PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wieder Schleusenstreiks in Deutschland



Joana
21.03.2018, 22:19
Hallo,

hier mal ein paar Nachrichten zu den neuerlichen Schleusenstreiks.

https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Mitarbeiter-im-oeffentlichen-Dienst-streiken,warnstreiks378.html
https://www.shz.de/regionales/kiel/mitarbeiter-streiken-schleuse-kiel-holtenau-dicht-id19377141.html
http://www.t-online.de/nachrichten/id_83428810/mitarbeiter-von-stadtwerken-und-schleusen-im-warnstreik.html
https://www.br.de/nachrichten/niederbayern/inhalt/warnstreiks-im-oeffentlichen-dienst-in-ostbayern-100.html

Grüße Joana

Joana
21.03.2018, 23:19
Hallo,

und noch ein Bericht von heute mit Ankündigung auf weitere Streiks
https://www.br.de/nachrichten/unterfranken/inhalt/warnstreiks-im-oeffentlichen-dienst-erreichen-mainfranken-100.html

Grüße Joana

koje
21.03.2018, 23:31
Hallo

Die armen Beschäftigten die beim WSA gezwungen werden dort zu arbeiten, es gibt in der freien Wirtschaft Arbeitsplätze die hochquwalifiziertes Personal mit Kusshand nehmen würden.

Es grüßt der Koje der tagtäglich um auskömmliche Frachten kämpft

Ps. Ich biete nur eine Alternative an anstatt einem Streik

slowman
22.03.2018, 07:10
Hallo,

es ist doch immer dasselbe Kasperltheater welches stattfindet. Die Arbeitnehmerseite fordert überzogene Erhöhungen,die Arbeitgeberseite lehhnt diese ab, danach folgt ein Streik, dann setzen sich alle an einen Tisch und treffen sich in der Mitte und am Ende haben sich über die Laufzeit des neuen Tarifvertrages wieder alle lieb. Irgendwie kommen mir diese Shows wie eine Veranstaltung zur Daseinsberechtigung von Verdi oder den Gewerkschaften generell vor. Man sieht es doch auch an den zweifelhaften Streiks die Verdi mit schöner Regelmässigkeit bei Amazon macht. Von 1000 Mitarbeitern eines Lagers streiken 10% und es wird von Verdi medienwirksam publiziert während der normale Geschäftsbetrieb weitergeht. Letztendlich profitieren ja auch die Gwerkschaften von Lohnerhöhungen und neuen Mitgliedern da der Beitrag an den Lohn gekoppelt ist. Man schaue sich bitte im netz auch einmal an wie die Gewerkschaften ihre Mitarbeiter zahlen.

Gruß
Chris

Joana
22.03.2018, 09:57
Hallo,

ein Streik sollte dazu dienen, seinen Arbeitgeber unter Zugzwang bei Verhandlungen zu setzen, aber nicht um Unbeteiligte zu schädigen ( Binnenschiffer ),
die außerdem auch von VERDI vertreten werden. Irgendwie beißt sich das.

Grüße Joana

slowman
22.03.2018, 10:25
Hi Joana,

wie möchtest Du denn einen Streik dann gestalten?
Den Arbeitgeber kann man nur unter Druck setzen wenn am Ende dann wieder irgendeine andere, unbeteiligte Gruppe vom Streik betroffen wird welche dann wiederum Druck in der Öffentlichkeit aufbaut. Beim unsäglichen Bahnstreik vor drei oder vier Jahren war es doch ähnlich als irgendwann die Fahrgäste (fast) auf die Barrikaden gingen.
Ein Streik des Schleusenpersonals hat aber dummerweise in meinen Augen keine Auswirkungen auf den Arbeitgeber. Die Lobby der Schiffer ist zu schwach um irgendeinen wirksamen Druck aufzubauen. Hier in Südbayern beispielsweise wird das Schicksal der Binnenschiffer kaum jemand in der Öffentlichkeit interessieren weil keine Affinität oder kein Bezug dazu vorhanden ist. Eine Schädigung durch entgangene Schleusengebühren wird auch nicht stattfinden, irgendwann nach Streikende müssen die Schiffe ja durch die Schleuse und es können Gebühren berechnet werden. Ebenso müssen die Schiffer auch zukünftig durch die Schleusen fahren da es keine Alternative gibt.
Für Firmen, welche durch die streikbedingte, verspätete Zustellung von Gütern einen Schaden erleiden gibt es allerdings zukünftig die Alternative ihre Waren, Rohstoffe mit dem LKW anliefern oder abholen zu lassen. Dann fahren halt noch mehr LKW und am Ende fallen dem Staat zwar Schleusengebühren weg aber dafür gibt es halt mehr Maut.
Letztendlich dient dieses Theater doch eher der wirtschaftlichen Eigenbefriedigung von VERDI. Mehr Gehalt bedeutet auch gleichzeitig mehr Beitrag. Der derzeitige Beitrag bei Verdi beträgt monatlich 1% des Bruttogehaltes. Steigt nun der Lohn durch einen neuen Tarifvertrag nach Abschluss aller Verhandlungen um 60 Euro monatlich verdient Verdi an jedem Mitglied monatlich 60 Cent mehr, rechnet das einmal auf die knapp zwei Millionen Mitglieder um. Abzüglich der Mitglieder welche in Ausbildung, Elternzeit o.ä. sind ergeben das gut und gerne knapp 1.000.000 Euro Mehreinnahmen gegenüber dem alten Tarifvertrag.

Gruß
Chris

ex-Schipper
22.03.2018, 12:37
Hallo

Die armen Beschäftigten die beim WSA gezwungen werden dort zu arbeiten, es gibt in der freien Wirtschaft Arbeitsplätze die hochquwalifiziertes Personal mit Kusshand nehmen würden.

Es grüßt der Koje der tagtäglich um auskömmliche Frachten kämpft

Ps. Ich biete nur eine Alternative an anstatt einem Streik

Also, "arm" bin ich nicht. Es geht aber immer etwas mehr/besser und warum soll ich darauf verzichten, wenn Hunz & Kunz wesentlich mehr "Kohle" bekommen und das bei weniger Aufwand. :lool:

Hein Mück
22.03.2018, 13:58
Moin,

egal in welcher Branche gestreikt wird, es wird immer Unbeteiligte geben, die davon betroffen sind. Ob die Schleusenwärter, Kitabeschäftigten, Automobilarbeiter, Lokführer, Verkäufer, Frisöre oder andere Berufsgruppen streiken, überall gibt es Leute/Firmen, die auf die von den Streikenden produzierten Waren oder Dienstleistungen warten müssen. Und eine Lohnerhöhung bekommen die nicht durch Duckmäusertum oder kollektives Bettelei, da muss im Zweifel auch gelegentlich mal zum Mittel des Streiks gegriffen werden.

Hein Mück

black thief
22.03.2018, 14:28
Hallo

Für mich als Partikulier der durch den Streik lahmgelegt war, aber durch meine gute Kinderstube nicht alles schreibe was ich über den Streik denke.

Die Spinnen die Römer ( VERDI )

Grüße Franz-Josef

Navico 2
22.03.2018, 14:32
Franz-Josef,
du bist nicht der einzigste Selbsständiger, der darunter leidet.

Gruß Manfred

koje
22.03.2018, 15:52
Hallo ex-Schiffer
Im Fußball nennt man so etwas ein Eigentor.
Es grüßt der Koje der vieles denkt und nicht alles schreibt.

slowman
22.03.2018, 16:15
Hein Mück,

aber der Zinnober ist doch immer wie aus demselben Drehbuch. Die Arbeitnehmerseite fordert aus verhandlungstaktischen Gründen eine überzogene Erhöhungsforderung die, ebenfalls aus taktischen Gründen, von der Arbeigeberseite abgelehnt wird. Danach zieht sich jeder in seinen Schmollwinkel zurück und wartet vergeblich auf Angebote der Gegenseite. Es folgt ein Streik, danach setzen sich alle an einen Tisch, treffen sich irgendwo in der Mitte, jeder macht ein paar Zugeständnisse und dann haben sich alle wieder ein oder zwei Jahre, je nach Laufzeit, lieb. Warum setzt man sich nicht gleich an einen Tisch und diskutiert alles aus?
Ich habe die Gwerkschaften nie benötigt, meinen Lohn habe ich zu Zeiten als ich noch angestellt war, immer selber verhandelt. Eben gerade die Duckmäuser profitieren doch davon dass die Gewerkschaft mehr Lohn fordert weil sie eben nicht die Eier in der Hose haben einmal selber zum Chef zu gehen. Handwerker beispielsweise sind selten in der Gewerkschaft und müssen ihre Entlohnung selber aushandeln.

Gruß
Chris

Hein Mück
23.03.2018, 09:51
Hallo Chris,

ich stell mir gerade vor, wie die ca. 11.000 Beschäftigten der WSV einzeln zu ihrem Chef, dem Bundesverkehrsminister gehen und eine Lohnerhöhung verlangen. Und der dann sagen muss, sorry, hab ich keine Aktien drin, das entscheidet der Bundesinnenminister. Einzeln mit den Chef zu sprechen, mag in einer kleinen Firma funktionieren, aber nicht in solchen Großorganisationen.
Und warum wird immer ver.di angegriffen und nicht die Arbeitgeberseite. Die ist es doch, die auch in der 2. Verhandlungsrunde noch kein Angebot vorgelegt hat, über das man dann verhandeln könnte? Macht denen doch mal Dampf und nicht den Beschäftigten, die für die Binnenschiffer die Wasserstraßen funktionsfähig halten und dafür eine vernünftige Bezahlung haben wollen.

Gruß
Helmut

koje
23.03.2018, 10:16
Hallo Hein Mück

Du hast rein zufällig Beitrag 7 gelesen das sagt alles.
Warum geht er nicht da hin wo er mehr Geld verdient und weniger arbeiten braucht, die Jobs scheint es zu geben oder ist dort ein Haken?
Wenn die Leute einfach die Jobs wechseln dan ist es wie mit Angebot und Nachfrage.

Es grüßt der Koje der jetzt bis zu 14 Stunden arbeiten darf für sein Geld

slowman
23.03.2018, 10:52
Hallo Koje,
sei froh über 14 Stunden Arbeit, dann fehlt Dir wenigstens die Zeit das Geld auszugeben.:lool:
Ich weiss ja jetzt nicht was er macht, aber wenn er im öffentlichen Dienst ist soll er ruhig für mehr Geld in die freie Wirtschaft wechseln. Dies ist dann eher ein Verlassen der Komfortzone. Natürlich ist der Verdienst im öffentlichen Dienst nicht so berauschend, aber bis zu einem gewissen Punkt kommen Lohnerhöhungen nach Dienstaltersstufe automatisch, der Job ist sicherer als "draußen", Überstunden gibt es Freizeit und oft auch noch ein Weihnachtsgeld.
das Problem bei einem Jobwechsel ist aber auch das eigene Alter. Sobald man einmal die 40 oder 45 jahre überschritten hat wird es recht schwer trotz Erfahrungen, Zertifikaten, Weiterbildungen noch einmal einen guten Job zu ergattern. Unmöglich ist es nicht, aber halt schwer und evtl. mit einem örtlichen Wechsel verbunden. In diesem Alter hat man auch gewisse Lohnvorstellungen und Vorstellungen von der Arbeit so dass Arbeitgeber oft jüngere nehmen weil diese gerne etwas länger bleiben, noch unverbraucht sind und geringere Lohnforderungen haben.
Noch schwerer wird es dann beispielsweise für die Schleusenwärter. Wenn jemand 10 oder 20 Jahre diesen Job gemacht hat, was möchte er dann bitte noch anderes tun? Er kann dann nur noch innerhalb der Behörde WSA versuchen zu wechseln. Nach 20 Jahren öffentlichen Dienst bist Du für die freie Wirtschaft quasi "verbrannt"und Schleusenwärter werden dort eher weniger benötigt.

Gruß
Chris

Gruß
Chris

koje
23.03.2018, 17:17
Hallo slowman

Das hab ich früher auch gesagt wenn ich fahre verdiene ich Geld, hab aber dann keine Zeit in die Stadt zu kommen um dieses aus zu geben. Und wenn ich liege verdiene ich nichts, hab aber dann Zeit um in die Stadt zu gehen. Aber ohne Moos nichts los.
Aber heut ist es kein Problem während der Fahrt Geld aus zu geben dank Internet und das beste dabei ich muß nicht mal die Sachen nach Haus schleppen :tongue:.

Aber nun mal zum ernsten wenn die Jungs beim WSA streiken dann sollen sie doch bitte rechtzeitig bescheid geben ca 14 Tage vorher, damit man planen kann und bitte dann mindestens 14 Tage am Stück damit sich die Freizeit lont. Man hat ja schließlich Hobbys neben der Arbeit (zuminste ich).

