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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kritik an zögerlichem Notruf vor Rettung von Hund und Herrchen aus Rhein-Herne-Kana



binnenvaart
22.02.2011, 19:44
Oberhausen. Hermann Josef Peters war es, der die Hilferufe des Mannes gehört hatte, der in Lirich in den Rhein-Herne-Kanal gesprungen war, um seinen Hund zu retten.

Kritik an zögerlichem Notruf vor Rettung von Hund und Herrchen aus Rhein-Herne-Kanal (http://www.derwesten.de/staedte/oberhausen/Kritik-an-zoegerlichem-Notruf-vor-Rettung-von-Hund-und-Herrchen-aus-Rhein-Herne-Kanal-id4316170.html)

Tido
22.02.2011, 20:49
Uf...
sollte sich rausstellen,das da ein Schleusenmeister soo reagiert wird`s wohl rappeln im Karton...:susp:

Aber mal ne andere Frage..wie kann man so selten dämlich sein,in geschätztes 4° C kaltes Wasser zu springen?!:kopfkratz1:Tierliebe hin oder her,aber selbst wenn man noch so sportlich ist,macht einen spätestens die Schnappatmung nach einigen minuten platt!!!:confused1:

Gruß Tido

Hans-Wurst
22.02.2011, 22:48
Moin

Also ich hab über Funk mitbekommen das der Schleusenmeister die ausfahrende Schifffahrt gewarnt hat und gebeten hat langsam vorbei zufahren! Also denk mal nicht das er sich total falsch verhalten hat!?

Wer weiß wie der altere Mann den Schleusenmeister die Situation erklärt hat
Spundwand etc sollen nicht so'n Hermann machen

Flusspirat77
22.02.2011, 22:56
@Tido
Liebe macht blind und doof..Egal, ob du ne Frau oder nen Hund liebst.. :wink1:

Gruß

Dominic
23.02.2011, 01:12
Hallo,

@Tido
Liebe macht blind und doof..Egal, ob du ne Frau oder nen Hund liebst.. :wink1:

Gruß
die meisten Frauen beißen aber nicht den Helfenden während ihrer Rettung.:lool:

Im Ernst, vielleicht wurde hier die Situation, sollte sie sich wirklich so dramatisch zugetragen haben, was ja auch bei der heutigen Form der Berichterstattung durchaus zu hinterfragen wäre, einfach falsch eingeschätzt.
Nach dem, was der Herr gegenüber der Zeitung berichtet, war ja hier vordringlich eine Person im Wasser in aktuter Notlage. Ich glaube nicht, dass sollte dies so gegenüber dem Schleusenmeister so kommuniziert worden sein, dieser erstmal eine Kostenübernahmeerklärung ausfüllen läßt, bevor er Hilfe ruft.

Bis dann

Dominic

Ernst
23.02.2011, 01:21
@ ich hab da mal ne Frage

seit wann können Hunde nicht schwimmen ?

Gruß Ernst, der einige Hunde hatte die aber alle schwimmen konnten

Dominic
23.02.2011, 01:25
seit wann können Hunde nicht schwimmen ?


Aus dem selben Grund warum Katzen, die Bäume besteigen, nicht selbst wieder runter steigen können. Deshalb findet man in Baumkronen auch so viele Katzenskelette.

Ernst
23.02.2011, 01:28
.. und die Moral von der Geschicht

man sollte alle Bäume fällen um die Lebenserwartung der Katzen zu erhöhen

Gruß Ernst

Oberweser
23.02.2011, 01:43
Moin Ernst,

wie soll denn ein Hund an so einer blöden Spundwand wieder raus kommen?

Wenn ich am Kanal bin, hab ich auch immer Angst, daß mein Hund da versehentlich reinspringt...:shock:

Spundwände sind ja äußerst praktisch zum Anlegen, aber sonst...:grummel:

Gruß
Thomas

Ernst
23.02.2011, 02:00
Hallo Thomas, in gewissen Abständen gibt es Leitern. Bis dort hin schafft es der Hund bestimmt und sein Herrchen kann ihn (die Hose wird dabei nass) raus heben.
In solch einer Situation muss man halt die Ruhe bewaren ! ( ich weis das ist nicht jedem gegeben)

Gruß Ernst, der seinen Hund niemals versaufen lassen würde

Oberweser
23.02.2011, 03:04
Hallo Ernst,

wahrscheinlich hast du Recht mit der Besonnenheit und dem "Ruhe bewahren". Ich weiß allerdings auch nicht, was ich als Hundehalter in dieser Situation gemacht hätte (wie gesagt, ich fürchte mich echt vor solch einem Szenario...:shock:). Ob ich auch hinterhergesprungen wäre?:kopfkratz1: Ich weiß es wirklich nicht...:zweifel:. Ich glaube aber eher nicht (ist aber auch ein schmaler Grat zwischen Vernunft und Feigheit...:kopfkratz1:)

Jedenfalls scheint das mit den "Rettungs"-Leitern ja auch nicht ganz so einfach zu funktionieren:


...Der 62-Jährige war nämlich derjenige, der bei seinem Spaziergang auf die Hilferufe des Mannes aufmerksam wurde, der sich ...an der Spundwand-Leiter festklammerte. Und, selbst schon ziemlich entkräftet, mit der anderen Hand den Hund über Wasser hielt. Hermann Josef Peters versuchte zuerst selbst, Mann und Hund aus dem Wasser zu helfen. Was aber nicht gelang...

Der Mann war natürlich schon nach wenigen Minuten im kalten Wasser mit den Kräften am Ende, aber dennoch gelang selbst mit der Hilfe eines Dritten keine Rettung...


Und falls die Vorwürfe gegen den Schleusenmeister wirklich zutreffen sollten (man weiß ja nicht, ob das in der Presse immer so richtig dargestellt wird...), wäre das nun wirklich ein ziemlich starkes Stück! Ich kann nur hoffen, daß es keiner von uns hier ist...

Gruß
Thomas

Tido
23.02.2011, 17:16
....Spundwände sind ja äußerst praktisch zum Anlegen, aber sonst...


Wie aber sonst..?!?!?Genau dazu sind sie da!-Und für nix anderes!!:mad1:
Oder wird auch so ein trara gemacht,wenn jemand mit seinem Hund an der Autobahn spazieren geht und der dann überfahren wird???
Das sind meines Wissens Schiffahrtswege,und keine Flaniermeilen!Und sonst muß ich eben mit meinem Hund woanders laufen....:zweifel:

Gruß Tido

schwarz-gs
23.02.2011, 18:54
Ein Hallo aus Hannover,

wir wollen den Meister der Schleuse mal nicht vorverurteilen. Keiner war dabei, niemand weiß, was ihm über die Gegensprechanlage gesagt wurde.

In diesem Zusammenhang immer daran denken, wer Hilfe braucht, sofort 110 rufen. Man bekommt immer die nächste zuständige Land-Polizei. Die zuständige WSP wird später, wenn dann noch nötig, von der Landpolizei verständigt.
Werden Retter benötigt, Feuerwehr, Arzt, Sanitäter, Krankenwagem usw., immer 112 rufen. Auch diese verständigen, wenn nötig, die Polizei.

Übrigends sind beide Telefonnummern von allen Telefonen und aus allen Netzen kostenfrei.
Wer umständlich die Nummer der zuständigen WSP raussucht, verliert Zeit und muß den Anruf auch noch bezahlen.

Viele Grüße

Reinhardt

Dominic
23.02.2011, 19:07
Hallo,
dann erkläre mal einer Leitstelle der Kreispolizei außerhalb des Rheins, wo du dich am Kanal befindest und wie man da hinkommt,
VIEL GLÜCK !!!
Gleiches gilt leider meiner Erfahrung nach auch teilweise für Rettungsleitstellen der Feuerwehr, wobei dieses zumindest bei uns im Kreis durch verbesserte Datenbanken schon einfacher geworden ist.

