern-wär doch mal ne Idee! 1 Monat für alle Schiffe keine Reise nach Berlin!Auch nicht für alle Ausländischen Schiffe!
Ob das die Bahn schafft?Einfach Blockieren die Baggage.
Noch ein Gruß
von Jürgen

Eilers
09.02.2011, 01:56
Hallo Jürgen,
es müßten sich nur welche trauen. Angefangen am Rhein: In Köln und oberhalb der Mainmündung alles dicht machen. Den DEK in Bergeshövede, die Schachtschleuse Minden und in Bremen die Weserbrücke. Bei den heutigen großen Schiffen braucht mann nicht viele, bis alles dicht ist. Elbe und Berlin kenn ich mich nicht aus, war nicht mein Fahrgebiet.:fragkratz:
Und solange dicht machen, bis die Frachten so angestiegen sind, das mann den Verlust auch wieder rausfährt. Ich weiß nicht ob es stimmt, aber ein alter Schiffsführer (Leider vor ein paar Jahren verstorben) hat mir mal erzählt: Auf dem Rhein wäre schon mal "Gestreikt" worden, da hätten sich einige Fahrzeuge oberhalb der Kölner Brücke, so hingelegt das keine Schifffahrt mehr möglich war. Weißt du was darüber?
Gruß: Hartmut

JuergenKoblenz
09.02.2011, 03:39
Ja das war aber in Bonn und gingum den Wegfall der FTP frachten -auch durch einen Verkehrsminister(Wissmann)-sitzt jetzt ,soviel ich weis ,bei einem Autokonzern.
daraus entstand der bds -alternativ zum Bdb -ich kenne noch ein paar von den Gründern.
Gruß
jürgen

Unregistriert
09.02.2011, 08:44
Ach so... ich habe den Gast vergessen:

Wenn du richtig gelesen hättest, was ich geschrieben habe, wüßtest du, was ich meine, mehr gibts dazu nicht zu sagen!

mit richtig lesen ist es wie mit richtig schreiben:
beides fällt manchen sehr schwer, wobei das falsch Geschriebene dokumentiert und abrufbar ist
(Gramatik und Rechtschreibung ist hier nicht gemeint)

"lieber eine starke Behauptung als ein schwacher Beweis" hilft letztendlich nicht
(bitte auch richtig lesen, damit Du weißt was ich meine)

daß ein Spitzenpolitiker (z.B. Minister Ramsauer) alleine in seinem Ministerium sitz und alles weiß, macht und entscheidet glaubt nur das naive Lieschen Müller; die Strukturen und Entscheidungsebenen sind sehr differenziert gestaltet; der Mann an der Spitze ist eine Gallionsfigur und politischer Verantwortungsträger der das vertritt und unterschreibt, was ihm sein unterstellter Bereich als richtig vorlegt

jede Branche, die politisch etwas erreichen will, braucht eine Lobby; das ist nun mal auf der ganzen Welt so und nicht wegzuschimpfen; Krakelen, ständiges Nörgeln und oberflächlich begründete Forderungen stellen sind dagegen eine ganz schlechte Basis um etwas für sich zu erreichen

wer etwas will muß auch etwas bieten, das ist ein "Naturgesetz"

denkt mal während einer ruhigen Nachtfahrt darüber nach

gute Fahrt!

jose
09.02.2011, 09:01
Bei einem Generalstreik wäre ich sofort dabei.Sagt mir nur wo wir uns hinlegen sollen.Probleme sind allen bekannt,nur dieses ausbeuten vom Großkapital sollten wir uns nicht mehr gefallen lassen.
Aber mal ehrlich.
Der Rhein war gesperrt auf Grund der Havarie
der Kanal und Donau waren gesperrt wegen Eis
sämtliche Zuflüsse des Rheins und die Weser waren in den letzten 8 Wochen wegen unterschiedlicher Hindernisse gesperrt.Hat sich etwas geändert?
Ganz im Gegenteil ,die Frachten sind teilweise niedriger als im vergangenen Jahr und die Kosten werden ständig höher .Verbände???????????????????????? null.
Ramsauer müßte sämtliche Waren für die Großfirmmen alle auf die Straße und auf die Schiene verlagern.Er sollte sich einen Rechenkünstler nehmen um sich ausrechnen zu lassen wieviele Waggons und LKWs er noch bauen lassen muß .

steenhoven
09.02.2011, 10:04
Die blockade von damals war doch ein lach nummer. So wie seiner zeit in Belgien und Holland dass waren blockades.

Werner1701
09.02.2011, 11:08
Ramsauer müßte sämtliche Waren für die Großfirmmen alle auf die Straße und auf die Schiene verlagern.Er sollte sich einen Rechenkünstler nehmen um sich ausrechnen zu lassen wieviele Waggons und LKWs er noch bauen lassen muß .

nicht ganz richtig diese Aussage, er darf neue LKW und Waggons bauen lassen. Da würden sich bestimmte Lobbyisten sehr drüber freuen...

Stadt_Aschaffenburg
09.02.2011, 11:23
An den Gast:

Ich verstehe nicht, wo dein Problem ist?
Das hier ist ein öffentlich zugängliches Forum, eine Plattform zum diskutieren oder auch zum Frust ablassen.
Wenn hier Leute ihren Frust in einer Weise ablassen, die mit den Forenregeln konform ist, kann und will ich das doch nicht verhindern?!

Aber ich kann doch wohl Fakten sammeln und zusehen, wie ich diese verwerten kann??
Mein Ziel ist es, aus den hier geäußerten Argumenten eine Petition zu gestalten, die dann NATÜRLICH in einer der Sache angemessenen Form gestalte wäre.
Ob diese Petition morgen rausgeht, oder in 4 Wochen weiß heute doch noch niemand.

Was mich aber ärgert, ist wenn jemand der ganz offensichtlich im Thema ist, auch politisch, sich hier anonym einklinkt und nur kritisiert, statt Lösungsvorschläge zu unterbreiten. Würdest du konstruktiv mitarbeiten, wäre uns bestimmt geholfen. Warum tust du das dann nicht?

Wenn du aufgrund deiner Position Bedenken hast, dich hier namentlich zu äußern, so finde ich auch dafür einen Weg.

Gruß
Micha

Baron 3
09.02.2011, 11:34
Wenn es denn eine solclich eine Petition schlußendlich gibt, wird das hier in dem Beitrag stehen ? Ich wäre dabei, die Binnenschiffahrt braucht endlich r überhaupt Unterstützung und keine fixen Visionen eines Ministers, der von Schiffahrt scheinbartige Niederlagen.char nix hält. Das ist unglaublich, Herr Ramsauer. :ouh::regen:

JuergenKoblenz
09.02.2011, 11:37
Morgen,
Zitat
"die Strukturen und Entscheidungsebenen sind sehr differenziert gestaltet; der Mann an der Spitze ist eine Gallionsfigur und politischer Verantwortungsträger der das vertritt und unterschreibt, was ihm sein unterstellter Bereich als richtig vorlegt"
da muss ich unserem UGO (Unidentifizierbarer Gast User) recht geben!(Hab ich doch schon vorher geschrieben)
Aber er hat eines Vergessen -Aufgrund der Europäischen Interressen und Pläne muss er auch auf
Brüssel und Straßburg hören!
Und dann waren da noch einige Bundesländer die was zu sagen haben.In dem Fall-gelebte Demokratie!
Zitat
"jede Branche, die politisch etwas erreichen will, braucht eine Lobby; das ist nun mal auf der ganzen Welt so und nicht wegzuschimpfen; Krakelen, ständiges Nörgeln und oberflächlich begründete Forderungen stellen sind dagegen eine ganz schlechte Basis um etwas für sich zu erreichen"

da muss ich unserem UGO (Unidentifizierbarer Gast User) in einigen Punkten recht geben!
Das einzigste was nicht stimmt das alles hier Oberflächlich ist.
Gruß
Jürgen

JuergenKoblenz
09.02.2011, 11:47
Da muß ich @steenhoven absolut Recht geben.
Wir Deutsche sind ja noch so doof ,das wir erst mal brav Nachfragen ob wir Demonstrieren dürfen.
Und wenn dann einer kommt und hat es eilig lassen wir den Armen Kollegen(Streikbrecher) auch noch durch!
Hier gibt es nur eins -und ich hoffe die beim WSA/WSD und WSP merken es endlich mal -WIR SITZEN ALLE IN EINEM BOOT !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Defakto müssten die sogar bei solch einer Aktion mitmachen-weil ohne Schiffahrtswege keine Schiffahrt und keine WSD/WSA/WSP!
Und das auf Europäischer Ebene.
Gruß
Jürgen

Baron 3
09.02.2011, 11:55
Das würde ich genauso sagen, wir müssen erst alles in dreifacher Ausfertigung schriftlich einreichen, ehe etwas geht.
Mich hat mal einer gefragt, ob ich den Sinn dahinter denn nicht verstehe, behördenmäßig. Sag ich : "Nee, sei mir nicht bös..." :tongue:

Schappes
09.02.2011, 13:38
Hallo,
das ist eine altbekannte Weisheit...
der Deutsche geht erst dann auf die Barrikaden, wenn diese im Baumarkt im Sonderangebot sind !

noch immer obrigkeitshörig...aber es ändert sich gaanz langsam...siehe Stuttgart

ich freu mich schon auf die Landtagswahl, schade nur dass unser Minister Pfister abdankt...guter Mann

es grüsst aus dem Land der Sonne...BaWü der schappes

MS-
09.02.2011, 17:00
Hallo zusammen,

die Zeitschrift Binnenschiffahrt hat exklusiv das Ramsauer-Papier zur Neustrukturierung der WSV und der Bundeswasserstrassen veröffentlicht. Mit veröffentlicht wurde die "neue" Bundeswasserstrassenkarte inklusive Klassifizierung.

http://www.zeitschrift-binnenschifffahrt.de/index.php?option=com_content&view=article&id=155&Itemid=169&lang=de

Schappes
10.02.2011, 10:00
Hallo zusammen,
in diesem Zusammenhang rege ich an, alle Institutionen, Verbände, einschlägige Zeitschriften, Journale zu beachten. Falls jemand davon eine Aktion dazu ansagt...mitmachen, dranhängen, wir haben Gewicht(ich alleine schon ca. 100 Kilo). Aber auch selbst was anstossen, es muss ja nicht gleich ne Sperrung sein, im Moment für viele der Binnenschiffer gar nicht tragbar, aber die Presse mobilisieren, Spiegel, Focus, Stern...alle les ich gern... eine Talkshow dazu bringen, sich mit diesem Thema zu befassen...da kann der Ramsauer dann antreten gegen Jemanden von uns, Dr. Jaegers(auch der ist in der Pflicht etwas beizutragen) und noch einige Leute von Häfen, Werften und einigem anderen was von der Schiffahrt abhängig ist. Alle Verbände müssen hier gemeinsam auftreten.

vor allem der Osten muss da involviert werden, denn da scheint es in der Zukunft der Schiffahrt ganz duster auszusehen, aber nicht mit uns...das lassen wir als Binnenschifferforum nicht zu.

Der Verkehrsträger der Zukunft kann nicht Bahn oder Strasse heissen, das sollte jeder begreifen, auch ein Bundesverkehrsminister!

Also bitte, die Presse beachten, das TV, Leserbriefe, Kommentare, Beiträge verfassen und den Zusammenhalt Aller fördern denn nur so geht es.

in diesem Sinne euer schappes

Unregistriert
10.02.2011, 10:14
hallo Schappes,

dann mach bitte mal den Anfang und zeige wie das geht .....

Schappes
10.02.2011, 10:26
und damit ihr nicht meint...
der Ramsauer war das alleine...

das gab es schon viel früher


Interview: Norbert Schmedt/schrägstrich 03/03 nachzulesen auf der Seite der Grünen unter Suchfunktion Binnenschiffahrt

Bundesumweltminister Jürgen Trittin

Wir werden dann Straße und Schiene endlich gleichwertig mit Bundesmitteln fördern. Und bei der Straße gilt der Vorrang...

Bei den Bundeswasserstraßen haben wir schon große Erfolge erzielt. Die Entscheidung, die Donau in einer naturverträglichen Form ohne Staustufen auszubauen, ist für den Erhalt dieser Flusslandschaft und für die Verbesserung der Bedingungen für die Binnenschiffahrt gleichermaßen wegweisend. Inzwischen hat selbst Bayern den Widerstand dagegen aufgegeben und verzichtet auf die Staustufen. Auch die Staustufen an der Saale wird es nicht geben: Der Binnenschifffahrt wird durch einen vernünftig dimensionierten Kanal ebenso gut geholfen, und der Fluss bleibt intakt. Die Elbe wird nicht ausgebaut.


wie schon bemerkt ....vom März des Jahres 2003

ich denke mal von dieser Partei hat die Binnenschiffahrt keinerlei Hilfe zu erwarten, die Grünen haben auch nicht alles begriffen..wie man lesen kann.

der schappes

Schappes
10.02.2011, 11:15
zum schmalen Beitrag Nr. 22 in diesem Thread

" jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt ", den habe ich schon lange getan, wogegen Andere bis jetzt noch nicht den einen Schritt gewagt haben sich hier anzumelden. Cest la Vie..

so habe ich schon am 03.02.2011 ein Schreiben weggeschickt an das Bundesministerium der Wirtschaft mit der Bitte um Informationen was der Herr Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle bei
1.2.2011
Brüderle beim Mittelstandstag des BMWi in Mainz: "Verantwortung stärken - Freiräume erweitern"

zu dem Unglück an der Loreley bzw. zu dem grossen Stau der Binnenschiffe speziell auch in Mainz zu sagen hatte. In seiner Rede an diesem Tag hatte Er allem Anschein nach nichts zu sagen. Doch meiner Meinung nach fällt gerade solches in seinen Bereich. Leider habe ich bis zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Antwort erhalten...aber wer weiss...

Dann bin ich jemand der ganz sicher, auch als Einzelner etwas bewegen möchte und nicht abwartet, ob vielleicht ein Anderer was unternimmt.

So habe ich auch mit einem Mitglied des baden-württembergischen Landtags, der mir persönlich bekannt ist, gesprochen um unseren Standpunkt darzulegen.

Und ich werde auch ohne die Unterstützung eines unregistrierten User's ganz sicher noch herausfinden, wer in der EU hier zuständig sein könnte und dann versuchen einen Kontakt herzustellen, um auch hier unser Anliegen vorzutragen. So etwas kann man alleine tun, nur mit einem starken Verein, mit Unterstützung vieler mir bekannter User wird es wohl mehr bringen.

Deshalb nicht hinter einer Spiegelbrille verstecken, sondern rauskommen und selbst etwas bewirken....

ich hoffe dem Unregistrierten damit geholfen zu haben....
der schappes

Stadt_Aschaffenburg
10.02.2011, 11:54
Hallo zusammen,

was ich an der ganzen Sache am wenigsten verstehe, ist daß viele Länder der Erde im Moment dabei sind, ein funktionierendes Netz an Binnenwasserstraßen aufzubauen und die Binnenschifffahrt als Verkehrsträger für Massengüter forcieren, aber wir in Deutschland, die wir dieses Netz längst haben und nur den Gegebenheiten der Neuzeit anpassen müßten, sollen das, zumindest teilweise, aufgeben?

Das passt doch alles nicht zusammen?!

LG
Micha

Hugo52
10.02.2011, 12:22
@ Schappes: das unterschreibe ich mit. Das ist eine klare Antwort auf Anonymos!!

@Stadt Aschaffenburg: In der Binnenschifffahrt passiert im Moment genau das gleiche, wie vor Jahren im oeffentlichen Nahverkehr. Gewisse Parteien versuchten mit aller Macht und ueberall Strassenbahnen abzuschaffen. Komischer Weise werden aber heute wieder fuer Millionen von Euro Strassenbahnnetze wieder aufgebaut. Geld spielt hier keine Rolle, solange es genug bescheuerte Steuerzahler gibt, die sich gegen solch einen Missbrauch von Steuergeldern nicht wehren koennen.

Unregistriert
10.02.2011, 12:33
hallo Schappes,

prima, daß Du Initiativen ergriffen hast, wobei Du allerdings ohne Mandat natürlich jeweils nur für dich sprechen kannst; Interessen einer Gruppe (hier Partikuliere) können nur von autorisierten Vertretern vorgetragen werden.

dein Verständnisproblem gegenüber "Unregistrierten" ist merkwürdig; schau dir mal die Bedeutung von "Forum" an und Du stellst fest, das dies kein Verein, Club oder sonstige Loge ist, sondern ein Platz zum Austausch von Meinungen und Wissen (es sei denn, man will sich bewußt abschotten).

Registrierung als besondere Leistung kann ich nicht erkennen, sie birgt allerdings evtl. einige Nachteile.

mir geht es hier in meinen Beiträgen nicht um Selbstdarstellung sondern darum, zu gewissen Themen Hilfestellungen zu leisten, zu denen ich auf Grund bestimmter Umstände imstande bin.

die Binnenschifffahrt liegt mir, dabei insbesonders die Partikuliere, sehr am Herzen; der rauhe und barsche Ton ist mir geläufig und nehme ich nicht übel, im Gegenteil; aber bitte fair bleiben und eines immer bedenken:
man sollte stets nur über Dinge reden und erst recht schreiben, mit denen man sich auskennt; sonst wird die Angelegenheit günstigstenfalls peinlich, schlimmstenfalls kontraproduktiv.

allen gute Reise!

Schappes
10.02.2011, 13:10
Hallo zusammen,

Fragen stellen an eure Abgeordneten, oder an EU Parlamentarier könnt Ihr hier:

http://www.abgeordnetenwatch.de

allerdings findet Ihr in der Suchfunktion dort....unter Bundeswasserstrassen....nichts

aber auch ich habe meine Fragen unter Wirtschaft und Verkehr dort eingestellt

in diesem Sinne der schappes

Unregistriert
10.02.2011, 16:04
Zu # 28


Schau hier bitte nach. Das ist der für uns zuständige EU Ausschuss. Denn da gehört die Frage hin. Was bei uns in der Binnenschifffahrt schon seit Jahr und Tag gilt - gelebte Einigkeit in Europa muß insbesondere eine bayrische Provinzperson im BMVBS noch lernen. Solche Entscheidungen wie die Umstrukturierung eines Bundesverkehrswegenetzes Wasserstrasse trifft man nicht im Alleingang. Ich empfehle dem Herrn Rumsauer zudem auch mal eine ganz besondere Lektüre vom 17. Oktober 1868. Allzeit Freie Fahrt!!

Schappes
10.02.2011, 16:06
da isser wieder...
etwas aus einer Publikation des BMV, mir allerdings unerklärlich...widerspricht sich da nicht etwas mit dem sog. Ramsauer-Papier ?


Verlagerung von Gütertransporten von der Straße auf den Wasserweg

www.shortseashipping.de

- From Road to Sea/Waterway -


Güter sollen verstärkt auf dem Wasserweg transportiert werden (Quelle: Bundesregierung / Reineke)
Alle Prognosen sagen zur zukünftigen Entwicklung des Anstiegs beim Gütertransport in den nächsten 10 bis 20 Jahren das gleiche aus: Die Straße wird die Steigerungen im Rahmen des Straßengüterverkehrs nicht bewältigen können. Deshalb sind verkehrspolitische Alternativen vorzubereiten.
Dies ist Aufgabe der Verkehrspolitik. Die Umsetzung und Entwicklung alternative Konzepte obliegt innerhalb der Bundesregierung dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS). Aber gleichzeitig gefordert sind die Länder und insbesondere auch die Wirtschaft mit Dienstleistern, Verladern, Spediteuren und der gesamten Logistikbranche.
Das BMVBS ist auf diesem Feld national und international mit Schwerpunkt in der Europäischen Union (EU) seit Jahren aktiv. Neben der Schiene bietet vor allem der Wasserweg, und zwar sowohl über die See als auch auf den Binnenwasserstraßen mit dem Verkehrsträger Schiff eine ideale Alternative. Im Verhältnis zu den übrigen Transportarten ist es als ausgesprochen energiesparendes Verkehrsmittel anzusehen.
Die Güter kommen nicht von alleine von der Straße auf das Wasser. Verlader und Spediteure müssen mit der "nassen Transportkette" als Alternative erst vertraut gemacht werden. Vor allem müssen die noch bestehenden Hemmnisse ausgeräumt werden, die einer Wahl des Wasserwegs gegenüber der Straße noch entgegenstehen. An diesem Prozess wird von Bund, Küstenländern und Küstenwirtschaft gemeinsam gearbeitet.
Eine der auch in den meisten anderen EU-Mitgliedstaaten ergriffenen Maßnahmen ist die Gründung einer Kontaktstelle, die mit den betroffenen Unternehmen der Wirtschaft Schritt für Schritt alle Informationsdefizite abbaut, die den Umstieg von der Straße auf das Wasser noch versperren. Die deutsche Kontaktstelle trägt die Bezeichnung "Short Sea Shipping Inland Waterway Promotion Center" (SPC). Hier werden interessierte Unternehmen der Transportbranche von drei Mitarbeitern kostenlos und neutral bezüglich Verlagerungsmöglichkeiten von Gütertransporten, die möglichst auf dem Wasserweg erfolgen sollen, beraten.
Das BMVBS hat 2001 zusammen mit sechs Bundesländern, Verbänden und Unternehmen der maritimen Wirtschaft das ShortSeaShipping Inland Waterway Promotion Center Deutschland (SPC Deutschland) gegründet. Es hat am 2. Juli 2001 in Bonn seine Arbeit aufgenommen.
Interne Links




ShortSeaShipping Inland Waterway Promotion Center (http://www.bmv.de/SharedDocs/DE/Artikel/WS/SharedDocs/DE/Artikel/WS/shortseashipping-inland-waterway-promotion-center-spc.html?nn=35602)Zusammenfassender Artikel über die Arbeit des SPC
alles für euch, denn Info's sind wichtig für die Arbeit die auf uns zukommt...denn Hilfe ist bitter notwendig für unsere geliebte Binnenschiffahrt.

euer schappes

Stadt_Aschaffenburg
10.02.2011, 16:21
Hallo zusammen,

ich sehe nicht, daß die beiden Papiere sich widersprechen.
Vielmehr erlese ich zwischen der Zeilen und in Kombination der beiden Papiere den Wunsch, zwar mehr Lasten auf Binnenschiffen zu transportieren, jedoch nur auf wirtschaftlichen Strecken.

Es sollte aber doch jedem klar sein, daß das eine Mischkalkulation ist und nur funktioniert, wenn das Bundeswasserstraßennetz in seiner jetzigen Form beibehalten und weiterhin ausgebaut wird. Nur so ist gewährleistet, daß der umweltfreundliche und günstige Verkehrsträger Binnenschifffahrt seine Vorteile auch ausspielen kann.

LG
Micha

Schappes
10.02.2011, 16:43
zum Beitrag 27 des Unregistrierten,
Erläuterungen deinerseits was ich tun, oder auch tun darf, kann oder sollte, darfst Du gerne für dich behalten. Auch was der Begriff "Forum " bedeutet, ist sehr lange bekannt.
Wenn ich eine Initiative ergreife dann tu ich das weil ich etwas für andere Menschen erreichen möchte und weil dies mein Wille ist.
Davon lass ich mich nicht durch das hochgestochene aber unqualifizierte Gerde, Geschreibsel eines Menschen der sich zwar gerne selbst herausstellt mir geht es hier in meinen Beiträgen nicht um Selbstdarstellung sondern darum, zu gewissen Themen Hilfestellungen zu leisten, zu denen ich auf Grund bestimmter Umstände imstande bin.

Er ist sehr überzeugt von sich und seinen Fähigkeiten, Er hält sich für einzigartig und unersetzlich, Er wertet seine Mitmenschen ab


die Binnenschifffahrt liegt mir, dabei insbesonders die Partikuliere, sehr am Herzen; der rauhe und barsche Ton ist mir geläufig und nehme ich nicht übel, im Gegenteil;

ich bemühe mich, einiges für die Menschen in der Binnenschiffahrt zu erreichen, meine Kontakte dafür zu nutzen, in Gesprächen, Telefonaten, mit Schreiben, Anfragen und sollte sich damit/dadurch etwas ins Positive kehren würde mich das sehr freuen, denn das wirkliche Hilfe gefragt ist, scheint unverkennbar zu sein.

man sollte stets nur über Dinge reden und erst recht schreiben, mit denen man sich auskennt; sonst wird die Angelegenheit günstigstenfalls peinlich, schlimmstenfalls kontraproduktiv.

das sehe ich als impertinent an
Fg der schappes

etwas zur Sache beizutragen liegt diesem User fern

Unregistriert
10.02.2011, 17:01
Micha,

dein erster Absatz trifft genau den Kern der Sache, und das ist ja auch logisch.

nur ein beladenes Schiff fährt wirtschaftlich, und so ist es auch mit den Wasserstraßen.

auch die Bahn hat unrentable Strecken stillgelegt; bei zu erwartendem Bedarf werden diese dann wieder reaktviert.

genau so ist das in der Schifffahrt zu betrachten; Hauptsache, der Frachtraum ist voll, die Maschine brummt und die Frachtrate stimmt, egal wo; die benötigten Wasserstraßen werden dann schon bereitgestellt.

jedes Unternehmen bedient sich der Transportmöglichkeit, die am günstigsten/wirtschaftlichsten erscheint; spezielle Vorlieben für Straße, Schiene oder Wasser spielen dabei keine Rolle.

deshalb hilft ja auch kein Schimpfen, Schmusen oder Einschleimen:
die Binnenschifffahrt selbst muß die Kunden von den Vorteilen des Wassertransportes überzeugen; die Politik zieht dann schon entsprechend nach; das ist das eigentlich einfache System einer sozialen Marktwirtschaft in der wir leben.

ständiges Rufen nach und gleichzeitiges Herziehen über Politiker aller Art ist ein unterwürfiges Verhalten aus der Froschperspektive und bewegt überhaupt nichts.

Schappes
10.02.2011, 17:01
Die Straße wird die Steigerungen im Rahmen des Straßengüterverkehrs nicht bewältigen können. Deshalb sind verkehrspolitische Alternativen vorzubereiten.

Hallo Micha, woraus Du das liest ist mir ein Rätsel. Hier steht, dass in Zukunft mehr Güter auf Schiffe verladen werden sollen, aber nichts von Wirtschaftlichkeit.
Das steht wohl im sog. Ramsauer-Papier gleich neben "es fehlen 500 Millionen"
für mich gehören zur "nassen Transportkette auch Binnenwasserstrassen von und nach Berlin und ganz besonders die Elbe zähle ich dazu.
Man hat in den letzten Jahren nicht nur bei Frankenbach investiert, auch in kleineren Häfen hat man in CT vertraut, und viel Geld in die Hand genommen, wie es so schön heisst.
Wenn wir uns hauptsächlich auf den Rhein beschränken sollen, dann wird es bald keinen deutschen Binnenschiffer mehr geben. Denn noch grösser, teurer, können unsere Leute nicht, da die Rahmenbedingungen nicht vorhanden sind.
Lasst uns bitte für die Erhaltung und den Ausbau auch der, nach Ramsauer, unter 3 Mio. und unter 1 Mio. Tonnen Gütertransport, auch für diese Wasserstrassen und der darauf angewiesenen Schiffer was tun.

juergen

Stadt_Aschaffenburg
10.02.2011, 18:52
Hallo Jürgen,

das Zitat in blau stammt nicht von mir :) Was du in deinem letzten Beitrag geschrieben hast, ist genau meine Meinung!

Ich kann nicht verstehen, daß Binnenwasserstraßen, die weniger befahren sind, deswegen gleich nicht lohnend erscheinen.
Auch diese Wasserstraßen Teil sind Teil eines Verkehrsnetzes, das eine echte Alternative zu den anderen Verkehrsträgern ist, wenn es darum geht, große Mengen zu transportieren. Das Ziel müßte eigentlich sein, so viel Güter wie möglich von Straße und Schiene aufs Wasser zu verlagern - aus Kostengründen, für den Umweltschutz und zur Ressourcenerparnis!

Sollen die Damen und Herren aus den Ausschüssen doch mal ausrechnen, was das allein an Kosten für die Instandhaltung der Straßen sparen würde.
Aber das kann man ja so nicht rechnen, weil die Straßen ja schon lange nicht mehr instandgehalten, sondern nur noch notdürftig geflickt werden :rooll:

Das Problem ist halt nur, wenn Bahnlobbyisten zu Bundesministern des Verkehrs werden. DAS ist das eigentliche Problem!
Die Fakten spechen für sich, aber das wird gekonnt vertuscht und Beiseite gedrängt, um die Bahn zu pushen, diesen defizitären Staatsmoloch mit seinem Vorstand, der diesen Namen gar nicht verdient! Da wird Geld verprasst auf Teufel komm raus, auch wenn es direkt in den vielen Ritzen versinkt!

LG
Micha

Joana
10.02.2011, 19:12
Hallo,
die vergessen da noch etwas. Die neuen EU - Länder im Osten holen in der Wirtschaft stark auf und dass heisst, das der Warentransfer OST - WEST auch grösser wird. Donau, Elbe und Zubringer zur Oder werden immer stärker gebraucht. Aber gerade im Nordosten soll ja gar nichts mehr passieren. Auf der Strasse kollabiert der Verkehr jetzt schon täglich. Neu geplante 60 t LKWs können unsere Strasse gar nicht aushalten. Die Logistik der Bahn funktioniert heute schon kaum, wie soll da ein MEHR auf die Bahn da gehen?
Gruss Joana

grotefendt
04.03.2011, 01:10
Hallo User

Die Binnenschifffahrt ist und bleibt der kostengünstigste und umweltschonenste Verkehrsträger im Binnenland.

Schon aus diesem Grund erübrigt sich eigendlich jede Diskusion.

Das einzige wir machen können ist ,mit Hilfe unserer Stimmabgabe bei den nächsten Wahlen die Opposition zu unterstützen und abzuwarten.

Der Staat muss seine Bilanz über die Gesamteinnahmen aus den jährlichen Schifffahrtsabgaben und die gegenüberstehenden Kosten
offenlegen.
Ein Verschleiß wie bei den ständig kaputten Autobahnen ist ja nicht
vorhanden.
Womöglich werden mit den immensen Einnahmen aus den Schifffahrtsagaben nicht nur Straßenlöcher gestopft!:fg:

Grüße Grotefendt

felix-zeester
04.03.2011, 08:33
Moin Grotefendt und alle Anderen,

Abzuwarten? Nein, das hat die deutsche Binnenschifffahrt immer getan! Es geht doch vielmehr jetzt schon darum uns im gesamten Europa als eine geschlossene Gruppe darzustellen, um gewisse unwissende Politiker von Ihrem Fehldenken zu überzeugen!

Unsere Schlaglöcher sind Hoch- und Niedrigwasser, ne "Waldhof", ne "Exelsior", ja, davor sind wir auch nicht verschont! Aber unsere "Straßen" waren bis dato immer gepflegt und noch lange nicht so aus- und überbelastet, wie die Transportwege an Land. Und dafür gilt es sich schon jetzt einzusetzen, egal, was die Unwissenden in Berlin dazu sagen.

In den Niederlanden haben wir eine ähnliche Geschichte auch schonmal gehabt: das Markermeer! Es sollte auch schonmal abgepumpt werden zur Landgewinnung. Doch die Proteste der Fischerei, der Freizeitlobbi und der Schifffahrt waren zu groß! Danke, das uns so ein schönes Segelrevier erhalten geblieben ist!

Einen schönen Tag Euch allen!

Gruß Felix

Bomätscher 60
04.03.2011, 12:56
Hallo Grotefendt und alle anderen im Forum,

ich weiß ja nicht, welche Opposition Du meinst, die wir wählen sollten. Aber ich denke, daß ist nur die Wahl zwischen Pest und Cholera bzw. Teufel und Belzebub.

Wenn ich mir die "grandiosen" Leistungen unserer Verkehrsminister speziell nach der Wende aber auch schon in den Siebzigern und Achtzigern ansehe, dann könnte ich frei weg "Kot..."!
Die drei einzigen, die wirklich etwas zur Unterstützung und Verbesserung der Binnenschifffahrt und Wasserwege getan haben, waren Georg Leber zwischen 66 und 72, Dr. Volker Hauff
zwischen 80 und 82 sowie Dr. Günther Krause in der Zeit zwischen 1991 bis 93. Bei diesen wurde auch der Stellenwert der Binnenschifffahrt erkannt und entsprechend gestützt.
Alle anderen Mandatsträger, welche sich mit dem Titel "Bundes - Verkehrsminister" schmücken durften, waren Lobbyisten der Bahn oder Autoindustrie. Da findet man ja auch wesentlich mehr
Wählerpotential als in der kaum spürbaren Schifffahrt. Es ist eigentlich eine Schande, aber da man selbst bei einem Grünen Politiker keine Unterstützung für den Verkehrsträger Binnenschifffahrt findet,
brauchst Du eigentlich auch keinen von den "Blinden" wählen.
Und das schlimme ist ja obendrein, daß in der EU - Kommission die selben "Pfeifen" Entscheidungsträger sind und damit der Lobbyismus die gleichen Zügel hält, siehe Donauausbau, Elbesanierung bzw. Oder-
und Weichselsanierung.
Es wird sicher für die breite Öffentlichkeit erst erkennbar und zusätzlich für die Politik spürbar, wenn wir mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen auf den Verkehrsweg Wasserstraße und damit auf die freien zur
Verfügung stehenden Potentiale der Binnenschifffahrt aufmerksam machen. Ohne radikal sein zu wollen, aber unser aller "Vater Staat" läßt uns mit seinem ungenügenden Handeln leider kaum eine andere Alternative.
Trotzdem gute Fahrt an alle Kollegen,

Gruß Achim

grotefendt
04.03.2011, 13:52
Hallo Bomätscher

Echt gut dein Beitrag.

Man kann Belzebub nicht mit dem Teufel austreiben!

Bin froh das ich aus dem Geschäft raus bin.

Das deutsche Binnenschifffergewerbe wird geopfert, und nach germanischem Brauch zu Schilde auf den Europäischen Feldern zu Grabe getragen.

Mit der Dichtmachung der Wasserstraßen des deutschen Hinterlandes wird natürlich die übrige europäische Schifffahrt extrem geschädigt.

Da kann sogar das niederländische Verkehrsministerium,keinen positiven Einfluß auf die deutsche Verkehrspolik bezüglich der Beseitigung von Schifffahrtshindernissen nehmen , wie das früher öfter der Fall war.
Unverständlich bleibt mir auf jeden Fall ,das innerhalb Europas deutsche Maßnahmen hinter dem Rücken anderer europäischer Länder beschlossen werden können.
Da alle europäischen Länder vom Ausbau der südlichen deutschen Wasserstraßen profitieren, sollten die sich finanziell auch an den Unkosten beteiligen.
Natürlich muß alles auf europäische Weise geregelt werden.
Die Schifffahrtsabgaben für die kanalisierten Wasserstaßen,müssten in einen europäischen Topf kommen. Aus dem Topf wird dann selbstverstänlich nur der Ausbau der Wasserstraßen finaziert.

Da regelt sich alles von selber,da kommt genug Geld rein.

Grüße Grotefendt

Schappes
04.03.2011, 14:42
ich bin dafür...

Grotefendt for President

FG der schappes

Bomätscher 60
04.03.2011, 14:43
Hallo Grotefendt!

Das wären aber auch nur Tropfen auf den heißen Stein. Diese Gelder reichten dann ja noch nicht mal aus, um nur die notwendigsten Unterhaltungsmaßnahmen zu finanzieren.Teilweise werden in den Nachbarländern
gar keine Abgaben dafür erhoben. Und damit müssten wiederum wenige zuviel finanzieren.
Anders, zumindest etwas besser, sehe es aus, wenn alle Steuern die in der und um die Schifffahrt herum anfallen in einen Topf kämen, selbstverständlich aus dem Gesamtraum der Rhein- und Donauanrainerstaaten.
Aber wie oben schon erwähnt: In der EU sitzen die gleichen Lobbyisten die die Karre in den Dreck fahren.
Es ist halt leider so: Du kannst nicht dem Pferd den Vorwurf machen, wenn es der Bauer nicht vor den Karren spannt. Solange nicht auf breiter Bahn die Notwendigkeit einer vernünftigen Verkehrspolitik mit entsprechenden
Transport- und Kapazitätsverlagerungen erkannt wird, werden Politiker weiter Geld in Schiene und Straße pumpen und als Ausgleich dann "sinnvolle" oder doch gleich sinnfreie Umweltzonen einrichten

Gruß Achim

Kawumm 68
04.03.2011, 15:46
Hallo Forum!

Warum streicken wir dann nicht? Und zwar so langer bis der Herr Ramsauer uns jeden einzelnen abklatscht und uns ins Gesicht sagt dass wir zu teuer sind.

Warum nicht? 4 bis 6 Wochen das reicht. Ein wenig mehr Verlust macht doch nix. Wist ihr warum sich ne Katze ständig die mu... leckt? Weil sie es kann! Und genauso halten die Politiker es mit uns. Sie können es weil wir uns nicht wehren. Und so lange wir es nicht ändern werden wir wahrscheinlich in einigen Jahren wieder im Einbaum durch den MLK fahren.