Es Grüßt der Koje der nun seine Hobbys nach geht

slowman
23.03.2018, 19:47
Hallo Koje,

dann warte einmal auf die Amazon-Lieferdrohnen. Du bekommst dann Deine Pakete während der Fahrt auf Dein Schiff geliefert. Eventuell kann man ja dann die GPS-Koordinaten als Lieferadresse angeben.:lool:

Gruß
Chris, der nun Feierabend macht

binnenvaart
26.03.2018, 18:51
Wegen eines Warnstreiks soll eine viel genutzte Schleuse am (morgigen) Dienstag geschlossen bleiben.

Schleuse und Schifffahrt von Warnstreik betroffen (https://www.welt.de/regionales/hessen/article174922134/Schleuse-und-Schifffahrt-von-Warnstreik-betroffen.html)

binnenvaart
27.03.2018, 07:29
Frankfurt/Main. An der Schleuse Kostheim sind die Mitarbeiter am Dienstagmorgen in einen ganztägigen Warnstreik getreten.

Schleuse Kostheim bleibt wegen Warnstreiks geschlossen (http://www.fnp.de/rhein-main/Schleuse-Kostheim-bleibt-wegen-Warnstreiks-geschlossen;art1491,2944903)

binnenvaart
27.03.2018, 08:04
Frankfurt - An der Schleuse Kostheim sind die Mitarbeiter am Dienstagmorgen in einen ganztägigen Warnstreik getreten.

Warnstreik: Droht nun das Chaos auf dem Wasser? (https://www.tag24.de/nachrichten/frankfurt-kostheim-aschaffenburg-warnstreik-schleuse-geschlossen-lohn-gewerkschaft-verdi-schiffe-486300)

koje
27.03.2018, 10:52
Ein hallo in die Runde

Wie ich mich wieder freue, mal als Vorschlag spannt doch eine Kette über dem Rhein dann habt ihr die volle Aufmerksamkeit. vor allen würde es mal die richtigen treffen und zwar die hochnäsigen großen Neubauten die uns kleine in der Krisenzeit das Leben erheblich schwer gemacht haben. Aber da habt ihr (WSA) wohl Angst sich mit den Bänkern und Großrederein an zu legen.

Es grüß der kleine Koje der treu und pünktlich sein Kredit bedient hat

slowman
27.03.2018, 10:59
Hallo Chris,

ich stell mir gerade vor, wie die ca. 11.000 Beschäftigten der WSV einzeln zu ihrem Chef, dem Bundesverkehrsminister gehen und eine Lohnerhöhung verlangen. Und der dann sagen muss, sorry, hab ich keine Aktien drin, das entscheidet der Bundesinnenminister. Einzeln mit den Chef zu sprechen, mag in einer kleinen Firma funktionieren, aber nicht in solchen Großorganisationen.
Und warum wird immer ver.di angegriffen und nicht die Arbeitgeberseite. Die ist es doch, die auch in der 2. Verhandlungsrunde noch kein Angebot vorgelegt hat, über das man dann verhandeln könnte? Macht denen doch mal Dampf und nicht den Beschäftigten, die für die Binnenschiffer die Wasserstraßen funktionsfähig halten und dafür eine vernünftige Bezahlung haben wollen.