Ist ist also schon richtig, wenn man sich aufgrund von Ortsnähe an die Schleuse wendet. Die sollten sich an ihrer Wasserstraße auskennen. Der Großteil der Notfälle im Schiffsverkehr wird ja auch über NIF bei den Schleusen und Revierzentralen gemeldet.

Bis dann

Dominic

Joana
23.02.2011, 19:29
Hallo,
seitdem Polizeidienststellen und Rettungsleitstellen in Stützpunkte zusammengezogen werden und die kleinen Dienststellen aufgelöst wurden, gibt es etwas Probleme mit den Ortskenntnissen der Einsatzkräfte. Da ich auch viel im Rettungsdienst gearbeitet habe, habe ich da so diverse Erfahrungen gemacht, die leider oft mehr Zeit kosteten als nötig.
Gruss Joana

Dominic
23.02.2011, 22:53
Hallo,
da fängt es ja schon an, dass jedes Bundesland sein eigenes System fährt. In einigen Bundesländern gibt es reine Leitstellen für die Polizei (Notruf 110) und Feuer- und Rettungsleitstellen (Notruf 112 und 19222). In anderen Bundesländern macht die Polizeidienststelle die Feuerwehr mit, dafür gibt es aber noch eine eigene Leitstelle für den Rettungsdienst. Jetzt soll es auch Leitstellen geben, wo sowohl Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei zusammengefasst sind.
Früher gab es in NRW in jeder mittelgroßen Stadt eine Leitstelle für die Feuerwehr und den Rettungsdienst, wo kleinere angrenzende Kommunen mit angeschlossen waren. Hier saßen meistens Ehemalige aus dem Alarmdienst der örtlichen Feuerwehr, die daher jede Milchkanne in seinem Einzugsgebiet kannten. Heute sind die Leitstellen meist für einen kompletten Landkreis zusammengefaßt. Da geht natürlich die Ortskenntnis verloren. Ohne Straßenname, den der Einsatzleitrechner erkennt sind die schonmal aufgeschmissen.
Dann kommt noch dazu, dass Wasserstraßen nunmal zwei (Ufer-)Seiten haben. Wird hier die falsche Anfahrt genannt, kann dies natürlich (über-)lebenswichtige Zeit kosten.

Das die Notrufnummern kostenfrei und aus allen Netzen zu erreichen sind ist richtig, dass man immer bei der "richtigen" Leitstelle landet falsch. Ich wohne z.B. in einer Gemeinde, an der gleich drei andere große Landkreise angrenzen. Hier kann und ist es auch schon vorgekommen, dass bei Anruf über Mobiltelefon man je nach vermittelnden Sendemast bei der Leitstelle des Nachbarkreises aufläuft.

Bis dann

Dominic

Oberweser
24.02.2011, 01:29
Zitat von Oberweser:
....Spundwände sind ja äußerst praktisch zum Anlegen, aber sonst...
Wie aber sonst..?!?!?Genau dazu sind sie da!-Und für nix anderes!!:mad1:
...
Das sind meines Wissens Schiffahrtswege,und keine Flaniermeilen!

Moin Tido,

du hast natürlich völlig recht, daß die Kanäle in erster Linie für die Binnenschiffahrt da sind (und das ist ja auch gut und richtig so...:super:). Und vielerorts sind eben auch Spundwände an den Ufern notwendig.

Solche Spundwände haben aber nun einmal den Nachteil, daß sie nicht nur für Hunde, sondern auch für allerlei sonstiges Getier zur tödlichen Falle werden können, besonders wenn sie beidseitig vorhanden sind (ich verweise da z.B. mal auf diesen (http://www.binnenschifferforum.de/showthread.php?8786-Dachsrettung-im-DEK) Bericht von Jürgen F., dem heldenhaften Retter :super:). Diesen Aspekt sollte man auch nicht völlig ausblenden.

