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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : St. Johannes (I) - AF Linz -



Bernhard V.
03.03.2011, 20:05
Hallo zusammen,
Hier etwas von der St Johannes aus einem Werbeheft von DEUTZ
Gruß Bernhard V.

Schiffsdaten

Name: St. Johannes (I)
Eigner: Fahrgesellschaft Linz-Kripp
Nationalität: :d:

Länge ü. Klappen: ca. 46 m
Länge Rumpf: 32,00 m
Länge Klappen: ca. 7 m

Breite: 13 m
Tiefgang: 1,10 m
zul. max. Tragfähigkeit: 100 t
Transportleistung: max. 400 Fahrgäste bzw. 15 - 20 PKWs

Antrieb:
1960: 2x Deutz Diesel je 100 PS auf 4 feststehende Propeller
Ab 1973: 2x Deutz Diesel je 100 PS auf 4 Schottel Ruderpropeller
Ab 2004 als "M.V. Alina": 2x Schottel Navigatoren je 135 PS auf Deck stehend

Baujahr: 1960
erbaut in: :d:
Bauwerft: Hilgers AG, Rheinbrohl
Bau-Nr.: 8700

faehrenfan
03.03.2011, 20:57
Hallo Bernhard V., hallo User,

hier noch einige Infos sowie die technischen Daten der Fähre:

Bauwerft: Hilgers AG, Rheinbrohl
Baunummer: 8700
Länge: 32m (ohne Klappen)
Breite: 13m
Tiefgang: 1,10m
Transportleistung: 15 PKW auf 3 Fahrspuren / 400 Personen
zul. max. Tragfähigkeit: 100 t
Antrieb: 2 Motoren je 100 PS auf 4 Ruderpropeller
als "M.V. Alina": 2x Motoren je 135 PS auf Schottelantrieb

Die Kiellegung erfolgte am 29.01.1960 auf der Helling der Hilgers Werft in Rheinbrohl.
Der Stapellauf konnte bereits 5 Monate später, am 21. Juni 1960 erfolgen.
Die "St. Johannes" wurde in Sektionsbauweise gefertigt.
Die Indinststellung erfolgte am 30. Juni 1960 in Linz am Rhein.

Nach einer über 30 Jährigen Einsatzzeit wurde die "St. Johannes" im März 1990 von einer englischen Maklerfirma zum Einsatz als Flussfähre in der fernen Bucht am Kigamboni Creek, Daressalam / Tansania am Indischen Ozean angekauft.
Seit dem wird Sie dort vom Kigamboni Ferry Service unter dem Namen „M.V. Alina“ betrieben.

Hier noch zwei Fotos als "M.V. Alina":
http://www.stockphotopro.com/photo-thumbs-2/stockphotopro_43517APT_tanzania_dar_es_s.jpg

http://farm4.static.flickr.com/3653/3295175978_2d4f1803e1_o.jpg

Das Copyright der Fotos liegt bei den Bildinhabern.

Noch mehr Infos unter: http://www.geschichte-kripp.de/29.html

Gruß Alex :super:

faehrenfan
16.03.2011, 22:29
Hallo zusammen,

Hier etwas von der St Johannes aus einem Werbeheft von DEUTZ

Gruß Bernhard V.

Hallo User,

Bernhard und mir ist beim genaueren lesen des Textes aus dem Werbeheft von Deutz aufgefallen, das da jemanden bei Deutz ein Fehler unterlaufen ist - da hat wohl die Marketingabteilung gepennt .... :pfeif:

Das Bild zeigt die Autofähre "St. Johannes" von 1960, gebaut bei der Hilgers Werft in Rheinbrohl und der Text gehört zur Autofähre "Stadt Linz", welche 1971 bei der Schiffswerft Oberwinter gebaut wurde .... :kopfkratz1:

Tja, da hat wohl jemand die Bilder vertauscht oder vieleicht sogar die falsche Fähre fotografiert ...... :dream:

oder Ihm hat die alte "St. Johannes" besser gefallen als die neue und größere "Stadt Linz" - wird schon keiner merken ... :lool:

Gruß Alex :wink:

slowman
11.08.2015, 22:48
Hallo,

bin gerade hier so halbwegs in den Thread gestolpert. Mir ist bei den technischen Daten glaube ich fast ein Fehler aufgefallen.

