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Anfrage
Moin,
mein Vater Gerhard Schepers und der Schiffer Stefan Litmeyer beide aus Haren (Ems) haben 1953 je einen Schleppleichter gekauft, eventuell von Stinnes.
Diese Leichter hatte die Abmessungen: 25x5,05x2,38m. Für die Breite recht hohe Schiffe. ist irgend jemand etwas über diese Schiffe bekannt?
Viele Grüße
Jan
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Moin,
hatten die nach dem Kauf einen Namen oder eine Bezeichnung?
Gruß
Jürgen S
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Wir hatten im Sommer eine sehr umfangreiche Diskussion über Fendel/Jaegers/Stinnes, etc., da sind mir bei der Recherche sogenannte Rheinfahrt/Seetransport Kähne aufgefallen, die ungefähr dieses Maß hatten. Leider kamen wir damals bei der Diskussion nicht auf dieses Thema - und wenn Du es jetzt nicht angesprochen hättest, wäre es wahrscheinlich wieder in Vergessenheit geraten. Dummerweise glaube ich dass ich keine Notizen dazu gemacht habe. Aber ich gehe mal gucken.
Die Kähne waren allerdings von Fendel, bzw. einer der Vorgängerfirmen...
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Moin,
es ist mir leider nicht bekannt, aber auf jedem Fall einen Namen und eine Nummer. Möglichweise "Stinnes xxx" oder "Fendel xxx".
Das Schiff meines Vaters hiess anschließend "Hans-Josef" und das Schiff von Stefan LItmeyer "Lene".
Viele Grüße
Jan
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Also den LENE habe ich gefunden, der war - wie bereits von mir vermutet - VEREINIGUNG NO. 60 von der Badische Actiengesellschaft für Rheinschiffahrt und Seetransport in Mannheim (später Fendel). Der andere könnte das 'Schwesterschiff' VEREINIGUNG NO. 59 gewesen sein. Weitere Forschung wäre da angesagt... aber wie gesagt... Fendel/Jaegers/Stinnes wurde damals leider abgebrochen...
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Auf das Naheliegendste bin ich gar nicht gekommen (vielleicht weil ich gedacht habe, Du hast in der Richtung schon geforscht); über beide Schiffe steht etwas in dem Buch 'Zur Geschichte der Harener Binnen-, Küsten- und Seeschifffahrt', das vor über 20 Jahren erschien. Klaus hat mir damals ein Exemplar 'vermacht'. Beide Schiffe sind dort angegeben, leider ohne Historie (also fehlen auch die Namen VEREINIGUNG #60 und [eventl.] #59). Immerhin wird als Werft Bolnes und als Baujahr 1901 angegeben.
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Bei der "Hans-Josef" ist als Baujahr 1900 angegeben, also vor der "Vereinigung 60", daher ist sie wohl die "Vereinigung 59" gewesen.
Aber weshalb hat man solche schmalen Schiffe so hoch gebaut? Ich kann mich noch als Kind daran erinnern, das wir mit einer Ladung Koks große Stabilitätsprobleme hatten.
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Vielleicht ein Kanal-Maß? Aber ich kenne kein solches Kanalmaß. Breite und der recht hohe Tiefgang deuten in Richtung Péniche, aber warum dann nur 25 m…?
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Moin, moin;
das Maß dieser beiden Schiffe erinnert mich an die Kähne , die z.B. von der Schleppschiffahrts-Gesellschaft "Unterweser" in Bremen vor dem Weserausbau
für den Transport zwischen den Unterweserhäfen und Bremen eingesetzt wurden.
Die Kähne Unterweser A, B und C z.B. :
25,00 x 5,00 x 2,20; gebaut 1900 bei A.J. Otto & Zn., Krimpen a.d. Yssel
MfG
Helmut
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In dem im Beitrag #6 erwähnten Buch sind auch Bilder der beiden Schiffe drin - das waren schon 'urige' Gesellen. Beide wurden verlängert und motorisiert, der HANS-JOSEF darüber hinaus sogar um über einen Meter verbreitert.