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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mit großen Reisebus in Rogätz übergesetzt.



Achterpiek
22.06.2016, 19:30
Hallo zusammen,

in Rogätz landete unser Reisebus laut Navi an der Elbe.
Mit 25 Tonnen Gewicht durfte der Fährmann uns aber Übersetzen.

MfG Herbert !

kaeptn-tom
22.06.2016, 21:43
Hallo Herbert!
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß es einen Kollegen gibt, der einen Reisebus, der 40 Tonnen wiegt, auf seine Fähre fahren lässt, die eine Last von nur 25 Tonnen bewegen darf. Zumal ein Reisebus, je nach Sitzabstand, zwischen 40 u. 50 Personen an Bord hat!!! Dein Beitrag hier im Forum wäre für den Fährmann der Supergau.
Darum habe ich gegoogelt: Ein 3-Achser Reisebus hat ein Leergewicht von ca 12 bis 15 Tonnen. Und ein zulässiges Gesamtgewicht von max. 24 Tonnen. D.h., 50 Personen mal wohlgenährte 100 Kilo bringen max. 5 Tonnen auf die Waage. 15 Tonnen plus 5 Tonnen macht zusammen 20 Tonnen. Mit ein bischen Gepäck dazu bist du bei ca. 22 Tonnen.
Die Fähre darf 25 Tonnen tragen, damit war alles im grünen Bereich.

MfG Thomas

sprenk13
22.06.2016, 22:45
Die Clausen Fähren erlauben eine max. Achslast von 8 Tonnen. Insofern ist der Bus kein Problem.

Achterpiek
23.06.2016, 14:23
Hallo Thomas,
Ich habe mich mit 40 Tonnen vertan, der Busfahrer hat auch gesagt der Bus wiegt 25 Tonnen.
MfG Herbert !

Navico 2
23.06.2016, 16:19
Hallo Streithähne ::pfeif:

Ein Reisebus wiegt leer, je nach Ausstattung 13-14 Tonnen,
und hat ein zul. Gesamtgewicht von 18 Tonnen.

Gruß Manfred

faehrenfan
23.06.2016, 19:11
Moin moin,

die Fähre Rogätz, hier sind die Daten auf der Webseite (http://www.faehre-rogaetz.de/) nachzulesen,
darf als größte Gesamtmasse 25 Tonnen und als größte Einzellast ebenfalls 25 Tonnen tragen.
Die größte Radlast beträgt 4 t.

Aus der Preisliste:
Ein Bus bis 12 Tonnen zul. Gesamt Gewicht kostet bei Einzelfahrt 8,50 Euro und über 12 Tonnen zul. Ges. Gewicht 15 Euro.

Damit dürfte nun eindeutig klar sein, das der Bus transportiert werden durfte ...

@sprenk13:
Die Fähre Rögätz ist keine Clausen Fähre, :kopfkratz1: sondern wurde bei der Schiffswerft Georg Placke GmbH, Aken gebaut.

Was die zulässige Achslast der Clausen Fähren angeht, die ist unterschiedlich.
Unsere "Kornsand (http://www.binnenschifferforum.de/showthread.php?26894-Kornsand-AF-04807740)" hat 10 Tonnen zul. Achslast, ist aber verbreitert worden, also nicht mehr Original Typ 1.
Die "Spieker Möwe (http://www.binnenschifferforum.de/showthread.php?67524-Spieker-M%F6we-F-05116630-Elbe)" von der Elbe (Zollenspiek - Hoopte, Hamburg), auch eine Clausenfähre Typ I, hat ebenfalls 10 Tonnen (das ist die ex Fähre "Altripp-Mannheim").
Die Fähre "Mondorf (http://www.binnenschifferforum.de/showthread.php?24544-Mondorf-AF-04805350)" (II) ist eine Clausen Fähre Typ II und hat 10 Tonnen, die "Peter Pan (http://www.binnenschifferforum.de/showthread.php?7582-Peter-Pan-F%E4hre-04807290)" (für die Elbe entwickelt), hat 15 Tonnen.
Die alte "Baurat Stahl" (Bingen - Rüdesheim) hatte nur 8 Tonnen, gehörte mit ihrem Brückenaufbau aber weder zum Typ 1 noch zum Typ II,
und die Seitenpfortenfähre "Königswinter III (http://www.binnenschifferforum.de/showthread.php?47637-K%F6nigswinter-03-AF)" hatte ebenfalls 10 Tonnen.
Das dürfte denke ich reichen ... oder :pfeif:

Gruß Alex :wink:

meise
24.06.2016, 09:01
die kunst ist nicht-ob die Fähre den Bus trägt,
Das Problem sind meist die Rampen und die tiefliegenden Überhänge vorne und Hinten
spreche da aus erfahrung-und meiner liegt noch nicht so tief-wie die neuen Fahrzeuge
dank der Blattfedern
Gruß Ralf

faehrenfan
24.06.2016, 12:31
Moin moin Ralf,

stimmt, dem kann ich nur zustimmen.
Die Fähre Rogätz legt an einem Keilwagen an, der die Auffahrt auf die Fähre vereinfachen soll (die Fähre am Ufer sichert, den Wassserstand ausgleicht, die benötigte Länge der Fährklappen verkürzt und damit das mitzuschleppende Gewicht, etc.), aber die Uferrampe selber ist sehr steil so das Du bereits beim Auffahren auf den Keilwagen mit den Überhängen aufsetzen kannst / wirst.
Wenn der Keilwagen / Rampenwagen breit genug und lang genug gebaut wird, kannst Du schräg drauf fahren, aber bei so einer steilen Rampe ...
Ich habe bisher leider nur wenige Keilwagen / Rampenwagen gesehen, die ein optimales Auffahren auf die Fähre erlauben, weil sie sonst zu groß und schwer werden, was zu Probleme beim angleichen an den Wasserstand führt und vermutlich der Hauptgrund für den Kompromiss mit den kleineren Rampenwagen ist ... (Beispiele: Fähre "Fritz Middelanis" zwischen Köln-Langel / Leverkusen Hitdorf, Fähre Bingen - Rüdesheim, Fähre Altrip - Mannheim)

Ferdinand Clausen hat in seinem Buch geschrieben, das die normalen Fährrampen (und die Militärrampen) eine optimale Steigung von 10% und mehr haben dürfen, damit seine von ihm entwickelten Fährschiffe gut daran anlegen können, so wie die alten Gierponten); wie steil (in Prozenten) die Rogätzer Rampe ist, weiß ich aber nicht.

Gruß Alex :wink: