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Teil III Die ursprünglichen N-Schlepper von 1941 bis 1943 und ihr Verbleib
Wir kommen nun zum Kern des Themas:
III.) Die ursprünglichen N-Schlepper von 1941 bis 1943 und ihr Verbleib
Kap. Karl Abfall (DDSG) schrieb dazu im August 1986 (Q2):
DIE REICHSBAUTEN
Ähnlich wie im I. Weltkrieg kam der Donauschiffahrt auch im II. Weltkrieg zur Versorgung des Reiches eine große Bedeutung zu. Ungarn und die südosteuropäischen Länder lieferten große Mengen Getreide, Mehl, Futtermittel, Rohöl, Benzin, Erze, Holz und andere Rohstoffe. Sie bezogen aus Deutschland Kohle, Koks, Eisenwaren, Maschinen, feinmechanische Erzeugnisse, Textilien und sonstige als Stückgüter bezeichnete Waren. Zur Bewältigung der wachsenden Transportanforderungen reichten der vorhandene Frachtraum und die hauptsächlich aus Raddampfern bestehende Zugkraft nicht mehr aus, weshalb das Reichsverkehrsministerium im Rahmen eines Sofortprogramms serienweise Motorzugschiffe, Güter- und Tankkähne sowie See-Flußleichter in den Schiffswerften in Regensburg, Deggendorf, Linz, Korneuburg und Komárom bauen ließ. Die Schiffe wurden den deutschen Reedereien und der ungarischen Schiffahrt zugeteilt. Darüberhinaus wurden zahlreiche Motorzugschiffe vom Rhein und von der Elbe zur Donau überführt.
In Anlehnung an die damals bereits vereinzelt vorhandenen Motorzugschiffe wurden unter der zentralen Leitung für Projektierung und Bau durch das Technische Büro der DDSG in Wien fünf Motorzugschiffstypen entwickelt mit den Bezeichnungen N-, NU-, O-, R- und Z-Typ. Sämtliche Typen waren hervorragend konstruiert, musterhaft ausgerüstet und mit freundlichen Unterkunftsräumen ausgestattet. Im Laufe des Krieges sind viele dieser Schiffe durch Minentreffer gesunken oder wurden gesprengt. Die meisten konnten nach Hebung instandgesetzt werden. Sie kamen in die Flotten der sozialistischen Donauländer, manche sind noch in Fahrt. Sie dienten den Ungarn, Jugoslawen und Rumänen als Muster bei der Erneuerung ihrer Flotten. Als die deutschen und österreichischen Schiffahrten zur Verkehrsabwicklung mit schiebenden Selbstfahrern übergegangen waren, verkauften sie die restlichen Motorzugschiffe aus dem Reichsbauprogramm an die Tschechoslowakei, an Ungarn und an Jugoslawien. Während die Radmotorzugschiffe schon längst ausgemustert sind, blieben die Schiffe vom N-Typ am längsten in Betrieb wie FREUDENAU (DDSG), LJUBOTEN und PERISTER (JRB), VIKTOROVAC (DL) und HATEG (NAVROM).
Der N-Typ
Beim Anschluss Österreichs an das Großdeutsche Reich 1938 lagen die DDSG-Motorzugschiffe ROMULUS und REMUS in der Korneuburger Werft vor der Fertigstellung. REMUS wurde sofort durch die Kriegsmarine übernommen und ALBERICH benannt. ROMULUS kam 1943 an die Kriegsmarine als GUNTHER. 1940 erfolgte die Indienststellung des Schwesterschiffes TRAUN durch die DDSG, die TRAUN kam 1942 an die neugegründete kroatische Schiffahrt Hribrod als ZAGREB. Das Schiff ist im Krieg verloren gegangen. (...).
Dieser Typ diente als Vorbild beim Bau des N-Typs. Die technischen Daten des N-Typs:
L = 46,6 m
B = 7,2 m
T = 1,5 m
2 x 410 PS
Bugversteifung zum Eisbrechen, Kortdüsen.