Gruß Kawumm 68

Schappes
04.03.2011, 15:59
Hallo Bormätscher,
die Idee alle schiffahrtsbezogenen Steuern wieder in die Schiffahrt zu pumpen wird wohl ein ewiger Traum bleiben. Da wird man weder mit Klagen vorm europäischen Gerichtshof noch sonstwo etwas bewirken.

Genauso wenig wie die unglaublichen Milliarden die der Staat kassiert, über Kfz.-Steuer, Mineralölsteuer, Mautgebühren für LKW (hab ich was vergessen ? ) für den Ausbau der Strassen verwendet werden.
Es sind fachgebundene Steuern die Bürger, Wirtschaft, Industrie für Strassenbauprojekte, Infrastruktur bezahlen und sieh dir das an...Stichwort"Schlagloch-Olympiade" wo im Normalfall soviel Geld reinkommt, dass man Parkett legen könnte und Fussbodenheizung vorhanden wäre.

Wir zahlen auf die Mineralölsteuer noch zusätzlich Mwst. und unser Finanzminister lacht sich ins Fäustchen.

Wir leben in einem Land in dem man auf Tierfutter 7 % Mwst. bezahlt...für Babynahrung aber 19 % Mwst. abliefert. Ihr könnt das gerne nachschauen auf eurem Kassenzettel beim nächsten Einkauf.

Eventuell ist das der Grund, dass manche drei Viecher haben aber keine Kinder.

Um wieder auf des Pudels Kern zu kommen...es muss immer wieder und zwar verstärkt auf den umweltfreundlichen Verkehrsträger"Binnenschiff" hingewiesen werden. Laut und deutlich und ohne Unterlass. Die grössten Werbeflächen fahren doch auf Flüssen und Kanälen hin und her, ich habe bis jetzt noch nichts gesehen von wegen "so nicht Herr Ramsauer" oder "mehr Fracht aufs Wasser".
Die Öffentlichkeit muss hier aufmerksam gemacht werden, die Politik aufgeschreckt, die deutschen und die europäischen Verbände müssen mobilisiert werden, müssen agieren und nicht reagieren. Und den Grünen, die ja wohl, unverständlicherweise, gegen die Schiffahrt sind...was sich absolut widerspricht, müssen abgemahnt werden und zwar bei den kommenden Wahlen in den Ländern.
Es gibt keinen Weg an der Schiffahrt vorbei, auch und gerade nicht in der Zukunft, denn diesen Andrang können Strasse und Schiene nicht alleine verkraften.

Wenn die Automobilindustrie meint, sie muss immer noch mehr LKW's und immer noch grössere Mega-Liner bauen, dann muss hinterfragt werden, wo diese sich denn alle bewegen sollen. In Sibirien, Australien und in Afrika...yes, da hat es Platz für, hier nicht.

Die Bahn möchte gern alles an sich reissen, vor allem Fracht, denn da verdient sie ein Schweinegeld, dafür behandeln sie die menschliche Fracht, die Bahnreisenden, Pendler wie den letzten Dreck, lassen diese Schwitzen im Sommer, Frieren im Winter, stunden-bis tagelange Verspätungen, das Canceln von Zugverbindungen scheint der neueste Gag zu sein und noch vieles anderes.
Unser Land braucht die Binnenschiffahrt nötiger denn je, deshalb brauchen die Binnenschiffer jede nur erdenkliche, wirksame Hilfe und Unterstützung von Seiten des Staates und der europäischen Gemeinschaft.
Ich habe mir sehr genau die Beiträge von bds-bischi im Thread "Diskussion um die Frachtraten" angesehen, gelesen und da sind sicher einige gute Ansätze vorhanden.
Aber auch hier ist der Tenor" Gemeinsamkeit macht stark und kann etwas bewirken".
Mal nachdenken drüber wäre wohl angebracht.

Fg der schappes
@Grotefendt, das mit der Wahl zum Präsidenten...grins, sorry

Bomätscher 60
04.03.2011, 16:08
Hallo Kawumm 68!

Jetzt vermischen sich zwar die Argumente dieser beiden Threats, aber Du hast Recht!!!
Ich habe das vor Jahren schon gesagt und gefordert, mit der Begründung, dass ich dann wenigstens wüßte wann ich entweder bankrott oder auf einem Weg der wirtschaftlichen Genesung wäre.
Damals argumentierten die Gegner des Streiks mit den dann auf sie zukommenden Regressansprüchen und das sie vor Streikende bereits pleite wären.
Aber durch die Untätigkeit hat sich auch nichts gebessert, weder für des Gewerbe an sich noch für unsere Wasserstrassen. Viele gehen heute immer noch am gleichen Stock, einige neue "Krüppel"
sind am Stock dazugekommen und einige waren damals schon nicht mehr zu retten. Die arbeiten heute wieder für ganz kleines Geld in verschiedenen Berufen, weil sie damals was falsch gemacht haben.
LEIDER ist es so!

Gruß Achim

grotefendt
04.03.2011, 16:16
Hallo User

Die Niederländer haben uns das seit Jahrzehnten voraus.

Runter mit den Gütern von der Schiene und rauf auf die Wasserstraßen.

In den Niederlanden verkehren nur Personenzüge auf dem Schienennetz.

Da kommt man billiger von A nach B als mit dem PKW .

Die Straßen werden in den NL durch weniger PKW logischerweise zu Gunsten der LKW entlastet .
Ohne LKW würde auch in der Schifffahrt wenig laufen.

Grüße Grotefendt

Friedhelm L.
04.03.2011, 16:43
Hallo Klaus,

wie kommst Du darauf, dass es in Holland nur Personenverkehr auf der Schiene gibt? Anscheinend warst Du schon seit Ewigkeiten nicht mehr dort. Und was den Personenverkehr angeht, der ist in Holland mittlerweile genauso schlecht wie bei uns, deswegen gibt es täglich jede Menge Staus auf den Autobahnen. Vor 25 Jahren war es noch ein Vergnügen dort mit der Bahn zu fahren, mit der Privatisierung begann der Abstieg.

Gruß

Friedhelm

Kawumm 68
04.03.2011, 17:21
Hallo Bomätscher 60!

Das mit dem Streick war nicht wirklich ernst gemeint. Ich denke dass das keine Lösung ist. Außerdem würde dies nur eine Unzuverlässigkeit signalisieren. Wir könnten das aus eigener Kraft schaffen, aber es wird lange dauern und viele Verluste geben. Ich bin aber der Meinung dass wenn sich hier im Forum 50 bis 75 Schiffe verbindlich zu einer möglichen neuen Genossenschaft bekennen das allein dieser Fakt bei den Befrachtern unruhe auslösen könnte. Warum spielen wir damit nicht?

Gruß Kawumm 68

Unregistriert
04.03.2011, 17:30
im der Natur herrscht das Gesetz der natürlichen Auslese:
(hart, aber unausweichlich)

die Starken überleben, die Schwachen gehen unter
(Einzelne wie auch ganze Gattungen)

der Mensch ist ein Teil der Natur, auch Binnenschiffer ...................
(gut für die, die bleiben)

allen ein schönes Wochenende!

Bomätscher 60
04.03.2011, 17:33
Hallo Kawumm 68,

jetzt sind wir endgültig im falschen Thread.

Gruß Achim

kurtle
06.03.2011, 09:21
habt ihr das schon gelesen was unser verkehrsminister mit der binnenschifffahrt vor hat?

handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/ein-schlag-ins-gesicht-der-binnenschifffahrt/3825986.html




Hinweiß: Der Link wurde von mir gelöscht, da dieser schon in diesem Thema ist. ( Siehe beitrag 1 )
Auserdem wurden die Beiträge #51, #52 & '53 von mir hierherverschoben.

Gruß Marcus

JuergenKoblenz
06.03.2011, 10:23
Morgen,
Da bleibt nur eins- der Wiederstand muss sich Formieren !
Und hoffentlich kommt durch die Landtagswahlen ein Gegengewicht bei den Ländern.
Außerdem geht das auch im Rahmen der EU unsere anderen Kollegen aus den Benelux Staten etwas an!
Ich glaube das hier das Forum und auch der neue verein etwas dagegen Unternehmen können - z.B. mit einer Unterschriftenaktion bzw. Öffentlichkeitsarbeit.
Gruß
Jürgen

JEFNorden
06.03.2011, 11:07
Moin,

als neutraler Beobachter der Binnenschifffahrt möchte ich meinen Senf dazugeben. Ich bin deutlich PRO-Binnenschiff eingestellt, schließlich hat dieser Verkehrsträger unser Land mit aufgebaut.

Bedauerlicherweise ist es so das die Binnenschiffahrt in D so eine Art Dornröschenschlaf durchlebt. Mir ist jedenfalls nicht bekannt das in den letzten 50 Jahren irgendetwas Innovatives in der
deutschen Binnenschifffahrt geschaffen wurde.

Man muss sich nur mal die Altersstruktur der Flotte und der Besatzungen anschauen. Das ist Nostalgiepur und passt irgendwie
nicht in das Bild eines Hochtechnologie-Landes.

Wir werden eine Zweiteilung der Transporte über die Binnenfahrtswege erleben ,bis zur DONAU werden die Niederländer
den Markt beherrschen der Osten der Republik und ab Grenze
Österreich werden die Osteuropäer den Markt erobern.

Die deutsche Flotte wird zerrieben werden, viele die jetzt Anfang
50 sind und hoffen irgendwie in den Ruhestand zu gelangen werden
es nicht schaffen. Dazu ist viel zu viel Dynamik im Markt.

Wäre ich jetzt Verkehrsminister und müsste entscheiden wo ich
investiere dann hätte ich ein Problem. Würde ich mich für das
Binnenschiff entscheiden, dann hieße es in einen völlig kaputten
Frachtmarkt Geld zu pumpen. Das wäre sehr unpopulär.

Also werde ich da investieren wo mir positive Schlagzeilen sicher
sind. Hat schonmal jemand drüber nachgedacht wieviel Kohle in
der EMS vergraben wurde, nur damit eine Werft mit 5000 Mitarbeitern am völlig falschen Standort Kreuzfahrtschiffe baut?

Da wird aber Hochtechnologie kommuniziert. Binnenschiffahrt
ist für die meisten Deutschen doch eher Nostalgie und Fotohintergrund beim Sonntagskaffee an der Rheinpromenade.

Die deutsche Binnenschiffahrt hat nur eine Chance und das wäre
ein Urknall. Dazu bedarf es aber eines Schulterschlusses aller
Binnenschiffer und den sehe ich nicht.

Ist ein düsterer Ausblick (leider), aber wenn ich Kohle will dann
muss ich das heutzutage schon sehr gut begründen.

Ich bin der Meinung das sich Re-naturierung in der Gesellschaft
besser verkaufen lässt, als Ausbau der bestehenden Schifffahrtswege.

Bitte versteht mein Statement nicht als negativ, ich möchte nur
mal eine Sichtweise außerhalb des Tunnels "Binnenschiffahrt"
zeigen.

Es müssen Ideen her wie man das Binnenschiff positiv in der
Bevölkerung kommuniziert. Dazu Bedarf es Lobbyarbeit, einer genossenschaftlichen Struktur und Aussschaltung der Disponenten.

Aber ist das realistisch, entscheidet selber.

Schöne Grüße aus dem sonnigen Norden
Jann

Bomätscher 60
06.03.2011, 20:02
Hallo zusammen!

Lest mal den "Bericht des BMVBS zur Reform der WSV", (http://www.oeffentliche-daseinsvorsorge.de/wp-content/uploads/2011/02/hha-bericht2601.pdf)den Heidi 1920 heute eingestellt hat.
Da geht einem ja wirklich das Messer in der Tasche auf und schnippelt was ab. Vielleicht kann einer unserer Admin's den Beitrag hierher transferieren.
Die wollen sparen bis nix mehr geht.

Gruß Achim

Schappes
17.03.2011, 10:37
Hallo zusammen,
hier ein weiterer Beitrag, viel Spass beim Lesen
FG der schappes


Karin Roth: „Ramsauer stoppt Neckarausbau. Baden-Württemberg wird abgehängt.“


Schwarz-gelbe Sparpläne gefährden Wirtschaftswachstum, Arbeitsplätze und Klima.