Und außerdem gibt es ja auch auf sehr vielen Schiffen Bordhunde. Wenn da mal einer an der falschen Stelle versehentlich von Bord springt, hat er (und der Schipper!) das selbe Problem...

Na ja, die meisten Kanalabschnitte sind ja glücklicherweise ohne Spundwände ausgeführt...

Gruß
Thomas - Binnenschiffahrtsfan und Tierfreund

Flusspirat77
24.02.2011, 02:44
Na ja, die meisten Kanalabschnitte sind ja glücklicherweise ohne Spundwände ausgeführt...


Moin Thomas,
da wo auf beiden Seiten Spundwände sind, läufts aber bedeutend besser.

Allerdings gibts auch die sog. Unterwasserspundwände.
Bis zur Wasserlinie normale Böschung und unter Wasser dann die Spundwand.

Mit diesem System ist ja eigendlich beiden Seiten geholfen.
Auf der einen Seite den Tieren, die besser aus dem Wasser kommen (natürlich ach Menschen, die in'n Teich fallen und nich schwimmen können) und auf der anderen Seite der Schiffahrt, weil das Schiff schneller läuft bzw. weniger Energie aufgewendet werden muß, um die Geschwindigkeit zu halten. (Stichwort Gasölersparnis) :wink1:

Gruß Stephan:wink:

Tido
24.02.2011, 08:35
Moin...

Natürlich bergen Spundwände in der Hinsicht ein Risiko..ebenso wie jede Schleusenmauer,Hafenanlage etc für uns ja auch..aber kein Schipper wird wohl so blöd sein in drei Grad kaltes Wasser zu springen,schon garnicht da,wo er ohne fremde Hilfe nicht mehr rauskommt oder der weg ans Ufer zu weit ist! ...und zwischen das schwimmende Schiff und Spundwand schon mal erst recht nicht!Und wenn ich einen mittelschweren Hund festhalten und gleichtzeitig eine der Leitern hoch will,sollte mir klar sein,das sowas halberfroren nix werden kann!Ich hab das jedenfalls mal so gelernt,das einem - je nach Fitness und dicke der Kleidung - bei 2 ° Wassertemperatur maximal 4 - 7 minuten bleiben,bis man das Bewußtsein verliert..sofern einen die Schnappatmung wie schon erwähnt nicht schon eher bewußtlos werden läßt.

Übrigens hat man das im WDK (Gegend um Flaersheim) schön gelöst,dort sind Bereiche mit Böschungen und gegenüber Spundwände,was zB. den Wildwechsel sehr erleichtert.Im Gegensatz zu der kanalisierten "Autobahn" zwischen Ladbergen und Dörenthe,wo man jedes Frühjahr und Herbst ertrunkene Rehe treiben sieht.

Gruß Tido

Stadt_Aschaffenburg
24.02.2011, 09:25
Hi Tido,

da muß ich mal eine Lanze für die "Flaniermeilen" brechen :lool:
Natürlich sind die Kanäle als Wasserstraßen gebaut worden, aber ich persönlich finde es einfach schön, wenn an diesen Wasserstraßen die Leute spazieren gehen, auf Bänken niederlassen und den Schiffen zusehen. Ich hätte aber ein Problem damit, an einem bespundeten Kanal spazieren zu gehen. Da könnte ich mich auch gleich vor eine Badewanne setzen :lool: aber in einer naturnahen Optik - kein Problem :super:

Da kann man aber mal wieder den Unterschied zwischen den Verkehrträgern sehen, oder würde sich jemand an der Autobahn niederlassen, wenn in 2 Minuten 100 LKW vorbeifahren? Also ich mit Sicherheit nicht :(

Klar, manchmal geht es einem bestimmt auf den Geist, wenn sie einem schon hinterherschauen, wenn man ein paar Brotkrumen über Bord wirft, aber vom Prinzip her ist das die beste Werbung für uns :super:

LG
Micha

Tido
24.02.2011, 12:11
Hallo Micha...

