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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fleetenkieker (1) - FGS - 05116450



Mittelpoller
06.07.2015, 12:01
Hallo, auf einer AK : Hamburg Häuser an der Deichstraße habe ich eine Barkasse " Fleetenkieker " entdeckt, es könnte die in Beitrag 1 sein, eine gewisse Ähnlichkeit ist vorhanden. MfG Mittelpoller

elbshipper73
06.07.2015, 19:47
Moin Mittelpoller,

die von Dir gezeigte FLEETENKIEKER ist nicht die FLEETENKIEKER (2003), sondern die FLEETENKIEKER (1976)

Bauwerft: Vlis Scheepsbouw B.V.
Länge 21,52 m
Breite 4,78 m
Tiefgang 1,15 m
135 PS Dieselmotor

Zuletzt als HERZOGIN LUISE in Grabow beheimatet, 2013 aus dem Hafen geschleppt, danach Schicksal unbekannt.

Gruß
Michael

kaeptn-tom
08.12.2015, 11:42
Verbleib: als FGS HERZOGIN LUISE, Grabow, ab 2013 ?

Die erste Ak ist 1978 gelaufen.

Gruß Thomas

Elbianer
25.05.2018, 23:35
Seit 1998 gehörte die FLEETENKIEKER zur Boizenburger Fahrgastschiffahrt Elbe-Eldefahrten-Fährbetrieb Günther Schröder in Boizenburg.

Dieter Schubert nennt in seinen Buch über die Deutschen Binnenfahrgastschiffe folgende Daten:

Baujahr: 1976
Bauwerft: van der Vlis, Harlingen/NL

Bis 1997 bei der ATG Alster-Touristik GmbH, Hamburg

Länge: 21,54 m
Breite: 4,98 m
Tiefgang: 1,31 m
150 PS
140 Fahrgäste

1998 wurde bei Warnke in Friedrichstadt ein Oberdeck aufgebaut.

Das Foto ist auch aus diesen Buch. Dieter Schubert hat mir mehrfach telefonisch und schriftlich gestattet seine Fotos zu verwenden. An dieser Stelle noch einmal ein stilles Gedenken an diesen Kenner der Deutschen Fahrgastschiffahrt. :cry:

Gruß Thomas

McRonalds
25.05.2018, 23:49
@Thomas; das Entrastern von gedruckten Vorlagen musst Du aber noch lernen, bzw., es wundert mich dass es nach über 20 Jahren digitaler Technik immer noch keine vernünftige Möglichkeit gibt ein Bild zu entrastern. Na ja, vielleicht rentiert es sich inzwischen für die letzten paar Bücher nicht mehr... Gruß - Ronald;-)

Elbianer
28.05.2018, 00:06
Hallo Ronald,

das gescannte Bild sieht eigentlich ganz brauchbar aus. Nur durch das verkleinern für das Forum ist dieses Raster aufgetaucht. Sicher kann man Bilder besser bearbeiten, aber dafür fehlt mir die Zeit. Bei jeder Bearbeitung der Bilder gehen dann auch immer mehr Details verloren.

Gruß Thomas

McRonalds
28.05.2018, 21:48
...das gescannte Bild sieht eigentlich ganz brauchbar aus...
Das Entrastern von Bildern müsste eigentlich eine Herausforderung für Programmierer sein, aber es ist so kompliziert und hat derart viele Unbekannte dass ich noch kein brauchbares Programm dafür gefunden habe (obwohl ich Jahrzehnte in der Branche tätig war). Und da es in Zukunft wohl immer weniger nötig sein wird Gedrucktes einzuscannen, wird es dafür wohl auch keinen Markt geben.

Ich wollte auch keine Kritik an deinem Scan üben, denn in der Tat ist er gar nicht übel; eine kurze Zusammenfassung der Materie zeigt wie kompliziert das ist (technisch Desinteressierte können das fett 'Gedruckte' bis zum letzten Absatz auslassen). Das Muster, das sich beim Rastern (und wie man sieht auch beim Entrastern) ergibt, nennt man übrigens Moiré:

Das erste Problem ergibt sich aus der Tatsache dass ein gedrucktes Bild 4 Kanäle (Cyan, Magenta, Gelb, Schwarz), ein digitales Bild am Monitor allerdings nur 3 Kanäle (Rot, Grün, Blau) hat. Im Prinzip bräuchte das gedruckte Bild ebenfalls nur 3 Kanäle, aber es wäre dann flau und kontrastarm. Deshalb errechnet man aus den 3 Kanälen einen sogenannten 'Skelett'-Kanal, der dann als Tiefe und Kontrast schwarz gedruckt wird.

Jeder dieser Kanäle hat einen bestimmten Winkel, auf den ich jetzt nicht näher eingehen will, das führt zu tief in die Materie. Was man aber wissen muss; ein gedruckte Bild hat bereits aus technischen Gründen ein Moiré in sich, das man allerdings kaum sieht, weil es im gelben Kanal versteckt wird, der von den drei dunkleren Kanälen quasi überdeckt wird. Beim Entrastern taucht dann dieser allerdings leider wieder auf.

Wichtig beim Entrastern ist zudem die Rasterweise (d.h. wie viele Punkte ein Raster pro cm hat). Gängige Offset-Raster bewegen sich im Bereich zwischen 60 und 70. Zeitungsdruck ist deutlich niedriger (meist 48). Außerdem gibt es verschiedene Druckarten, im Bereich der Buch- und Zeitungsdruck dürften uns allerdings nur Tief- und Offset-Druck unterkommen.

Eine weitere Unbekannte kommt beim Einscannen der geduckten Vorlage hinzu, denn es ist durchaus nicht egal wie man das Bild auf den Skanner legt (Kopf oben oder unter, bzw. nach links oder rechts gedreht). Außerdem sollte es im Idealfall immer genau waagrecht liegen - aber mal Hand aufs Herz - wer kriegt das schon immer so genau hin, besonders wenn man aus großen Büchern abscannt.

Und nun das Schlimmste; auch der Scanner rastert das Bild beim Digitalisieren, da die Pixel im Prinzip ja auch ein Rastern sind.

Wie man sieht also Unbekannte über Unbekannte. Nicht zu vergessen auch dass das Komprimieren der JPEG-Dateien eine zusätzliche Unbekannte ist.

Die einzig brauchbare Methode der Entrasterung ist meiner Meinung nach es von 'Hand' zu machen. Falls es jemand interessiert wie das funktioniert, kann er mich gerne anmailen, fürs Forum ist das zu speziell. Man muss sich aber darüber im klaren sein dass man maximal eine etwas schlechtere oder etwas kleines Ergebnis als den Originaldruck bekommt.

Als Beweis wie gut ein solches Resultat sein kann, hänge ich das von mir gescannte Bild von Thomas vom FLEETENKIEKER aus dem Buch noch mal als Anhang an (ich besitze nämlich auch zufällig das Buch). Das ist so ziemlich die optimale Qualität die zu erziehen ist . Dieter Schubert hat die Auflage damals offenbar zu hoch angesetzt, entsprechend bekam dieses Buch sehr günstig. Interessenten von Fahrgastschiffen ist es sehr zu empfehlen.

Link zum Bild in Originalauflösung (http://www.mcronalds.de/Fleetenkieker_max.jpg).

Gruß - Ronald (der sich in diesem Post leider etwas technisch verirrt hat)...