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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bank zieht sich aus Schiffsfinanzierung zurück



Yggdrasil
03.10.2016, 09:56
Auf eine Kreditanfrage bei der Commerzbank,bei der ich nun schon 8 Jahre bin und jeden Kredit ,ohne Verzögerung ect.,zurückbezahlt habe,erhiehlt ich nun folgende Antwort.

,,Die Bank zieht sich generell aus dem Bereich der Schiffsfinanzierungen zurück, das betrifft auch die Binnenschifffahrt.

Es tut mir leid, Ihnen keine positive Nachricht übermitteln zu können."

Beim nachsehn ,was los ist,viel mir dieser link hier zu.

https://www.dvbbank.com/~/media/Files/D/Dvb-Bank-Corp/dvb-in-press/2014/Hansa-November-2014.pdf

Da wird schon angedroht, das 2016 Banken sich aus der Schiffsfinanzierung zurückziehen,was ich wohl vergessen habe.

Insbesondere ist der Fazit des Artikels interessant,wo von

<Gut etablierten Kunden«, wie die Deutsche Bank es formuliert, steht eine Schiffsfinanzierung weiter offen>

und

<Sorgen bereiten vielen Banken die niedrigen Charterraten.Reedereien müssen mehr Rede und Antwort stehen denn je zuvor: Sichere Fracht und effizienter Betrieb sowie Strategien gegen geringe Frachtraten sind wichtiger als zuvor.>

die Rede ist.

In der Beziehung möchte ich hier nun mal die Frage stellen,

Wie zum Teufel, finanziert man einen Neubau bei den jetzigen Frachtraten?

Ich kann rechnen wie ich will,aber wenn ich mich nicht die nächsten 10 Jahre an der Suppenküche anstellen will,komme ich auf keine Lösung.
Eine längere Finanzierung halte ich für schlichtweg irre,da nach 10 jahren erfahrungsgemäß Überholungen und Reparaturen anfallen,die dann nicht bezahlt werden können.
Oder glaubt irgentjemand tatsächlich noch,das sich die Frachtraten die nächsten Jahre zumindest verdoppeln werden!?

Sind die Frachtraten für Neubautanker oder Frachter schon so gestiegen und wenn ja wo?

Wenn es die denn gibt,warum rasen geraden die Neubauten,gegen alle Gesetze und ohne Rücksicht, Tag und Nacht wie die Irren durch die Gegend!?

Natürlich lässt sich das rechnen,wenn ich 1 mio Eigenkapital hätte! Nur hätte ich weit schönere Sachen im Kopf ,als mir davon ein Binnenschiff zu kaufen.

Was die sichere Fracht angeht,frage ich mich ,was den Banken erzählt wird!?
Wo bekommt man denn Verträge die länger wie 1 Jahr laufen,die so etwas rechtfertigen könnten.

Konzerne wie Jägers,Haniel ect. sind wohl,da sie ihre Verluste aus der Schiffahrt auf andere Bereiche abschreiben können, mit <gut etabliert> gemeint.
Ausserdem rechnen die wohl noch nach altbewährten Prinzip, A2 besetzt,B fahren und A1 bezahlen,was wohl auch die ständige Suche,wegen großer Fluktuation,aller großen Reederein,nach Personal bestätigt.

Jedenfalls reicht ein Vertrag der sich, seit nun 8 Jahren ,jedes Jahr stillschweigend verlängert, nicht aus, um zumindest bei der Commerzbank als solch angesehn zu werden.

So genug geheult.

Wer kennt eine nette Bank ,bei der ein Schiffahrtsbetrieb noch einen Kredit bekommt?

Jürgen
03.10.2016, 12:22
Servus,
ja die Krise ist in der Schiffahrt voll in Gang! Leider werden die Seeschiffahrtsmaßstäbe von unwissenden Managern auf die Binnenschiffahrt übertragen.
In 1997/98 war unsere Schiffahrt auch schon mal tot bis mausetot bewertet, da bin ich an die Bank für Schiffahrt in Hannover geraden und bin seitdem da als zufriedener Kunde. Die haben 100% Ahnung von der Binnenschiffahrt.
Wie bei Allem, es gibt auch Leute, die haben da gänzlich andere Meinungen.
Der Artikel aus der HANSA bezieht sich auf die Seeschiffahrt, da läuft ja einiges anders als bei uns Flußfahrern.

Jürgen

Padler
03.10.2016, 15:45
Auf eine Kreditanfrage bei der Commerzbank,bei der ich nun schon 8 Jahre bin und jeden Kredit ,ohne Verzögerung ect.,zurückbezahlt habe,erhiehlt ich nun folgende Antwort.

,,Die Bank zieht sich generell aus dem Bereich der Schiffsfinanzierungen zurück, das betrifft auch die Binnenschifffahrt.

Es tut mir leid, Ihnen keine positive Nachricht übermitteln zu können."


Hallo Yggdrasil,

du scheinst wohl etwas hinter dem Mond zu wohnen...
Das ist doch eigentlich ein alter Hut,
das sich die Commerzbank aus den Schiffsfinanzierungen zurückzieht.
Auch der Commerzbank nahe stehende Kreditinstitute praktizieren den Rückzug.

So wie man aus informierten Kreisen hört,
werden bei einigen guten Kunden noch neue Kredite gewährt,
sofern es sich um Investitionen in einen bestehenden Betrieb handelt.
Ein Kauf eines gebrauchten oder neuen Schiffes fällt da nicht drunter.




<Sorgen bereiten vielen Banken die niedrigen Charterraten.Reedereien müssen mehr Rede und Antwort stehen denn je zuvor: Sichere Fracht und effizienter Betrieb sowie Strategien gegen geringe Frachtraten sind wichtiger als zuvor.>

die Rede ist.

Ich kann rechnen wie ich will,aber wenn ich mich nicht die nächsten 10 Jahre an der Suppenküche anstellen will,komme ich auf keine Lösung.
Eine längere Finanzierung halte ich für schlichtweg irre,da nach 10 jahren erfahrungsgemäß Überholungen und Reparaturen anfallen,die dann nicht bezahlt werden können.
Oder glaubt irgentjemand tatsächlich noch,das sich die Frachtraten die nächsten Jahre zumindest verdoppeln werden!?

Sind die Frachtraten für Neubautanker oder Frachter schon so gestiegen und wenn ja wo?


Steigende Frachten??? Wo??
Sag bescheid wenn du einen Befrachter gefunden hast.




Wie zum Teufel, finanziert man einen Neubau bei den jetzigen Frachtraten?

Natürlich lässt sich das rechnen,wenn ich 1 mio Eigenkapital hätte! Nur hätte ich weit schönere Sachen im Kopf ,als mir davon ein Binnenschiff zu kaufen.

Och da gibt das so einige Tricks auch ohne Eigenkapital.
Gutes Beispiel sind hierfür einige Neubautanker im Kanalgebiet,
wo ein einfacher Schiffsführer plötzlich ein eigenes Schiff hat...
Du musst nur die richtigen Kontakte haben.

Von einem schrottreifen 80m zu einem 110m Neubau zu schielen und dann eine solide Finanzierung anstreben?
Träum weiter!
Entweder hast du gut Eigenkapital und ein gut verkäufliches gebrauchtes Schiff,
oder du musst zu Harakiri Finanzierungen greifen.




Was die sichere Fracht angeht,frage ich mich ,was den Banken erzählt wird!?
Wo bekommt man denn Verträge die länger wie 1 Jahr laufen,die so etwas rechtfertigen könnten.


Also sorry wenn eine Bank so was von dir verlangt,
ist doch eigentlich schon ganz klar das die dich nicht finanzieren wollen...




Konzerne wie Jägers,Haniel ect. sind wohl,da sie ihre Verluste aus der Schiffahrt auf andere Bereiche abschreiben können, mit <gut etabliert> gemeint.
Ausserdem rechnen die wohl noch nach altbewährten Prinzip, A2 besetzt,B fahren und A1 bezahlen,was wohl auch die ständige Suche,wegen großer Fluktuation,aller großen Reederein,nach Personal bestätigt.


Du scheinst echt hinter dem Mond zu leben...
Heutzutage bei den Konzernen muss jede einzelne Firma Gewinn abwerfen,
nicht umsonst wird beim großen I ständig umstrukturiert.

Und auch das mit dem Personal funktioniert so schon lange nicht mehr.
Die hohe Fluktuation hast du nur weil die Kreuzfahrer alles abwerben um die Schiffe in Fahrt zu halten.
Da werden Löhne gezahlt, das verdienst du als selbständiger Unternehmer bei weitem nicht.

Das ist doch grad bei den Partikulieren ein großes Problem.
Ein Patti der keine Schichtfahrt anbietet hat doch gar keine Chance überhaupt halbwegs vernünftiges Personal zu finden.
Die Zeiten wo der Matrose nur im Sommer 3-4 Wochen in Urlaub gehen konnte,
und dann des Skippers Frau für ihn einspringt sind schon sehr lange vorbei.




Jedenfalls reicht ein Vertrag der sich, seit nun 8 Jahren ,jedes Jahr stillschweigend verlängert, nicht aus, um zumindest bei der Commerzbank als solch angesehn zu werden.
Wer kennt eine nette Bank ,bei der ein Schiffahrtsbetrieb noch einen Kredit bekommt?

Wie oben schon mal geschrieben,
eindeutig das keine Finanzierung gewollt ist.
Ich habe einige Bekannte die bei ihren örtlichen Volksbanken oder Sparkassen eine sehr gute Finanzierung bekommen haben.
Hierzu sei gesagt, das es sehr hilfreich ist wenn das eine Bank in der Nähe einer bekannten Binnenwasserstraße ist,
und diese auch Erfahrung in der Branche hat. Die VB Hintertupfing 250km zum nächsten Fluss wird wohl kaum der richtige Ansprechpartner sein.


VG Padler

Yggdrasil
04.10.2016, 01:13
Moin Moin Padler,


Mal ein paar fragen von ,,hinterm Mond"

Hier geht es nicht um den Kauf eines neuen Schiffes,sondern um lumpige 50 000 euro.
Deswegen war ich so schockiert ,das die ,obwohl noch vor 2 Monaten Kredite sogar angeboten wurden,plötzlich garnichts mehr geht.

<Och da gibt das so einige Tricks auch ohne Eigenkapital.>,

Mich würden eher die Tricks interessieren,wie man bei den Frachtraten,die Kreditraten für einen 5 mio Neubau bezahlen kann.
Das mit derm <ein gut verkäufliches gebrauchtes Schiff> ist ja wohl nicht ernst gemeint oder!?
Selbst wenn man noch 1 mio Eigenkapital reinbringt, bleiben immer noch 4 mio zu finanzieren und das über 10 Jahre, bringt dich auf eine monatliche Rate von?
Komm mir nicht mit 20 Jahre ect. das ist nämlich, meiner Meinung nach, Deine erwähnte Harakifinanzierung.

Warum? Weil spätestens nach 10 Jahren Umbauten bzw. Reparaturen kommen ,die man dann nicht zahlen kann.
Das konnte man doch schon sehen.Großspurig Neubau kaufen und dann keine 2000,. euro für ein AIS-Gerät.Ich hab das Gejammer noch in den Ohren und die richtig teuren Neuerungen, kommen ab 2020 erst noch,die auch wieder bezahlt werden möchten.
Das die Bank dabei nach Planungssicherheit fragt ist wohl doch klar.Alles andere wäre,,trickreich finanziert,, und damit ausgeschlossen.
Ich höre noch die Hymmnen vom Koppelverband ,,Tanja". ,,Wir haben Verträge ,alles ist gesichert , bla bla bla,
Wo ist der heute? Naja die eine Hälfte im Kanal und wo der Rest ist,weis der gute Finanzier sicher.
Wenn das gehörte stimmt,zieht sich sogar Dettmer von den geplannten Neubauten erstmmal zurück und sucht Doppelhülle unter Vertrag,da Partikuliere ja bekanntlich Tag und Nacht umherschippern, für ,paar Euronen.
Was machen eigentlich die geplannten Neubauten der Harmsgruppe ,sollten da nicht schon mehr unterwegs sein, Muaah,Ja es lohnt so ein Neubau auf alle Fälle,ganz sicher trickreich Finanziert.
Aber egal.
So!

<Heutzutage bei den Konzernen muss jede einzelne Firma Gewinn abwerfen>

Dann erklär mir doch bitte mal wie man ,wo die bei Frachtraten in der Tankschiffahrt um die 5 Euro, HH - Magdeburg, im Kanal irgentwo Gewinn erwirtschaften.
Achso dafür haben sie ja ihre, so gut finanzierten, Partikulierer oder !?
Selbst im 24h verkehr machst Du nicht mehr wie max 12 Reisen und das auch nur ,wenn Du unter Vertrag, überall vorgezogen Laden und Löschen kannst.
Habe ich den nicht und rechne ich dann die Kosten für Besatzung ect. ab,komm ich auf nicht mehr, als ich in der in der A1-Fahrt auch habe.

Ich bin Partikulier mit einem ,wie Du sagst ,,schrottreifen" Schiff,ich habe 2 Bootsleute im Schichtdienst und erwirtschafte,(so nun mal was aus dem Nähkästchen),einen Gewinn von dem jeder träumt .
Oh,es gibt sie , die guten Frachten. Eigentlich sind das alle,aber wenn ich Fracht von Haniel,mit Papieren von der NVG, für die DTG transportiere oder den Rest ,nachdem die Genossenschaften selber die Preise in den Keller manövriert haben,um die Fracht zu bekommen, kann das nichts werden.
Ich habe schon mehrere kennengelernt die Frei fahren und bei 2 Reisen weniger, mehr Einnahmen, im Monat haben, als Genossenschaftler.
Höhren tust Du von denen nix,warum auch ,das hier auch nicht das Thema.
Oder doch,denn selbst bei guten Einnahmen bekomme ich ,selbst wenn ich wollte ,keine Finanzierung eines Neubaus hin.

Wie schon erwähnt geht es auch nicht darum ,sondern um die Finanzierung einer Werftrechnung.
Oh,warum ich die bei den Einnahmen nicht selber hab.Nun ja ,mein Fehler,der dieses Jahr beim Finanzamt abbezahlt ist.

Aus diesem Grund,vielen Dank für den Hinweis, das es die noch gibt und es nicht alle Banken sind, die sich jetzt krummstellen.

Yggdrasil
04.10.2016, 01:15
Moin Moin Jürgen,

danke für die Antwort,dann werd ich da mal schaun,wie es bei denen aussieht.

Padler
05.10.2016, 16:38
Moin Moin Padler,
Mal ein paar fragen von ,,hinterm Mond"

Hier geht es nicht um den Kauf eines neuen Schiffes,sondern um lumpige 50 000 euro.
Deswegen war ich so schockiert ,das die ,obwohl noch vor 2 Monaten Kredite sogar angeboten wurden,plötzlich garnichts mehr geht.


Moin Yggdrasil,

Hmm... schon seltsames Verhalten...

Ich weiß von einen Fall bei einem Frachtschiff,
bei dem die Bedienung der Finanzierung normal verlaufen ist,
und als dann ca. 15.000,--€ für einen Aggregat gebraucht wurden die Bank "no" gesagt hat ...

Sieht mir sehr ähnlich aus.
Und ist natürlich für dich persönlich echt übel,
und ich wünsche dir auf jeden Fall viel Glück
das du die 50.000,-- € doch noch irgendwie bekommst.





<Och da gibt das so einige Tricks auch ohne Eigenkapital.>,

Mich würden eher die Tricks interessieren,wie man bei den Frachtraten,die Kreditraten für einen 5 mio Neubau bezahlen kann.
Das mit derm <ein gut verkäufliches gebrauchtes Schiff> ist ja wohl nicht ernst gemeint oder!?
Selbst wenn man noch 1 mio Eigenkapital reinbringt, bleiben immer noch 4 mio zu finanzieren und das über 10 Jahre, bringt dich auf eine monatliche Rate von?
Komm mir nicht mit 20 Jahre ect. das ist nämlich, meiner Meinung nach, Deine erwähnte Harakifinanzierung.


Ich kenn mich mit Tanker nicht so gut aus,
und somit auch nicht mit den üblichen Frachtraten.
Das natürlich ein EH-Tanker grad kein so ganz gutes Eigenkapital ist,
ist ja nun mal logisch ... Die Zeit für EH-Tanker tickt und tickt ...
(übrigens meiner Meinung nach ist die Umstellung absolut richtig)

Eine anfängliche monatliche Rate von ca. 45.000,-- € (wenn ich so rechne wie du)
muss natürlich erstmal reinkommen, was m.E. so derzeit nicht möglich ist,
gibt ja schließlich noch andere Kosten...

Du hast zwar recht das irgendwann Reparaturen und Überholungen anfangen,
soweit ich weiß ja bei einem Tanker spätestens nach 5 Jahren wo die erste "Klasse" fällig ist.
Das muss aber m.E. stetig als Rücklage gebildet werden.
Also als Beispiel auf 20 Jahre finanziert bist du bei einer anfänglichen Rate von 28.000,-- €
Und dann legst du 10.000,-- € beiseite. hast nach 5 Jahren also 600.000,-- € für die erste "Klasse".
Hört sich doch gar nicht schlecht an. Die 28.000,-- € halte ich für erreichbar.
aber die den zusätzlichen 10.000,-- € bin ich sehr skeptisch.

Wie du siehst ich halte 20 Jahre bei einem Neubau nicht für Harakiri,
ich halte es für Harakiri eine Schiff ohne Eigenkapital zu finanzieren.
Bzw. das EK selbst auch noch zu finanzieren.
Bei einem gebrauchten Schiff sollte m.M.n. die Laufzeit aber auf jeden Fall geringer sein.

Du hast in dein Beispiel eine EK-Quote von 20% genannt,
das wäre mir persönlich noch etwas zu wenig.
Persönlich würde ich mindestens 33% erzielen wollen.
Wobei das ein Betriebswirt wahrscheinlich auch wieder ganz anders sehen wird,
aber ich kein BWLer sondern Partikulier in der 6. Generation...




Das die Bank dabei nach Planungssicherheit fragt ist wohl doch klar.Alles andere wäre,,trickreich finanziert,, und damit ausgeschlossen.
Ich höre noch die Hymmnen vom Koppelverband ,,Tanja". ,,Wir haben Verträge ,alles ist gesichert , bla bla bla,
Wo ist der heute? Naja die eine Hälfte im Kanal und wo der Rest ist,weis der gute Finanzier sicher.
Wenn das gehörte stimmt,zieht sich sogar Dettmer von den geplannten Neubauten erstmmal zurück und sucht Doppelhülle unter Vertrag,da Partikuliere ja bekanntlich Tag und Nacht umherschippern, für ,paar Euronen.
Was machen eigentlich die geplannten Neubauten der Harmsgruppe ,sollten da nicht schon mehr unterwegs sein, Muaah,Ja es lohnt so ein Neubau auf alle Fälle,ganz sicher trickreich Finanziert.
Aber egal.


Klar brauchen die Banken einen Zettel wo eine Zahl drauf steht,
aber das ist doch nur hübsch für die Akten...
Was am ende zählt ist dass die Raten pünktlich kommen.

Wenn du den KVB meinst an den ich denke,
der war im Sommer zeitweilig nicht im Kanal,
aber du kannst davon ausgehen das der fährt wie eh und je.
Genauso wie die H.Schiffe




<Heutzutage bei den Konzernen muss jede einzelne Firma Gewinn abwerfen>

Dann erklär mir doch bitte mal wie man ,wo die bei Frachtraten in der Tankschiffahrt um die 5 Euro, HH - Magdeburg, im Kanal irgentwo Gewinn erwirtschaften.
Achso dafür haben sie ja ihre, so gut finanzierten, Partikulierer oder !?
Selbst im 24h verkehr machst Du nicht mehr wie max 12 Reisen und das auch nur ,wenn Du unter Vertrag, überall vorgezogen Laden und Löschen kannst.
Habe ich den nicht und rechne ich dann die Kosten für Besatzung ect. ab,komm ich auf nicht mehr, als ich in der in der A1-Fahrt auch habe.


Die Reedereien haben ganz klar andere Frachten,
als das was wir Partikuliere bekommen.
Das wird bei euch Tankern nicht anders sein als bei uns Frachtern.




Ich bin Partikulier mit einem ,wie Du sagst ,,schrottreifen" Schiff,ich habe 2 Bootsleute im Schichtdienst und erwirtschafte,(so nun mal was aus dem Nähkästchen),einen Gewinn von dem jeder träumt .
Oh,es gibt sie , die guten Frachten. Eigentlich sind das alle,aber wenn ich Fracht von Haniel,mit Papieren von der NVG, für die DTG transportiere oder den Rest ,nachdem die Genossenschaften selber die Preise in den Keller manövriert haben,um die Fracht zu bekommen, kann das nichts werden.
Ich habe schon mehrere kennengelernt die Frei fahren und bei 2 Reisen weniger, mehr Einnahmen, im Monat haben, als Genossenschaftler.
Höhren tust Du von denen nix,warum auch ,das hier auch nicht das Thema.
Oder doch,denn selbst bei guten Einnahmen bekomme ich ,selbst wenn ich wollte ,keine Finanzierung eines Neubaus hin.


Wie wahr wie wahr ...
Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen,
außer vielleicht das du bei deinem Gewinn die 50.000,--€ nicht mal eben flüssig hast...




Wie schon erwähnt geht es auch nicht darum ,sondern um die Finanzierung einer Werftrechnung.
Oh,warum ich die bei den Einnahmen nicht selber hab.Nun ja ,mein Fehler,der dieses Jahr beim Finanzamt abbezahlt ist.


Ahh Ok ... FA geht ja leider vor.




Aus diesem Grund,vielen Dank für den Hinweis, das es die noch gibt und es nicht alle Banken sind, die sich jetzt krummstellen.

Wünsche dir wie oben schon geschrieben viel Glück
Padler

Yggdrasil
05.10.2016, 21:58
Moin Padler,

Ich hatte mich nochmal weiter oben erkundigt und es wurde mir gesagt,das nur noch finanziert wird wenn entweder hohes Eigenkapital mit einfliest oder gleichwertige Sicherheiten hinterlegt werden.

<Wie wahr wie wahr> Hehehe!

Finde ich lustig,gerade wenn ich mir die Bordwände 10 Jahre alter Neubauten ansehe und ich jeden Spannt sehe.Nur weil mein Schiff nicht wie geleckt aussieht ,heist nicht, das es nicht mit jedem Neubau mithalten kann.
Alles was die können, kann die gute Alte auch oder besser.
Reparaturanfälliger ? Pff, entfällt ,wenn man regelmäßige Überholungen,die auch beim Neubau anfallen,durchführt und wenn reicht ein Schraubenschlüssel,Hammer und ne Rohrzange und weiter gehts erstmal.Versuch das mal bei zb. einem Schnellläufer der stehn bleibt.
Aber zurück zum Thema.

Ich habe mal geschaut was so ein 10 Jahre alter Frachterneubau kostet. Es sind ja nur die Preise die Eigner noch dafür haben wollen,deswegen war ich überrascht,das die auch zwischen 3-5 millio liegen.
Davon 30 % ,dann liegen wir zwischen 900.000 und 1,5 millio hinzulegendes Eigenkapital^^ .Wer kauft sich denn ein Schiff zum arbeiten ,wenn er dafür halb Griechenland kaufen kann^^
Egal ,jetzt interessiert mich das wirklich und ich werde das von der Steuerberaterin durchrechnen lassen.

Du sagst ,das Du 28.000 euro Kreditrate für ,,erreichbar hälst^^
Nun gut, mag ja sein,aber plus allen anderen Kosten, würde ich sagen, brauchst Du dann einen Jahresumsatz von cirka 500.000,-
Euro und wenn Du den hast,frag ich mich ,was die Frachter sich über die Frachtraten beschwehren.
Bei 50.000 euro Umsatz im Monat / 10 Monate ist das doch vortrefflich. Das wären bei 4 Reisen im Monat,über 12 Euro /netto die Tonne.
Ich werde meiner Disponentin mal den Auftrag geben,sich demensprechend zu erkundigen,denn das halte ich für unwahrscheinlich.

Wäre schön,wenn Du dabei bleibst,auch wenn ich hier naive wirke.

Gute Fahrt

Padler
05.10.2016, 22:49
Finde ich lustig,gerade wenn ich mir die Bordwände 10 Jahre alter Neubauten ansehe und ich jeden Spannt sehe.Nur weil mein Schiff nicht wie geleckt aussieht ,heist nicht, das es nicht mit jedem Neubau mithalten kann.
Alles was die können, kann die gute Alte auch oder besser.


Bitte nicht falsch verstehen:
Und billiger!


Ob das bei dir zutrifft weiß ich natürlich nicht,
aber da ist auch was dran.
Höre im Hafen auch immer ist ja ein schönes Schiff,
viel besser als der oder der. Die xy ist ganz scheiße,
da kann man mit dem Bobcat nicht arbeiten passt nicht unter die Gangbord und so ...
Und was ist mit den Frachten ... Die scheiß Schiffe bekommen das gleiche.
Haben u.U. jede oder jede zweite Reise nen Ladungsschaden, aber der ist ja versichert ...




Reparaturanfälliger ? Pff, entfällt ,wenn man regelmäßige Überholungen,die auch beim Neubau anfallen,durchführt und wenn reicht ein Schraubenschlüssel,Hammer und ne Rohrzange und weiter gehts erstmal.Versuch das mal bei zb. einem Schnellläufer der stehn bleibt.


Ja da braucht es gleich einen Fachmechatroniker mit dem Laptop.




Ich habe mal geschaut was so ein 10 Jahre alter Frachterneubau kostet. Es sind ja nur die Preise die Eigner noch dafür haben wollen,deswegen war ich überrascht,das die auch zwischen 3-5 millio liegen.


Holländische Makler?
alles maßlos Überteuert!
Hatte wegen einem ca. 15 Jahre alten KVB angefragt 6,5 Mio €
m.E. ist ein Neubau aktuell für ca. 4,5 -5 Mio € möglich.
Und 15 Jahre bedeutet da müssen neue Maschinen rein...
für 3 Mio € inkl. neuen Motoren hätte man mal bei der Bank intensivere Gespräche führen können.




Davon 30 % ,dann liegen wir zwischen 900.000 und 1,5 millio hinzulegendes Eigenkapital^^ .Wer kauft sich denn ein Schiff zum arbeiten ,wenn er dafür halb Griechenland kaufen kann^^
Egal ,jetzt interessiert mich das wirklich und ich werde das von der Steuerberaterin durchrechnen lassen.


Das mit Griechenland ist gut.
Lecker Gyros




Du sagst ,das Du 28.000 euro Kreditrate für ,,erreichbar hälst^^


Bei einem Tanker wohl gemerkt,
und dem entsprechenden Einsatz.




Nun gut, mag ja sein,aber plus allen anderen Kosten, würde ich sagen, brauchst Du dann einen Jahresumsatz von cirka 500.000,- Euro


Das wird für die 28T€ Rate nicht ausreichen.
alleine die Rate beläuft sich dann ja auf 336T€ im Jahr.
bleiben ja nur 164T€ für den Rest.
Ich denke da fehlen ca. 200T€




und wenn Du den hast,frag ich mich ,was die Frachter sich über die Frachtraten beschwehren.


Siehe Rechnung wie vor...




Ich werde meiner Disponentin mal den Auftrag geben,sich demensprechend zu erkundigen,denn das halte ich für unwahrscheinlich.
Wäre schön,wenn Du dabei bleibst,auch wenn ich hier naive wirke.


also ich hörte die Tage von einer Reise für 38€/Tonne ...
Da muss man aber weit von seinem Kirchturm entfernt fahren.
Übrigens hat der Befrachter ein gutes Geschäft gemacht und nicht der Partikulier,
die Reise soll ca. 7 Wochen gedauert haben...
Aber 4 Reisen zu 12€/Tonne in einem Monat wirst du nicht erreichen können.
wenn du zwischen 7,50 - 9€/Tonne erreichst bist du gut.
Oder aber du schaffst eben nur 3 Reisen ...

