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Stadt_Aschaffenburg
02.04.2014, 23:38
Mitgliederversammlung des BDB e.V. in Duisburg

Erste Mitgliederversammlung nach der Verbändefusion – BDB feiert 40-jähriges Jubiläum


Jubiläum in Duisburg-Ruhrort: In seiner jährlichen Mitgliederversammlung, die der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt e.V. (BDB) heute in Duisburg abgehalten hat, konnte die Organisation fast auf den Tag genau auf 40 Jahre erfolgreiche Verbandsarbeit zurückblicken. Am 26. April 1974 fand im „Haus Rhein“, dem Sitz der Binnenschifffahrtsverbände in Duisburg-Ruhrort, die konstituierende Sitzung des BDB statt.

Um die Verbandstätigkeit zu konzentrieren, wurde der Ende der 40er Jahre gegründete BDB im April 1974 als Zusammenschluss verschiedener, regional tätiger Stromgebietsverbände mit einer entsprechenden Satzung komplett neu aufgestellt. 40 Jahre später lässt sich feststellen, dass der BDB sich erneut erfolgreich um eine Bündelung der Kräfte in der Binnenschifffahrt bemüht hat: Die im August 2013 vollzogene Fusion des BDB mit dem Arbeitgeberverband der deutschen Binnenschiffahrt e.V. (AdB) hat wieder zu einer Konzentration der Kräfte und damit zu einer Steigerung der Schlagkraft im Wirken für das Binnenschifffahrtsgewerbe geführt. Dieses Fazit konnte BDB-Präsident Georg Hötte vor den Mitgliedern ziehen: „Die Fusion von AdB und BDB stärkt uns in unserer Arbeit und bei der Verfolgung unserer Ziele. Die Branche verfügt über ein Sprachrohr und wird entsprechend öffentlich wahrgenommen!“

Im Rechenschaftsbericht ging Präsident Georg Hötte detailliert auf die Situation des Binnenschifffahrtsgewerbes ein. Erfreuliche Steigerungen bei der Transportleistung und bei der transportierten Gütermenge stehen derzeit noch im Widerspruch zur Ertragslage, die das fünfte Jahr in Folge unbefriedigend ist. Enorme Kostensteigerungen bei Schiffstreibstoffen und im Personalbereich sind hier ebenso ursächlich wie das niedrige Frachtratenniveau. Unerfreuliche Sonderereignisse wie etwa der monatelange Streik der Schleusenwärter haben dem Binnenschifffahrtsgewerbe zusätzlich massiv geschadet.

Die Geschäftsführer Jens Schwanen und Jörg Rusche berichteten den Mitgliedern über die Ziele der Verbandsarbeit und legten Rechenschaft über die Aktivitäten der vergangenen 12 Monate ab. Im Mittelpunkt stand dabei u.a. die Arbeit in Berlin. Höhepunkte waren die erfolgreiche Platzierung des Systems Wasserstraße im Koalitionsvertrag der Bundesregierung und der Parlamentarische Abend in Berlin, bei dem Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt zu den Gästen des BDB sprach. In den Bereichen Nautik, Technik und Umwelt konnte der BDB erfolgreich Einfluss auf die nationalen und internationalen Regelwerke nehmen. Im Themenfeld Arbeit und Soziales konnte der Schifffahrtsverband gute Rahmenbedingungen für die Zukunft der Branche schaffen. Gut für die Zukunft ist der BDB auch aufgestellt mit dem in seiner Trägerschaft stehenden Schulschiff. Die ersten Modernisierungen an Bord sind abgeschlossen; in Kürze folgt die zweite große Umbaumaßnahme für eine zeitgemäße Unterbringung und Ausbildung der Azubis in der Binnenschifffahrt.
BDB-Präsident Georg Hötte dankte den Mitarbeitern der Geschäftsstelle für die erfolgreiche Arbeit der vergangenen 12 Monate. Er dankte zugleich den ehrenamtlich Aktiven im BDB: „Ehrenamtliches Engagement in den Fachausschüssen und Kommissionen ist leider keine Selbstverständlichkeit mehr. Es ist äußerst bedauerlich und für mich auch unverständlich, dass große Unternehmen in der Binnenschifffahrt sich zurückziehen und die weitere Entwicklung der Branche derart vernachlässigen. Auf lange Sicht schaden diese Unternehmen sich und der gesamten Branche!“

Seit der Fusion von AdB und BDB ist der Verband nun auch Tarifvertragspartner von Verdi für das fahrende Personal in der Binnenschifffahrt. Die Verbandsmitglieder wählten daher eine neue Tarifkommission, die innerhalb der Organisation über die zukünftigen Tarifabschlüsse der Branche entscheidet.

Damit der Binnenschifffahrtsverband auch zukünftig als schlagkräftige Organisation für diese Branche agieren kann, müssen die finanziellen Möglichkeiten vorhanden sein. Die Verbandsmitglieder beschlossen daher eine Änderung der Beitragsordnung, die u.a. eine gleichmäßigere Verteilung der erzielbaren Einnahmen auf die Gesamtheit der Mitglieder zum Gegenstand hat.