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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Petition gegen die Reform der WSV



Streuner
29.10.2012, 00:07
Hallo zusammen

Habe im Internet eine Petition auf der Bundestags Seite gefunden die für uns Schiffer sehr Interessant ist.


https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2012/_09/_18/Petition_36175.html

Der Link unterliegt der Haftung des Seitenbetreibers

Mfg Dominik

Binnenschiffer
29.10.2012, 11:57
Hallo,

da sollte man wohl mitmachen.

Gruss vom Oberrhein:wink:

Stadt_Aschaffenburg
29.10.2012, 14:43
Hi,

nehmt da ruhig dran teil, aber eins will ich Euch dazu sagen: wenn wieder nur 100 Mann dabei mitmachen, wie bei unserer Unterschriftenaktion wegen der Wasserstraßenkategorisierung, die wir bis Holland überall ausliegen hatten, dann können wirs auch bleiben lassen, dann ist das Ganze nämlich nichts als vergeudete Liebesmüh´! Nicht immer denken "die Anderen werden es schon richten", selbst (mit)machen!

LG
Micha

enno
01.11.2012, 13:10
Die WSV-Reform geht alle an

Der desolate Zustand der Bundeswasserstraßen (BWS) und ihrer Verwaltung ist das Ergebnis jahrzehntelanger pauschaler Haushaltskürzungen, mit denen die WSV zur Privatisierung der Durchführungsaufgaben gezwungen werden sollte, die sie nach dem Grundgesetz und dem Bundeswasserstraßengesetz zu erfüllen hat.

Im Oktober 2010 beschloss der Haushaltsausschuss des Bundestages (HHA) den Umbau der WSV in eine reine Gewährleistungsverwaltung, verbunden mit der weiteren Einsparung von 2.600 Stellen. Das Ministerium (BMVBS) konterte diesen Beschluss mit der Erklärung, dass mit den verbliebenen Ressourcen der WSV nur noch die Wasserstraßen mit dem größten Frachtaufkommen sachgerecht betreut werden können.

Das Netz der BWS wurde nach diesen Kriterien klassifiziert und der gegenwärtig mit Hochdruck betriebene Umbau der WSV wird auf diese Klassifizierung zugeschnitten. Auf der einen Seite wird damit der gesamte Osten des BWS-Netzes dem allmählichen Verfall preisgegeben und auf der anderen Seite wird eine Generaldirektion der WSV in Bonn, d.h. im Zentrum des neuen Hauptnetzes gebildet, die alle sieben regionalen Direktionen ersetzen und bereits am 1. Januar 2013 den Betrieb aufnehmen soll. Damit sollen vollendete Tatsachen geschaffen werden.

Die gegenwärtige Klassifizierung des Bundeswasserstraßennetzes verhindert die unbedingt zur Entlastung unserer Straßen notwendige umfangreiche Transportverlagerung auf das Wasser, für die es bereits beim gegenwärtigen Zustand des Netzes ein enormes Potential gibt, obwohl wichtige Strecken nicht durchgängig befahrbar sind und Engpässe nicht beseitigt wurden. Wenn man z.B. beim Massengütertransport eine LKW-Ladung mit 20 t ansetzt, ersetzt ein kleiner Schubbehälter bereits 23,5 LKW-Ladungen, ein großer Schubbehälter 59,5 LKW-Ladungen, ein sog. Europaschiff 67,5 LKW-Ladungen und ein Großmotorgüterschiff 105 LKW-Ladungen.

Nach Aussage der verladenden Wirtschaft im Gebiet zwischen Elbe und Oder würde die langfristig unumgängliche Rückverlagerung aller gegenwärtigen Wassertransporte der Region auf die Straße ca. 300.000 zusätzliche LKW-Fahrten erfordern. Die Auswirkungen der Reform auf die Binnenschifffahrt im Osten werden recht anschaulich in einem Video unter dem Link
http://www.gustav-herzog.de/einsatz-fur-die-wsv-und-die-binnenschifffahrt/ und in einem Beitrag des RBB vom 24.102012 mit dem Link http://www.ardmediathek.de/rbbfernsehen/klartext/investitionsstopp-fuer-ostdeutschlands-wasserstrassen?documentId=12234742 dargestellt.

Für die Teile der BWS, die vorwiegend von Wassersport und Wassertourismus genutzt werden, hat sich die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC in einer Machbarkeitsstudie die Abtrennung und Privatisierung von 21 einzelnen Revieren ausgedacht, die von den Nutzern finanziert werden sollen. Für das BMVBS ist das eine Steilvorlage, sich von uninteressanten Teilen der BWS zu verabschieden. Wenn es damit durchkommt - und die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag bestärken das BMVBS in dieser Hoffnung - ist das die unwiederbringliche Zerstörung unseres weltweit einmaligen Wasserverkehrsnetzes.

Für die in 5.000 Wassersportvereinen organisierten ca. 800.000 Wassersportler bedeutet das die Zerstörung oder Entwertung ihrer Infrastruktur für den ruhenden Verkehr und für sie und mindestens sechs Millionen Wassertouristen ergeben sich erhebliche Einschränkungen der Durchgängigkeit von Wasserwegen. Es ist zu erwarten, dass die damit verbundenen zusätzlichen finanziellen Belastungen viele Wassersportler und Wassertouristen zu Aufgabe zwingen.

Eine ausführliche Analyse der WSV-Reform ist auf der Website des Bezirkssportbundes Treptow/Köpenick von Berlin www.bsbtk.de zu finden. Dort gibt es auch einen Link zur Petition „Stoppt die Zerstörung unseres weltweit einmaligen Wasserverkehrsnetzes! Keine Privatisierung unserer Flüsse und Seen“.

Die Lage ist sehr ernst und die Zeit drängt. Staatssekretär Ferlemann (BMVBS) erklärte auf der Tagung des Verkehrsauschusses des Bundestages am 17.10.2012, dass die Reform nicht mehr diskutiert, sondern eins zu eins umgesetzt wird. Angesichts der Mehrheitsverhältnisse im Bundestag kann nur öffentlicher Druck die verheerenden Pläne der Bundesregierung noch stoppen.
Jede Stimme zählt!

Joachim Nolte
Mitglied des Vorstands des
Bezirkssportbundes Treptow/Köpenick

Unregistriert
02.11.2012, 18:32
Also ich habe eben "mitgezeichnet". Ging total einfach.Wir können uns nicht nur beschweren sonder sollten uns aktiv wehren! Nur gemeinsam kann es klappen...

Neu hier
09.11.2012, 20:32
Moin, Moin,
Ich denke, das ist die letzte Chance, diese Reform zu verhindern. Wenn die Petition scheitert, kommt die chaotische Umstrukturierung, deren Sinn sich wohl selbst der Führungsriege der Wasserstraßenverwaltung nicht erschließt. Also, lieber registrieren als untätig jammern.

WSV Angehörige
13.11.2012, 09:17
vielen, vielen Dank....

Denn wirklich jede Stimme zählt... versucht es bitte noch evtl. über Facebook oder andere Netzwerke zu verbreiten.

Grüße aus Köln

Norbert
28.11.2012, 02:19
Hallo,

habe heute erfahren 15.715 Menschen haben diese Petition in vier Wochen unterzeichnet.

DANKE SCHÖN

Lava
28.11.2012, 09:24
der Text besteht überwiegend aus Mutmaßungen, Spekulationen und Vorwürfen, konkrete Argumente fehlen; deshalb und insbesonders wegen dem letzten Absatz wird die Petition m.E. vom Tisch gefegt.

15715 Unterzeichner könnte bedeuten: 13000 WSV-Mitarbeiter und 2715 Freunde und Verwandte (wen sonst sollte dies auch noch interessieren?).

ein schlüssiges Gegenkonzept kann ich in der Petition nicht erkennen; nur, "wir sind dagegen"; das ist zu wenig und macht unglaubwürdig.

daß WSV-Mitarbeiter um ihre warmen Posten bangen ist ja verständlich, aber keine Angelegenheit der Binnenschiffer.

Jürgen F.
29.11.2012, 17:41
...daß WSV-Mitarbeiter um ihre warmen Posten bangen ist ja verständlich, aber keine Angelegenheit der Binnenschiffer...


Naja, das sind nicht unbedingt die warmen Posten. Wer hält zum Beispiel die Tideems frei wenn nicht die WSV? Ein halbes Jahr ohne die Schlammegge und Herbrum wäre nicht mehr passierbar. Und es gibt bestimmt noch mehr Beispiele für den nötigen Einsatz der WSA-Mitarbeiter:fragkratz:

Gruß Jürgen

Navico 2
29.11.2012, 18:23
...Naja...,
Jürgen, dann halten eben die privaten Firmen aus dem In-und Ausland die Tideems schlickfrei.:pfeif:

Gruß Manfred

Stadt_Aschaffenburg
29.11.2012, 18:24
Hi,

ja genau, so wie mit dem Wasseranschluß in Datteln...

LG
Micha

Power-Ship
29.11.2012, 20:15
Hallo Micha,

apropos Datteln: von den ursprünglich drei Wasserentnahmestellen ist bisher nur die eine an der Brücke in Betrieb, die beiden anderen am Liegehafen sind noch "out of order..." :grummel:

Gruß,
Arnold

Stadt_Aschaffenburg
29.11.2012, 20:30
Hi,

supertolle Leistung, muß man schon wirklich sagen :roooll:

LG
Micha

Jürgen F.
29.11.2012, 22:42
...Naja...,
Jürgen, dann halten eben die privaten Firmen aus dem In-und Ausland die Tideems schlickfrei.:pfeif:

Gruß Manfred

Jau Manfred, und da diese Firmen dann ohne Konkurenz sind, werden die bestimmt sofort die Preise senken:lool::hupf:

Gruß Jürgen