Die letzten beiden Schiffe des N-Typs HIRSCHENAU und HOHENAU der COMOS waren mit Gasgeneratoren ausgerüstet, daher waren sie um 3 m länger. Die Motoren des N-Typs kamen von den Werken Deutz, MAN, MWM und Sulzer.
Alle Reichsbauten hatten vierarmige Anker, deren Hauptkette an einem Schlangenkopf über eine Rolle lief. Bei den Radmotorschiffen war es ein Bugspriet, der aus einem starken Rohr bestand. Klippanker waren damals auf der Donau noch nicht eingeführt. Wegen des Schlangenkopfes bzw. Bugspriets finden wir in den Quellen verschiedene Längenangaben, teils die Länge des Schiffskörpers, teils die Länge über alles.
Selten haben Schiffe in so kurzer Zeit soviel erlebt wie die Reichsbauten. Sie fuhren nicht nur auf der Donau sondern auch im Schwarzen Meer, sie dienten nicht nur ihren Reedereien sondern auch der Kriegsmarine. Die im Westen verbliebenen Schiffe waren nach 1945 im Personenverkehr eingesetzt, die HAMBURG und LÜBECK im Raum Passau und Regensburg, die DDSG-Radmotorzugschiffe zwischen Linz, Neuhaus oder Engelhartszell, weil das Personenschiff an den Wochenenden nicht alle Fahrgäste aufnehmen konnte.
Wie die Beschreibungen zu den einzelnen Schiffen zeigt haben die wenigsten Schiffe den Krieg heil überstanden. Gefahren drohten vom Grund des Stromes durch Minen, aus der Luft durch Fliegerangriffe und von den Ufern durch Heckenschützen und Artilleriebeschuss. Viele Schiffer kamen bei der Dienstausübung ums Leben.
Es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis die letzten der Reichsbauten aus dem Verkehr gezogen werden. Auch ihre Nachfolger werden nach und nach durch Schubschiffe ersetzt. Wenn die Motoren der Motorzugschiffe ausgedient haben, werden die Schiffe ausgemustert.
Karl Abfall, August 1986
Anmerkung: Der letzte N-Typ im Schleppeinsatz war HATEG (NR), der noch 1998 in Regensburg gewesen ist (daher gilt für mich nach wie vor: "Lieber Hateg als High-Tech" :lool: ).
Der letzte fahrfähige N-Typ ist natürlich das Museumsschiff FREUDENAU in Regensburg, hier kann ich nur werben, mal an einer der für 2026 geplanten Sonderfahrten teilzunehmen.
Foto:
Der „letzte Mohikaner“ HATEG 1984 in Wien (Foto Laurenz Schwarzacher)
---------------------- wird fortgesetzt mit der Schiffsliste Typ N ------------------------------------------------
Grüße
Muranfan
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Teil III Die ursprünglichen N-Schlepper von 1941 bis 1943 und ihr Verbleib - Liste
III.) Die ursprünglichen N-Schlepper von 1941 bis 1943 und ihr Verbleib
Liste der N-Schlepper:
Es gab im Laufe der Zeit schon mehrere Listen über die Schlepper des N-Typs (siehe Quellenverzeichnis in #1). Hier wird die Liste aus Q13 von Klaus Heilmeier vorgestellt, da diese auf originalen Quellen (aus dem Bundesarchiv) basiert.
Geplant waren insgesamt 24 N-Schlepper, aus verschiedenen Gründen wurden jedoch „nur“ 20 originale N-Schlepper gebaut. Wenn man die beiden, nahezu baugleichen, Vor-Serienschiffe L und M sowie die beiden für die ÖBS nach dem Krieg gebauten Schiffe hinzuzählt kommt man auf 24 Stück.
N 1 DWE / ASCHAU [I] (DDSG)
N 2 DWE / BURGAU [I] (DDSG)
N 3 Korneuburg / ERLAU (DDSG)
N 4 Korneuburg / KRIEAU (DDSG)
N 5 Ruthof Regensburg, nicht ausgeführt
N 6 Ruthof Regensburg, nicht ausgeführt
N 7 DWE / ANNA WALLNER (Wallner)
N 8 DWE / KATHARINA WALLNER (Wallner)
N 9 Linz / HAMBURG (BL)
N 10 Linz / BREMEN [I] (BL)
N 11 Linz / LÜBECK [I] (BL)
N 12 Linz / ALTENAU (DDSG)
N 13 Linz / FREUDENAU (DDSG)
N 14 Linz / GRAFENAU (DDSG)
N 15 Korneuburg / LINDAU (DDSG)
N 16 Korneuburg / LOBAU (DDSG)
N 17 DWE / BREMEN [II] (BL)
N 18 DWE / LÜBECK [II] (BL)
N 19 Linz / HOHENAU (Comos)
N 20 Linz / HIRSCHENAU (Comos)
N 21 Hitzler / nicht ausgeführt, dafür ZN 9 HAUSTEIN (siehe hier #22)
N 22 Hitzler / nicht ausgeführt, dafür ZN 10 FRAUENSTEIN (siehe hier #23)
N 23 Linz / nicht ausgeführt, dafür S 5 PUCHENAU [I]
N 24 Linz / nicht ausgeführt, dafür S 6 ROSENAU
Diese Liste enthält das ursprüngliche Donau-Sofortprogramm 1939. Im Donauprogramm 1941 gab es einige Änderungen / Ergänzungen:
Hitzler durfte anstatt den N-Typen N 21 und N 22 dafür 2 eigene Z-Schlepper ZN 9 und 10 bauen.
Die Schlepper N 23 und 24 wurden in Linz zwar äußerlich als Typ N aber nach dem neu aufgenommenen Typ S als S 5 und 6 gebaut (mit jeweils 1100 PS). Achtung: S 5 PUCHENAU [I] ging nach Ungarn und ist nicht identisch mit PUCHENAU [II] ex N 17 BREMEN [II]
Ruthof baute nur Zugschiffe nach eigenen Entwürfen (daher entfielen N 5 und 6).
N 19 und 20 waren 3 m länger da mit Gasgeneratoren ausgerüstet.
Die Deggendorfer Werft (DWE) baute somit 6 N-Schlepper, Korneuburg 4 und Linz 8 (+ 2 Typ S).
Für den BL wurden 5 N-Schlepper gebaut, für Wallner 2, für die DDSG 11 und für Comos 2. Vier Zugschiffe mussten an Ungarn abgegeben werden, daher ergaben sich in der Folge (BL-Schiffe gingen an die DDSG) doppelte Namen bei ASCHAU, BURGAU, BREMEN, HAMBURG, LÜBECK und PUCHENAU.
Zur Namensgebung: BL traditionell Städtenamen, Wallner Familiennamen, DDSG und Comos endeten auf -au, daher werden die Zugschiffe Typ N in Österreich meist als au-Typ bezeichnet.
Dann werden wir uns den einzelnen Schiffen und ihrem Werdegang widmen (Fotos und weitere Daten sowie Ergänzungen und Korrekturen sind hochwillkommen!)
Fotos:
Bau der ersten Zugschiffe Typ N auf der Werft in Deggendorf (Repros von Werftaufnahmen fertigte Fritz Schiller). Bei Bild 4 liegt im Hintergrund einer der ersten für die DDSG gefertigten N-Schlepper.
Bild 5: Vertrag über die Übernahme der Neubauten L, M und 24 x Typ N (dankenswerterweise erhalten von Klaus Heimeier)
---------------------- wird fortgesetzt ------------------------------------------------
Grüße
Muranfan
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N 1 ASCHAU / GÖDÖLLÖ / MOHÁCS
N 1 ASCHAU / GÖDÖLLÖ / MOHÁCS
Der erste N-Schlepper mit der Projektbezeichnung N 1 wurde bei der Deggendorfer Werft gebaut und als ASCHAU [I] an die DDSG abgeliefert.
Bilder 1 und 2: ASCHAU bei der Indienststellung am 9. Januar 1942 in Deggendorf (Fotos DWE; die Repros verdanken wir Fritz Schiller)
Aufgrund von Beschwerden der Ungarn über mangelnde Schleppkraft (und Zahlungsverpflichtungen des Deutschen Reiches an Ungarn) mussten aufgrund einer Entscheidung in Berlin die beiden ersten N-Schlepper (BURGAU [I] und ASCHAU [I]) an die ungarische MFTR abgegeben werden.
Klaus Heilmeier übersandte dazu Auszüge aus dem Kaufvertrag:
Details zum Verkauf
Grundlage: Vertrag DDSG ./. MFTR vom 27. Mai 1942
1) Wir verkaufen Ihnen und Sie kaufen von uns die Motorschlepper "Burgau" und "Aschau" in dem Zustand, wie sie stehen und gehen, ausgestattet mit allen jenen Inventar- und Ausrüstungsstücken sowie Ersatzteilen, mit welchen Motorschlepper in unserem Betrieb in Verwendung stehen.
.
.
Beschreibung der beiden Schiffe:
Bauwerft: Deggendorfer Werft und Eisenbau G.mb.H.
Baujahr: 1942
Länge: 46,6 m
grösste Breite: 7,22 m
Tiefgang: 11,8 dm
Stärke der Maschine: 820 PS
3) Die Übergabe bzw. Übernahme des MS "Burgau" hat am 11. Mai 1942 in Budapest, die provisorische des MS "Aschau" am 16. Mai 1942 in Budapest, die definitive Übergabe bzw. Übernahme am 23. Mai 1942 in Budapest stattgefunden.
Der Kaufpreis beträgt für jedes Schiff 725 000,-- RM (Reichsmark), insgesamt 1 450 000,-- RM.
Zusatzvereinbarung:
Die Käufer verpflichten sich, die beiden genannten Schiffe während der Dauer des Krieges im Interesse des deutschen Verkehrs einzusetzen.
Da die Übergabe bzw. Übernahme der beiden Schiffe und der dazugehörigen Schiffsdokumente sowie der Flaggenwechsel bereits erfolgt ist, sind sämtliche aus diesem Verkauf erwachsenen Verpflichtungen unsererseits erfüllt.
gez. DDSG
(wie bereits berichtet, ist der Verkauf in Berliner Regierungskreisen entschieden worden - trotz Proteste der DDSG)
VG
HK.
Bei der MFTR wurde ASCHAU umbenannt in GÖDÖLLÖ.
Bild 3: GÖDÖLLÖ 1943 in Budapest (Foto: fortepan)
Bild 4: GÖDÖLLÖ interessanterweise bereits mit grauem Rumpf, der später typisch für die Zugschiffe der MHRT war (Foto: Hajoregister)
GÖDÖLLÖ verblieb beim Kriegsende 1945 in Österreich und wurde von der US-Regierung beschlagnahmt. Am 15. Dezember 1946 an Ungarn zurückgegeben; als MOHÁCS Übernahme durch die sowjetisch-ungarische Reederei MSzHRT. Nach deren Auflösung Ende 1954 bei der ungarischen Staatsreederei MHRT.
1972 ausgemustert.
1974 zum Saug-Spülelevator ELEVATOR I umgebaut, 1998 noch in Betrieb bei der Firma Admiralitas in Szeged.
=> gem. "danubenews" in den 2000er Jahren in Szeged /Theiß gesunken.
Bild 5: MOHÁCS am 3. März 1955 in Passau (Foto Dieter Pommer)
Bild 6: MOHÁCS am Montag, 29. Dezember 1958 in Regensburg (Foto Aloys Brey / Sammlung Dieter Pommer)
Bild 7: MOHÁCS am 29. Mai 1970 in Budapest (Foto Gunter Dexheimer)
---------------------- wird fortgesetzt ------------------------------------------------
Grüße
Muranfan
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Ergänzungen zu N 1 MOHÁCS / ELEVATOR I
Hallo,
aufgrund Zusendungen von Klaus Heilmeier und Suche in meinem Archiv können noch Fotos / Angaben zu N 1 ergänzt werden:
Bild 1: MOHÁCS (fortepan)
Bild 2: Die einzige mir vorliegende Farbaufnahme von MOHÁCS stammt von Gustl Gloß (Budapest 1967)
Bild 3: MOHÁCS am Dienstag, 23. Juli 1968 von Pfr. Aloys Brey; er notierte dazu: "Neu gestrichen"
Bild 4: Aus der Publikation von Várfalvi (erschienen 1978) die technischen Daten der beiden MZS. Beide MZS hatten noch die DEUTZ Diesel, 6 Zyl. 4 Takt RV6M 545
mit je 410 PS - also die bauzeitliche Ausstattung. (übersandt von Klaus Heilmeier)
Bild 5: Die einzige, mir bekannte Aufnahme als ELEVATOR I stammt von Fritz Schiller, aufgenommen 1977
Grüße
Muranfan
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N 2 BURGAU [I] / KENDERES / GYÖR
N 2 BURGAU [I] / KENDERES / GYÖR
Der zweite N-Schlepper mit der Projektbezeichnung N 2 wurde bei der Deggendorfer Werft gebaut und als BURGAU [I] an die DDSG abgeliefert.
Bild 1: BURGAU [I] in Deggendorf (Foto Slg. helmut 1972; dies ist die einzige mir bekannte Aufnahme mit diesem Namen)
Aufgrund von Beschwerden der Ungarn über mangelnde Schleppkraft (und Zahlungsverpflichtungen des Deutschen Reiches an Ungarn) mussten aufgrund einer Entscheidung in Berlin die beiden ersten N-Schlepper (BURGAU [I] und ASCHAU [I]) an die ungarische MFTR abgegeben werden.
Klaus Heilmeier übersandte dazu Auszüge aus dem Kaufvertrag:
Details zum Verkauf
Grundlage: Vertrag DDSG ./. MFTR vom 27. Mai 1942
1) Wir verkaufen Ihnen und Sie kaufen von uns die Motorschlepper "Burgau" und "Aschau" in dem Zustand, wie sie stehen und gehen, ausgestattet mit allen jenen Inventar- und Ausrüstungsstücken sowie Ersatzteilen, mit welchen Motorschlepper in unserem Betrieb in Verwendung stehen.
.
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Beschreibung der beiden Schiffe:
Bauwerft: Deggendorfer Werft und Eisenbau G.mb.H.
Baujahr: 1942
Länge: 46,6 m
grösste Breite: 7,22 m
Tiefgang: 11,8 dm
Stärke der Maschine: 820 PS
3) Die Übergabe bzw. Übernahme des MS "Burgau" hat am 11. Mai 1942 in Budapest, die provisorische des MS "Aschau" am 16. Mai 1942 in Budapest, die definitive Übergabe bzw. Übernahme am 23. Mai 1942 in Budapest stattgefunden.
Der Kaufpreis beträgt für jedes Schiff 725 000,-- RM (Reichsmark), insgesamt 1 450 000,-- RM.
Zusatzvereinbarung:
Die Käufer verpflichten sich, die beiden genannten Schiffe während der Dauer des Krieges im Interesse des deutschen Verkehrs einzusetzen.
Da die Übergabe bzw. Übernahme der beiden Schiffe und der dazugehörigen Schiffsdokumente sowie der Flaggenwechsel bereits erfolgt ist, sind sämtliche aus diesem Verkauf erwachsenen Verpflichtungen unsererseits erfüllt.
gez. DDSG
(wie bereits berichtet, ist der Verkauf in Berliner Regierungskreisen entschieden worden - trotz Proteste der DDSG)
VG
HK.
Bei der MFTR wurde BURGAU umbenannt in KENDERES
Bild 2: KENDERES, wahrscheinlich in Ungarn (Foto: Diesen Bildschatz hat Laurenz Schwarzacher "ausgegraben")
Bild 3: KENDERES interessanterweise bereits mit grauem Rumpf, der später typisch für die Zugschiffe der MHRT war (Foto: Hajoregister)
KENDERES verblieb beim Kriegsende 1945 in Österreich und wurde 1947 an Ungarn zurückgegeben; als GYÖR Übernahme durch die sowjetisch-ungarische Reederei MSzHRT. Nach deren Auflösung Ende 1954 bei der ungarischen Staatsreederei MHRT.
1976 abgestellt.
1978 Übernahme durch die Stadt Dunaföldvár als Vereinsheim für den örtlichen Ruderklub.
1979 im September trug das Schiff die Bezeichnung "ALLOHAJO 333"
1980 Umbau zum schwimmendes Hotel ADMIRAL für Bootstouristen / neuer Name DUNAFÖLDVÁR SC, nach Eigentümerwechsel DUNAVÖLDVÁRI VIZISPORTKÖR.
2015 verschrottet
Bild 4: GYÖR am Samstag, 26. März 1955 in Passau (Foto Dieter Pommer)
Bild 5: GYÖR in Farbe 1966 (Foto Dir. Franz Dosch)
Bild 6: GYÖR an der Donaulände Regensburg 1966 (Foto Klaus Heilmeier)
Bilder 7 + 8: GYÖR in den 1970er Jahren (Fotos Fritz Schiller)
---------------------- wird fortgesetzt mit weiteren Fotos ------------------------------------------------
Grüße
Muranfan
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Ergänzungen zu N 2 GYÖR / DUNAFÖLDVAR SC
Hallo,
weitere Fotos zu GYÖR (und dem Verbleib als Restaurantschiff; siehe auch #15):
Bild 9: GYÖR in der Schleuse Kachlet (Foto Klaus Heilmeier 1978)
Bild 10: Schleppverband GYÖR (Foto Rattay / Archiv L. Schwarzacher)
Bild 11: Werftschild der BURGAU (=> GYÖR) in Dunavöldvár (Foto: Unser Forumsmitglied Josef Still, 26.07.2022)
Bilder 12 + 13: DUNAVÖLDVÁRI VIZISPORTKÖR im Jahr 2005 (Foto Hajoregister), siehe auch hier
Bild 14: Verschrottung 2015 in Dunavöldvár (Foto Hajoregister)
---------------------- wird fortgesetzt ------------------------------------------------
Grüße
Muranfan
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N 3 ERLAU / LJUBOTEN
Hallo,
unter den Projektnummern N 3 und 4 baute die Werft Korneuburg die ersten beiden eigentlichen N-Schlepper auf dieser Werft (nachdem vorher ja schon die Vorläufer L March und K KAMP dort gebaut wurden).
Bild 1: Die Werft Korneuburg am 19. August 1941, Zugschiff ERLAU ist im Bau; Fertigstellung am 20.10.1941 (Werftfoto Slg. St. Csikos)
Bild 2: Generalplan ERLAU (Slg. Klaus Heilmeier)
Bild 3: ERLAU in Linz (Slg. Laurenz Schwarzacher)
Bild 4: ERLAU bei der Einfahrt in den Kanal von Sip, um 1941 (Slg. K. Heilmeier)
Bild 5: ERLAU an der Unteren Donau, um 1942 (Slg. K. Heilmeier)
ERLAU sank am 5.5.1944 bei Do-km 1105 nach Minentreffer, 3 Tote, um 1950 von Jugoslawien gehoben und wieder in Dienst gestellt, neuer Name LJUBOTEN
Bild 6: LJUBOTEN wurde bei der Walhalla (vom Knollschiff aus) am Sonntag, 22. Juni 1958, aufgenommen (Foto Pfr. A. Brey / Slg. Dieter Pommer)
Bild 7: LJUBOTEN im Strudengau, Mai 1965 (Foto Gunter Dexheimer)
---------------------- wird fortgesetzt mit weiteren Fotos von LJUBOTEN ------------------------------------------------
Grüße
Muranfan
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Ergänzungen zu N 3 LJUBOTEN
Bild 8: LJUBOTEN in Passau, ca. frühe 1970er Jahre (Foto: GM / Archiv DSMR)
Bilder 9 - 11: Teilnahme der LJUBOTEN 1979 an der DDSG-Jubiläumsparade (Fotos: Laurenz Schwarzacher)
Bild 12: LJUBOTEN am 1. Oktober 1983 in Regensburg (Foto Fritz Schiller)
Bild 13: LJUBOTEN 1984 in Passau (Foto Augustin Gloß)
LJUBOTEN war bis 1987 in Fahrt (gem. Erwin Hauke bis 1989).
1994/1995 verschrottet
---------------------- wird fortgesetzt ------------------------------------------------
Grüße
Muranfan