Der Bundesverkehrsminister Ramsauer stellt sich gegen die Modernisierung des Neckars und den Ausbau der Neckarschleusen. Karin Roth, Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis Esslingen und ehemalige Parlamentarische Staatssekretärin im Verkehrsministerium, kritisiert die Pläne des CSU-Ministers aufs Schärfste und befürchtet großen Schaden für Baden-Württemberg. Vor allem die Häfen in Heilbronn, Stuttgart und Plochingen hätten darunter zu leiden. Karin Roth: „Das wäre ein riesiger ökologischer und ökonomischer Nachteil. Wenn der Neckar nicht mehr zukunftsfähig ist, werden wir nicht nur den umweltfreundlichen Transportweg Wasser nicht weiter ausbauen können, sondern auch noch die Güter auf Schiene und Straße bekommen, die jetzt noch per Schiff befördert werden.“

Die Modernisierung des Neckars ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der nächsten Jahre für Baden-Württemberg. Damit die modernen europäischen Binnenschiffe den Neckar von Mannheim bis Plochingen befahren können, sollten die 27 Schleusen von 110 auf 135 Meter verlängert werden. Dies ist die Voraussetzung für den Verlagerung des Straßengüterverkehrs auf das Wasser; denn ein Binnenschiff ersetzt rund 160 Lkw.

Als Parlamentarische Staatssekretärin im Verkehrsministerium hatte Karin Roth den Ausbau der Neckarschleusen auf den Weg gebracht. Durch den Anschluss des Neckars an die große europäische Wasserstraße, den Rhein, sollte die Wirtschaftsregion Baden-Württemberg gestärkt und viele Arbeitsplätze geschaffen oder gesichert werden.

Jetzt stoppt der CSU-Verkehrsminister Ramsauer den Neckarausbau. Er will die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung verschlanken, das Schiffsnetz neu ordnen und die Ausgaben für weniger benutze Routen auf ein Minimum reduzieren. Garantien für einen zügigen Ausbau bekommen nur Bundeswasserstraßen, die bis 2025 prognostiziert ein Verkehrsaufkommen von mehr als zehn Millionen Tonnen jährlich aufweisen.

An den Neckarschleusen würden nur noch begonnene Investitionen zu Ende geführt Dies geht aus einem aktuellen Bericht der Bundesregierung zur Reform der Wasser- und Schifffahrtsorganisation hervor, das Ramsauer dem Haushaltsausschuss des Bundestags vorgelegt hat.

Karin Roth kritisiert Ramsauer: „Das Konzept zeugt von wenig verkehrspolitischem Sachverstand. Als einziges Kriterium der Einstufung wird die reine, wertfreie Jahrestonnage herangezogen. Dies geht an der Realität vorbei, weil das Kriterium Tonnage nicht zwischen Schüttgut - wie Sand und Kies - und hochwertigen Gütern, zum Beispiel Motoren, unterscheidet.“

Da der Neckar mit sieben bis acht Millionen Tonnen darunter liegt, hätte die von Ramsauer vorgeschlagene Art und Weise der Berechnung gerade für die Zukunft des Neckars fatale Auswirkungen. Es gäbe damit keine garantierte Planungs- und Finanzierungssicherheit mehr. Und dies, obwohl das Containeraufkommen in den letzten Jahren um rund 20 Prozent gestiegen ist. Karin Roth: „Abgesehen davon kommen wir nur auf über zehn Millionen Tonnen, wenn unsere Schleusen ausgebaut werden.“

150 Millionen Euro waren bislang fest für den Ausbau der Neckarschleusen eingeplant. Planungsleistungen in Höhe von 26 Millionen Euro sind bereits vergeben. Ein Stopp des Neckarausbaus wäre für Baden-Württemberg und die gesamte Region Esslingen ein riesiger ökologischer und ökonomischer Schaden. Die Region wäre nicht nur vom zukunftsträchtigen Containerverkehr abgehängt, sondern es würden künftig auch noch die Güter auf Schiene und Straße verlagert, die jetzt noch per Schiff auf dem umweltfreundlichen Transportweg Wasser befördert werden.


Veröffentlicht am:
10:18:00 31.01.2011

Schappes
17.03.2011, 10:50
auch auf die Gefahr hin, dass ich euch langweile, ihr Freunde der Binnenschiffahrt....

Karin Roth: Verkehrsminister drückt sich vor dem Neckarausbau

Die SPD-Bundestagsfraktion hat in einer Kleinen Anfrage an die Bundesregierung zur Sicherstellung des Neckarausbaus als ökologische Alternative zum Güterverkehr auf der Straße 38 Fragen gestellt. „Bei ihrer Antwort auf die Fragen der Zukunft des Neckars und die Verlängerung der 27 Neckarschleusen drückt sich die Bundesregierung, konkret das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, um die Beibehaltung der bisherigen Ausbaupläne für den Neckar herum!“, so Karin Roth, Esslinger Bundestagsabgeordnete und ehemalige Parlamentarische Verkehrsstaatssekretärin.

Obwohl CDU/CSU- und FDP-Bundestagsabgeordnete in der Region die Parole ausgaben, es sei alles beim Bundesverkehrsministerium bezüglich der Verlängerung der Neckarschleusen „in trockenen Tüchern“, lässt die Antwort genau gegenteilige Schlüsse zu.

Mit Hinweis auf die Haushaltskonsolidierung und die Konkurrenz zu anderen prioritären Projekten müssten Überlegungen angestellt werden, wie die einzelnen Projektabschnitte umgesetzt werden. Dabei habe der Substanzerhalt eine hohe Priorität. Karin Roth: „Im Klartext heißt das: Die Bundeswasserstraße Neckar wird zwar in Höhe von ca. 500 Mio. Euro saniert, aber die notwendigen 150 Mio. Euro für die Schleusenverlängerung sind nicht in Sicht.“ Mit dem Hinweis auf die Haushaltskonsolidierung verschweigt aber Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, dass ab 2011 für die Bundeswasserstraßen rund 400 Mio. Euro deshalb nicht mehr zur Verfügung gestellt werden, weil die Mauteinnahmen nur noch der Straßeninfrastruktur zugeführt werden.

Ein Großteil der Fragen der SPD-Abgeordneten werden nicht beantwortet. So wird zum Beispiel die Frage 32, die sich mit der Verlagerung des zusätzlichen Güterverkehrs auf die Straßen in Baden-Württemberg bei einem Nichtausbau des Neckars beschäftigt, mit dem Hinweis, dass die Überlegungen dazu noch nicht abgeschlossen seien, beantwortet.
Karin Roth: „Der Verkehrsminister hat mit seinem vorgelegten Verkehrskonzept für die Binnenwasserstraßen offensichtlich nicht einmal die Auswirkungen seiner eigenen Entscheidungen bedacht. So viel Inkompetenz war noch nie!“

http://www.karin-roth.de/images/content/pdf.gif (http://www.karin-roth.de/media/archive1/17-04907%20Antwort%20BR%20-%20SPD.pdf) Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der SPD zu: Sicherstellung des Neckarausbaus als ökologische Alternative zum Güterverkehr auf der Straße 17/4904 (http://www.karin-roth.de/media/archive1/1704907.pdf) 23.02.2011


Veröffentlicht am:
12:41:48 15.03.2011
die Haftung für die verlinkte Seite liegt einzig und allein beim Anbieter derselbigen

FG der schappes

Radarpilot
17.03.2011, 12:12
Moin moin,
jetzt müßte es wieder aufwärts mit der Binnenschifffahrt gehen. Wenn die Atomkraftwerke stillgelegt werden müßen die Kohlekraftwerke wieder
aus der Ruhephase geholt werden.
Bestellt jetzt neue große Schiffe...
Gute Fahrt
Radarpilot

seebear
17.03.2011, 14:20
Hallo Forum
Es ist erst mal anzumerken das der Neckarausbau, auch aus Schifffahrtskreisen sehr skeptisch gesehen wird. bei einer intakten Infrastruktur, ist auch mit den vorhandene Schleuse und den passenden Schiffen (105x10) das Transportaufkommen zu bewältigen. Viel wichtiger wäre es, die Mittel dafür zu benützen das die Staustufen der heutigen Technik angepasst und vor allem Instand gehalten werden. Damit so was nicht mehr vorkommt:

Betreff: Schleuseninstandsetzung am Neckar

Wasser- und Schifffahrtsamt Stuttgart

3 – 312.4/6

Sehr geehrte Damen und Herren,
aufgrund anhaltender technischer Probleme an den Toren der Neckarschleusen Pleidelsheim und Hessigheim hat sich das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Stuttgart entschlossen, im Juli 2011 weitere dringend notwendige Reparaturen an den Toren der jeweils rechten Schleusenkammer durchzuführen. Da die jeweils linke Kammer der Schleusen Pleidelsheim und Hessigheim seit den im Jahr 2010 aufgetretenen Schäden nicht betriebsbereit ist, fällt die gesamte Schleusenanlage während der Reparaturmaßnahme aus. Das WSA Stuttgart sieht die Maßnahme im Zeitraum von

Mittwoch, den 13.07.11, 6:00 Uhr bis Freitag, den 22.07.11, 6:00 Uhr vor. Während dieser Zeit kann in den beiden Schleusen nicht geschleust werden.
Gleichzeitig ist vorgesehen an den Einkammerschleusen Esslingen und Deizisau Überprüfungen des Bauwerks vorzunehmen. Dafür müssen die Schleusenkammern trockengelegt werden. D. h. die Schleusen Esslingen und Deizisau werden während o. a. Zeitraum ebenfalls außer Betrieb genommen.
Ich bitte Sie um Verständnis für diese Vorgehensweise. Wir versuchen damit unplanmäßigen Störfällen, wie sie letztes Jahr auftraten, vorzubeugen. Eine Instandsetzung unter Betrieb ist nicht möglich, weil zur Trockenlegung des Torraumes immer ein Revisionsverschluss gesetzt werden muss. Die Mitarbeiter des WSA Stuttgart bemühen sich zusammen mit Fremdfirmen die Arbeiten so komprimiert durchzuführen, dass die Schleusensperre möglichst kurz ausfallen kann.
Leider kann ich allerdings auch für die kommenden Jahre eine mehrtägige Schleuseninstandsetzungszeit nicht ausschließen. Ich werde Sie jedoch immer so weit wie möglich im Voraus informieren.

Mit freundlichen Grüßen

In Vertretung

Barbara Grüter



Stellvertretende Amtsleiterin

und Sachbereichsleiterin 3

Telefon +49 (0)711 25552 330

Telefax +49 (0)711 25552 155

Mobil +49 (0)170 93 36 820

barbara.grueter@wsv.bund.de



Wasser- und

Schifffahrtsamt Stuttgart

Birkenwaldstraße 38

70191 Stuttgart

www.wsa-stuttgart.wsv.de

www.wsv.de


Sollte dann noch Geld über bleiben wäre es aus meiner Sicht wichtiger den Moselausbau mit den 2.ten Moselschleusen zumindest bis zur Saarmündung voranzutreiben. Damit dort das Transportvolumen nicht weiterhin stagniert.
Gruß Werner

Bomätscher 60
17.03.2011, 16:39
Hallo Werner!

Mit Deinem Schlußsatz triffst Du dem Nagel auf den Kopf.
Wem hilft es, die Schleusen am Neckar auf 135m zu verlängern und die Fahrrinne bis Stuttgart auf durchgängig mögliche 2,90m Tauchtiefe auszubaggern.
Am "Jordan" gibt es viele Stellen, die jetzt schon nicht geeignet sind, um sich mit 2 mal 105m Länge und 11m Breite zu begegnen. Mindestens ebensoviele sind es,
wo es nur bedingt ( also beispielsweise bei Normalwasserstand oder normaler Sicht) möglich ist. Da aber eine Entschärfung dieser Streckenabschnitte nicht geplant
ist, macht auch die Schleusenverlängerung und die damit verbundene Freigabe für 135m -Schiffe nur wenig Sinn.
Dieses erwartete Transportaufkommen ist, so meine ich, mit den derzeit zugelassenen Schiffsgrößen zu bewältigen. Sicher müßten dafür einige mehr fahren, aber der
Faktor Sicherheit wäre um ein vielfaches größer. Allerdings müssen in diesem Zusammenhang auch die Schleusen optimal betreut und unterhalten werden. Ansonsten
werden solche Ereignisse, wie weiter oben im Threat erwähnt, sich häufen und auf Dauer zu einem Rückgang der Transportmengen der Neckarschifffahrt führen.
Wenn also schon Ausbau am Neckar, dann entweder richtig und in allen notwendigen Bereichen oder eben besser gar nicht und dafür eine erstklassige Unter- sowie
Instandhaltung der Wasserstraße samt ihrer Bauwerke.
Sollte dann noch was im Staatssäckel sein, so sollte es, wie Du es schon sagtest, in wichtigere und notwendigere Ausbauprojekte fließen.

