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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Reibholz runter und ein paar mal ins Wasser getaucht...



McRonalds
30.05.2008, 11:21
...das konnte ich schön im Vorbeifahren kurz vor der Schleuse beobachten. Reibholz runter und ein paar mal ins Wasser getaucht...

Gruß - Ronald;-)

Norbert
13.11.2008, 10:59
....tja Ronald,

der macht das nicht zum Vergnügen. Wenn das Reibholz genügend Wasser aufgesaugt hat, wirkt es beim Anlegen zwischen Schiffsrumpf und Kaimauer wie ein Schwamm. Wenn es trocken ist bricht es schneller. Deshalb lassen auch einige ihre Reibhölzer im Ballastwasser schwimmen.

Gruß Norbert

Festival
15.11.2008, 23:26
reibhölzer...
hab ich ja voll die aversion gegen seit meinem unfall im letzten jahr

17.11.2008, 02:49
Hallo Tom,

seit meinem unfall im letzten jahr
Mit dem Reibholz? Ist sehr ungewöhnlich! Warst Du zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort?

Fragende Grüße

Dewi

Jürgen
17.11.2008, 22:07
Hai,
ohne Tom vorgreifen zu wollen, a b e r,
von den neuen Gummireibhölzern, kleine Ausführung, die passen genau in die Treppennische der Schleusenkammern. Da hat sich mal unglücklicherweise eins gesteckt und ist als Folge davon gegen die Maschinenraumtür geknallt. Die Farbe da war wie abgeschlagen. Ergo: Wenn da jemand in der Nähe steht.......!

Jürgen

Festival
18.11.2008, 20:54
naja, mir ist ähnliches passiert, wird sich vielleicht rumgesprochen haben bei verschiedenen fahrensleuten
also, wir fahren in hirschhorn in die schleuse rein, ein grosses kopfholz ist am tor hängengeblieben, stb,
das reibholztau, ein blaues 22er vom msg bunkerboot, werden genug hier kennen, ist natürlich nicht verreckt,
ich wollte mit nem handreibholz dahin wo das schiff gegen die schleuse kommt, aber kein reibholz hängt,
da knallt mir das teil hinterher, von hinten gegen den schädel, dreifacher schädelbruch, jochbeinbruch,
und diverse andere kleinigkeiten, das ende vom lied, ich ausgeknockt in der gangbord und mit nem heli ab nach lu in die bg unfallklinik.
durch den scheiss unfall läuft mein hirnwaser nicht mehr ab, folglich haben sie mir ein ventil im schädel eingebaut, einen sogenannten shunt.
am 25.08.07 war der unfall, am 01.08.07 bin ich wieder eingestiegen, ratet mal wo, hehehe, in heilbronn, direkt wieder den neckar zu tal,
quasi ne hammer schocktherapie

Jürgen
18.11.2008, 23:26
Hallo Tom,

d a s habe ich nicht gewusst.

Aber es ist der Alptraum auf dem Schiff: Unglücke, bzw. Unfälle welche Verletzungen jedweder Art nach sich ziehen. Das In´s-Wasser-Fallen ist da meist noch das kleinere Übel.
Persönlich habe ich da bis jetzt Glück gehabt.

Jürgen

Stadt_Aschaffenburg
20.11.2008, 00:47
Hallo,

das ist ein Thema, das mir eigentlich schon lange gefehlt hat.
Klar ist es schön auf der Schiffahrt und sie hat außerordentlich viele gute Seiten, aber man sollte bei all dem Enthusiasmus immer daran denken, daß der Beruf auch viele Risiken birgt.

Es liegen schon viele abgequetschte Finger auf dem Grund der Flüsse und Schlagverletzungen durch gerissene, überspannte Seile gab es auch schon oft.
Von einem Schiff aus Reistenhausen ist mal die Schiffersfrau zwischen Bordwand und Schleusenwand gefallen und eingequetscht worden. Die Frau hatte damals viel Glück, daß sie überhaupt überlebt hat. Und das sind nur ein paar Beispiele, was alles wegen einer Sekunde Unachtsamkeit passieren kann.

Binnenschiffer ist nicht einer dieser Berufe, die man notfalls auch mal nach durchzechter Nacht noch ohne Probleme ausüben kann! Gut ausgebildet und mit wachem Kopf kann man viele Risiken minimieren, aber ein unachtsamer Moment kann dich buchstäblich den Kopf kosten.

Deswegen an alle Schiffsleute da draußen:

In Gottes Namen - Allzeit gute Fahrt!

LG
Michael

Ernst
20.11.2008, 01:07
Hallo, ja die Risiken sind groß !
Ein Beispiel, in meiner aktiven Zeit ist mir beim Abstoppen in der Schleuse der linke Handschuh ( Gott sei Dank ein Fäusling) in die obere Lage vom Draht gekommen. Ich konnte im letzten Moment die Hand heraus ziehen. Dann wurde der leere Handschuh vom Draht um den Poller gezogen und zerquetscht. Nicht auszudenken wenn da noch die Hand drin gewesen wäre.

Gruß Ernst (der noch alle Finger hat)