Gruß
Helmut

Hallo Helmut,

worin definierst Du eine vernünftige Bezahlung? Letztendlich liegtes auch an den persönlichen Präferenzen. Es mag Menschen geben welche bescheiden sind und mit einem relativ geringen Gehalt auskommen und glücklich sind während das gleiche Gehalt aufgrund der lebensweise bei anderen nicht ausreicht. Ein Schleusenwärter verdient lt. meinen Recherchen in der Stufe 5 irgendetwas ab 2.300 bis 2.700 brutto je nach Dienstalter mit geregelten Arbeitszeiten und der Sicherheit des öffentlichen Dienstes. Für dieses Gehalt müssen sich andere Strecken oder haben mehr Aufwand bzw. Stunden um diese Summe zu erreichen.
Warum legt Verdi nicht ein veritables Angebot? 6% oder mindestens 200 Euro mehr halte ich für überzogen. Natürlich muss verhandelt werden, aber Verdi geht in den letzten Tarifkonflikten mit völlig überzogenen Forderungen ins Rennen. Ihre Forderungen werden sie nie erreichen sondern beispielsweise mit einer Einmalzahlung von 300 € und 2,9% mehr Lohn für zwei Jahre aus den Verhandlungen hinauskommen. Ginge man gleich mit Forderungen von 4.5% mehr Gehalt in die Verhandlungen hätte man am Ende auch kein anderes Resultat aber die Forderung wäre auch für die Arbeitgeber etwas realistischer. Bei den weiter oben von mir genannten 2.300 € greift die 200 € - Forderung von Verdi und würde sogar eine Erhöhung von gut 8% bedeuten. Völlif surreale Forderungen in meinen Augen.
In der Außenwirkung schaut es dann aber so aus als das Verdi alles fordert und wenig von den Arbeitnehmern bekommt.
Forderte Verdi von Beginn an etwas realistischere Werte wären die Arbeitgeber in meinen Augen auch eher verhandlungsbereit. Man benötigte evtl. gar keinen Streik und Unbeteiligte hätten keine Ausfälle.
Der letzte Tarifvertrag datiert von 2016 mit einer Erhöhung von 2. nochirgendetwas % und einer ähnlichen Erhöhung in 2017, also roundabout 4.5%. Die Inflation im gleichen Zeitraum betrug 3,5%.

Gruß
Chris

Jürgen F.
27.03.2018, 20:27
Na ihr seid ja drauf...:cool1:
Ich weiß gar nicht was die Diskussion soll:fragkratz:
wenn durch den Streik niemand betroffen wäre, würde das ja wohl keinen Sinn machen:lool:
Und ist in jeder Branche so:pfeif:

Schöne Grüße
Jürgen F.

binnenvaart
29.03.2018, 09:53
(Duisburg) Im Tarifkonflikt für den öffentlichen Dienst hat Verdi für die Tage nach Ostern eine weitere Warnstreikwelle in vielen Bundesländern angekündigt.

BDB kritisiert Streik der Schleusenwärter: "Auch nach fünf Jahren nichts dazugelernt!" / Verdi trifft die Falschen und schädigt seine eigenen Mitglieder! (http://verbaende.com/news.php/BDB-kritisiert-Streik-der-Schleusenwaerter-Auch-nach-fuenf-Jahren-nichts-dazugelernt-Verdi-trifft-die-Falschen-und-schaedigt-seine-eigenen-Mitglieder?m=121230)

Buganker
29.03.2018, 11:24
Der Artikel bringt es auf den Punkt!

Tankermann
29.03.2018, 16:29
Daß Verdi gerade jetzt den Main für Streiks auswählt ist absolut Rücksichtslos der Partikuliere gegnüber. Gerade wenn eine längere Sperrung wegen Revision ansteht kann dies bedeuten , daß man vor der Sperre nicht mehr in sein normales Fahrgebiet auf dem Rhein oder Donau zurückkommt. Das kann dann wohl im ungünstigsten Fall 20 Tage Umsatzverlust bedeuten, bei einigen Kollegen wäre es dann wohl die Insolvenz.
Ob Forderungen von 6% zu hoch sind, darüber kann man streiten. Ich verstehe die Forderung von 200 € mindestens nicht ganz. Wenns Gerecht sein soll, dann doch wohl 6% für alle oder 200€ für alle. Bei einem Einkommen 1500€ bringen die 6% gerade mal 90 €, bei 3000€ 180€ mehr. Der, der es am nötigsten hat bekommt dann natürlich bei 6% nur sehr wenig mehr, bei 3333€ entspechen die 200 € gerade den 6%. Der Herr Bsirske mit 175500 € Jahresgehalt hätte sofern er auch eine Lohnerhöhung bekommt bei 200€ unwesentlich mehr im Geldbeutel, bei seinem Gehalt würden die 6% 10530€ mehr Gehalt im Jahr oder 877,5€ im Monat bedeuten. Das wäre mehr als die Hälfte des Gehalts von 1500€ + 200€ mehr. Meiner Meinung nach haben Gewerkschaften die Lohnerhöhungen in % fordern keine Daseinsberechtigung. Es ist ungerecht und asozial, da die die jetzt schon gute Gehälter haben davon mehr profitieren, als die unteren Lohngruppen. Forderungen wie mindestens 200€ sind wohl nicht darauf zurückzuführen, daß die Herren Funktionäre and die unteren Lohngruppen denken, sondern eher darauf, dass man Angst hat es könnte
von unten mal jemand auf die Idee kommen nachzurechnen wieviel mehr die 6% bei den leitenden Angestellten ausmachen. Gerecht ist wohl wirklich nur eine Forderung in einem Eurobetrag, aber 200€ mehr für einen Funktionär = Peanuts ? !