Gruß Achim

Schappes
17.03.2011, 17:54
Hallo zusammen,
hier weiterer Diskussionsstoff...ff...viel Vergnügen

http://www.schleuse-kleinmachnow.de/presse/20022011-morgenpost.php
die Haftung für den Link liegt beim Anbieter desselbigen
bitte auch auf die einzelnen Buttons achten wie...Darum geht es...usw.

FG der schappes

Kawumm 68
17.03.2011, 19:18
Hallo JEFNorden!

Deinen Beitrag ist sehr gut! Er zeigt zum Großen Teil unsere Probleme. Du bist ein Beweis das sich doch hier im Forum nicht wenige Schiffer informieren. Weiter so!

Wie viele vor mir habe ich versucht einige hier aus dem Schlaf zu holen. Vergebens! Es wird so kommen das unsere Art aussterben wird. Und das ganze auch noch sehenden Auges. Wir sind nicht in der Lage auf einen Nenner zu kommen um etwas zu erreichen. Daher bekommen wir nicht den notwendigen Umsatz um unsere Flotte auf einen vernüftigen Standart zu bringen.

Zum Ausbau des Neckar möchte ich sagen, dass das der Fluß nicht mehr hergibt. Ich bin sehr wohl für Ausbau und Weiterentwicklung, aber der Neckar ist meiner Meinung an seine Grenzen gestoßen. Ich denke so wie es jetzt läuft ist es harmonisch und im Einklang mit der Umwelt und Umfeld. Alles andere würde die Menschen am Wasser nur erschrecken und gegen uns Aufbringen. Das ist kontraproduktiv.

Zu Ramsauer ist nur zu sagen das er ein Bayer ist. Und die denken ausschließlich an sich und an ihrem Land. Der weis gar nicht was und wo das West-Deutsche-Kanalnetz ist.

Gruß Kawumm 68

Schappes
17.03.2011, 20:15
Hallo zusammen,
auch ich finde einiges in der Argumtation von JEFNorden volkommen richtig, einiges...denn dass 5000 Menschen Kreuzfahrtschiffe bauen...und das in einer äusserst strukturschwachen Gegend, finde ich persönlich in Ordnung. Denn wenn die Schiffe dort nicht gebaut werden, dann haben evtl. 3000 von den 5 Tsd. keine Arbeit und dann kannste jährlich viel mehr Steuergelder in der Ems versenken. Ich rede hier bewusst nicht von vielen anderen Beispielen von schlecht platzierten Steuergeldern. Dort finde ich sind diese gut anglegt.
Was die Berichte über den Neckarausbau betrifft...diese habe ich eingestellt um zu zeigen...dass es überall in unserer Republik so ausschaut...auch auf den westdeutschen Kanälen und in Mitteldeutschland genauso wie in Hessen und Bayern. Siehe Donau und Main.Mosel nicht zu vergessen.
Und dass die Binnenschiffahrt nicht reagiert und lustig weiterfährt wie bisher, sich an die Mauer drücken lässt...ja, da ist wohl vieles Hausgemacht.

Ignoranz gegenüber Innovation, Veränderungen war noch nie produktiv.

isch habe ferdisch...der schappes

Helmut
20.03.2011, 00:27
Nachdem W.Hermanns von den Grünen das Binnenschiff als dreckig eingestuft hat musste ich mal auf die Seite der Grünen und habe wieder mal nur Bahnpropagan da gefunden. Hab gleich einen Beitrag dort eingeschrieben.

http://www.gruene-bw.de/themen/verkehr/news/article/gruen-steht-fuer-einen-besseren-bahnverkehr-im-ganzen-land.html
Link unterliegt der Haftung des Anbieters

Schappes
12.04.2011, 23:02
Hallo zusammen,
ich hatte vor einiger Zeit eine Anfrage an o.g. Abgeordnete im Europäischen Parlament gestellt, nun kam eine Antwort.
Aber lest bitte selbst...


Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
10.02.2011
Von:
http://www.abgeordnetenwatch.de/images/namen/arial.ttf/9/432b8f1cd1e03b787a736193d04670ef.gifhttp://www.abgeordnetenwatch.de/images/namen/arial.ttf/9/cbfc7528b1d7246b81d7b70f63fa0376.gif

Sehr geehrter Frau Dr. Koch-Mehrin

es ist ein Papier bekannt geworden, das sich stark mit der Zukunft der deutschen Binnenwasserstrassen befasst. Sie können sich dieses Papier zur Information hier ansehen:

www.zeitschrift-binnenschifffahrt.de (http://www.zeitschrift-binnenschifffahrt.de/images/stories/hha-bericht2601.pdf)

meine Frage dazu wäre,
die Binnenschiffahrt ist meiner Meinung nach der Verkehrsträger der Zukunft für Massengüter. Die Wasserstrassen sind vorhanden, deren weiterer Ausbau, Instandhaltung kostet bedeutend weniger als der von Strasse und Schiene. Wobei der Transport auf diesen beiden Verkehrsträgern in der Zukunft noch ungeahnte Probleme bringen wird.
Was kann man tun um die Zukunft der Binnenschiffahrt mit all ihren Betrieben, Zulieferen, Häfen, werften und vor allem Familien zu sichern ?
Und wie könnte den vielen von der Havarie an der Loreley betroffenen Binnenschiffern geholfen werden, die durch lange Liegezeiten am Rande ihrer Existenz stehen ?
Hier bitte ich um ihre Meinung.
An wen kann man sich wenden um für diesen Bereich etwas zu bewirken.

Ich bedanke mich im Voraus und wünsche Ihnen für ihre Zukunft in der Politik alles Gute.

mit freundlichem Gruss aus dem sonnigen Allgäu
http://www.abgeordnetenwatch.de/images/namen/arial.ttf/9/432b8f1cd1e03b787a736193d04670ef.gifhttp://www.abgeordnetenwatch.de/images/namen/arial.ttf/9/cbfc7528b1d7246b81d7b70f63fa0376.gif


Antwort von Dr. Silvana Koch-Mehrin
bisher keinehttp://www.abgeordnetenwatch.de/images/recomm_star.gifEmpfehlungen
12.04.2011
http://www.abgeordnetenwatch.de/images/abgeordnete/thumb/22763/dr_silvana_koch_mehrin.jpg
Sehr geehrter Herr http://www.abgeordnetenwatch.de/images/namen/arial.ttf/9/cbfc7528b1d7246b81d7b70f63fa0376.gif,

vielen Dank für Ihre Frage, in der Sie auf die Zukunft der Binnenschifffahrt eingehen.

Ich habe meine Kollegin Gesine Meißner, die im Europäischen Parlament für die FDP im Transportausschuss tätig ist, um die Beantwortung Ihrer Frage gebeten.

Sie schreibt:

,,Die FDP im Europäischen Parlament sieht wie Sie die Binnenschifffahrt als Verkehrsträger der Zukunft für Massengüter. Die Binnenschifffahrt ist im Vergleich zur Strasse und Eisenbahn das umweltfreundlichste Transportmittel und bietet noch großes Potential, welches stärker genutzt werden muss.

Die FDP verfolgt auf europäischer sowie auf Bundesebene das Ziel, mehr Güter von der Strasse auf die Binnengewässer zu verlagern. Auf Bundesebene benötigen wir daher eine zukunftsorientierte Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV). Aus diesem Grund setzt sich die FDP für eine Reform der WSV ein, um Steuergelder effizienter einzusetzen, die hohe Qualität der Verwaltung zu erhalten und gleichzeitig den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Zukunftsperspektive aufzuzeigen.

Im Oktober letzten Jahres wurde das Verkehrsministerium von allen Fraktionen - mit Ausnahme der SPD - im Haushaltsausschuss aufgefordert, einen Bericht über die Umsetzung des Reformkonzeptes der WSV vorzulegen. Dieser auch von Ihnen erwähnte Bericht beantwortet die gestellten Fragen nicht ausreichend. Außerdem überraschte das Verkehrsministerium mit einem Konzept der Kategorisierung der Bundeswasserstrassen.

Die Kategorisierung der Wasserstrassen, mit den daraus gezogenen Schlüssen, hat wenig mit der gestellten Aufgabe an die Verwaltung zu tun. Die Reform soll überprüfen, ob Aufgaben der WSV in eigener Verantwortlichkeit (Durchführungsverwaltung) oder als Aufträge (Gewährleistungsverwaltung) wirtschaftlicher durchgeführt werden können. Ist es z.B. ökonomischer Schleusenanlagen hoheitlich oder privat zu betreiben und zu unterhalten. Dabei spielt jedoch keine Rolle, zu welcher Kategorie die Wasserstrasse gehört, an der die Schleuse liegt.

Hinsichtlich der seit über 10 Jahren andauernden Unterfinanzierung des Haushaltstitels Bundeswasserstrassen, kann eine Diskussion über eine Priorisierung der Wasserstrassen angebracht und sinnvoll sein. Insbesondere mit Hinblick auf die finanzielle Mittelverwendung ist dies wichtig. Allerdings sagt dies nichts darüber aus, ob bestimmte Wasserstrassen und Regionen aufgrund übergeordneter Ziele weiterentwickelt werden sollen.

Des Weiteren spricht auch nichts dagegen, zu prüfen, ob bestimmte kleine Wasserstrassen, auf denen tatsächlich so gut wie kein Verkehr mehr stattfindet, renaturiert werden können. Doch auch dieses hat nichts damit zu tun, Regionen von zukünftigen Entwicklungen abzuhängen. Erst im Herbst vergangenen Jahres hat die Bundesregierung ihr Ziel bekräftigt mehr Güter auf Wasserstrassen zu verlagern.
Eine Priorisierung kann daher nur das Ziel verfolgen, die begrenzten Mittel sinnvoll einzusetzen.

Aus diesem Grund hat die Koalition im Haushaltsausschuss beantragt, dass das Verkehrsministerium den von Ihnen erwähnten Bericht auf Grundlage einer umfassenden Aufgabenkritik der WSV bis Ende April nachbessern muss.

Auf europäischer Ebene spielt die Binnenschifffahrt ebenfalls eine wichtige Rolle im zukünftigen Massengütertransport. So sieht es die FDP, die amtierende ungarische Ratspräsidentschaft und die Europäische Kommission.

Die Verlagerung von Gütern auf die Schienen und die Binnenschifffahrt unterstützt die Europäische Kommission seit 2006 mit drei Programmen, Marco Polo, NAIADES und Platina. Mit Hilfe dieser Programme sollen Transportkosten gesenkt, die Attraktivität gesteigert, die Marktbedingungen und Infrastruktur verbessert und die Flotte modernisiert werden.

Die ungarische Ratspräsidentschaft, die noch bis Juni 2011 im Amt ist, setzt sich zusätzlich in ihrem Programm für einen Ausbau der Binnenschifffahrtsnetze ein. Aufgrund seiner geographischen Lage ist die Integration des Warentransports auf Wasserstrassen eines der bestimmenden Elemente für eine wettbewerbsfähige Verkehrspolitik für Ungarn.

Der FDP liegen vor allem der Ausbau der Wasserstrassen sowie die Verringerung des Schadstoffausstoßes der Schiffe und die Verbesserung der Verknüpfungen zwischen Schienen-, Strassen- und Schiffsverkehr am Herzen."

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Silvana Koch-Mehrin

freundlich grüst der schappes

Lava
13.04.2011, 07:47
na, da hat ja die sonnige Anfrage aus dem freundlichen Allgäu eine klare Antwort bekommen:

alles bestens und der Ball ist rund .................................................. ...........................

Schappes
13.04.2011, 08:08
@Lava
na, da hat sich der aus dem Allgäu zumindest mal bewegt und versucht, irgendwie eine Antwort auf seine Fragen zu erhalten. Für die Antwort selbst...ist nicht der Fragende verantwortlich. Es war vielleicht der Versuch von Seiten des Anfragenden,etwas Positives für die Binnenschiffahrt zu erfahren.

