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Die deutschen Schiffshebewerke Teil 2
Schiffshebewerke Rothensee und Niederfinow
Nach dem ersten Weltkrieg begann Anfang der 1920er Jahre der Weiterbau des Mittellandkanal (MLK). Die Trasse führte von Hannover über Braunschweig und Wolfsburg in Richtung Magdeburg. Dort sollte der MLK mittels einer Trogbrücke die Elbe überqueren. Am Kanalende bei Burg war für den Abstieg zum Elbe-Havel-Kanal (EHK) eine Zwillingsschleuse vorgesehen. Laut Planung sollte es als zweiten Abstieg vor der Elbquerung eine Schachtschleuse zur Elbe bei Magdeburg geben....
Aus der Zeitschrift "Leinen Los" Ausgabe 05-2015 des Deutschen Marinebund DMB
Artikel veröffentlicht mit Genehmigung der Redaktion "Leinen Los"!
Die deutschen Schiffshebewerke Teil 2
Das Foto mit den Hebewerken Niederfinow alt und neu hat unser User Schumi zur Verfügung gestellt.
Dafür noch einmal herzlichen Dank.
Die deutschen Schiffshebewerke Teil 2
Moin Sauros-Hydrotechnicus,
in 1922 wurde vom Reichsverkehrsministerium die Kosten von Schleusen und Hebewerken mit Kontergewichten gegenüber gestellt.
Da in Rothensee und Hohenwarthe bei diesen Fallhöhen normale Schleusen nicht ausreichend gewesen wären, wurde der Bau von Speichersparschleusen berechnet. Von diesem Schleusentyp gibt es in Deutschland drei. Die Schachtschleuse in Minden und die beiden Kammern in Anderten. Minden mit 2 x 4 und Anderten 5 x 5 je Schleusenseite.
Aufgrund der geringeren Baukosten und des günstigen Untergrundes in Rothensee und Hohenwarthe hat man sich für den Bau von Schwimmerhebewerke entschieden. Für die Doppelanlage in Hohenwarthe war sogar bei Bedarf ein drittes Hebewerk vorgesehen.
Den Abbruch der Anlage in Hohenwarthe und der Trogbrücke habe ich im Artikel beschrieben und ein Foto von der unfertigen Anlage Hohenwarthe befindet sich ebenfalls darin.
Weitere Fotos von der unfertigen Anlage gibt im Hiistorischen Archiv der BAW.
Gruß Norbert