Gruß Tankermann

PS: Bruttolöhne von weniger als 2500€ in Deutschland sind eine Frechheit und sind zum Teil auch auf die % Lohnforderungen der Gewerkschaften zurückzuführen. Die Forderung von Mindestens € mehr haben sie erst seit kurzer Zeit im Programm.

binnenvaart
09.04.2018, 14:55
Am Oberrhein fahren momenten keine Schiffe. Grund: an der Schleuse Iffezheim läuft gerade ein Warnstreik. Seit 13 Uhr wird dort nicht gearbeitet – die Aktion soll vier Stunden dauern, meldet die Gewerkschaft ver.di Südbaden.

Schiffverkehr am Oberrhein steht still: Warnstreik an Schleuse (https://www.bo.de/lokales/ortenauticker/schiffverkehr-am-oberrhein-steht-still-warnstreik-schleuse)

schimi
15.04.2018, 19:16
Daß Verdi gerade jetzt den Main für Streiks auswählt ist absolut Rücksichtslos der Partikuliere gegnüber. Gerade wenn eine längere Sperrung wegen Revision ansteht kann dies bedeuten , daß man vor der Sperre nicht mehr in sein normales Fahrgebiet auf dem Rhein oder Donau zurückkommt. Das kann dann wohl im ungünstigsten Fall 20 Tage Umsatzverlust bedeuten, bei einigen Kollegen wäre es dann wohl die Insolvenz.
Ob Forderungen von 6% zu hoch sind, darüber kann man streiten. Ich verstehe die Forderung von 200 € mindestens nicht ganz. Wenns Gerecht sein soll, dann doch wohl 6% für alle oder 200€ für alle. Bei einem Einkommen 1500€ bringen die 6% gerade mal 90 €, bei 3000€ 180€ mehr. Der, der es am nötigsten hat bekommt dann natürlich bei 6% nur sehr wenig mehr, bei 3333€ entspechen die 200 € gerade den 6%. Der Herr Bsirske mit 175500 € Jahresgehalt hätte sofern er auch eine Lohnerhöhung bekommt bei 200€ unwesentlich mehr im Geldbeutel, bei seinem Gehalt würden die 6% 10530€ mehr Gehalt im Jahr oder 877,5€ im Monat bedeuten. Das wäre mehr als die Hälfte des Gehalts von 1500€ + 200€ mehr. Meiner Meinung nach haben Gewerkschaften die Lohnerhöhungen in % fordern keine Daseinsberechtigung. Es ist ungerecht und asozial, da die die jetzt schon gute Gehälter haben davon mehr profitieren, als die unteren Lohngruppen. Forderungen wie mindestens 200€ sind wohl nicht darauf zurückzuführen, daß die Herren Funktionäre and die unteren Lohngruppen denken, sondern eher darauf, dass man Angst hat es könnte
von unten mal jemand auf die Idee kommen nachzurechnen wieviel mehr die 6% bei den leitenden Angestellten ausmachen. Gerecht ist wohl wirklich nur eine Forderung in einem Eurobetrag, aber 200€ mehr für einen Funktionär = Peanuts ? !

Gruß Tankermann

PS: Bruttolöhne von weniger als 2500€ in Deutschland sind eine Frechheit und sind zum Teil auch auf die % Lohnforderungen der Gewerkschaften zurückzuführen. Die Forderung von Mindestens € mehr haben sie erst seit kurzer Zeit im Programm.

Das ist doch kompletter Blödsinn. Wie willst du denn bei dieser Entlohnungspolitik das gut ausgebildete Führungspersonal auf Dauer ans Unternehmen binden? Die Gehälter müssen doch vernünftig abgestuft sein und dazu gehören auch Gehaltsanpassungen die selbstverständlich prozentual alle Mitarbeiter bedenkt. Ich kann problemlos jemanden ersetzen der den Rasen mähen soll, aber doch keine qualifizierte Mitarbeiter. Da ist doch heute schon der Bewerbermarkt leer gefegt.