Wohin ausreichend bekannt ist, dass sich Lava doch sehr zäh bewegt um dann irgendwo kleben zu bleiben.

ich wünsche Lava einen guten Weg und einen sonnigen Tag.

es grüsst freundlich der schappes z.Zt. in Bamberg( der immer einen freundlichen Gruss unter seinen Beitrag setzt)

Ausstellungsschiff
13.04.2011, 10:11
Zu Beitrag #64 von Schappes:


Das klingt wieder wunderbar: Jede Partei möchte ja die Binnenschifffahrt, aber bitte nur zu ihren politischen Konditionen. . . .
Wir kennen die Aussage des bayerischen FDP-lers Maierhofer zum Donauausbau: Schifffahrt ja, aber nur mit flussbaulichen Maßnahmen vertiefen, das bedeutet: baggern, baggern, baggern! Das kostet den nachfolgenden Generationen noch Unsummen, die Donau wird zur Dauerbaustelle, die Flusssohle kommt nicht mehr zur Ruhe und eine zuverlässige Abladetiefe kann trotzdem nicht garantiert werden.
Die FDP hatte bis vor einigen Jahren ganz anders gesprochen, dann kam der plötzlicher Sinneswandel ( (nach dem Motto "was stört mich mein Geschwätz von gestern"), der selbst viele FDP-Kollegen vor den Kopf gestoßen hatte, z.B. Hans-Michael Goldmann, einst Mitglied der Parl. Gruppe Binnenschifffahrt.
Wie kann ich Schifffahrt wollen, sie aber ständig gängeln, umstrukturieren, Wasserstraßenbewertungen aufstellen, die der Schifffahrt schaden. Selbst z. B. "nur" 500.000 to Güter, transportiert auf einem Nebenfluss, sind 500.000 to, die nicht auf der Schiene oder der Straße transportiert werden. 500.000 to, umgeschlagen in einem kleinen Hafen, sind für diese Region von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Da haben Firmen investiert, man hat sich zu dem Verkehrsträger "Binnenschifffahrt" bekannt und, da stecken viele Arbeitsplätze dahinter. In wirtschaftlich schwachen Regionen wird um jeden Arbeitsplatz gekämpft, deshalb ist dort jede Tonne, die auf dem Wasserweg zum Hafen kommt, äußerst wichtig.
Die drei Programme, Marco Polo, NAIADES und Platina sind meiner Meinung nach nur Beschäftigungsprogramme. Man trifft sich hier, man sieht sich dort, es wird diskutiert, man kommt zu dem Ergebnis, dass es da noch viel zu klären gibt und man macht neue Termine, nach dem Motto "Wenn ich nicht mehr weiter weiß, bild ich einen Arbeitskreis!"

Zum Thema "Ramsauer - er ist ein Bayer und die denken ausschließlich nur an sich", schön wär's, dann bekämen wir endlich den seit xxx Jahren geplanten Donauausbau. Wenn wir den dann hätten, könnten wir ja Herrn Ramsauer in die schönen Donauauen zurückschicken und hoffen, dass der nächste Verkehrsminister vielleicht ein Sachse wird, damit's auch mit der Elbe voran geht und danach wäre mal ein friesischer Verkehrsminister an der Reihe, denn an der Ems, dem DEK usw. gäbe es auch noch viel zu tun. Und so hätten wir nach und nach alle Wasserstraßen quer durch die Republik, schifffahrtsgerecht ausgebaut . . . ;o) Schön wär's!
Aber sind wir nicht alle Deutsche und fährt der deutsche Binnenschiffer nur auf seinem Fluss oder Kanal?
Wir freuen uns über jede Maßnahme, egal auf welcher Wasserstraße, die der Schifffahrt Verbesserungen bringt.
Einen schönen Tag, auch wenn er (zumindest auf der Elbe) stürmisch und verregnet ist ;o(:regen:

Heidi 1920
13.04.2011, 10:46
Hallo,
an der Mosel werden Millionen ausgegeben für die Leitzentralen in Fankel und Trier obwohl jeder weiß, das sie keine Vorteile bringen: mehr Personal, längere Wartezeiten für die Schifffahrt, aber es ist politisch so gewollt, also werden sie gebaut.
Axel

Hartmut
13.04.2011, 10:57
Um allen Binnenschiffs Gegnern ein für alle mal den Wind aus den Segeln zu nehmen muss dringlichst als erstes daraf hingewiesen werden das die Diesel Motoren auf Binnenschiffen nicht mit MDO (Marine Diesel Öl all so mit Schwerem Heizöl) sondern mit Leichten Heizöl also mit Dieselöl betrieben werden wie es beim LKW und bei der Bahn auf nicht Elektrifizieren Strecken auch der Fall ist !

Zweitens Das ein Binnenschiff Pro Tonne Ladung nur ca. Ein PS. braucht um diese vorwärts zu bewegen !

LKWs haben heute bis zu 500 PS. und bewegen damit ca. 40 Tonen.

Eisenbahn Lokomotiven haben ca. 5000 PS. und bewegen damit so um 2000 Tonen Ladung und auch für Elektrolokomotiven muss in Kraftwerken Strom erzeugt werden und womit wird dort der Strom erzeugt ? Meistens aus Braunkohle wie überall in Deutschland das verbraucht aber jede menge an Landschaft siehe Braukohlereviere in Ost und West Deutschland und besonders Umweltfreundlich ist diese Art dieser Stromzeugung nun auch wirklich nicht. Über Atomstrom zur Herstellung von Bahnstrom braucht man ja wohl gar nicht erst Diskutieren.




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Lava
13.04.2011, 11:28
schon mal vorweg: ich habe keinen Grund Politiker in Schutz zu nehmen, aber:

der Erhalt, Ausbau oder auch Aufgabe von Verkehrswegen wird auf Grund der Rentabilität durchgeführt; d.h., wo sich das Aufkommen erhöht wird investiert, wo "nichts los" ist wird aufgegeben.
das gilt im gleichen Maße für Straßen, Schienen und Wasserstraßen.

Grundlage für solche Überlegungen ist die Menge und Art der auf diesen Strecken zu transportierenden Güter; dies ist ja auch im Großen und Ganzen betrachtet richtig so, schließlich wird alles von Steuergeldern bezahlt.

die Entscheidungen werden von Politikern nicht "einfach so", sondern nach entsprechenden Analysen der Marktlage getroffen; Wirtschaftsfunktionäre und lokale Politiker sind sozusagen die Zuarbeiten und Antragsteller.

........ und daß ein Politiker mit seinem Ministerium/Amt/Behörde und ein Wirtschaftskäpitän einen besseren Überblick über die Gesamtlage hat als ein Binnenschiffsführer aus seinen Steuerhaus will wohl niemand ernsthaft in Frage stellen; nur das zählt in der Politik, keine Einzelschicksale.

natürlich gibt es dann hier und da gewisse Härten (wie überall), aber so ist nun mal das Leben ....................................


einen schönen Tag und gute Fahrt!

Schappes
13.04.2011, 11:38
@Hartmut
genau das versuche ich seit graumer Zeit zu bewirken. Diese Argumente müssen nach draussen getragen werden, zu den Menschen, in die Öffentlichkeit. Es nutzt der Binnenschiffahrt recht wenig, wenn diese Argumentation immer nur in Fachzeitschriften der Verbände(und nur sehr verhalten) angesprochen werden. Unsere Politiker interessieren sich nicht für das was in den Verbänden gesagt, geplant und nicht getan wird.
Dass in diesem offenen Forum viele Menschen mitlesen ist zumindest ein Lichtzeichen, allerdings gehe ich davon aus, dass hier in der Hauptsache sowieso nur Schiffahrtsinteressierte und Gegner dessen sich informieren und mitdiskutieren.
Auch ein paar Dummbabbler und Provokateure natürlich, aber das gehört dazu.

Dann stellt doch mal alle Argumente für die Binnenschiffahrt zusammen...Ökonomie, Ökologie, einfach Alles was dazugehört und fordert die Verbände auf, dies nach aussen zu tragen. Hier sind insbesondere die Medien gefordert mitzuarbeiten im Sinne der Schiffahrt. Die Menschen aufrütteln...sensibilisieren für die Schiffahrt auf Flüssen und Kanälen.
Ihnen die Wahrheit aufzeigen über Umweltverträglichkeit und auch die Forderungen rüberbringen, mehr Frachten auf die Wasserstrassen zu verlagern. Die Infrastruktur dieser Verkehrswege zu erhalten und weiter auszubauen, auch im Sinne der Umwelt. Denn es ist besser Güter da wo es sinnvoll ist über Wasserwege zu transportieren, als noch mehr Autobahnen zu bauen, oder die Strecken der nicht umweltfreundlichen Bahn zu erweitern. Dem drohenden Verkehrskollaps kann man mit Bahn und LKW nicht ausweichen.

Und dass es inzwischen diese sog. unrentablen Wasserwege gibt liegt wohl an den unwissenden Schiffsführern die in ihrem Steuerhaus stehen und nichts von der Realität mitbekommen ???
Es ist infam, niederträchtig und absolut untragbar in einer Diskussion den Menschen an Bord so etwas zu unterstellen. Denn genau diese Menschen, die Schiffsführer sind in der Realität unterwegs und haben täglich und oft über Jahre und Generationen hinweg ein unglaubliches Wissen erreicht und dies...LAVA darf man ihnen nicht absprechen.

Woher...bitteschön beziehen diese früheren Lehrer, Sozialpädagogen, Rechtsanwälte etc. die in der Politik tätig sind ihr unglaubliches Wissen ???

Aber die Politiker, die von irgendwelchen, in ihrer direkten Umgebung massiv vorhandenen Lobbyisten und ihren Staatssekretären, ihrem Mitarbeiterstab alles mögliche zugeflüstert bekommen, diese Politiker wissen was draussen vorgeht ??? ausserhalb der Mauern ihrer Ministerien ??? Siehe Herrn Brüderle der in Mainz sprach und draussen auf dem Rhein lagen hunderte von Schiffen fest, die Er bei einer Mittelstandstagung vor Ort mit keinem Wort erwähnte.
Und nun werden wiederum auf Bundes-u. Landesebene Minister ausgetauscht oder ernannt, die von der Materie die Sie verwalten sollen, gar keine Ahnung haben.
Mir graut es vor den Zeiten in denen ein Abgeordneter wie der Herr Winne Hermann, der die Binenschiffahrt als dreckig bezeichnet, irgendwo, irgendwas zu sagen oder gar zu bestimmen hat.


Ich werde Frau Gesine Meissner, der Dame von der FDP im Transportausschuss der EU zumindest mal einen Link zu unserem Forum senden, damit Sie sich mal ein Bild der Wirklichkeit über die Binnenschiffahrt in Deutschland machen kann.

in diesem Sinne grüsst freundlich der schappes

Hartmut
13.04.2011, 13:23
Zu dem Argument von Lava, hatte nicht mal jemand (ich glaube es war ein Grüner) im Zusammenhang mit Autobahnen gesagt wenn wenn der Verkehrsweg er einmal da ist kommt auch der bedarf automatisch des gleiche gilt dann ja wohl auch für Wasserstraßen ?


So nun mal zu dem Argument nachwachsende Rohstoffe und nachhaltige Energie.
Die Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen in der Form von Biodiesel dürfte bei neueren Schiffsdieselmotoren wohl eher kein Problem sein soweit mir bekannt ist braucht man den Biodiesel in den Tanks nur vor zu heizen aber dazu kann Dieter ja mal was sagen die hatten wohl mal ein Schubboot das mit Biodiesel gefahren ist (An dieser stelle freundliche grüße von mir an Dieter).
Ob es aber ethisch richtig ist Lebensmittel in diesem Fall Speiseöl einfach durch einen
Schiffsdieselmotor zu jagen kann ich hier nicht beantworten.

Nun zur Bahn und zur nachhaltigen Energie dort.
Für die Bahn würde ja wohl Windenergie oder Fotovoltaik in frage kommen das würde aber bedeuten das die Bahn nur bei Wind oder bei Sonnenschein fährt und sonst nicht aber das ist ja heute auch schon so bei schlechten Wetter fährt die Bahn ja sowie so nicht.
Jetzt kommt wieder das Argument man kann Windenergie oder Fotovoltaik speichern aber wo?
In Norwegen zum Beispiel aber wie kommt der Strom dort hin ? Überlandleitungen natürlich aha aber wer will die haben, die Leute in Norwegen jeden falls nicht auch wollen die Leute dort keine weiteren Speicherseen also was dann ?
Also weiter Braunkohlestrom oder doch Atomstrom aus Frankreich(Lieber Sankt Florian stecke andere Häuser an und verschone meines).