Klar ist ein Spaziergang am Kanal schön,da wo vernünftige Wege sind usw. ja alles kein Problem..gibt`s ja auch schon genug von,und wie langweilig der Kanal im Winter/bei Schietwetter ist weiß jeder Schipper selbst am besten...aber gerade Oberhausen,wo der Weg einen halben meter neben der Spundwand verläuft?Da ist keine Absicherung wie ein Zaun oder dergleichen,also ist das Risiko doch schon vorprogrammiert...bin gespannt,wann da mal ein Kind ins Wasser fällt!Und ob da ein Schild steht,das ab hier dann kein öffentlicher Bereich mehr ist interessiert doch niemanden so wirklich.:rolleyes1:

Ein gutes Beispiel ist doch die Schleuse Meiderich,da hat man eine Zaunanlage errichtet wo selbst Honnecker Respekt vor gehabt hätte!:lool:- Und wofür?Nur die neugieriegen Besucher,die sonst am liebsten bis an Bordwand der Schiffe gelaufen sind!Die Schilder haben höchstens einige Sprayer interessiert,die da irgendeinen Blödsinn drauf gesprüht haben..:zweifel:
Naja,und bei einer Autobahn ist leider das Risiko auch ja viel offensichtlicher,wie man ja jeden Tag in den Nachrichten verfolgen kann,wenn`s wiedermal irgendwo gescheppert hat.

Ist schade,wenn man aufgrund solcher leichtsinnigen Menschen immer mehr verriegeln und verrammeln muß...:regen:

Gruß Tido

Unregistriert
24.02.2011, 17:53
Hallo Zusammen,

ich habe gerade eure Diskussion gelesen und kann sozusagen aus erster Hand berichten, denn ich war der Mann im Kanal. Vielleicht kann ich ein paar "hätte wenn" auflösen. Außerdem möchte ich zu ein paar Vorwürfen Stellung beziehen.

@ Tido: Danke für das "selten dämlich". Ich habe nicht zum ersten Mal Leben gerettet, auch wenn es bisher immer Menschen waren, und die meisten Situationen waren im Nachhinein nicht unbedingt sicher oder überlegt strukturiert. Ich hab´s trotzdem getan. Ich denke, dass ich das Richtige tue, aber solche Kommentare stellen mich als Idioten dar. Ich glaube, dass die Geretteten das anders sehen... War nicht so nett...
Darüber hinaus sagst Du, dass die Kanäle keine Flaniermeilen sind. Nur gehört das Ufer des Kanals ein Stück zuvor zur städtischen Grünanlage. Da sind die Wände noch höher. Sogar der Radwanderweg führt da entlang.

Zum Geschehen: Der Schleusenmeister konnte mich sehen. Ich war direkt vor seiner Schleuse, sprich vielleicht 50 Meter entfernt. Wenn er das so gesagt hat, was ich aus gegebenem Anlass nicht mitbekommen habe, dann ist er ein ..........

Ach ja, Mein Hund hat nicht gebissen, als er gerettet wurde.

@ Ernst: Ja, da sind Leitern. Die Wand an der Stelle geschätzte 3-4m hoch und mein Hund wiegt 42 kg (wenn er trocken ist). Rausheben ist da nicht. Und schwimmen hat er an dem Tag gelernt. Vorher hat er sich nie getraut, weil er die ersten 1,5 Jahre seines Lebens im Tierheim kein Wasser gesehen hat. Er hat sich nur kurz über Wasser gehalten und ist dann immer wieder unter Wasser verschwunden. Deshalb habe ich nicht gewartet.