Ist eine spannende Diskussion ich bleib dabei,
und wahrscheinlich wirke auch ich naiv.

VG Padler

Yggdrasil
06.10.2016, 03:15
Moin moin Padler,


Na ja, billiger nur ,weil das Schiff bezahlt ist,obwohl bei Wechsel ,nicht mehr reparierbarer sachen wohl eher höhere Kosten anfallen.

Ja, die Hafenarbeiter haben ganz andere Sorgen,die ein ganz neues Thema wären.
Alles spricht von öko,Grenzwerten ect. ,aber niemanden scheint es zu interessieren,das immer noch Schiffe mit Baujahr 1900 -1950 unterwegs sind ,an denen so gut wie nichts verändert wurde.
Selbst Trimmschrägen kannst Du da suchen.Aber die meisten sind nun schon in polnischer Hand.
Warum keine Abwrackprämie und Verbot des Weiterverkaufs solcher wirklichen Schrotthaufen.
Die gesamte westdeutsche Flotte ,im Kanal jedenfalls,besteht doch hauptsächlich noch aus umgebauten Schleppkähnen.

Jetzt bin ich an der Reihe mit, bitte nicht falsch verstehen.
Klar gibt Schiffe wo man nur noch am Kasko auf die Herkunft schließen kann. Teilweise noch genietet ,aber sonst technisch auf den neuesten Stand.

Andererseits ist das auch verständlich,die sind noch aus gutem deutschen Stahl.
Da können sie noch soviel von super neuen festen Stahl labern, mindesten aus der Hälfte besteht der Schrott aus Schrott. Nirgendwo wird mehr richtiges Eisen gegossen und selbst anders hergestellter Stahl besteht größtenteils aus Stahlschrott.Da können sie noch so viele DIN davor setzen,wie sie wollen.Das bedeutet doch nur, das es einer Norm entspricht,die jemand aufstellt um den Schrott zu rechtfertigen.

Da kommt mir ein Artikel in den Sinn ,wo einer Aluminium,mit der Festigkeit von Stahl entwickelt hat.Die suchten damals jemanden zum testen . Irgent ein Nordländer der Holz transportiert wollte sich daraus ein Schiff bauen lassen,Leider weiß ich nicht was daraus geworden ist.Mal schauen ob ich das noch finden tue.


Gut das Du das mit den Motoren ansprichst,Genau das meine ich ,mit Kosten die nach 10 Jahren auf einen zukommen.
Mal ganz abgesehen von den Sachen die die SUK fordert.
Da blick ich auch nicht mehr durch.

Der max. Sichtschatten des Rudergängers darf doppelte Schifflänge ,max 250 Meter nicht überschreiten, laut Vorschrift.Das gilt übrigens für alle.
Auf Meine Nachfrage bekam ich die Antwort ,das diesbezüglich ,keine Sondergenehmigungen erteilt werden.
Wie kommt es aber dann ,das hier Kübel im Kanal unterwegs sind ,deren Sicht sich auf den eigenen Laderaum oder das Rohrleitungssystem beschränkt.?

Eingangstüren zum Steuerhaus dürfen nicht nach hinten heraus führen , bzw, man muss das Steuerhaus zu jeder Zeit verlassen können.
Ob es da einen Bestandsschutz gibt weiß ich nicht,aber bei Neubau,darf das nicht sein.
Wie kommt es das viele Neubauten eben ,nur Diesen Ausgang haben.
Einer erzählte mir , man hätte eine Bodenluke^^ Auf die Frage wohin die führte bei abgesenktem Steuerhaus,kam als Antwort, na raus,aber da sei ja kein Platz um raus zu klettern^^

So gut wie kein,da weiß ich es nur von den Neubautankern,geht in Münster mit 2,50 Tiefgang unter den Brücken durch.Warum wird da nicht ständig konntrolliert.
Ich meine ,da steht in der ,,Binnenschiffahrt“, über einen Neubau er wäre für 80 % Kanalfahrt und 20 % außerhalb geplant.
Wer kommt denn auf solche Irrsinn sich ein Schiff zu kaufen oder bauen zu lassen,mit dem man nicht unter den Brücken durchkommt, obwohl man da den größten Teil fahren will.
Das ist nicht nur Münster,sondern entlang des Mittellandkanals fast alle Brücken.
Es wurde mir gesagt es läge an der Größe der Tanks,damit man bei leichten Sachen die Tonnage hat^^ Ich behaupte mal ,das ist Schwachsinn.Es liegt einfach daran das clevere Geschäftsleute einen Tanker konzipiert haben,mit dem man auch im Kanal fahren könnte.Der aber eigentlich nicht dafür gedacht war.

Diese versenkbaren Anker.Ich habe mal gefragt ,ob es da eine Enteisungsanlage dazu gibt.
Daraufhin wurde mir bestätigt ,das alles nur billig zusammengeschustert wäre und man auch nicht wüsste wie der wenn vereist zum fallen zu bewegen wäre.

So,nun aber zurück zum Geld.

Ich kann Dir versichern das kein,aber auch kein Tanker der Mineralöl fährt auch nur annähernd diesen Umsatz erzielt.
Mir wurde zwar gesagt,das es bei Benzin,da nur noch in Doppelhülle erlaubt, eine Erhöhung gab,aber trotzdem bleibe ich bei der Behauptung,bis mir einer eine Jahresbilanz zeigt, die das widerlegt.
Alle die man fragt ,sagen, ,,Ach das geht schon“.
Nun, ersten wird hauptsächlich Diesel und Heizöl transportiert und dafür gibt es z.B. in der Relation HH- Magdeburg , wenn die Angabe noch stimmt. zirka 5 euro netto.
Nun rechnen wir mal über den Daumen in der A 1 Fahrt.und 1 h pro Schleuse

Tag 1 - Einladung 1000 to und Fahrt bis max Wunstorf km 90 ESK
Tag 2 - Fahrt 125 km + 2 Schleusen bis Bergfriede km 270 MLK
Tag 3 – Fahrt ~ 60 km + 1 schleuse und Ausladung (wenn alles gut läuft)
Tag 4 – Fahrt 156 km + 3 Schleusen Uelzen Schleuse unterhalb km 72 ESK
Tag 5 – HH

5 Tage x 1400,- Euro/Tag = 7000,- Euro Kosten

1000 To x 5 euro Rate = 5000,. Euro Verdienst

= Verlust 2000 Euro

Warum ich die Leerfahrt mitrechne,weil ich die mitrechnen muss,da ich ja ,anders als in der Frachtschiffahrt,wieder zum Tanklager ,zurück muss.
Woher ich die 1400,- Euro/Tag nehme?
Hat mir mal ein Schiffahrtsanwalt ausgerechnet, als ich das Eichamt/SUK verklagen wollte.

Ich persönlich rechne mit 1200,-Euro/Tag.
Da wäre es dann ein Verlust von 1000 Euro.

Ich bin lange genug in der Tankschiffahrt A1 gefahren , um Dir sagen zu können,was man am 4ten Tag schon wieder tut.
Und da sind keine üblichen Schleusenränge von Uelzen und Scharnebeck mit eingerechnet.
Ladetermin ist Ladetermin ;O)

Also 5 Tage ein Umlauf,macht 6 Reisen im Monat = 30.000 euro/Monat

Das muss ich so rechnen bei einer Finanzierung,denke ich mal,denn alles was ich mehr einfahre brauch ich auch.
Das wären dann 30.000,- Euro Verdienst – 28.000,- Kreditrate. = Suppenküche

Aus diesem Grund meine Frage. Wie zum Henker finanziert man einen Neubau.?

Gute Fahrt

Padler
06.10.2016, 18:38
Na ja, billiger nur ,weil das Schiff bezahlt ist,obwohl bei Wechsel ,nicht mehr reparierbarer sachen wohl eher höhere Kosten anfallen.


Hallo Yggdrasil,

Genau das meine ich du kannst billiger fahren,
weil keine/nicht so viele Verbindlichkeiten da sind...
Der moderne DH-Tanker aber eigentlich nicht,
trotzdem wird er die selbe Fracht bekommen.

Und bei uns Frachtern ist das genau so.
Ich fahre mit meinem 1,5 Mio€ Schiff in direkter Konkurrenz zu einem 50.000,--€ Seelenverkäufer.



Alles spricht von öko,Grenzwerten ect. ,aber niemanden scheint es zu interessieren,das immer noch Schiffe mit Baujahr 1900 -1950 unterwegs sind ,an denen so gut wie nichts verändert wurde.
Selbst Trimmschrägen kannst Du da suchen.Aber die meisten sind nun schon in polnischer Hand.
Warum keine Abwrackprämie und Verbot des Weiterverkaufs solcher wirklichen Schrotthaufen.
Die gesamte westdeutsche Flotte ,im Kanal jedenfalls,besteht doch hauptsächlich noch aus umgebauten Schleppkähnen.


Tja du bekommst die alten Moten eben nicht kaputt.
aber ob die zulässigen Motoren die Grenzwerte überhaupt einhalten
oder a la VW manipuliert wurden weiß ja auch keiner.
Ich habe da bei manchem Motor so leichte bedenken.

Auch die Förderung aus Münster ist da der absolute Witz.
Das größte Problem ist aber das ein kleines Schiff als Neubau
unverhältnismäßig teurer ist im Vergleich zu einem großen Schiff.

Die zu installierende Technik ist bei beiden Schiffen fast identisch.




Jetzt bin ich an der Reihe mit, bitte nicht falsch verstehen.
Klar gibt Schiffe wo man nur noch am Kasko auf die Herkunft schließen kann. Teilweise noch genietet ,aber sonst technisch auf den neuesten Stand.

Andererseits ist das auch verständlich,die sind noch aus gutem deutschen Stahl.
Da können sie noch soviel von super neuen festen Stahl labern, mindesten aus der Hälfte besteht der Schrott aus Schrott. Nirgendwo wird mehr richtiges Eisen gegossen und selbst anders hergestellter Stahl besteht größtenteils aus Stahlschrott.Da können sie noch so viele DIN davor setzen,wie sie wollen.Das bedeutet doch nur, das es einer Norm entspricht,die jemand aufstellt um den Schrott zu rechtfertigen.

Da kommt mir ein Artikel in den Sinn ,wo einer Aluminium,mit der Festigkeit von Stahl entwickelt hat.Die suchten damals jemanden zum testen . Irgent ein Nordländer der Holz transportiert wollte sich daraus ein Schiff bauen lassen,Leider weiß ich nicht was daraus geworden ist.Mal schauen ob ich das noch finden tue.


Ja ein alter Schleppkahn ist nicht Tod zu bekommen,
aber das gleiche gilt doch auch für die BM´s.
Extra Leicht gebaut mit ganz dünnen Platten,
die Lebensdauer war glaub ich auf 20 Jahre angelegt.
Und nach über 40 Jahren fahren die auch immer noch...
Der Witz hoch drei in der Kriese in Holland sollten die neuen Schiffe in den Hochofen.
Ich kenn das Ergebnis jetzt nicht so ganz genau,
aber ich kann mir eigentlich nicht vorstellen dass auch nur einer wirklich verschrottet wurde...




Gut das Du das mit den Motoren ansprichst,Genau das meine ich ,mit Kosten die nach 10 Jahren auf einen zukommen.
Mal ganz abgesehen von den Sachen die die SUK fordert.
Da blick ich auch nicht mehr durch.

Der max. Sichtschatten des Rudergängers darf doppelte Schifflänge ,max 250 Meter nicht überschreiten, laut Vorschrift.Das gilt übrigens für alle.
Auf Meine Nachfrage bekam ich die Antwort ,das diesbezüglich ,keine Sondergenehmigungen erteilt werden.
Wie kommt es aber dann ,das hier Kübel im Kanal unterwegs sind ,deren Sicht sich auf den eigenen Laderaum oder das Rohrleitungssystem beschränkt.?

Eingangstüren zum Steuerhaus dürfen nicht nach hinten heraus führen , bzw, man muss das Steuerhaus zu jeder Zeit verlassen können.
Ob es da einen Bestandsschutz gibt weiß ich nicht,aber bei Neubau,darf das nicht sein.
Wie kommt es das viele Neubauten eben ,nur Diesen Ausgang haben.
Einer erzählte mir , man hätte eine Bodenluke^^ Auf die Frage wohin die führte bei abgesenktem Steuerhaus,kam als Antwort, na raus,aber da sei ja kein Platz um raus zu klettern^^


Tja die Leute von der SUK sind auch nur Menschen,
da hat jeder irgendwie sein eigenes Steckpferd was er kontrolliert und was nicht ...

Bodenluke im Steuerhaus? ich dachte immer die Dachluke wäre der Notausgang.
Das mit dem Sichtschatten würde ich jetzt im Kanal nicht so eng sehen.
Da hast du durch die Brücken das Steuerhaus doch eh ständig unten.
Und ja da macht das fahren kein Spass mit.
Guck dir die Schiffe auf dem Rhein an.
Die Tanker aus den 80 bis mitte 90 Jahren hatten fast alle feste Steuerhäuser.
Oder die Container Schiffe ... Bei 4 Lagen 250m Totenwinkel zu erreichen ist echt schwierig.




So gut wie kein,da weiß ich es nur von den Neubautankern,geht in Münster mit 2,50 Tiefgang unter den Brücken durch.Warum wird da nicht ständig konntrolliert.
Ich meine ,da steht in der ,,Binnenschiffahrt“, über einen Neubau er wäre für 80 % Kanalfahrt und 20 % außerhalb geplant.
Wer kommt denn auf solche Irrsinn sich ein Schiff zu kaufen oder bauen zu lassen,mit dem man nicht unter den Brücken durchkommt, obwohl man da den größten Teil fahren will.
Das ist nicht nur Münster,sondern entlang des Mittellandkanals fast alle Brücken.
Es wurde mir gesagt es läge an der Größe der Tanks,damit man bei leichten Sachen die Tonnage hat^^ Ich behaupte mal ,das ist Schwachsinn.Es liegt einfach daran das clevere Geschäftsleute einen Tanker konzipiert haben,mit dem man auch im Kanal fahren könnte.Der aber eigentlich nicht dafür gedacht war.