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Ausstellungsschiff
13.04.2011, 13:34
Du hast da super Argumente vorgebracht!
Wir, die praktizierenden Binnenschiffer wissen, was wirklich in der Schifffahrt läuft. Wir sind nicht nur 8 Stunden am Tag Binnenschiffer, sondern ganze 24 Stunden und das eben schon zum Teil 30, 40 Jahre, oder noch länger. Wir haben Wissen unserer Vorfahren übernommen, haben das an die heutigen Verhältnisse angepasst, ständig erweitert und, weil Binnenschiffer einen langen Tag haben, uns viel Fachwissen angeeignet. Nur ist dieses Wissen leider oft nicht gefragt, weil es politisch nicht ins Bild passt.
Bei uns sind schon des öfteren mal Politiker mitgefahren, die dann baff erstaunt waren, dass das von ihnen Beschlossene gar nicht (so) gut für die Binnenschiffahrt war. Sie durften sich dazu aber nicht öffentlich äußern; ansonsten hätte es Probleme in den eigenen Reihen gegeben.
Es ist doch so: Ich wähle den Politiker meines Vertrauens, der dann meine Interessen vertreten soll. Wenn er das nicht tut, werde ich ihn nicht mehr wählen. Das weiß der Politiker, deshalb versucht er, wenn er meine Interessen nicht vertreten kann, die Schuld auf die anderen zu schieben, denn er will ja, dass ich ihn wiederwähle. "Ich hätte ja gern, aber die anderen . ."
Natürlich weiß ich, dass in einer Demokratie die Mehrheit entscheidet.
Keine politische Partei ist nach außen hin gegen die Binnenschifffahrt, jeder will ja umweltfreundliche Themen in seinem Programm haben. Aber jeder glaubt zu wissen, was die Binnenschifffahrt braucht, was ihr an Ausbaumaßnahmen gut tut, und so weiter . . Schon oft wurde eine Maßnahme durchgezogen, die die Binnenschifffahrt gar nicht gebraucht hätte, nur weil sie im Wahlkreis des Abgeodneten lag. Der Politiker entscheidet also, was uns gut tut oder nicht!
Die Medien schlagen sich immer auf die Seite deren, die aufreiserische Themen liefern. In der heutigen Zeit sind die meisten Redakteure, Journalisten, usw., selbständig, müssen von ihren geschriebenen Artikeln leben. Aufreiserische Themen verkaufen sich einfach besser!

Helmut
13.04.2011, 20:13
Nachdem W.Hermanns von den Grünen das Binnenschiff als dreckig eingestuft hat musste ich mal auf die Seite der Grünen und habe wieder mal nur Bahnpropagan da gefunden. Hab gleich einen Beitrag dort eingeschrieben.

http://www.gruene-bw.de/themen/verkehr/news/article/gruen-steht-fuer-einen-besseren-bahnverkehr-im-ganzen-land.html
Link unterliegt der Haftung des Anbieters

es haben sich ja noch weitere Leser auf der Seite der Grünen geäussert. Jetzt haben die auch noch in BW das Sagen. Vielleicht sollte man denen mehr auf den Füssen stehen- sie sind doch die Umweltpartei.
Also Güter auf das Wasser, dann ist auf der Schiene Platz für LKW-Züge und der Personenverkehr kann auch in besseren Takten fahren.

Hartmut
14.04.2011, 10:33
Vielleicht sollte man auch noch darauf hinweisen das, dass befahren der meisten Wasserstraßen richtig Geld kostet.

Ausgenommen davon sind nur die Internationalen Wasserstraßen wie die Donau der Rhein und die Elbe auf denen aus International vertraglichen gründen grundsätzlich kein Schifffahrtsabgaben erhoben werden dürfen.

Hier habe ich mal einen Link zur Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes und den zur zeit gültigen Tarifen auf den Bundeswasserstraßen eingestellt der Link unterliegt der Haftung des Anbieters:

http://www.wsv.de/Schifffahrt/abgaben/tarife.html

Daran kann man glaube ich ganz gut erkennen das sich die meisten Wasserstraßen wohl selbst erhalten.

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Joana
01.05.2011, 10:27
Hallo zusammen,
Habe gerade in der Zeitschrift SKIPPER 05 gelesen:
" Das Ministerium hat unterdessen gebeten, Besuchswünsche von Bundestagsabgeordnten
bei den WSDen abzulehnen. Betroffen sind Mandatsträger aller Parteien, was zu erheb -
lichen Unmut führte. Es scheint, als wolle man die Reform der WSV und des Netzes
möglichst ungestört durchführen."
Ohne Worte
Joana

Ausstellungsschiff
01.05.2011, 11:06
Hallo Joana,
das wurde inzwischen wieder zurückgenommen. Der BDB hat damals direkt auf diese Mitteilung protestiert und daraufhin wurde gehandelt. Das ist wirklich so, wahrscheinlich war die Zeitschrift noch nicht auf dem neuesten Stand. Uns haben Mitarbeiter der WSV das bestätigt; die waren ja selbst entsetzt!
Aber von Seiten der Regierung wird alles versucht; man kann's ja mal probieren; mal schauen, was es, oder ob es, überhaupt eine Wirkung hat.

Nur zur Info, einen schönen Sonntag
Karin

Ausstellungsschiff
20.05.2011, 17:51
In der BILD von heute, Stuttgarter Ausgabe, ist ein Artikel über den neuen Verkehrsminister von BW, der gerade vereidigt worden ist. Man kann lesen, was Herr Winfried Hermann alles nicht mag:
Er hat eine gewisse Abneigung gegen Autos, die groß und bedrohlich sind (Dann müsste ja sein Dienstwagen für ihn auch bedrohlich sein. Aber vielleicht lässt er sich in einem Smart nach Berlin chauffieren?)
Er mag keine Flugzeuge und die Kurzstreckenflüge dürfen nicht billiger sein als Bahnfahrten.
Er mag keine Schiffe, bezeichnet sie als "dreckig"
Und solch ein Mensch ist Verkehrsminister geworden! Wie will er nach Berlin kommen? Stuttgart 21 hasst er übrigens auch!
Verstehe einer die Politik!

Bomätscher 60
20.05.2011, 21:34
Hallo (?),

der Mann ist für alles! :pfeif: Hauptsache für Opposition zum Wählervolk und dessen meist mehrheitliche Meinung. Von diesen Typen, gleich welcher Parteicoleur, gibt es auch in Berlin reichlich!!!:kopfkratz1::kopfkratz1::fg:

Gruß Achim
( der nicht versteht, wer solche Leute wählt):grummel:

Helmut
20.05.2011, 21:35
Das ist doch schlimm , so was. Weshalb haben solche Menschen überhaupt das Recht Verkehrsminister zu werden- wie wäre es mit Landwirtschaftsminister - ein Rindvieh mehr.....
Aber wir lassen uns ja auch alles gefallen in Deutschland. Mit uns kann die Politik machen was sie will. Da wird man angelogen, weiß es auch noch und trotzdem geht keiner auf die Strasse.
Wenn ein Verkehrsminister von den Grünen das umweltfreundlichste Transportmittel als dreckig einstuft muß er weg vom Amt-SCHNELLSTENS!!! Bevor er Schaden anrichten kann.
An solchen Fällen sieht man wie krank und hoffnungslos und verlogen die Politik in Deutschland geworden ist, und zwar AUSNAHMSLOS!

MEINE MEINUNG

Streifenhörnchen
20.05.2011, 22:17
Helmut
ich bin 100%ig deiner Meinung ...jedoch gibt`s leider Gottes genügend die solchen Leuten nachlaufen.
Das Transportmittel Binnenschifffahrt als dreckig bezeichnen und zuhause nen alten Daimler /8 in der Garage.
LG Ferd

Schappes
21.05.2011, 05:52
Hallo und guten Morgen,
da sollte die Politik doch insgesamt mal aufhorchen, denn so kann das nicht mehr weiter gehen. Sogar bei uns Deutschen gibt es immer mehr "WUTBÜRGER" und beim Thema Binnenschiffahrt ist soeben noch Einer dazu gekommen.

ich wünsch euch ein schönes Wochenende

der schappes

Schappes
22.05.2011, 11:22
Hallo zusammen,
in der aktuellen Wochenendausgabe der "Süddeutschen Zeitung" findet man einen Artikel über den " Verkehrt-Minister " Hermann. Absolut lesenswert...Fehltritt und Stuttgart-21-Verhinderungsminister
Ungestüme Kehrtwenden (http://www.sueddeutsche.de/b5B38K/4099490/Ungestueme-Kehrtwenden.html)Stuttgarts neuer Verkehrsminister, der Grüne Winfried Hermann, fällt auf - durch Übermut und unglückliche Auftritte.

es grüsst euch freundlich der schappes

Die Haftung der gelinkten Seite liegt beim Anbieter

Ausstellungsschiff
22.05.2011, 14:31
Wir liegen ja zurzeit noch in Stuttgart und kriegen viel wegen Stuttgart 21 mit.
Gestern sollte eine Großdemonstration mit 20.000 Teilnehmern sein. 2.500 wären es, lt. Zeitung, gewesen. Petrus hat sich kurzfrisitig mal eingemischt und ein heftiges Unwetter von oben geschickt. Danach war Ruhe. . . .
Laut Sonntagszeitung soll es morgen eine Sitzblockade in Stuttgart geben. Einige Besucher im Schiff meinten, sollte das Ergebnis der Volksabstimmung für Stuttgart 21 sein, wolle man weiter dagegen angehen und müsse mit bürgerkriegsähnlichen Zuständen in Stuttgart rechnen.
Zum Glück fahren wir morgen weiter!

Einen schönen Sonntag
Karin

Schappes
22.05.2011, 15:35
Hallo Karin,
dann hoffe ich dass der Start eurer Tour ein guter Erfolg war. Ich wünsch euch eine gute Reise nach Heilbronn.

@Heidi
vielen Dank für den dazugehörigen Link, hatte ich einfach vergessen...wohl das Alter

einen schönen Sonntag noch euch allen

freundlichst grüsst der schappes

Ausstellungsschiff
23.05.2011, 11:40
Danke Schappes,
wir hatten einen guten Start; alleine zur Schiffstaufe über 60 Medienvertreter!
Inzwischen sind wir auf dem Weg nach Heilbronn und alles geht wieder seinen gewohnten Gang. . .

Allen eine schöne Woche

Karin

Joana
25.06.2011, 12:02
Hallo zusammen,
in der Zeitschrift " Boote " 7 / 11 ist ein riesiger Artikel über die Ramsauer - Reform.
Der DMYV ruft zum Protest auf. Sie haben die Initiative " stoppt-die-reform" ins
Leben gerufen und rufen alle Mitglieder und Wasserstrassenbenutzer zum
mitmachen auf. ( Unter anderem mit Fax / Brief an die Regierung )
Die Eingabe ist allerdings vom Text her nur auf den Wassersport bezogen.
Laut Artikel wollen sie auch eine grosse Bootsdemo gemeinsam
mit den Berufschiffern starten. Genaueres darüber steht leider nicht drin.
Hoffentlich kommt da mal zusammen!!!!!!
Grüsse Joana

Schappes
25.06.2011, 12:18
Hallo Joana,
auch ich habe das Heft vor mir liegen und ich wünschte, dass noch viel mehr Freunde der Binnenschiffahrt, des Wassersports diesen Artikel lsen und sich gemeinsam mit dem DMYV für die Erhaltung des bis jetzt geltenden Status der Wasserstrassen einsetzen. Da gilt vor alle mal ein Kurzschliessen der Schiffahrtsverbände im gesamten Deutschland, im gesamten Europa.

es grüsst aus Kitzingen freundlich der schappes

Eilers
25.06.2011, 12:36
Moin zusammen,
Der DMYV ruft alle Mitgliedsvereine und Wassersportler auf, engagieren Sie sich gegen die Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung und die geplante Netzkategorisierung. Hier ein Link dazu!!!!
Ich hoffe auf rege beteiligung

http://www.dmyv.de/

grotefendt
03.10.2011, 20:06
Hallo User

Bezugnehmend zum überwiegenden Zustand der deutschen Binnenschiffe.

Früher railt ich mit altem Schiff
den Rhein hinauf ,und auch wieder runter.
Meinte ich hätte alles im Griff,
und mein "Daniel" GMS ging niemals unter.

Aus Stahl gefertig, zusammen genietet,
mit 800 Pferdestärken reichlich bestückt
lasst seh`n ,was der Befrachter so bietet,
und ob der Hattrick wirklich gelückt.

Wir haben das Wasser dünn gefahren.
viel Diesel durch den Kamin gejagt.
Wurden dabei, viel alt an Jahren.
Haben jetzt endlich "Ahmen " gesagt.

Die Moral kennt jeder, Schiffahrt ist Not
besser arm aber glücklich ,
als im SINKENDEN BOOT .

In dem Sinne Gotefendt