Ins Wasser gegangen bin ich erst, als Herr Peters da war. Ich habe also erst um Hilfe gerufen und bin nicht ohne Kontakt zu jemand anderem ins Wasser gesprungen. Außerdem habe ich meine Jacke und Pullover ausgezogen. Ganz so tollkühn wie in den Berichten war ich nicht.

Zur Notrufnummer: Ich kenne die 112, aber leider hatte ich kein Handy dabei, genau wie Herr Peters.

Naja, das Wasser muss wohl mehr als 4 Grad gehabt haben, denn ich habe es etwa 15 Minuten ausgehalten, auch wenn es nicht eben schön war und ich mächtig unter Schock stand. Nach einiger Zeit ist mir die Leine eingefallen. Die hat mir ein zweiter Helfer angegeben. Die habe ich mir umgelegt und an beiden Seiten fest gemacht, so dass ich mich nicht mehr ganz allein halten musste. Der Rettungsring wurde mir gebracht, wahrscheinlich vom Schiff in der Schleuse, aber da war ich schon mit der Leine gesichert und hatte meinen Hund im Arm. Und als Nicht-Binnenschiffer muss ich sagen, als das Schiff aus der Schleuse fuhr, hatte ich mächtig Angst. Was weiß denn ich, was so ein Riesending mit dem Wasser macht?

Am Ende bleibt, dass Bob (so heißt er) gerettet ist und nicht ertrinken musste. Ob vernünftig oder nicht, ich würde jederzeit wieder so handeln. Er gehört zur Familie und ich kann nicht daneben stehen, wenn jemand in Not ist.

Grüße aus Duisburg
Andreas

Ost-friese
24.02.2011, 23:10
Hallo Andreas
Zum Glück war jemand (Herr Peters) in der Nähe,der Hilfe holen konnte.Und auch das es nicht kälter war,war dein Glück.....
Wir haben auch einen Hund,der wiegt aber nicht so viel,wenn der über Bord gehen würde,Schuhe aus,Jacke auch und dann hinterher!!!!!:roooll:Wiebke ist für uns ein festes Mitglied der Familie,ich kann den doch nicht einfach ersaufen lassen und dabei zu sehen oder??:fragkratz:

Aber ich hab da mal eine Frage:Als du im Wasser warst,war dir kalt? Oder erst als du wieder draussen warst?

liebe Grüsse
Maik

Stadt_Aschaffenburg
25.02.2011, 00:09
Lieber Andreas (ich schreibe das "lieber" jetzt nicht um dich zu veräppeln, sondern weil du offensichtlich ein Lieber sein mußt, denn ansonsten liest man von mir hier übelicherweise nur ein "Hi" oder "Hallo zusammen),

Was du da gemacht hast, war sicherlich nicht rational durchdacht, sondern eher ziemlich affektiv gehandelt.
Ich würde mal sagen, daß dein Hund froh sein kann, daß er dich als Herrchen bekommen hat, denn die meisten anderen wären da mit Sicherheit nicht reingesprungen, umso mehr Respekt verdient deine Tat :super:

Aber ich muß auch Tido recht geben, es ist schon wirklich "selten dämlich" bei diesen Temperaturen ins Wasser zu gehen.
Da es gutgegangen ist, gibt dir zwar der Erfolg recht, aber es hätte genauso gut sein können, daß der Kanal euer beider nasses Grab geworden wäre, denn du wirst kaum vorm reinspringen die Temperatur gemessen haben...

Ihr zwei könnt also ab sofort zweimal im Jahr Geburtstag feiern!

Den Mann von der Schleuse kommentiere ich lieber nicht, das könnte ausarten!!!


Aber schön, daß du uns gefunden hast und etwas dazu geschrieben hast :super: du bist jederzeit willkommen :)

LG
Micha

Oberweser
25.02.2011, 02:27
Hallo Andreas,

zunächst mal herzlichen Glückwunsch zur geglückten Rettung. Und ich muß auch ehrlich sagen, ich bewundere deinen Mut :super:. Wie gesagt, ich weiß wirklich nicht, wie ich da reagiert hätte (mein Hund ist auch wasserscheu und, obwohl schon 12 Jahre alt, noch nie wirklich geschwommen...). Aber es war auch schon sehr leichtsinnig von dir. Gut, daß es so glimpflich ausgegangen ist...:hupf:

Bemerkenswert finde ich in diesem Zusammenhang auch, wer mittlerweile so alles hier im Forum mitliest. Da wird hier im Forum auf einen Zeitungsartikel hingewiesen, man kommentiert hier munter das Verhalten des anonymen Menschen, und kurz drauf meldet sich dieser hier selbst zu Wort :lool:. Man kann hier im Forum wohl wirklich über nichts und niemanden mehr ungestraft "lästern"...:pfeif:

Es würde mich wirklich überhaupt nicht wundern, wenn auch der teilweise (evtl. zu Unrecht) kritisierte Schleusenmeister hier mitliest, genau wie auch die Besatzung des vorbeifahrenden Schiffs. Ich frage mich auch, ob es nicht möglich gewesen wäre, daß die ihren Nachen zu Wasser lassen und helfen. Die müssen das doch gesehen haben...:kopfkratz1:

Gruß
Thomas

Musso
25.02.2011, 08:12
Andreas Respekt!
ich selbst habe auch im Winter einen kleinen Jungen aus dem Hafenbecken am Mittelrhein rausgezogen. In meinem Fall habe ich weder nachgedacht ob das Wasser kalt sein könnte, noch ob mir selbst etwas passieren könnte. Die Rettung ist ohne Nachzudenken abgelaufen. Der Schreck und die Kälte kamen erst als wir beide wieder am Ufer standen, der Junge schrie nach seiner Mutter die sich mit anderen Frauen in der Nähe unterhalten hatte und nichts bemerkt hatten.
In der Situation schaltet das Hirn einige Fuktionen aus und du überlegst nicht erst "was wäre wenn" Sondern erst einmal Helfen und das läuft ganz automatisch ab.
Noch viel Spass mit deinem Hund und meide einfach in Zukunft den Kanal als Spazierweg. Denn gedacht ist der Kanal für Schiffe und nicht für Schwimmer oder Hunde.

lg Gerhard

Jürgen F.
25.02.2011, 08:56
Wahrscheinlich wird der Hund gar nicht mehr ans Wasser wollen:fragkratz: Was ich nicht verstehe, ist wie das Tier überhaupt ins Wasser kommt? Gibt es nicht sowas wie eine Leinenpflicht in bewohnten Gegenden? Ich bin mit meinem Billy täglich am Kanal und obwohl dieser DSH-Hovawart Mix eine echte Wasserratte ist, hat er noch nie selbstständig die Schwimmübungen gemacht. Dafür haben wir das Zauberwort: "Fischefangen":lool:.
Das sowas an Bord passieren kann ist schon klar. Aber von der Landseite? Ich vermute mal, hier wäre etwas mehr Erziehung des Hunde angebracht:idea:. Naja, gerettet ist gerettet und das ist die Hauptsache:super:.

Schöne Grüße vom Hundehalter in Kanalnähe
Jürgen F.

Wasserratte
06.03.2011, 23:12
Wie kam es denn, dass der Hund überhaupt ins Wasser gegangen ist? Ich denke auch, dass man seinen Hund an solchen Gegenden besser an die Leine nimmt. Es gibt soviele Hundehalter, die trotz Leinenpflicht, ihre Hunde nicht anleinen. Dann ist prompt das Geschrei groß, wenn was passiert. Aber ich denke, das Tier hat nun hoffentlich gelernt? Es gibt ja sichere Gegenden, wo man seinem Tier das Schwimmen beibringen kann - und das natürlich bei moderaten Temperaturen ;-)

Ein Glück, dass es gut gegangen ist.

Gruß