Also sorry das glaube ich die jetzt nicht.

Es ist zwar allgemein bekannt,
das die Tanker für die Fahrt durch Münster eine Sondergenehmigung mit 2,70m Tiefgang bekommen haben.
Das wurde aber mit der Sperrung des nördlichen DEK begründet,
und das die Tanker eben über den südlichen DEK keine Nachteile erleiden sollten.

Die größte Ungerechtigkeit daran ist ja das es nur für DH-Tanker möglich war.
Aber für ein richtiges DH-Frachtschiff keine Chance.
Aber so ist halt unsere Verwaltung...




Diese versenkbaren Anker.Ich habe mal gefragt ,ob es da eine Enteisungsanlage dazu gibt.
Daraufhin wurde mir bestätigt ,das alles nur billig zusammengeschustert wäre und man auch nicht wüsste wie der wenn vereist zum fallen zu bewegen wäre.


Wie wäre es vom Gewicht???
Das kann dir doch bei jeder Ankerkonstruktion passieren...

Aber Frag dich mal lieber warum die Schuber im Kanal keine Bugstrahlanlagen brauchen?




Ich kann Dir versichern das kein,aber auch kein Tanker der Mineralöl fährt auch nur annähernd diesen Umsatz erzielt.
Mir wurde zwar gesagt,das es bei Benzin,da nur noch in Doppelhülle erlaubt, eine Erhöhung gab,aber trotzdem bleibe ich bei der Behauptung,bis mir einer eine Jahresbilanz zeigt, die das widerlegt.
Alle die man fragt ,sagen, ,,Ach das geht schon“.
Nun, ersten wird hauptsächlich Diesel und Heizöl transportiert und dafür gibt es z.B. in der Relation HH- Magdeburg , wenn die Angabe noch stimmt. zirka 5 euro netto.
Nun rechnen wir mal über den Daumen in der A 1 Fahrt.und 1 h pro Schleuse

Tag 1 - Einladung 1000 to und Fahrt bis max Wunstorf km 90 ESK
Tag 2 - Fahrt 125 km + 2 Schleusen bis Bergfriede km 270 MLK
Tag 3 – Fahrt ~ 60 km + 1 schleuse und Ausladung (wenn alles gut läuft)
Tag 4 – Fahrt 156 km + 3 Schleusen Uelzen Schleuse unterhalb km 72 ESK
Tag 5 – HH

5 Tage x 1400,- Euro/Tag = 7000,- Euro Kosten

1000 To x 5 euro Rate = 5000,. Euro Verdienst

= Verlust 2000 Euro

Warum ich die Leerfahrt mitrechne,weil ich die mitrechnen muss,da ich ja ,anders als in der Frachtschiffahrt,wieder zum Tanklager ,zurück muss.
Woher ich die 1400,- Euro/Tag nehme?
Hat mir mal ein Schiffahrtsanwalt ausgerechnet, als ich das Eichamt/SUK verklagen wollte.

Ich persönlich rechne mit 1200,-Euro/Tag.
Da wäre es dann ein Verlust von 1000 Euro.


<Vorsicht Ironie>
Als erstes fällt mir auf das du etwas mehr einladen müsstest.
Dann müsstest du noch etwas schneller fahren ...
so mindestens 12 km/h sollten es schon sein.
Dann musst du ein und ausladen außerhalb der Fahrzeit ;-)
<Ironie zu Ende>

Nee deine Rechnung stimmt schon im großen und ganzen.
Und auch meine Beobachtung wenn ich im ESK bin wann die Tanker kommen.
2 Rundläufe pro Woche HH-MD sind nicht drin,
wenn überhaupt dann in B-Fahrt.





Ich bin lange genug in der Tankschiffahrt A1 gefahren , um Dir sagen zu können,was man am 4ten Tag schon wieder tut.
Und da sind keine üblichen Schleusenränge von Uelzen und Scharnebeck mit eingerechnet.
Ladetermin ist Ladetermin ;O)

Also 5 Tage ein Umlauf,macht 6 Reisen im Monat = 30.000 euro/Monat


Und wenn du mit einem DH-Tanker in B-Fahrt rechnest kommst du auf 72.000,--€
Klar dann kommst du mit 60.000,--€ oder 70.000,--€ Personalkosten im Jahr nicht mehr aus...




Das muss ich so rechnen bei einer Finanzierung,denke ich mal,denn alles was ich mehr einfahre brauch ich auch.
Das wären dann 30.000,- Euro Verdienst – 28.000,- Kreditrate. = Suppenküche

Aus diesem Grund meine Frage. Wie zum Henker finanziert man einen Neubau.?


Ich hab keine Ahnung aber es scheint zu funktionieren.
Wünsche dir auch gute Fahrt

VG Padler

Moretti
06.10.2016, 21:26
Moin Leute,

Nur ein kleines Beispiel: DH Tanker 85mx9,60m im Jahr 2015 91 Reisen hauptsächlich Mineralöle. Jeden Monat mehr als 60000 € Umsatz.
Frachtraten Hamburg-Magdeburg 10€, Lingen-Köln 10,75€, Stein-Magdeburg 18€, Gent-Magdeburg 21€ Lingen-Hannover Letter 10,50€ etc.

Gruß
Moretti

Yggdrasil
06.10.2016, 23:17
Moin Padler,

Warum sollte ein Neubau mehr Geld bekommen wie,ein altes Schiff?
Wenn ich ein neues Schiff haben möchte,dann häufe ich soviel Eigenkapital an,das ich mit den momentanen Frachtraten alles bezahlen kann.
Bei einer Investitionsrückstellung der Steuern, von höchstens 200.000 Euro und den Frachtraten eher Wunschdenken.Da man dann innerhalb von 3 Jahren bauen oder Kaufen muss,müsste man in 2,5 Jahren die restlichen min 30 % = 1,3 mio Eigenkapital erwirtschaften.Da der Gewinn aber in der Zeit auch versteuert wird ,wäre das schon 1 mio/ Jahr ,da 48 % die Steuer frisst, die an gewinn zu erwirtschaften wären..
Eine Finanzierung bei derartiger Eigenkapitalhöhe ist einfach Wahnsinn,wenn man sie nicht innerhalb eines Jahres erwirtschaftet.
Das schafft kein Partikulier,der nicht ein Schiff hat ,was schon 1 mio beim Verkauf bringt und auch dann wäre der Verlust jedes Jahr,an die Steuer Wahnsinn.
Von 100000 Euro Gewinn bleiben nur 52000 ,den Rest holt sich Finanz-und Gewerbeamt.
Kennst Du einen Weg das zu umgehen,meine Steuerberaterin, jedenfalls nicht.
Was mich daran erinnert, dieses Jahr zu wechseln.

Zurück zum Anfang.
Habe ich also keine 1,5 mio bei der Hand oder keinen Vertrag der mir diese Einahmen zusichert,ist jede Rechnerei sinnlos und man brauch sich nicht zu beschweren.

Nun stell ich mal mein Schiff ,Baujahr 1964 einem Neubautanker gegenüber.

Yggdrasil:

Boden:
- Eigentlich uninteressant ,da nach letzter Messung zugelassen,aber es sind 6 – 10 mm
Rohrleitungssystem + Pumpe = Edelstahl (das wahrscheinlich wertvollste am ganzen Schiff ,wenn sonst keiner an Bord ist)
Doppelhülle und Center Tanks mit Uni - Coating
Lade- und Löschleitung liegt unterhalb der Tanks,was ein gleichmäßiges beladen und löschen ermöglicht, ohne das die Pumpe zwischendurch Luft zieht und eigentlich nicht weiter,bis auf Tankfüllstandsalarm,überwacht werden muss
falls Löschpumpenmotor ausfällt,steht eine elektr. Edelstahlpumpe die über das Bordnetz betrieben wird, in Reserve
Hautmaschine Baujahr 1982 ,Langsamläufer = so gut wie unkaputtbar
Stromaggregate 2 = 1x neu + 1x ,,alt“
alle geforderten SUK – Sachen, wie doppelter überwachter Ruderhydrauliktank, seperater Tank für Steuerhaushydraulik,Altöltank ,feuerfeste Oberlichter waren schon,bis auf den Ruderhydrauliktank, seit Bau des Schiffes vorhanden.
Einmannradarfahrstand
Elektrische Anlagen über neue Schalttafel + Kabel,nur Beleuchtung,Ankerwinden ect. noch über alte

Neubau:

Rohrleitungssystem verzinkt + soweit ich weiß, normaler Pumpe in Stahlausführung
Doppelhülle + Center Tank mit ,ich nehm auch an Uni-Coating,da die meisten ja Chemietanker sind
Lade- und Löschleitung an Deck ,was bedeutet,das bei Be - und Entladung, Tank für Tank beobachtet werden muss und Stöße im Leitungssystem beim Luftziehen der Pumpe wahrscheinlich sind
meist 2 oder mehrere Lade- und Löschpumpen
sonst alles neu

Die Einhaltung von Ökonormen beim Hauptmotor lass ich gelten,obwohl Dein einwand garnicht mal soweit hergeholt ist.,wie man sieht
.Bei den Stromaggregaten spreche ich es denen ab,da diese Tag und Nacht laufen.
Ansonsten ist nur alles nur neu, aber nicht besser,sogar teilweise, was die Edelstahlsachen betrifft ,schlechter

Warum sollte ich mir einen Neubau kaufen? Weil Befrachter das so wollen?^^
Die sollen sich 2 Eimer kaufen oder sie akzeptieren das alte Baujahr,wenn sonst alles den Vorschriften entspricht.

Anstatt vor den Befrachtern zu knien,sollte man sie mal eben links liegen lassen mit,ja mit dem Hinweis auf die 2 Eimer.
Na ja, einen der aus der Reihe tanzt, gibt es ja immer,da wird es schwer.

Dem Kunden ist das jedenfalls völlig egal,Hauptsache seine Ware kommt billig,sauber,pünktlich und in voller Stückzahl an!

Ja es gibt den ein oder anderen ,die besonders öko sein wollen,da ist dann wieder der Hinweis auf,richtig, die 2 Eimer.

Der Gesetzgeber immer mehr Ökodreck vorschreibt?
Ja, da wäre was dran,ist aber nebensächlich,da die Ostblockstaaten ja nun EU sind und stehts Veto einlegen werden und es deswegen Bestandsschutz bis Sankt Nimmerlein geben wird.

Nur wer was neues baut,tja, der muss sich an all die schönen Vorschriften halten.!


<Tja die Leute von der SUK sind auch nur Menschen,
da hat jeder irgendwie sein eigenes Steckpferd was er kontrolliert und was nicht ... >

Es gibt diese Vorschriften und die SUK interesiert ,obwohl es das sollte,das wohl eher nicht.
Beim WSA wurde mir gesagt, man habe die Anweisung,die Schiffahrt nicht zu behindern.^^
Wann warst Du das letzte Mal ,auf der Weser?
Also ,wenn dieser Regelverkehr,nach Fertigstellung der Schleuse in Minden,nehme ich an, in Kraft tritt,nenne ich das nicht Behinderung,sondern einen ,,schweren Eingriff in den Schiffsbetrieb“ und da steht Gefängnis drauf,was in dem Fall ,auch gerechtfertigt wäre.

Nein, die WSP sollte so etwas kontrollieren und wie ich hörte ,gibt es den ein oder anderen der das auch schon tut.

Von der WSP in Münster bekam ich die Auskunft,das der Tiefgang auch kontrolliert wird und jedes mal Verstöße bei den Neubauten in Sachen Tiefgang entdeckt würden.
Ich selber sammle seit 3 Jahren Fotos ,von jeder Art solcher Verstöße.
Nein ,nicht um sie anzuzeigen,sondern um die Gesichter der Beamten zu sehen,wenn sie gesagt haben ,das gäbe es nicht und ich ihnen dann die selbigen vor die Nase halte.

Das nützt mir nix ,nur meiner Seele tut es gut,wenn sie ins stottern kommen.
Obwohl,wann war die letzte große Kontrolle ,sollte die nicht alle 3 Monate sein,muaaah!?
Andererseits schocke ich auch mal ,in dem ich sie anrufe und sage ich komme gleich zur Kontrolle vorbei^^
Das tu ich regelmäßig bevor ich an die Werft fahre.
,,So etwas haben wir ja noch nie erlebt“ kam die Aussage beim ersten mal.
Nun ja, was soll ich jetzt an die Werft und dann erzählen sie mir ,was ich alles vergessen habe,also möchte ich jetzt eine Kontrolle auf Mängel.
Das wurde anstandslos Bewilligt und ich habe nie später Probleme gehabt.

Bei den Ankern meine ich diese voll versenkten,die mit der Bordwand abschließen.
Bei frei hängenden ,friert dir höchstens die Kette fest.Aber bei denen ,denk ich mal bilden sich Eispanzer in der Ankerklüse.


Ein Fahrzeug oder ein Schubverband mit jeweils einer Länge von mehr als 90,00 m oder einer Breite von mehr als 9,65 m oder mit einer Abladetiefe von mehr als 2,50 m darf nur fahren, wenn es oder er mit einer aktiven Bugsteuereinrichtung oder einem Zweischraubenantrieb und einer Sprechverbindung zwischen Steuerstand und Spitze des Fahrzeugs oder Verbandes ausgerüstet ist.

Das gilt übrigens auf der Ruhr,WDK,DHK,RHK und KüK.

...oder Abladetiefe über 2,50m.....

Auf dem MLK gilt zwischen Süllfeld und Magdeburg, ab 125 m ,Bugstrahl oder Doppelschrauber.

Und hält sich einer daran?

Die DBR hat sich für ihre Containerverbände ,extra seperate Köpfe mit Bugstrahl gekauft,da die 24iger ja nur Einschrauber sind.
In letzter Zeit sehe ich aber immer öfter, Verbände die keine Container geladen haben, die ohne diesen unterwegs sind.Aber die nennen sich auch nur noch DBR,das Kommando hat -
,,Ahh,wo ist Probleeem,nix Probleeem,alles gut“



Ich war 2 Jahre in der B-Fahrt zwischen HH und Magdeburg bzw. Salgitter unterwegs.Da waren die Schleusen zwar noch ab 22 Uhr dicht ,aber wir haben es fast immer geschafft nicht zum Stillstand,zu kommen.
12 Reisen,wenn alles gut lief und wie gesagt ,das war unter Kontrakt,mit bevorzugter Be- und Entladung.
Da gab es 4 Euro/to und den Hass der gesamten aufgestachelten Nordflotte.
Ich war angestellt,mich hat es nicht interessiert.Ich kann mich noch dran erinnern , das wir mal genau vor einem Schiff geladen haben,das aber vor uns löschen sollte.
Ich wollte tauschen,bekam aber die Anweisung,zur Einladung.Völlig Irre!
Aber ,es gab außerplanmäßige wirkliche Nachtruhe,was auch mal schön war.
Achso und das Schiff hatte wirklich doppelte Besatzung.
Da die Tanklager auch kein 24 Stundenbetrieb haben kommst wie gesagt auf nicht mehr Reisen,weswegen B-Fahrt sinnig ist, auf der kurzen Relation.
Das macht dann 60,000,- bei 5 euro und richtig ,die Besatzungskosten ,bringen dich wieder an die Suppenküche.


Nur A1-Besatzung in der A2 Fahrt und ,richtig ,Nachts auch noch laden,dann eventuell reicht es.Aber dann nicht mehr für ein Stück Butter.
Ein Holländer erzählte mir jetzt,er hätte das durchkalkuliert und wenn er mit Frau, 20 Jahre ,ohne nennenswerte Reparatur 16h/Tag und 7Tage/Woche und abzüglich Feiertage/Jahr fahren würde, würde sich das rechnen.
Ich hab besseres zu tun,denke ich und er übrigens auch.
Von der Bank,jeden Monat Bootsmannslohn zu bekommen,nenne ich nicht Selbständigkeit.

Gute Fahrt

Yggdrasil
06.10.2016, 23:27
Moin Moretti,

Danke für die Antwort.

Das ja mal ne Ansage und wiederspricht allem gehörtem ,was die Raten betrifft.
Das rechnet sich schon besser . Ist das in der B-fahrt,mit Besatzung dafür und sind die Raten Netto?

Da gingen mir noch paar mehr Fragen durch den Kopf.
Also 91 Reisen im Jahr,was sich ja erstmal gut anhört und bei einem Durchschnitt von 10 Euro/to = 80.000,- Euro im Monat wären.
Was mich jetzt stutzig macht ,ist Deine Angabe von <Jeden Monat mehr als 60000 € Umsatz> .Meinst Du damit, über 60.000 im Monat würde für die Finanzierung reichen oder warum gibst Du die 80.000,- im Monat nicht an.
Warum warten alle,wenn man, sagen wir mal, 91 Reisen im Jahr erreichen kann,was ja schon eine nahezu 100 %ige Auslastung bedeutet, noch auf 2018 und die Stilllegung der Einhülle .
Die Frachtraten würden dadurch nicht steigen,da die Doppelhülle ja zu nahezu 100% ausgelastet ist.
Sind diese 91 die Norm oder war das nur ein gutes Jahr?

Eine Studie eines niederländischen Institutes ergab vor Jahren schon,das,bei dem Frachtaufkommen zu diesem Zeitpunkt,schon zuviel Doppelhülle unterwegs sei.
Ist das Frachtaufkommen so gestiegen,da ja immer noch gebaut wird.?

Das macht dann 8 Reisen im Monat,die dann B-Fahrt bedeuten ,richtig.!?
Das wiederum bedeutet, Du brauchst ,gesetz dem Fall,Du bist immer an Bord, noch 2 Schiffsführer und 4 Matrosen.
Jetzt weis ich nicht was man in der B-Fahrt heute so an Lohn bekommen tut und ich kenne auch die einzelnen Finanzierungsarten nicht.
Aus diesem Grund die einfache Frage,wieviel bleibt Dir im Jahr von den 910.000,- Euro an Gewinn?
Wenn Dir diese Frage zu intim ist,würde die Höhe der Kreditrate reichen.

Gute Fahrt


In dem Zusammenhang viel mir auch auf,wieso muss man in der A1-Fahrt einen Bootsmann haben und in der B-Fahrt reicht ein Matrose?
Wo versteckt sich denn da die Logik?

Padler
07.10.2016, 17:52
Hallo Yggdrasil,




Warum sollte ein Neubau mehr Geld bekommen wie,ein altes Schiff?
Wenn ich ein neues Schiff haben möchte,dann häufe ich soviel Eigenkapital an,das ich mit den momentanen Frachtraten alles bezahlen kann.


Es wäre zwar schön wenn das neue Schiff höhere Frachten bekommt,
aber für den Anfang würde es reichen das die alten Schiffe
nicht unter die Preise schießen um an Ladung zu kommen.




Bei einer Investitionsrückstellung der Steuern, von höchstens 200.000 Euro


Das bringt ja nicht viel,
zumal das den Buchwert ja gleich wieder mindert,
und dann nach einigen Jahren evtl. die Abschreibung fehlt obwohl die Finanzierung noch läuft...



Eine Finanzierung bei derartiger Eigenkapitalhöhe ist einfach Wahnsinn,wenn man sie nicht innerhalb eines Jahres erwirtschaftet.
Das schafft kein Partikulier,der nicht ein Schiff hat ,was schon 1 mio beim Verkauf bringt und auch dann wäre der Verlust jedes Jahr,an die Steuer Wahnsinn.
Von 100000 Euro Gewinn bleiben nur 52000 ,den Rest holt sich Finanz-und Gewerbeamt.
Kennst Du einen Weg das zu umgehen,meine Steuerberaterin, jedenfalls nicht.
Was mich daran erinnert, dieses Jahr zu wechseln.


Nee ich kenne das auch so.
Daher ja das du ein gutes gebrauchtes Schiff brauchst für den Neubau.
Der Schritt aus dem nichts zum Neubau ist doch der Wahnsinn,
über längere Zeit ein Schiff kaufen nach ein paar Jahren verkaufen,
Dann wieder ein Schiff kaufen und nach ein paar Jahren wieder verkaufen.
Der Daraus entstehende Buchgewinn ist doch soweit ich weis Steuerfrei.



Nun stell ich mal mein Schiff ,Baujahr 1964 einem Neubautanker gegenüber.
Yggdrasil:
Boden:
- Eigentlich uninteressant ,da nach letzter Messung zugelassen,aber es sind 6 – 10 mm
Rohrleitungssystem + Pumpe = Edelstahl (das wahrscheinlich wertvollste am ganzen Schiff ,wenn sonst keiner an Bord ist)
Doppelhülle und Center Tanks mit Uni - Coating
Lade- und Löschleitung liegt unterhalb der Tanks,was ein gleichmäßiges beladen und löschen ermöglicht, ohne das die Pumpe zwischendurch Luft zieht und eigentlich nicht weiter,bis auf Tankfüllstandsalarm,überwacht werden muss
falls Löschpumpenmotor ausfällt,steht eine elektr. Edelstahlpumpe die über das Bordnetz betrieben wird, in Reserve

Hautmaschine Baujahr 1982 ,Langsamläufer = so gut wie unkaputtbar
Stromaggregate 2 = 1x neu + 1x ,,alt“
alle geforderten SUK – Sachen, wie doppelter überwachter Ruderhydrauliktank, seperater Tank für Steuerhaushydraulik,Altöltank ,feuerfeste Oberlichter waren schon,bis auf den Ruderhydrauliktank, seit Bau des Schiffes vorhanden.
Einmannradarfahrstand
Elektrische Anlagen über neue Schalttafel + Kabel,nur Beleuchtung,Ankerwinden ect. noch über alte

Neubau:

Rohrleitungssystem verzinkt + soweit ich weiß, normaler Pumpe in Stahlausführung
Doppelhülle + Center Tank mit ,ich nehm auch an Uni-Coating,da die meisten ja Chemietanker sind
Lade- und Löschleitung an Deck ,was bedeutet,das bei Be - und Entladung, Tank für Tank beobachtet werden muss und Stöße im Leitungssystem beim Luftziehen der Pumpe wahrscheinlich sind
meist 2 oder mehrere Lade- und Löschpumpen
sonst alles neu

Die Einhaltung von Ökonormen beim Hauptmotor lass ich gelten,obwohl Dein einwand garnicht mal soweit hergeholt ist.,wie man sieht
.Bei den Stromaggregaten spreche ich es denen ab,da diese Tag und Nacht laufen.
Ansonsten ist nur alles nur neu, aber nicht besser,sogar teilweise, was die Edelstahlsachen betrifft ,schlechter

Warum sollte ich mir einen Neubau kaufen? Weil Befrachter das so wollen?^^


Na du hast ja scheinbar schon eine DH, also eigentlich kein Grund.
Wäre höchstens wegen dem Baujahr.
Und ich sag ja gar nicht das beim DH alles besser ist.
Wenn ich mir so manche angucke und mit meinem Elektriker darüber rede der einige genauer kennt,
weiß ich das da nicht alles Gold (oder Edelstahl) ist was glänzt...




<Tja die Leute von der SUK sind auch nur Menschen,
da hat jeder irgendwie sein eigenes Steckpferd was er kontrolliert und was nicht ... >

Es gibt diese Vorschriften und die SUK interesiert ,obwohl es das sollte,das wohl eher nicht.
Beim WSA wurde mir gesagt, man habe die Anweisung,die Schiffahrt nicht zu behindern.^^


Na das erzähl mal dem WSA Dbg.-Meiderich!!!




Wann warst Du das letzte Mal ,auf der Weser?
Also ,wenn dieser Regelverkehr,nach Fertigstellung der Schleuse in Minden,nehme ich an, in Kraft tritt,nenne ich das nicht Behinderung,sondern einen ,,schweren Eingriff in den Schiffsbetrieb“ und da steht Gefängnis drauf,was in dem Fall ,auch gerechtfertigt wäre.


Als großes Schiff sehe ich das naturgemäß etwas anders,
aber das was an der Weser laufen soll wird so nicht sehr lange funktionieren.
Aber wenn man sieht das es nicht klappt besteht m.E. Hoffnung das die Strecke doch noch ausgebaut wird.




Nein, die WSP sollte so etwas kontrollieren und wie ich hörte ,gibt es den ein oder anderen der das auch schon tut.

Von der WSP in Münster bekam ich die Auskunft,das der Tiefgang auch kontrolliert wird und jedes mal Verstöße bei den Neubauten in Sachen Tiefgang entdeckt würden.
Ich selber sammle seit 3 Jahren Fotos ,von jeder Art solcher Verstöße.
Nein ,nicht um sie anzuzeigen,sondern um die Gesichter der Beamten zu sehen,wenn sie gesagt haben ,das gäbe es nicht und ich ihnen dann die selbigen vor die Nase halte.


Interessiert mich nicht wirklich.
Wobei vielleicht sollte ich auch mal tiefer laden um zu etwas zu kommen,
wenn sich "alle" anderen so wirtschaftliche Vorteile erschleichen?

Mich hat das nur mit den Genehmigungen geärgert mit der Begründung die Tanker hätten DH.
Aber ein Frachtschiff mit DH bekommt keine Genehmigung weil es die anderen Wirtschaftlich benachteiligt.

Wie machen das eigentlich die Sunrise,
das die soviel mehr laden können?
Ich hab ja da so meine Vermutung zu ... Am Leichtgewicht liegt das nicht alleine ...




Das nützt mir nix ,nur meiner Seele tut es gut,wenn sie ins stottern kommen.
Obwohl,wann war die letzte große Kontrolle ,sollte die nicht alle 3 Monate sein,muaaah!?
Andererseits schocke ich auch mal ,in dem ich sie anrufe und sage ich komme gleich zur Kontrolle vorbei^^
Das tu ich regelmäßig bevor ich an die Werft fahre.
,,So etwas haben wir ja noch nie erlebt“ kam die Aussage beim ersten mal.
Nun ja, was soll ich jetzt an die Werft und dann erzählen sie mir ,was ich alles vergessen habe,also möchte ich jetzt eine Kontrolle auf Mängel.
Das wurde anstandslos Bewilligt und ich habe nie später Probleme gehabt.


Hahaha ...
mir ist das aber schon lieber das die nicht so oft kommen.
Wobei bei mir immer alles OK ist,
ist meine Einstellung dazu: schon wieder ....

Wobei mir mal einer sagte wenn das ein gutes Schiff ist,
macht denen das auch keinen so großen Spaß und nicht zu finden.
Auf denen die es nötig hätten hören die dann aber immer: niiixxx verssssttttteeeeeeehhhhhhhnnnnnn!




Bei den Ankern meine ich diese voll versenkten,die mit der Bordwand abschließen.
Bei frei hängenden ,friert dir höchstens die Kette fest.Aber bei denen ,denk ich mal bilden sich Eispanzer in der Ankerklüse.


Ok das ist ein Argument,
müsste man mal diejenigen Fragen die es haben.
Aber wenn die Tasche und der Anker gut zusammen passen sieht es schon schön aus.
Und so ne offen Nische wo der Anker drin hängt
widerspricht m.E. dem eigentlichen Sinn der Verordnung.

Aber und das hab ich auch schon öfters gesagt,
die Vorschriften sind nicht logisch.

Oder kannst du mir erklären,
warum ich einen DH-Tanker baue,
und dann die Betriebsstoffe bis in die Außenhaut
ja sogar im Doppelboden aufbewahrt werden dürfen???




Ein Fahrzeug oder ein Schubverband mit jeweils einer Länge von mehr als 90,00 m oder einer Breite von mehr als 9,65 m oder mit einer Abladetiefe von mehr als 2,50 m darf nur fahren, wenn es oder er mit einer aktiven Bugsteuereinrichtung oder einem Zweischraubenantrieb und einer Sprechverbindung zwischen Steuerstand und Spitze des Fahrzeugs oder Verbandes ausgerüstet ist.

Das gilt übrigens auf der Ruhr,WDK,DHK,RHK und KüK.