Die St. Johannes (I) hatte ursprünglich eine Holzfahrbahn und einen konventionellen Antrieb mit "normalen" Propellern und Ruderblättern. Irgendwann wurde sie dann auf Stahldeck und Schottelantriebe umgebaut. Wer das Fährschiff kennt, wird sich noch an die hellbraun lackierten "Poller" in den Ecken erinnern die daher rührten, dass die Schottelantriebe nicht ganz unter das Deck passten und nach oben hinausragten. Das Foto im ersten Post müsste noch aus der Zeit vor dem Umbau stammen, da man im Steuerhaus noch die Haspel erkennen kann und die besagten "Poller" fehlen.
nach dem Umbau stimmen die Daten aus dem besagten "Deutz - Prospekt". Die St. Johannes (I) hatte nach dem Umbau vier luftgekühlte Deutz V8 Motoren mit je 175 PS Leistung ( es waren dieselben Motoren wie im Fährschiff Stadt Linz, der späteren St. Johannes II ). Auch standen vier recht enge Fahrspuren für je sechs PKW zur Verfügung, also gesamt 24 PKW, wenn alle Fahrer schön brav kurz aufgeschlossen haben.
Ich habe 1987 als Aushilfe auf der St. Johannes (I) gearbeitet, daher bin ich mir meiner Meinung ziemlich sicher. Damals wurden die Klappen noch von Hand bedient und auch die Schranken wurden noch händisch geschlossen. Auch erzählten damals die Fährführer, das nach dem Umbau die ehemaligen Wellentunnel noch vorhanden waren und das Fährschiff durch die Verwirbelungen auf dem Rhein während der Überfahrt recht zäh lief. Erst kurz vor der Anlegerampe im ruhigeren Wasser legte "der Hannes", wie die Fähre intern genannt wurde, dann einen Sprint zur Rampe hin.

Gruß

Chris

faehrenfan
12.08.2015, 21:36
Sorry Chris,

aber der Marketingtext von Deutz Text gehört eindeutig zur Fähre "Stadt Linz".
Das Baujahr bezieht sich auf die "Stadt Linz" und auch die Anzahl der Schotten / Wasserdichte Abteilung paßt genau überein, auch die Loyd Klassifizierung.

Womit Du Recht hast ist der Umbau der "St. Joahannes" (I) auf Ruderpropeller, der erfolgte bereits 1973 bei der Hilgers Werft.
Welche Maschinen verbaut wurden oder ob die getauscht wurden, kann ich nicht sagen, mir ist lediglich folgende Info bekannt:

"... das der Rumpf so umgebaut wurde, das die Ruderpropeller in den Ecken unter den Pylonen eingebaut werden konnten.
Die beiden Antriebsmotoren blieben unterhalb der Deckshäuser und wurden über lange Antriebswellen mit den Ruderpropellern verbunden.
Die nicht mehr benötigten Ruder wurden ausgebaut und der Rumpf in dem Bereich verschlossen."

Gruß Alex :wink:

slowman
12.08.2015, 22:59
hi Alex,

ich habe den prospekt ja nicht in Frage gestellt. Alleine die Schiffswerft Oberwinter deutet ja eindeutig auf die Stadt Linz hin.
Zu den Motoren kann ich Dir mit Sicherheit sagen, dass es dieselben wie in der Stadt Linz waren. Durfte die Teile auch schon mit ausbauen :-). Die Ruder wurden ausgebaut, ich weiss nur von den Fährführern damals, die übereinstimmend sagten, dass die Ausbuchtungen für die alten Propellerwellen noch vorhanden waren.
Auch bei der Stadt Linz waren die Motoren übrigens mittig unter den Deckshäusern angeordnet und durch elendig lange Wellen mit den Schotteln verbunden. Auch die Stadt Linz war eine ziemliche "Rappelkiste". Eine Wohltat war dagegen die erste Linz - Remagen mit den Maschinen unter den Deckshausenden, kurzen Wellen zu den Schotteln und Geräuschdämmung in den Maschinenräumen. Richtig laut waren dort nur die Maschinenraumventilatoren, da auch dort 4 luftgekühlte MWM - Reihensechszylinder mit je 205 PS verbaut wurden und diese den frischen Lüfterwind brauchten.
war ein wenig Off - Topic, aber fiel mir gerade so ein

Gruß

Chris

Mittelpoller
18.08.2015, 18:35
Hallo, ich habe zwei Ansichtskarten von der Fähre " St. Johannes ". Linz, die Bunte Stadt am Rhein gefunden, unbeschrieben ohne Datum. Aber bei der einen Ak ( Nr. 2 ) sind die Ränder gewellt (gezackt), also ist sie älter. MfG Mittelpoller :wink:

faehrenfan
18.08.2015, 19:19
Moin moin Mittelpoller,

die linke AK dürfte vom Wolfg. Hans Klocke Verlag aus Paderborn sein und altersmäßig zwischen 1967 und 1971 liegen.
Die rechte AK könnte vom Schöning Verlag stammen und wurde zwischen 1961 und 1967 hergestellt. :pfeif:

Gruß Alex :wink:

Rhein-Mosel
05.11.2016, 13:20
Hallo,
leider nur die halbe Fähre ST. JOHANNES zeigt dieses Foto aus den 1960er-Jahren, dafür aber die komplette GOETHE im Hintergrund abfahrend vom Anleger in Linz.

:wink: