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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ergänzungen - Gebr. Grieshaber



Andy
17.06.2013, 16:10
Hallo miteinander,

solltet Ihr Ergänzungen, Richtigstellungen, etc. zu den Schiffen der Reederei Gebr. Grieshaber haben, bitte in diesen Bereich einstellen.

Danke für Eure Mitarbeit.

Grüße Andy

Poettekucker001
13.08.2025, 13:43
Moin

Laut IVR 99 sind die Baudaten so:

Baujahr : 1972
Erbaut in : :pl:
Bauwerft : Wilsa Shipyard, Gdansk

Oggersheim 4303070

Baujahr : 1969
Erbaut in : :d:
Bauwerft : Hilgers AG, Rheinbrohl

McRonalds
20.01.2026, 22:24
Grieshaber kaufte so um 1966 die zehn Krupp Schwerlastflösse. Hat jemand genauere Info? Ganz identisch scheinen sie nicht zu sein, es gab wohl zwei 'Endstücke'. Wie groß waren sie - und warum wurden sie so schnell verkauft? Und was wurde dann bei Grieshaber aus ihnen? Ich finde sie hier in der Liste nicht. Groß in Erscheinung sind sie wohl nicht mehr getreten.

Gruß & Dank - Ronald;-)

Norbert
21.01.2026, 02:09
Ronald,

was ich aus Erzählungen weiss, dass Schubboot Herkules mit dem Lastrohrfloss davor war nicht der schnellste Verband. Durch die Bauweise der einzelnen Sektionen ist es wohl nicht so Strömumgsgünstig wie ein normaler Schubverband gewesen.

Ich denke die von dir benannten Sektionen waren mit dem Ankergeschirr ausgerüstet.

Im Kanal war das Lastrohrfloß von Wintrans unterwegs, die Behälter müssten von der Bauart ähnlich gewesen sein. Vielleicht kann unser Navico2 was dazu sagen

Ich hab 1973 mit der Schifffahrt angefangen da gab es den Verband von Krupp nicht mehr.

Gruß Norbert

Cuxi
21.01.2026, 10:05
Moin, moin;
das müssten ja dann diese sein; IVR 1969.
MfG
Helmut

Norbert
21.01.2026, 14:02
Die Teile GG 1 und GG 10 im IVR 1969, sind die Endstücke 19,75 x 15,00 x 2,60 m mit dem Ankergeschirr.
Auf dem Foto Schwerlastfloss (https://www.binnenschifferforum.de/showthread.php?23736-Schwerlastflosse-von-Reederei-Krupp) liegen die Beiden Endstücke mit einem Mittelstück im Ruhrorter Eisenbahnbassin.

McRonalds
21.01.2026, 19:12
Bei der Größte 500 t Tragfähigkeit: alle Achtung. Trotzdem scheint sich das System nicht bewährt zu haben, wie Norbert schreibt.

Norbert
21.01.2026, 19:35
Ronald,
10 x 500 t = 5.000 t, dahinter Schubboot Herkules mit 2 x 620 Ps

Die Manntrans Leichter 1 - 8, Typ Europa 70 x 9,50 x 3,00 m, 1.630 t (Verband 176 x 19 m, 6520 t) Schubboot Mannesmann I mit 2 x 900 Ps. Obwohl der Mannesmann Verband breiter und tiefer war, lief er deutlich besser.
Die alten Kollegen haben erzählt das sie den Krupp Verband auf einer Bergfahrt zweimal überholt haben. Das erste mal kurz hinter Rotterdam und das zweite mal kurz vor Rheinhausen.
Dazwischen lag ein kompletter Umlauf Duisburg - Rotterdam - Duisburg.

McRonalds
21.01.2026, 19:41
Gab's die Schwerlastflöße nicht schon bevor das Schubboot da war? Ich meine, ich hätte mal so was irgendwo gelesen. Wurde das Teil, bzw. die Teile zuerst geschleppt?

Norbert
21.01.2026, 19:56
Die Flossteile sind 1957 - 1959 auf der Ruhrorter Schiffswerft gebaut worden. In dem Link in #6 hat Waterman ganz oben folgendes geschrieben

Zitat: "Im Januar 1958 fanden die erste Schubfahrten mit den sogenannten 'Schwerlastflösse" von Reederei Krupp statt. In die erste Jahre wurden diese Schubleichtern noch geschubt von zwei Schleppboote welche an der Hinterseite an Backbord und Steuerbord festgemacht hatten.
Im Jahre 1959 kam der Schubboot Hercules als erste Schubboot der Reederei Krupp in Fahrt. Bis 1966 wurde meistens mit Erz zwischen Rotterdam und Rheinhausen gefahren.
In 1966 wurden diese kleine Leichter ausrangiert und mann stellte um auf die damals gängige Leichter im Europa-Mass."

Das ist die Anwort auf deine Frage.

McRonalds
21.01.2026, 20:03
...der Schuber wurde sogar noch kurz mit 'konventionellen' Leichtern eingesetzt (https://cdn.binnenvaart.eu/userfiles/images/schepen/00000-10000/5009/600/21930-herkules.jpg)...

Navico 2
21.01.2026, 20:13
Gab's die Schwerlastflöße nicht schon bevor das Schubboot da war? Ich meine, ich hätte mal so was irgendwo gelesen. Wurde das Teil, bzw. die Teile zuerst geschleppt?

McRonalds,
in der Tat ein Floß gab es schon früher, 1943 in Straßburg gebaut und die Boote 1943 in Vlaardingen.
Hier im Forum vertreten
Lastrohrfloß Paul-Marie oder
Lastfloß Wintrans 50, 222 m x 9 m x 2,10 m 2933 Tonnen.

Das war der erste Schubverband (Neubau) auf dem 1943.

Die beiden Boote haben 1943 die Lastrohrbehälter in Straßburg abgeholt und in die westdeutsche Kanäle gebracht
und wurden im Kanalbau eingesetzt,
ab ca 1949 bis 1990 im Kohlenverkehr vom Ruhrgebiet nach Salzgitter im Einsatz.
1990 in Salzgitter bei der DEUMU verschrottet.

Norbert
21.01.2026, 20:13
Die Reederei Krupp Handel hat 1964 die ersten Leichter Kruppschub 1 - 4 auf der Ruhrorter Schiffswerft bauen lassen. 70 x 9,50 x 3,20m, 1.700 t.

Das dürfte besser gelaufen sein. Denn der Wasserbüffel und Nashorn hatten auch nur 2 x 630 Ps.

Norbert
21.01.2026, 20:42
Das Schubboot Herkules war ein Katamaran. Da hat jeder Maschinist seinen eigenen Maschinenraum gehabt. Zitat von einem ehemaligen Kollegen der da drauf als Maschinist gefahren ist.

Reinier D
22.01.2026, 00:23
Das Schubboot Herkules war ein Katamaran.

Das SB Herkules war nicht richtung einem Katamaran, aber erbaut aus 2 emalige Monopol boten zusammen gebaut.
ER wurde 1n 1983 verschrotterd nach das er noch einigemalen als Buroschiff in Antwerpen gelegen ist.

mfg :captain: Reinier.