...oder Abladetiefe über 2,50m.....

Auf dem MLK gilt zwischen Süllfeld und Magdeburg, ab 125 m ,Bugstrahl oder Doppelschrauber.

Und hält sich einer daran?

Die DBR hat sich für ihre Containerverbände ,extra seperate Köpfe mit Bugstrahl gekauft,da die 24iger ja nur Einschrauber sind.
In letzter Zeit sehe ich aber immer öfter, Verbände die keine Container geladen haben, die ohne diesen unterwegs sind.Aber die nennen sich auch nur noch DBR,das Kommando hat -
,,Ahh,wo ist Probleeem,nix Probleeem,alles gut“


Wer sich daran hält?
Alle die nicht DBR heißen...
Und nicht nur in letzter Zeit sondern seit mindestens 15 Jahren.




In dem Zusammenhang viel mir auch auf,wieso muss man in der A1-Fahrt einen Bootsmann haben und in der B-Fahrt reicht ein Matrose?
Wo versteckt sich denn da die Logik?

Ähh 2 Matrosen oder?
Weil bei 2 Matrosen die die Hoffnung besteht das was der eine noch nicht kann,
kann dann der andere schon und umgekehrt ...
Und der Bootsmann kann es er hat ja Erfahrung ;-)




Nur ein kleines Beispiel: DH Tanker 85mx9,60m im Jahr 2015 91 Reisen hauptsächlich Mineralöle. Jeden Monat mehr als 60000 € Umsatz.
Frachtraten Hamburg-Magdeburg 10€, Lingen-Köln 10,75€, Stein-Magdeburg 18€, Gent-Magdeburg 21€ Lingen-Hannover Letter 10,50€ etc.


ich mag diese Kurzreisenkram nicht so,
daher sind 91 Reisen schon echt ne Hausnummer,
aber rechnerisch möglich.
Wenn jetzt die Frachten stimmen,
dann sollte sich das doch lohnen.

Nur warum hört man die DH-Tanker so klagen???


VG Padler

Moretti
07.10.2016, 21:01
Moinsen,
Einige Verlader (Bp, Shell etc )akzeptieren nur noch DH. Daher höhere Raten. Die Raten für Bp Reisen von Lingen o. d. Ruhrgebiet verändern sich nur marginal. Wenn im Nordraum der Schiffsraum knapp ist, werden nur für DH höhere Frachten gezahlt.
Die 91 Reisen wurden in verschärfter A2 Fahrt absolviert.
2014: 88 Reisen
2013: 86 Reisen
Man rechnet für ein 85m DH Tanker 55000 bis 60000 Euro Umsatz im Monat um die Unkosten einzufahren.
Gruß
Moretti

Yggdrasil
08.10.2016, 07:15
Moin Padler, Moin Moretti


Na ja, wir leben immer noch im Kapitalismus und der verschärft sich jeden Tag.
Soziale Marktwirtschaft ist Geschichte und es überlebt wieder nur der ,der rücksichtslos über Leichen geht.
Wie gesagt ,den Kunden ist es egal wer ,solange alles nach seinen Wünschen ankommt und das sich die Politik so massiv in den Markt einmischt,wird ein Ende gesetzt,wenn die Großen alles einkassiert haben.
Jemand sagte hier mal ,es wird irgentwann ,wieder nur noch große Reederein und ein paar kleine Familienbetriebe geben,was ich auch denke.
In dem Sinne macht es zum Beispiel Sommerfeld alles richtig.Nur in etwas anderer Art.
Alte Schiffe kaufen,rund um die Uhr tuckeln lassen,nichts groß mehr investieren und wenn sie fertig sind ,wieder ein etwas besseres gebrauchtes Schiff. Irgentwann ist der auch bei Neubau angelangt.Nur auf sicheren Weg halt.

Ja 2 Matrosen, aber das ist ja pro Schicht nur einer ,oder übersehe ich da gerade was!?
2 Schiffsführer + 2 Matrosen = einer pro Schicht

Man bekommt ja heute, gleich nach der Lehre schon den Bootsmann eingetragen,außer nach BinSchUO ,da es den da nicht gibt,Die müssen noch ein Jahr zum Steuermann warten.
Was ja auch eine Ungerechtigkeit ist.
Ich würde einen Matrosen,der im Kanal gelernt hat, auf alle Fälle jedem Bootsmann vom Rhein vorziehen.

91 Reisen sind rechnerisch möglich^^

Das wären 7,5 Reisen im Monat,aber da man,wegen Feiertage ect. nur 10 Monate rechnet,sind es dann schon 9 Reisen.
Lieber Moretti, das in der ,,verschärften A2 – Fahrt!?^^
Welche Strecke wäre das denn?

Ich habe das mal real,wenn der Eigner selber immer an Bord ist,in der B-Fahrt,mit Freischicht für Personal,überschlagen.

Kreditrate 28,000,- Euro = 336.000,- Euro
2 Schiffsführer a 4500.-Euro Brutto 9000,- Euro = 108.000,- Euro
4 Matrosen a 2500,- Euro Brutto 10.000,- Euro = 120.000,- Euro
20.000 l Diesel 10.000,- Euro = 100.000,- Euro
(0,50 cent)
Versicherungen = 20.000,- Euro
Eigner 5000,- Euro Brutto = 60.000,- Euro
Berufsgenossenschaft ? 7 x 5000,- = 35.000,- Euro
779.000,- Euro



779.000,- Euro Netto die ich haben muss, um auch nur die Unkosten zu decken und Du sagst Man rechnet 55.000,- bis 60.000,- ^^
Das wären dann 720.000,- Euro Umsatz im Jahr und 59.000,- Euro Verlust


Jetzt nehmen wir mal an ,und das meine ich so ,denn ich rechne jetzt mit rund 10,- Euro netto/To,
das man die Anzahl von Reisen jedes Jahr schafft!
Deswegen mal nur rund 85 Reisen im Jahr.

Das wären dann 850.000,- Umsatz
779.000,- Rechnungen
71.000,- Überschuss


Jetzt mal zu den Reisen.
Annahme HH – Magdeburg ,das sind rund 500 km hin/zurück.
11km/h pauschale Geschwindigkeit
Das macht rund 2 Tage wenn alles auf Grün steht. 2 x ½ Tag Ein-/Ausladung,also 3 Tage .
Das wären 10 Reisen, in der B-FAHRT, im Monat und würde sich gut anhören.
Die Erfahrung sagt mir aber ,das man aber nur max. 8 Reisen in der B-Fahrt schafft.
Dann wären das 80 Reisen im Jahr und es blieben immerhin noch 21.000,- Euro Überschuss.

Man Padler, Du hast Recht ,das rechnet sich!

Ups, rechnet man noch Öl,IHK und sonstigen Kleinkram ab, könnte es tatsächlich sein das 10.000,- im Jahr übrigbleiben.
Steuer lass ich mal weg,da die durch die Abschreibung des Schiffes eher nicht anfällt.

Und das in der Annahme,das dies so die nächsten 20 Jahre klappt^^
Das Selbstvertrauen möchte ich haben um das zu glauben zu können.

Ich bin gespannt auf Korrekturen ,der Rechnung,Eurerseits.

Von meiner Seite bleibt die Aussage für Partikuliere auf einem rein über die Bank finanzierten Neubau.

https://www.youtube.com/watch?v=U7-60tyLQhA

Keine Ahnung warum die Rechnung zusammengezogen wird,in der Vorschau ist sie ordentlich untereinander.

Padler
08.10.2016, 12:41
Moin Yggdrasil,


Na ja, wir leben immer noch im Kapitalismus und der verschärft sich jeden Tag.
Soziale Marktwirtschaft ist Geschichte und es überlebt wieder nur der ,der rücksichtslos über Leichen geht.
Wie gesagt ,den Kunden ist es egal wer ,solange alles nach seinen Wünschen ankommt und das sich die Politik so massiv in den Markt einmischt,wird ein Ende gesetzt,wenn die Großen alles einkassiert haben.
Jemand sagte hier mal ,es wird irgentwann ,wieder nur noch große Reederein und ein paar kleine Familienbetriebe geben,was ich auch denke.


Volle Zustimmung.
Das die Reedereien wieder vermehrt auf eigene Schiffe setzten,
liegt nicht an den guten Frachten, sondern weil die Verlader das wieder so wollen.
Wegen der Planungssicherheit.
Ansonsten gilt immer noch an der Schifffahrt wird Geld verdient,
nicht mit der Schifffahrt wird Geld verdient.




In dem Sinne macht es zum Beispiel Sommerfeld alles richtig.Nur in etwas anderer Art.
Alte Schiffe kaufen,rund um die Uhr tuckeln lassen,nichts groß mehr investieren und wenn sie fertig sind ,wieder ein etwas besseres gebrauchtes Schiff. Irgentwann ist der auch bei Neubau angelangt.Nur auf sicheren Weg halt.


Früher belächelt mit den Schrottschiffen,
inzwischen nicht mehr wegzudenken.
Und auch der Zustand der Flotte hat sich stets verbessert.
Die Havarien gehen zurück,
und selbst wenn mal was ist gibt es eine eigene Werft.

Inzwischen ist es sogar so gas Partikuliere für Sommerfeld fahren...




Ja 2 Matrosen, aber das ist ja pro Schicht nur einer ,oder übersehe ich da gerade was!?
2 Schiffsführer + 2 Matrosen = einer pro Schicht


Ja gut das ist logisch.
Aber wenn mal etwas außergewöhnliches ist,
wäre die andere Schicht ja auch noch da.
Bei A1 ist nur der Bootsmann da...




Man bekommt ja heute, gleich nach der Lehre schon den Bootsmann eingetragen,außer nach BinSchUO ,da es den da nicht gibt,Die müssen noch ein Jahr zum Steuermann warten.
Was ja auch eine Ungerechtigkeit ist.
Ich würde einen Matrosen,der im Kanal gelernt hat, auf alle Fälle jedem Bootsmann vom Rhein vorziehen.


Auf den Steuermann musst du auf dem Rhein auch ein Jahr Fahrzeit haben nach der Lehre.
Aber wer fährt schon nach BinSchUO?
Du brachst ja fast durch weg mehr Besatzung als nach RheinSchPersV.
Ich kenne nu einen einzigen Vorteil von der BinSchUO bezüglich der Kernruhezeit.




91 Reisen sind rechnerisch möglich^^

Das wären 7,5 Reisen im Monat,aber da man,wegen Feiertage ect. nur 10 Monate rechnet,sind es dann schon 9 Reisen.
Lieber Moretti, das in der ,,verschärften A2 – Fahrt!?^^
Welche Strecke wäre das denn?

Ich habe das mal real,wenn der Eigner selber immer an Bord ist,in der B-Fahrt,mit Freischicht für Personal,überschlagen.

Kreditrate 28,000,- Euro = 336.000,- Euro
2 Schiffsführer a 4500.-Euro Brutto 9000,- Euro = 108.000,- Euro
4 Matrosen a 2500,- Euro Brutto 10.000,- Euro = 120.000,- Euro
20.000 l Diesel 10.000,- Euro = 100.000,- Euro
(0,50 cent)
Versicherungen = 20.000,- Euro
Eigner 5000,- Euro Brutto = 60.000,- Euro
Berufsgenossenschaft ? 7 x 5000,- = 35.000,- Euro
779.000,- Euro

Rechnung ist im großen und ganzen stimmig und nachvollziehbar.
beim Diesel hast du etwas Puffer beim Preis eingerechnet - Sehr gut
Nur die Menge ist für eine 24h Kalkulation evtl. etwas wenig.
Dafür sind die BG-Kosten m.E. zu hoch ungefähr die hälfte ist realistisch.

Den Punkt "Eigner" würde ich hier noch nicht berücksichtigen.
Also als Kosten aus dem Schifffahrtsbetrieb 702.000,--€




779.000,- Euro Netto die ich haben muss, um auch nur die Unkosten zu decken und Du sagst Man rechnet 55.000,- bis 60.000,- ^^
Das wären dann 720.000,- Euro Umsatz im Jahr und 59.000,- Euro Verlust


Ich denke @Moretti meint mit den knapp 60.000,--€ die gerade berechneten Kosten aus dem Schifffahrtsbetrieb.
702.000,--€ / 12 Monate = 58.500,--€ --> kommt hin.




Jetzt nehmen wir mal an ,und das meine ich so ,denn ich rechne jetzt mit rund 10,- Euro netto/To,
das man die Anzahl von Reisen jedes Jahr schafft!
Deswegen mal nur rund 85 Reisen im Jahr.

Das wären dann 850.000,- Umsatz
779.000,- Rechnungen
71.000,- Überschuss



Ein DH-Tanker wird vermutlich mit etwas mehr Tonnen pro Reise rechnen.
Aber ich lass die 850.000,--€ mal stehen,
evtl. auch um einen kleinen Puffer zu haben,
falls mal keine 10€ erreichbar sind.

Also 850.000,--€ - 702.000,--€ = 148.000,--€




Jetzt mal zu den Reisen.
Annahme HH – Magdeburg ,das sind rund 500 km hin/zurück.
11km/h pauschale Geschwindigkeit
Das macht rund 2 Tage wenn alles auf Grün steht. 2 x ½ Tag Ein-/Ausladung,also 3 Tage .
Das wären 10 Reisen, in der B-FAHRT, im Monat und würde sich gut anhören.
Die Erfahrung sagt mir aber ,das man aber nur max. 8 Reisen in der B-Fahrt schafft.
Dann wären das 80 Reisen im Jahr und es blieben immerhin noch 21.000,- Euro Überschuss.


Ich würde noch etwas schneller fahren:
255km / 11km/h = 26,2h
255km / 13,5 km/h = 21,9h
288km / 16 km/h = 19h (Elbe)
Laden/Löschen (ich hab ja keine Ahnung) = Je 4h?
Schleusenrang Hebewerk je 5h

Ergibt 66,1h pro Umlauf über Kanal oder 58,2h über die Elbe
Ergo 10,5-12 Reisen im Monat
Jetzt sind noch keine Wartezeiten an den Tanklagern berücksichtigt,
und evtl. das dort am Wochenende nicht gearbeitet wird.

Also 2 Reisen weniger kommst du mit 8 Reisen pro Monat gut hin.

Jetzt willst du nur 10 Monate arbeiten was natürlich dein gutes Recht ist,
und evtl die Zeit auch für die Werft mit einplanst.
Da wir aber oben schon gerechnet haben das wir pro Monat ungefähr 58.500,--€ brauchen,
macht das quasi einen Verlust von 117.000,--€

Der BWLer würde dir jetzt mit dem Stichwort Verlustminimierung kommen.
Hab vor einigen Jahren als die Frachten so ganz schlecht waren das mal für mich durchgerechnet.
Und trotz schlechterer Frachten bin ich besser dran gewesen zu fahren als das Schiff still zu legen.

Aber lassen wir die Zahlen mal ruhig so stehen,
man soll ja ruhig etwas vorsichtiger kalkulieren.




Man Padler, Du hast Recht ,das rechnet sich!

Ups, rechnet man noch Öl,IHK und sonstigen Kleinkram ab, könnte es tatsächlich sein das 10.000,- im Jahr übrigbleiben.
Steuer lass ich mal weg,da die durch die Abschreibung des Schiffes eher nicht anfällt.


Den Kleinkram kannst du vergessen oder Pauschal rechnen,
aber die Reparaturrücklage haben wir tatsächlich ganz vergessen.
Und das ist ja ein etwas größerer Posten.

Dann wird das schon etwas knapper.
Also 850.000,--€ - 702.000,--€ - 120.000,--€ = es bleiben dem Skipper 28.000,--€ zum leben.
Da muss er also wirklich noch einen Monat mehr arbeiten ;-)




Und das in der Annahme,das dies so die nächsten 20 Jahre klappt^^
Das Selbstvertrauen möchte ich haben um das zu glauben zu können.


Zumindest brachst du dir über Langeweile keine Gedanken zu machen ;-)
Also dann bis die Tage

VG Padler

Moretti
08.10.2016, 23:36
Eine Kleinigkeit habt Ihr bei euren Berechnungen vergessen. Es kommen noch Liegegelder dazu. Macht pro 24 Std etwa 3000 €. Macht im Jahr 40000 bis 60000 Euro.
Ich kenne auch kein 85m Doppelhüller mit kompletter B Besatzung.

Gruß

Moretti

Yggdrasil
10.10.2016, 09:51
Moin Padler & Moretti


Also das ein DH mehr Tonnen rechnet, denke ich nicht , sollte er auf alle Fälle nicht,denn jede Fracht die Geld bringt geht in den Kanal.Das da mehr geht wie 1000 to ,glaube ich nicht.

Das mit den logischen, bei den Matrosen entzieht sich mir.
,,Was außergewöhnliches“
Wo dann 2 Matrosen da stehen ,weil ihnen die Erfahrung fehlt?

Oh, glaube einige der Burmesterschiffe fahren nur noch nach BinSchUO,da sie eh nicht auf dem Rhein fahren und die Zulassung dafür,zu hohen Investitionen bringen würde.
Das ist aber nur Hörensagen.
Ich tue das ,wenn nötig und richtig wegen der idiotischen Nachtruheregelung.

Ja ,das Jahr brauchen die auf dem Rhein auch,aber die beenden die Lehre als Bootsmann und die nach BinSchUO als Matrose,da es den Bootsmann da nicht gibt.
Es ist egal,nach welcher Besatzungsordnung das Schiff fährt,fehlen die Reisen auf dem Rhein,gibts nur den Matrosen und das ist sowas von Ungerecht.
Zumal der Matroseneintrag ja,für beide,richtiger wäre, nach der Lehre.
Bin mal gespannt, wann man als Steuermann auslernt^^

So nun zurück zu der Rechnung.

Den Punkt Eigner würdest Du noch nicht berechnen^^
Das musst Du aber bei einer Finanzierung und wenn ich nicht min. Schiffsführerlohn bekomme,dann tue ich mir den Stress nicht an.

Die 10 Monate rechne ich, weil man das so tut, wegen der Feiertage,Liegetage ect.
Du kennst jemanden der 365 Tage im Jahr in Fahrt ist?

Also + 60.000 im Jahr an Unkosten ,worauf übrigens noch Steuern anfallen,die Deine 28.000 auffressen würden ,wenn sie denn da wären.


Deine Geschwindigkeiten ,bei der Umlaufberechnung, sind ja lustig!

Mit 60.000,- kommst Du im Monat auf keinem Fall hin.
Und er schrieb ,,55000 bis 60000 Euro Umsatz im Monat um die Unkosten einzufahren „

Jetzt kommt Moretti mit dem Hinweis auf Liegegelder, die zwischen 40.000 und 60.000 euro im Jahr liegen sollen.

Lieber Moretti, Haben DH - Tanker eine separate Liegegeldverordnung bekommen?

Man hat 26 bzw 28 h Zeit zum Laden und löschen und da man die in der Tankschiffahrt, anders als in der Frachtschiffahrt,rund um die Uhr rechnet, und ich denke das, dies auf jeden Fall immer zu schaffen ist, frage ich mich ,wie kommt man denn, zu dem Liegegeld?

Andererseits,wer so bei einer Finanzierung rechnet,ist mehr wie trickreich,das nennt man dann schon Illusionist oder besser Selbstbetrüger.


ich fasse mal zusammen,wo wir gerade stehen.

Die nötigen Reisen ,sind nur in der B-Fahrt, unter Missachtung aller gesetzlichen Bestimmungen,was Besatzung,Geschwindigkeit usw. angeht, zu erreichen.

Nur durch Verdopplung der Frachtraten,wäre eine seriöse Finanzierung möglich.

Wann denken die DH-Eigner die kommen soll?
2018 ,da ja die Einhüllentanker am allen Schuld sind?
Wovon träumt Ihr denn Nachts?

Moretti ,du sagtest ,wenn im Nordraum Schiffe fehlen würden, würde für DH mehr bezahlt.

Wann und wie oft fehlen dort denn Tanker.
Die liegen hier still ,weil nichts zu fahren da ist .

Wenn die Einhülle wegfällt, dann werden die Kunden sehen was Sie für DH-Tanker an Fracht bezahlen müssen und sie werden schreien und jammern.
Also ich würde den Einhüller noch nicht so weit wegstellen,denn das sagen hat immer noch die Wirtschaft.

Gute Fahrt

Padler
11.10.2016, 14:50
Hallo Yggdrasil,




Also das ein DH mehr Tonnen rechnet, denke ich nicht , sollte er auf alle Fälle nicht,denn jede Fracht die Geld bringt geht in den Kanal.Das da mehr geht wie 1000 to ,glaube ich nicht.


Dann erklär doch bitte mal wieso bei den neuen KanalSchiffen (85x9,5x3,10) 1550 bis 1600 Tonnen dran stehen...

Rechne ich großzügig Länge mal Breite wären das 80 Tonnen auf einem Dezimeter.
Dann komme ich auch auf ca. 1000 Tonnen,
aber die Rechnung ist falsch!
Da ja Vor und Hinterschiff nicht voll tragen.

Wenn ich beispielsweise von 70 Tonnen per Dezimeter annehme,
dann habe ich eine Tragfähigkeit auf 2,50m von 1130 Tonnen.

Vom Gefühl kommt das m.E. eher hin,
wird aber auch noch nicht ganz genau stimmen
Auch wenn ich das anders rum rechne komme ich auf einen Leertiefgang der eher passt,
als du mit deinen 1000 Tonnen.

Und jede Reise 100 Tonnen mehr Ladung läppert sich dann bei 80 Reisen im Jahr ganz schön




Das mit den logischen, bei den Matrosen entzieht sich mir.
,,Was außergewöhnliches“
Wo dann 2 Matrosen da stehen ,weil ihnen die Erfahrung fehlt?

Oh, glaube einige der Burmesterschiffe fahren nur noch nach BinSchUO,da sie eh nicht auf dem Rhein fahren und die Zulassung dafür,zu hohen Investitionen bringen würde.
Das ist aber nur Hörensagen.
Ich tue das ,wenn nötig und richtig wegen der idiotischen Nachtruheregelung.


Wie gesagt das war ne Vermutung aber eine Logik zu erkennen ist echt schwer.
Wahrscheinlich haben die das mal ausgewürfelt...
Auch finde ich in der BinSchUO keine Besatzung für Schubverbände...




Ja ,das Jahr brauchen die auf dem Rhein auch,aber die beenden die Lehre als Bootsmann und die nach BinSchUO als Matrose,da es den Bootsmann da nicht gibt.
Es ist egal,nach welcher Besatzungsordnung das Schiff fährt,fehlen die Reisen auf dem Rhein,gibts nur den Matrosen und das ist sowas von Ungerecht.
Zumal der Matroseneintrag ja,für beide,richtiger wäre, nach der Lehre.
Bin mal gespannt, wann man als Steuermann auslernt^^


Naja die wollen ja die Ausbildung aufspalten,
in die eine Richtung auf Schiffsführung,
und eine Richtung Decksmannschaft.

Das mit den Rhein-Tagen ist aber schon recht lange abgeschafft.
Aber du hast recht,
bei der Einführung der neuen Schifferdienstbücher
wurde mein Bootsmann auf dem Rhein auch mal eben degradiert.
Waren aber nur 40 oder 50 Tage,
das haben wir dann mal so hingenommen....




Den Punkt Eigner würdest Du noch nicht berechnen^^
Das musst Du aber bei einer Finanzierung und wenn ich nicht min. Schiffsführerlohn bekomme,dann tue ich mir den Stress nicht an.


Natürlich muss das berechnet werden,
aber m.E. nicht an der Stelle wo du es gemacht hast.

Darum noch nicht...

Ein DH-Tanker wird vermutlich mit etwas mehr Tonnen pro Reise rechnen.
Aber ich lass die 850.000,--€ mal stehen,
evtl. auch um einen kleinen Puffer zu haben,
falls mal keine 10€ erreichbar sind.

Also 850.000,--€ - 702.000,--€ = 148.000,--€

hiernach kommen Privatentnahme und Repa-Rücklage....




Die 10 Monate rechne ich, weil man das so tut, wegen der Feiertage,Liegetage ect.
Du kennst jemanden der 365 Tage im Jahr in Fahrt ist?


365 Tage ist meistens nicht zu schaffen.
Aber in der Containerfahrt geht das schon.
Mein Schiff hat mal 639 Tage am Stück gemacht.
Für die Rechnung hier würde ich aber mit 11 Monaten kalkulieren.
Immerhin reden wir von einem Neubau,
sodass ein Argument mit Werft jetzt nicht zieht.




Also + 60.000 im Jahr an Unkosten ,worauf übrigens noch Steuern anfallen,die Deine 28.000 auffressen würden ,wenn sie denn da wären.


85 Reisen mal 1100 Tonnen mal 10€ Fracht ergibt 935.000,--€

Bei einigen Reisen sind auch 1250 Tonnen möglich.
ich denke so zeigt die Erfahrung das dann aber die Frachtrate entsprechend geringer ist.

Wir haben ja bisher etwas vorsichtiger mit 850.000,--€ gerechnet.
Also nochmal zurück zu den bisherigen Zahlen.

Dann wird das schon etwas knapper.
Also 850.000,--€ - 702.000,--€ = 148.000,--€ - 120.000,--€ = es bleiben dem Skipper 28.000,--€ zum leben.
Da muss er also wirklich noch einen Monat mehr arbeiten

An diesem Punkt hatte ich die Repa-Rücklage mit 120.000,--€ eingerechnet.
Natürlich kannst du und das wird ja auch jeder so machen erstmal deine Privatentnehme nehmen,
und dann gucken was für die Rapa-Rücklage übrig bleibt.

Also rechnen wir jetzt so:
148.000,--€ - 75.000,--€ Privatentnahme inkl. KK und ESt. = 73.000,--€ für Repa-Rücklage.
Und jetzt sind wir ja an dem Punkt den ich die Tage sagte,
dass es für die angenommene Repa-Rücklage von 10.000,--€ monatlich,
also 120.000,--€ im Jahr sind nicht drin.




Deine Geschwindigkeiten ,bei der Umlaufberechnung, sind ja lustig!


Findest du?
ich finde das schon recht vorsichtig gerechnet,
wenn ich mir so angucke wie im ESK gefahren wird.




Mit 60.000,- kommst Du im Monat auf keinem Fall hin.
Und er schrieb ,,55000 bis 60000 Euro Umsatz im Monat um die Unkosten einzufahren „


Gut das müsste @moretti nochmal aufklären was er jetzt genau meint.
Ist das der tatsächliche monatliche Umsatz,
oder ist die Summe die er vom Umsatz braucht um die Kosten zu decken?

Wenn das der tatsächliche monatliche Umsatz ist,
dann stimmen aber auch die Aussagen zu den Frachten oder den Reisezahlen nicht.
Selbst wenn ich nur mit 1000 Tonnen rechne.




Jetzt kommt Moretti mit dem Hinweis auf Liegegelder, die zwischen 40.000 und 60.000 euro im Jahr liegen sollen.

Lieber Moretti, Haben DH - Tanker eine separate Liegegeldverordnung bekommen?

Man hat 26 bzw 28 h Zeit zum Laden und löschen und da man die in der Tankschiffahrt, anders als in der Frachtschiffahrt,rund um die Uhr rechnet, und ich denke das, dies auf jeden Fall immer zu schaffen ist, frage ich mich ,wie kommt man denn, zu dem Liegegeld?


Das wundert mich jetzt auch etwas...
Also für mich zählen die Liegegelder einfach zum Umsatz.
Wenn ich jetzt,
weil es mal nicht klappt mit dem Laden oder Löschen,
die Summe x als Liegegeld bekomme,
dann werde ich evtl. auch ne Reise weniger Schaffen,
und dann entsprechend weniger Frachteinnahmen haben.

Das die Liegegelder bei uns Frachtern der Witz hoch drei sind ist ja bekannt,
in wie weit sich x und y bei den Tanker ausgleichen habe ich keine Ahnung.




Andererseits,wer so bei einer Finanzierung rechnet,ist mehr wie trickreich,das nennt man dann schon Illusionist oder besser Selbstbetrüger.


Ganz lustig wird das aber wenn man sich das Eigenkapital auch noch finanziert.
Denn bisher rechnen wir mit einer Finanzierung wo 20% EK eigeflossen ist...




ich fasse mal zusammen,wo wir gerade stehen.
Die nötigen Reisen ,sind nur in der B-Fahrt, unter Missachtung aller gesetzlichen Bestimmungen,was Besatzung,Geschwindigkeit usw. angeht, zu erreichen.


Richtig




Nur durch Verdopplung der Frachtraten,wäre eine seriöse Finanzierung möglich.


Das die Frachten zu gering sind ist ja auch meine Meinung,
aber Faktor 2 ist m.E. schon etwas zu hoch gegriffen.
Faktor 1,5-1,6 würden wohl auch schon fast für eine 10järige 100% Finanzierung ausreichen.




Wann denken die DH-Eigner die kommen soll?
2018 ,da ja die Einhüllentanker am allen Schuld sind?
Wovon träumt Ihr denn Nachts?


Ich träume von gar nichts weil ich Frachterskipper bin und keinen Tanker haben möchte...
Aber und da gebe ich dir recht wenn man so mit offenen Augen durch die Welt geht,
Sieht man doch schon fast (mit kleiner Ausnahme ESK) keine EH-Tanker mehr und
das es scheinbar schon Überkapazitäten bei den DH-Tankern gibt.



Wenn die Einhülle wegfällt, dann werden die Kunden sehen was Sie für DH-Tanker an Fracht bezahlen müssen und sie werden schreien und jammern.
Also ich würde den Einhüller noch nicht so weit wegstellen,denn das sagen hat immer noch die Wirtschaft.


Also der alte Schrott muss schon weg.
Aber ich denke die Verlader haben einen recht langen Hebel,
dann heißt es am 01.01.2018 wieso mehr Fracht?
Ihr habt doch jetzt xJahre diese Fracht gehabt und da habt ihr auch für gefahren...


VG Padler

Yggdrasil
11.10.2016, 23:45
Moin Paddler,


Ja gut, das mit den 1100schießmichtot Tonnen mag sein,aber die 10 euro ,wenn es stimmt was ich hörte sind Brutto ,Das heißt, du kommst vielleicht auf 8, 50 Netto.

Ich habe das so verstanden ,das man 55 – 60.000 euro Umsatz rechnet, um die Unkosten zu Tragen,alles drüber ist Gewinn.
Das heißt,nach unserer Rechnung. ist ein Neubau, ein wahrer Goldesel.

Du hast über die Elbe gerechnet,was bei den Wasserständen der letzten Jahre eher immer weniger wird,also hab ich sicherheitshalber über den Kanal gerechnet.
Da die meisten Tanker, die ich hier sehe, wegen der Durchfahrtshöhe der Brücken, immer einen Tiefgang über 1.30m haben,, sind 10 km/h an der Tagesordnung.

Ich finde die Aussage ,,Ich bin leer, immer zum schreien“.
Bis jetzt hab ich mir es immer verkniffen,hab aber immer auf den Lippen,,Nein , Du bist hohl und dein Schiff in Ballast“
Beladen gilt ab 1.30m Tiefgang ,was wohl einige nicht wissen.
Aus diesem Grund, sind die 24iger der DBR eigentlich immer ,,beladen“ denn die haben einen Tiefgang von 1.65m .
Welchen Tiefgang ,die mit den neuen Maschinen haben, entzieht sich mir.

Das mit den Liegegeldern ist mir auch ein Rätsel, denn man hat ab 1500 to 28 H Lade – und Löschzeit.

Bei einer Ladezeit von ,sagen wir 6 Stunden ,bleiben Dir 22 Stunden zum löschen.
Anders als bei Frachtern, gelten die am Stück.
Wird mit dem Ein- / Ausladen begonnen zählt die Zeit durch.
Das heißt, fangen die um 15 Uhr an und machen 16 Uhr Schluss, zählt die Löschzeit weiter.
Wieder Start,6 Uhr , haben sie also noch 8 Stunden bis zum Liegegeld.
Ich brauch, 5 Stunden für 1000 to mit An - / Abschlauchen bei einer max. Pumpenleistung von 270 ccm/h, wenn die Pumpe volle Leistung fährt.
Die Mineralöltanker haben meist Pumpen mit 500 ccm/h oder Höher oder 2 davon.

Da sind Liegegelder eigentlich eher unwahrscheinlich,es sei denn, im Tanklager geht was kaputt.

Natürlich kann man Vertraglich was anderes festhalten,aber ,welche Tanklager würden dies tun.

Die Liegegelder bei DH, bis 1500 to = 100 Euro/h ab 1500 to ,glaube , je 20 Euro ,für jede weitere angefangenen 500 to.

Die werden dann nach Einsatzzeit des Schiffes bezahlt.Bei mir sind das 1400 Euro pro Tag.

Das mit der Überkapazität der DH,hab ich vor Jahren schon gelesen.Das hat eine niederländische Studie ergeben.

Nun mal noch was interessantes,was ich gehört habe.

Also NUR Hörensagen.

Demnach soll Jägers ,wohl alle über sie finanzierten und insolventen Neubauten gnädigerweise zurückkaufen.
Natürlich nur den über die Bank finanzierten Anteil,auf den Eigenanteil bleiben die einst so stolzen Neubaubesitzer sitzen.Den dürfen sie auf ihren ehemaligen Schiffen dann bei Jägers abarbeiten.
So spart man eben mal pro Schiff, eine Menge Geld,jedenfalls ,wenn man Jägers heißt.

Wieso geht denn da ein Partikulier pleite,haben die nicht ausreichend Fracht ,die Gut bezahlt wird oder hat man da ,,trickreich“ finanziert um Geld zu sparen?

Und da macht sich der BDS immer noch Gedanken über einen ,,Meisterabschluß“ in der Binnenschiffahrt^^
Eine ,,smart Qualification“ ,was immer das sein soll.
Der Bugstrahl ist kaputt und ich bekomme das Schiff trotzdem von der Wand,juhu, ich bin ,,Master of Disaster“

Gute Fahrt

Padler
24.10.2016, 16:34
Moin Yggdrasil,

Ich war die letzten Tage sehr eingespannt,
und hatte keine Zeit hier zu antworten.



Ja gut, das mit den 1100schießmichtot Tonnen mag sein,aber die 10 euro ,wenn es stimmt was ich hörte sind Brutto ,Das heißt, du kommst vielleicht auf 8, 50 Netto.


Kannst du das mal etwas genauer erklären?
Es ist zwar nicht so dass ich den unterschied zwischen netto und brutto nicht kenne,
aber bei uns ist das eine Differenz von i.d.R. 5% oder weniger.

Aber es könnte ja sein das das bei den Tankern anders läuft.




Ich habe das so verstanden ,das man 55 – 60.000 euro Umsatz rechnet, um die Unkosten zu Tragen,alles drüber ist Gewinn.
Das heißt,nach unserer Rechnung. ist ein Neubau, ein wahrer Goldesel.


So hatte ich das auch verstanden.

Ein richtiger Goldesel muss trotzdem das "alte" Schiff sein,
welches keine Bankbelastung mehr hat ;-) .




Du hast über die Elbe gerechnet,was bei den Wasserständen der letzten Jahre eher immer weniger wird,also hab ich sicherheitshalber über den Kanal gerechnet.
Da die meisten Tanker, die ich hier sehe, wegen der Durchfahrtshöhe der Brücken, immer einen Tiefgang über 1.30m haben,, sind 10 km/h an der Tagesordnung.


Naja ich habe beides gerechnet ...
Eben weil die Elbe nicht ganzjährig nutzbar ist,
Aber frag mal lieber wie viele überhaupt noch das erforderliche Patent haben um über die Elbe zu fahren.

Das viele tiefer gehen als 1,30 in der Leerfahrt liegt m.E. nicht an der Bauweise der Tanker,
sondern an Faulheit und/oder an irrsinnigen Betriebsanweisungen der Reedereien.




Ich finde die Aussage ,,Ich bin leer, immer zum schreien“.
Bis jetzt hab ich mir es immer verkniffen,hab aber immer auf den Lippen,,Nein , Du bist hohl und dein Schiff in Ballast“
Beladen gilt ab 1.30m Tiefgang ,was wohl einige nicht wissen.
Aus diesem Grund, sind die 24iger der DBR eigentlich immer ,,beladen“ denn die haben einen Tiefgang von 1.65m .
Welchen Tiefgang ,die mit den neuen Maschinen haben, entzieht sich mir.


Naja "Leer" und "Beladen" sind in der BinSchStrO m.E. nicht genau definiert.
Aber du hast in sofern natürlich recht,
das der tatsächliche Tiefgang eine Rolle bei den Geschwindigkeiten spielt.




Das mit den Liegegeldern ist mir auch ein Rätsel, denn man hat ab 1500 to 28 H Lade – und Löschzeit.

Bei einer Ladezeit von ,sagen wir 6 Stunden ,bleiben Dir 22 Stunden zum löschen.
Anders als bei Frachtern, gelten die am Stück.
Wird mit dem Ein- / Ausladen begonnen zählt die Zeit durch.
Das heißt, fangen die um 15 Uhr an und machen 16 Uhr Schluss, zählt die Löschzeit weiter.
Wieder Start,6 Uhr , haben sie also noch 8 Stunden bis zum Liegegeld.
Ich brauch, 5 Stunden für 1000 to mit An - / Abschlauchen bei einer max. Pumpenleistung von 270 ccm/h, wenn die Pumpe volle Leistung fährt.
Die Mineralöltanker haben meist Pumpen mit 500 ccm/h oder Höher oder 2 davon.

Da sind Liegegelder eigentlich eher unwahrscheinlich,es sei denn, im Tanklager geht was kaputt.


Das hatte ich ja auch schon mal geschrieben,
ob der Umsatz jetzt aus Frachteinnahmen oder aus Liegegeldern besteht ist ja egal.
Wichtig das am Ende des Jahres die Summe stimmt.



Nun mal noch was interessantes,was ich gehört habe.

Also NUR Hörensagen.

Demnach soll Jägers ,wohl alle über sie finanzierten und insolventen Neubauten gnädigerweise zurückkaufen.
Natürlich nur den über die Bank finanzierten Anteil,auf den Eigenanteil bleiben die einst so stolzen Neubaubesitzer sitzen.Den dürfen sie auf ihren ehemaligen Schiffen dann bei Jägers abarbeiten.
So spart man eben mal pro Schiff, eine Menge Geld,jedenfalls ,wenn man Jägers heißt.


Also ich würde das sogar als Partikulier so machen,
nur wird von den Reedereien der Druck so sein das ein Partikulier nicht in die Lage kommt ein solches Angebot abzugeben.
Ich finde das auch keineswegs verwerflich.
Für den Pleitegeier ist das zwar tragisch,
aber als Unternehmer muss man doch so denken.
Oder etwa nicht?




Wieso geht denn da ein Partikulier pleite,haben die nicht ausreichend Fracht ,die Gut bezahlt wird oder hat man da ,,trickreich“ finanziert um Geld zu sparen?


Trickreich finanzieren macht man doch nicht um Geld zu sparen...
Höchstens um Steuern zu sparen wie Ostimmobilien o.ä.




Und da macht sich der BDS immer noch Gedanken über einen ,,Meisterabschluß“ in der Binnenschiffahrt^^
Eine ,,smart Qualification“ ,was immer das sein soll.
Der Bugstrahl ist kaputt und ich bekomme das Schiff trotzdem von der Wand,juhu, ich bin ,,Master of Disaster“


Als ob wir noch nicht genug Leergänge besuchen müssen,
und dann noch so ein Quatsch...
Du hast den GreenAward vergessen,
ist auch so ein Kropf...


VG Padler

Padler
24.10.2016, 16:36
Naja ich habe beides gerechnet ...
Eben weil die Elbe nicht ganzjährig nutzbar ist,
Aber frag mal lieber wie viele überhaupt noch das erforderliche Patent haben um über die Elbe zu fahren.

Das viele tiefer gehen als 1,30 in der Leerfahrt liegt m.E. nicht an der Bauweise der Tanker,
sondern an Faulheit und/oder an irrsinnigen Betriebsanweisungen der Reedereien.


Du solltest also das andere Schiff nicht fragen ob leer oder beladen,
sondern nach dem Tiefgang :pfeif:

Yggdrasil
15.01.2017, 23:52
Moin Moin Padler

Ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr

Viel zu tun und keine Lust,entschuldige.

Ich hab heute eine Statistik gesehn,nach der es im Oktober 2016 ,gemittelt 45eu/to von Rotterdamm nach Duisburg,Köln,Basel ect. gab.
Solche Monate sollte man wohl für eine Finanzierung über 20 Jahre suchen^^

Wieso Patent,es wird doch AIS+ECDIS Pflicht,da brauchst kein Patent mehr. ;O)

Letztens im Nebel( 150m Sicht etwa),kam mir jemand auf meiner Seite Frontal entgegen-Ich meldete mich 3 mal mit genauem Kilometer und musste dann abstoppen.
Auf Sicht dann ein Hakenschlag von ihm und ich sah noch wie er mit seiner Plage spielte,als wäre das so alles in Ordnung.
Ich sagte auch nichts,was auch,mir fehlten die Worte. Ich hatte auch Angst ,das er irgent etwas von AIS labern würde und ich gezwungen wäre umzudrehn.
Achso, was zum kichern,. Andreer Nebeltag ,Sicht cirka 100m. Begenung mit einem Dettmer-Tanker. ,,Hast Du kein AIS?" ,,Doch aber auch AUgen im Kopf!" ,, Mach doch auch Deine Lichter aus und gut!" Mein Tag war gerettet,ich war glücklich,das mich wer versteht,obwohl er wohl einen Schreck bekommen hatte ,als ich um die Ecke kam, *kicher

Aber das was anderes und passt nicht hier herein.

Ich möchte mich bei Dir und Moretti für die Antworten bedanken undd wünsche ,,Allzeit ein Handbreit Wasser .... und gute Fahrt"