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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kanalschleusen werden künftig ferngesteuert



Stolzeneck
01.02.2013, 15:09
Wesel (RP). Schleusenwärter am Kanal in Wesel wird es bald nicht mehr geben. Eine neue Leitzentrale regelt den Schiffsverkehr automatisch. Ursache ist die Reform beim Wasser- und Schifffahrtsamt. Start: frühstens 2014.

Kanalschleusen werden künftig ferngesteuert (http://www.rp-online.de/niederrhein-nord/wesel/nachrichten/kanalschleusen-werden-kuenftig-ferngesteuert-1.3159364)

Quelle: RP ONLINE

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Jürgen F.
01.02.2013, 15:34
Son Quatsch, was hat das mit der Reform zu tun? Die Pläne für Fernsteuerung der Schleusen sind doch uralt. Aber cool, dass demnächst die Schiffe von Dorsten aus ferngesteuert werden.:lool::lool: Da braucht man bei fiesem Wetter nicht mehr raus:kopfkratz:

Gruß Jürgen

Heidi 1920
04.02.2013, 17:16
Hallo,
die Fernbedienung braucht MEHR Personal, das ist bekannt und trotzdem wird es durchgesetzt.
Axel

Ausstellungsschiff
04.02.2013, 21:37
Auf dem Main gibt's das schon seit einigen Jahren.
Zunächst haben wir alle dagegen gewettert; das würde niemals funktionieren, was ist, wenn was passiert und kein Schleusenmeister mehr vor Ort ist; das Schleusen würde dann viel zu lange dauern, usw.
Inzwischen hat's sich gut eingespielt und wir genießen es, nicht mehr hoch zur Schleuse zu müssen. Alle Schleusen sind längst mit Fax, Telefon, Internet ausgestattet.
Einen schönen Abend wünscht
Karin

mainschnickel
05.02.2013, 09:14
hallo ausstellungsschiff
Wie kannst du die Fernsteuerung geniessen? Wie oft bist du früher auf die schleuse hoch? In Kostheim Fahrschein machen musst du noch immer. Raus müssen wir eh, vor der Fernsteuerung sind wir doch oft ohne festmachen geschleust worden jetzt muss man sogar im Kanal festmachen. Und dann wie oft muss man fragen: kann ich einfahren, machen Sie bitte mal grün. Statt ein freundliches wort kriegt mann ab und zu einen Anschiss: ich bin dabei die andere Schleuse zu bedienen. Früher bist du eingefahren Tor zu und schleuste schon wenn das Tor noch nicht ganz zu war. Die letzte der Mohikaner gibt es noch in Faulbach und Freudenberg. Demnächst müssen die auch statt mit Fahrrad 500 m an ihre Schleuse zu fahren bei Nacht und Nebel teilweise jeden Tag 40 bis 60 Kil fahren und das auch wieder zurück in die Fernsteuerzentrale bei Aschaffenburg. Im Endeffekt wird denen die Freizeit und das Kilometergeld noch vorenthalten. War früher ein Reibholz im Tor ist die Schleusenmeister runter mit einem Flierhaken und hat es entfernt, jetzt wird am Komputer probiert und entweder drückt das Tor aus den Angeln (ist auch schon passiert), oder es muss doch einer kommen vom technischem Dienst. Stundenlang ruht dann die Schiffahrt. Und die sonstige Störungen, weil keiner vor Ort ist? Am oberen Neckar ist es noch schlimmer: meine Erfahrung ist dass man nur grün bekommt nachdem man zig mal fragt.
Also was willst du geniessen? Gute Fahrt auf dem Main und Neckar.

SchiffundTechnik
05.02.2013, 09:42
die Gespräche mit den (meist) netten Schleusenpersonal nicht vergessen

binnenvaart
05.02.2013, 09:59
Wir haben auf der Maas auch fernbedienung,schleuse St.Andries,schleuse Lith und die brucke in Macharen,wen einer college von mir nachtdienst hat dan darf er nur einer bedienen ( ist alleine auf der bedienung,tags uber sind drei da ),wen da ein andere schiifer ruft darf er die nicht antworten,erst ein object fertig machen befor er das andere object bedienen darf.

grusse Rene

Robert67
05.02.2013, 16:23
Hallo,
die Fernbedienung braucht MEHR Personal, das ist bekannt und trotzdem wird es durchgesetzt.
Axel

Richtig
Weil die Rufbereitschaft nicht berücksichtigt wird bei der angeblichen Personaleinsparung.

Dazu die Kosten für den Umbau.

Mehr Wartezeit bei kleinen Störungen, welche bisher einfach vor Ort gelöst werden konnten.

Und wenn wirklich mal einer mit seinem Sportboot/Kanu was immer um Hilfe schreit hört das auch niemand.
Oder ein Draht/Tau wegfliegt.
Auf den Monitoren sieht man auch nicht alles.

Ist nur eine Frage der Zeit, wann das mal Menschenleben kostet.

Und dann?