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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hinweise auf maritime und andere interessante Fernsehsendungen



exmatrose
20.03.2011, 22:29
... findet Ihr auch auf dieser Seite

http://www.seefunknetz.de/tv.htm

sehr übersichtlich gestaltet.

Auch viele andere interessante Sachen sind auf der Startseite zu finden - aber überwiegend zum Thema Seefahrt.

Gruß Mario

Ausstellungsschiff
15.01.2013, 21:50
Heute Abend um 22.00 Uhr kommt im bayerischen Fernsehen die Politsendung "Münchner Runde". Diesmal geht es um den "Dauerbrenner" Donauausbau.
Im Internet habe ich gerade gelesen, wer da mitdiskutiert, unser Schiff ist mit dem Banner "JA zum Donauausbau" abgebildet, aber vertreten ist die Schifffahrt leider wieder nicht. Ich finde das total unfair!
Jetzt sind wir mal gespannt . . . .

Schappes
16.01.2013, 07:53
Hallo,
ich habe die Sendung mit grossem Interesse verfolgt. Leider war die Schiffahrt mal wieder nicht vertreten, dafür aber die evangelische Kirche ? Die Dame war absolut unqualifiziert um an einer solchen Talkshow mit diesem ausserordentlich wichtigem Thema für die Schifffahrt teilzunehmen. Das ist meine persönliche Meinung.

Dass hier Niemand von den Verbänden aus Deutschland und auch Österreich daran teilgenommen hat, ist mir unverständlich, liegt aber wohl daran, dass man keinen Vertreter dieser Verbände dazu eingeladen hat. So auch keine Vertreter der Hafenlogistk, Reedereien und anderer Organisationen aus dem betroffenen Bereich.

Die Sendung wird wohl heute vormittag noch mal zu sehen sein. Auf BR3 um 10.05 Uhr. Ansonsten hier der Link (für den ich nicht hafte)zum runterladen oder ansehen.

http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/muenchner-runde/muenchner-runde110.html

freundlich wie immer grüsst der schappes
aus dem verschneiten Allgäu

Ausstellungsschiff
17.01.2013, 23:19
Hallo Schappes,
Exminister Erwin Huber hat uns sehr gut gefallen; was er gesagt hat, hatte Hand und Fuß, weil er viel Sachverstand bei dem schwierigen Thema "Donau" hat.
Die nette evangelische Pfarrerin war total fehl am Platz. Sie hatte von Schifffahrt, Wasserbau, Hochwasserschutz, usw. überhaupt keine Ahnung. Sicher ist sie eine gute Seelsorgerin, die sich nun berufen fühlte, die angebliche Stimmung ihrer Schäfchen widerzugeben. Das rührt doch die Herzen der Menschen . . . Sie hat immer dann genickt, wenn sich Herr Prof. Weiger (BUND) geäußert hat, so, als hätte sie verstanden, um was es bei den beiden Ausbauvarianten ginge.
Wir haben uns in unserer Austellung zum Donauausbau mit vielen Besuchern unterhalten, die der Meinung waren, wenn schon ausgebaut werden muss, dann die Variante C 2.80, weil nur sie der Schifffahrt was bringt. Mit ökologischen Ausgleichsmaßnahmen könnten für Flora und Fauna gute Voraussetzungen geschaffen werden. Bei Aicha würde ein Schlauchwehr gebaut werden, die Donau behilt ihre Fließgeschwindigkeit und die Mülhamer Schleife würde schifffahrtsfrei werden. Das haben viele Anlieger verstanden und fanden diese Variante ok.

Herr Prof. Weiger war 3 Jahre mit in der Monitorgruppe, in der sich neutrale Wissenschaftler, von der EU ausgesucht und bezahlt, mit der Variante A und C 2.80 beschäftigt hatten. Er hat bis kurz vor Ende der Untersuchungen in jeder öffentlichen Donauveranstaltung erklärt, dass es oft schwierig war, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen, aber man habe immer eine Lösung gefunden, die auch er, als Vertreter von Gruppen gegen den Donauausbau, akzeptieren konnte.

Wir waren am 10. Dezember in Vilshofen, als Herr MP Seehofer die Donaureise gemacht hatte. An Land haben ihm einige Gegner zugerufen "Horst, denk dran, du willst im nächsten Jahr wiedergewählt werden!"
Ich hoffe, dass Herr Seehofer nach Kriterien entscheiden wird, was die Wirtschaft in dieser Region dringend braucht, was die Schifffahrt braucht, um zuverlässiger zu werden, wie man die Straßen entlasten kann, wie gut die Ausgleichsmaßnahmen für die Variante C 2.80 sind, etc., und nicht, wie er sich entscheiden muss, damit er wiedergewählt wird.

Auf einer Donauveranstaltung in Deggendorf hat Herr Schweiger, Hafenanlieger in Deggendorf, Folgendes erzählt: Als vor 20 Jahren der MDK gebaut war, hat er einen Betrieb nach Deggendorf verlegt, um landwirtschaftliche Produkte mit dem Schiff zu transportieren. Ca. 50% gingen nach und nach auf's Wasser, die anderen 50% über die Straße. Im Laufe der Zeit wurde die mit Schiffen transportierte Menge immer geringer. Inzwischen sind es nur noch ca. 5% per Schiff, der Rest geht mit dem LKW weg, nicht mit der Bahn! Für ihn sei die Schifffahrt unzuverlässig, Leichtermengen müssten mit LKWs aus anderen Häfen geholt werden, dadurch wird der Transport zu teuer und alles dauert zu lange. Wenn die Voraussetzungen auf der Donau stimmen würden, würde er wieder mehr mit dem Schiff verladen. Ähnlich hat sich der Vertreter der Baywa München geäußert; auch die Baywa würde gern viel mehr mit dem Schiff transportieren; ebenso die Fa. Preymesser.

Jetzt sind wir gespannt; Anfang Februar will Herr Seehofer angeblich seine Entscheidung bekanntgeben. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt . . . .

Einen schönen Abend wünscht
Karin

Da fällt mir gerade noch ein: Der BR ist in Sachen Donauausbau nicht neutral. Wäre er das, hätte auch ein Vertreter der Schifffahrt mit in der Runde sein müssen. Dann wären 2x für und 2x gegen den Ausbau gewesen. So war von Anfang an klar, wie die Diskussion ausgehen wird.
Vielleicht rührt das auch daher, dass Herr Prof. Weiger im Vorstand des bayerischen Rundfunkrats sitzt?

Jürgen
18.01.2013, 12:51
Hallo miteinander,

die Sendung habe ich auch mit großem Interesse verfolgt und bin der Meinung, daß das "Ergebnis" dieser Diskussion ein abgekartetes Spiel war. - Und generell sollte die Kirche, egal welcher Konfession aus sowas heraushalten. Noch dazu mit einer Pfarrerin mit dem Sachverstand einer Kirchenorgel!
Und was Karin schreibt:"Vielleicht rührt das auch daher, dass Herr Prof. Weiger im Vorstand des bayerischen Rundfunkrats sitzt?" ------ DAS SPRICHT BÄNDE!

Grüße
Jürgen

Stadt_Aschaffenburg
18.01.2013, 13:11
Hi,

das spricht wirklich Bände, aber besser macht es das auch nicht. Öffentlich-rechtliche Rundfunk- und Fernsehanstalten erhalten Ihre Gelder von der gesamten Gesellschaft und nicht von den Lobbyverbänden, durch die sie infiltriert sind. Unabhängige und neutrale Berichterstattung ist daher aus meiner Sicht die Pflicht dieser Sender!

LG
Micha

Ausstellungsschiff
23.01.2013, 16:11
Vorhin war auf Antenne Bayern zu hören, dass Herr MP Seehofer entschieden hätte, die Donau zwischen Straubing und Vilshofen ohne Staustufen auszubauen; man müsse jetzt dem Hochwasserschutz Vorrang geben.
Da fielen mir direkt wieder die Zurufe von Bürgern in Vilshofen am 10. Dezember 2012 (bei Seehofers Donaubereisung) ein: "Horst, denk dran, du willst im nächsten Jahr wiedergewählt werden!"
Für Variante A gibt es kein Geld von der EU, die Donau wird dann mit ca. 600.000 to Steinen "gesteinigt" und bleibt eine lebenslange Baustelle.
Mich wundert nichts mehr . . .

Viele Grüße aus Würzburg
Karin

Joana
23.01.2013, 20:08
Hallo Karin,

der Herr Seehofer kann das Gott sei Dank nicht allein entscheiden. Bei der Donau handelt es sich um eine Bundeswasserstraße
und so muss der Berlin hauptsächlich entscheiden. Da aber der Herr Verkehrsminister auch aus Bayern kommt, sieht es
leider nicht gut aus für den Donauausbau. Mal abwarten was kommt.

Grüße Joana