@Norbert; interessant zu wissen wäre, wie man mit der Motorisierung der Schleppkähne umging. Das begann bereits in den 30er, aber das hatte keinen wirklich gravierenden Umfang. Aber später ab Anfang der 50er nahm das rasend zu...
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@Norbert; interessant zu wissen wäre, wie man mit der Motorisierung der Schleppkähne umging. Das begann bereits in den 30er, aber das hatte keinen wirklich gravierenden Umfang. Aber später ab Anfang der 50er nahm das rasend zu...
@ ronald, die Motorschiffe benötigten Anfangs ein Ausnahmegenehmigung zum befahren der Kanäle. Als 1939 der DEK unter das Vollmonopol kam, durften GMS die Kanäle uneingeschränkt befahren.
Nach dem 2. Weltkrieg nahm die Zahl der GMS und der Umbau von Schleppkähnen zu GMS rasant zu. Damit sank die Zahl der Schleppaufträge, was letztlich zum Schlussstrich unter das Schleppmonopol durch den Deutschen Bundestag führte.
@ ronald,
das Westdeutsche Kanalnetz ist als riesige Fernwasserleitung anzusehen. Der Wasserhaushalt im DEK, DHK, RHK und WDK im Zusammenspiel mit den Flüssen Ruhr, Lippe und der Rhein ist absolut komplex und würde hier den Rahmen sprengen.
Die genannten Kanäle sind Multifunktionsfähig. Sie sind Bundeswasserstraßen, Fernwasserleitungen, Naherholungsgebiet und auch Badeanstalt. Versuch das mal mit einer Autobahn oder ICE Trasse.
Das nur kurz zu diesem Thema.
Gruß Norbert
@ ronald, auf die schnelle Bitte schön >> WSA Westdeutsche-Kanaele - Homepage - Fernsteuerzentrale Wasserversorgung
Hallo,
erlaube mir einen kleinen Einwurf zu #42: zu einer Reise von Duisburg nach Minden in 1959 durfte ich nur einen Tiefgang von 1,80 m nutzen weil ich 9,50 m breit war. Währen der Fahrt stellte sich das auch höchstnotwendig dar weil an vielen Streckenabschnitten die Böschungen noch Kriegsschäden zeigten.
Gruß, Walter
Hallo Walter,
danke für die Ergänzung. Es geht nichts über Zeitzeugen.
Gruß Norbert
Die Problematik der Wasserversorgung der Industrie, ist wesentlich komplexer.
"Die Talsperren des Ruhrgebiets sind, wie alle Anlagen dieser Art
in der Rheinprovinz und Westfalen, aus eigenen Kräften der Bevölkerung, ohne Inanspruchnahme staatlicher Mittel, errichtet worden.
Im Bergischen Lande und im Ruhrgebiet ist die ursprüngliche Heimat der rheinisch-westfälischen Eisenindustrie.
In diesen Gebirgstälern reiht sich seit alten Zeiten ein Werk an das andere, das
Wasser der Bäche zum Betriebe von Hammer- und Walzwerken, Schmieden, Pressen, Drahtziehereien usw. ausnutzend.
Im Wettbewerb mit der immer mehr erstarkenden Grossindustrie nördlich
der Ruhr litten die vielfach nur kleinen Werke sehr unter dem Wassermangel in der trockenen Jahreszeit, der sie zu Betriebseinschränkungen oder zur Anlage teurer Dampfhilfsbetriebe nötigte."
Kanns mir nicht verkneifen, ja ja der Klimawandel.
In diesem Abschnitt ging es um die Wasserversorgung, aber es geht noch weiter.
"In welchem Umfang die Schiffbarkeit der Weser durch die Zuschüsse aus dem Sammelbecken erhöht wird, ist aus dem nachstehenden Vergleich der Fahrwassertiefen bei Mittelkleinwasser vor und nach Fertigstellung der Waldecker Talsperre zu ersehen.
Fahrwassertiefen bei Mittelwasser
Münden vorher 0,75 m nachher 1,10 m
Hameln vorher 1,00 m nachher 1,25 m
Minden vorher 1,25 m nachher 1,41 m
Hoya vorher 1,35 m nachher 1,52 m
Unterhalb der Allermündung vorher 1,50 m nachher 1,55 m"
Es ist so komlex, das ich es bei diesem Auszügen belasse.
Zwei Gedanken möchte ich dennoch im Zusammenhang mit den Kanalbauten erwähnen.
Technik
Unsummen mussten in Technik investiert werden, um A die Kanäle zu bauen und B die Technik dafür zu haben um die Kanäle und Flüsse instandhalten zu können.
Ich habe Listen über unterschiedliche Bagger und Sauger, vielleicht schaffe ich es mal auf dieses Thema einzugehen.
die Häfen
Von Duisburg bis Emden wurden die Häfen umgebaut und vergrößert, um für die Zukunft ausreichende Kapazitäten zu besitzen,
um dem Zuwachs an Warentransporte gerecht zu werden.
Stellvertretend für alle Häfen sei hier mal Emden mit den Kostete 22.880.000,00 M genannt.
und und und.
Und zum Schluss ein versuchter Vergleich.
Der Oder Havel Kanal wurde gebaut, benötigte aber nicht eine so eine komplexe Infrastruktur.
Die Kosten waren nicht so exorbitant, wie bei den westdeutschen Kanalsystemen.
Er war nicht so groß, denn die Finow Maßkähne waren kleiner.
Ob sich auf dem Havel Oder Kanal, bei dem geringeren Transportumfang (gegeüber den westdeutschen Kanälen),
ein Schleppmonopol rentiert hätte ist wahrscheinlich auch fraglich.
Das Schleppmonopol war immerhin für meherere Kanäle zuständig.
Mal als Info, für die damaligen Gegner eines Schleppmonopols, die den Oder Havel Kanal gerne als Beispiel nahmen.
So nun ist genug, ich bin beim Monopol erst bei 1928, dann kommt Monopl und Kortdüse,
Schlepperneubauprogramm mit allen Hindernissen.
Der II WK mit den katastrophalen Folgen für das Schleppmonopol.
@Walter, da bin ich weiterhin auf deine Beiträge gespannt.
Und schließlich die Nachkriegzeit bis zur Schließung des Bundeschleppbetriebes.
MfG
Peter
@Vini (und natürlich auch andere Monopol-Forscher [klingt wie Nordpol-Forscher, aber die Zeit ist lange vorbei]): sorry wenn ich noch mal 'rückwärts insistiere', aber ich möchte deine interessante Story nicht nur lesen, ich möchte sie auch verstehen. Es geht jetzt erst mal um deine erste Liste von 1914 -> hier (angehängte Datei).
Mir sind dazu einige Fragen eingefallen:
Du schreibst unten in der Fußzeile, dass 36 Schlepper in Duisburg gemeldet waren und 12 in Hannover. Aus den Namen geht das aber nicht hervor - fast alle tragen vorne den Buchstaben M. Na gut, es fehlen 8 Stück...
Die #111 gibt's 2 mal. Einmal als H 111 und einmals als M 111 (sind auch unterschiedliche Bauwerften). Das dürfte doch eigentlich gar nicht sein, oder?
Worin besteht der Unterschied in der Monopol Registratur und dem Schiffsnamen. Meist ist er ja gleich, aber in einigen Fällen eben nicht.
D 121; D 584 und D 122; D 236 verstehe ich nicht. Wurde das Schiff umbenannt? Und wenn ja, warum?
Und letzte Frage; Das ist die Liste mit der Monopol sozusagen begann? Oder hat Monopol so etwas nie veröffentlich und nur Zahlen genannt?
Gruß & schon mal Dank - Ronald;-)
@ VINI, zu #49 die großen Talsperren im Sauerland wie z.B. Möhne, Bigge oder Sorpetalsperre gehören dem 1913 gegründeten Ruhrverband bzw. Ruhr Talsperrenverband. Das ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Mitglieder sind Städte und Gemeinden im Einzugsbereich der Ruhr. Mit dem Wasser aus den Talsperren werden in erster Linie über 4 Mio. Menschen mit Trinkwasser versorgt. Das Ruhrwasser wird in zweiter Linie in bestimmten Situationen für die Kanäle im Ruhrgebiet verwendet.
Die von dir erwähnte Waldecktalsperre eigentlich Eder Talsperre ging 1914 in Betrieb. Staumenge über 200 Mio. Kubikmeter Wasser. Sie wurde im Zuge des Mittellandkanalbaus errichtet. Zusammen mit der Eder Talsperre Staumenge 20 Mio. Kubikmeter, dienen beide dem Hochwasserschutz und als Wasserreserve für die Weser und den Mittellandkanal.
Die hohen Kosten beim Bau der westdt. Kanäle gegenüber der Oder-Havel-Kanal liegen 1. in der Streckenlänge und 2. in der besondere Lage des Rhein-Herne und Datteln-Hamm-Kanals. Beide wurden in aktives Bergsenkungsgebiet gebaut. Mit den entsprechenden Sicherungen der Bauwerke gegen Senkungen.
Zum Thema Schleppmonopol, dieses und die Erhebung von Schifffahrtabgaben waren von der Opposition geforderte Punkte zur Zustimmung zum Wasserstraßengesetz von 1905.
Das es ohne Schleppmonopol ging sieht man am 1899 in Betrieb gegangenen Dortmund-Ems-Kanal.
Moin,
@ Ronald ich antworte noch auf deine Frage ein bischen Geduld.
@ Norbert
Ich versuch es kurz zu machen, Hab eigentlich keine Zeit.
Schleppamt Magdeburg
1928 war die Kriese vorbei, Planungssicherheit war wieder gegeben.
Also wirds einen Fahrplan für dei Fertigstellung des MLK gegeben habe.
Ob er 37 oder 38 egal dann hätte man auch die Umstrukturierung 35 0. 36 gemacht.
Das Datum steht, das kennen wir nun, dadurch nicht vor 38 die Schleppamteröffnung.
Ist aber nicht der Grund für das Umstrukturierungsjahr 1928.
Kannst dir ja mal Gedanken dazu machen, ich komme später noch mal drauf zurück. - Zeit
Talsperrenbau: Sicher sind das alles Kommunalzweckverbände das ist mir bekannt, doch darum
geht es nicht. Aber wenn du das schon aufgeworfen hast eine kurze Antwort.
Die Kommunen haben die Talsperren finanziert. Und nun alles Schick - eben nicht.
Die Refinanzierung der Millionen von Mark erfolgt über was? Über die Wasserwerke wo schon ewig
bezahlt wird. Schau dich in Deutschland um was für schöne Bauten die Wasserwerke und Energieversorger
haben. Daträumt manch Selbstständiger von.
Die Talsperren usw. sind längst bezahlt und die Unterhaltung ist nicht so teuer wie ein Neubau.
Merkst du was, die Preise steigen immer weiter.!!!!!
Kaiser Wilhelm Kanal refinanziert über eine Sektsteuer heist bei jeder Flasche Sekt die du kaufst füllst du das Staatssäckelchen.
Die Sektsteuer wird HEUTE noch bezahlt!!!!!!!!
Und wer muss heute noch für das Schleppmonopol bezahlen??????
KEINER!!!!
So nun mal etwas grundsätzliches.
Ich habe von früher Tabellen von euren Wasserwerken im Westen aus dieser Zeit, wo die Einahmen steigen.
Ich habe auch Grafiken von Hafenumbauten Düsseldorf, Duisburg bis runter nach Emden, Magdeburg auch.
Selbst qm Zahlen von Flächen für Lagerhaltung die zusätzlich geschaffen wurden.
Aber deshalb bin ich nicht hier!!!!!!!!!
Ich bin wegen dem Schleppmonopol hier.
Wer das Schleppmonopol verstehen möchte muss auch etwas vom Umfeld wissen, warum eine Refinanzierung
stattgefunden hat.
Ein alter Hase sagt mal zu mir "Ein BWLer wird nur ein richtiger BWLer, wenn er auch so denkt. Meine Firma, mein Geld"
Na Norbert wie würdest du entscheiden wenn das alles Deine Kanäle wären und du finanziell alles auf die Reihe bekommen must.
Dafür wollte ich die Leser sensibilisieren.
Es gab schon immer Leute, die alles haben und nutzen wollten und wollen, und wenn sie dafür ein Obolus zahlen sollen wird ALLES schlecht geredet
Am schlimsten sind noch die, die keine Ahnung haben.
Ich bin ein Mitteldeutscher, der Monopol aufarbeitet. nicht mehr und nicht weniger.
Ich konnte KEINEN fragen habe manche Sachen 10 - 20 mal gelesen, manchmal den Kram tagelang liegen lassen um dies alles sacken zu lassen und einen klaren Kopf zu bekommen. Sicherlich fällt mir auch mal etwas hinten runter, bei der Masse. Es sind über 50zig Jahre Monopol die verstanden seien wollen. 1914 über 110 Jahre her.
Für mich seit ca 2015 Neuland.
Ich möchte mit Euch Spaß bei der Sache haben.
MfG
VINI
Den Gegenwert, bzw. die Refinanzierung eines Kanals zu berechnen ist eigentlich unmöglich. Ich kann zwar nichts über den Mittellandkanal und seine diversen umgebenden Kanäle sagen, aber mit dem MDK habe ich mich viel beschäftigt - und allein die Tatsache dass man so viel zusätzlich in den Kanal rein gepackt hat als das reine Verkehrsaufkommen (Wasserüberführung, Wasserspeicher, Energiegewinnung, Freizeitflächen... inzwischen [womit man gar nicht gerechnet hatte] Tourismus), macht es unmöglich zu berechnen, ob dieser Kanal nun wirtschaftlich ist - oder nicht. Und ich glaube das ist auch so gewollt. Letztlich ist so ein Projekt immer mehr eine Frage des Willens als der (vernünftigen) Berechnung. Allen heftigen Protesten in den 80er Jahren zum Trotz.
@VINI; lass' Dir Zeit. Ich glaube ich brauche auch noch lange, bis ich einigermaßen durchsteige bei Monopol... wenn überhaupt je...
Moin,
MLK
Mir fällt auf, das so einige Betrachtungen der damaligen Zeit aus der heutigen Zeit, also JETZT beurteilt werden.
Es ist nicht böse gemeint führt aber zu Fehlinterpretationen zu fast 100%.
Der MLK ist nicht nur für Berlin, Richtung Hamburg und Richtung Dresden - Prag gebaut worden, sondern auch für die Richtungen
Stettin, Danzig, Posen und Breslau um einige wichtige zu nennen.
Auf die geplanten Eroberungen in Richtung Osten, lasse ich mal weg.
Unter dieser Betrachtung, ein Binnenschiffahrtsnetz für das damalige deutsche Reich, verhält sich die Kostenfrage ganz anders.
Auch hier habe ich eine Karte zur Verfügung gestellt, mit der man sich einen guten Überblick und die Beurteilungsfähigkeit
verbessern kann.
Nun zu deinen anderen Fragen
Du schreibst unten in der Fußzeile, dass 36 Schlepper in Duisburg gemeldet waren und 12 in Hannover. Aus den Namen geht das aber nicht hervor - fast alle tragen vorne den Buchstaben M. Na gut, es fehlen 8 Stück…
Leider hab ich keine Aufzeichnungen über den aktuellen Bestand und die aktuellen Bezeichnungen der Schlepper aus der Zeit.
1. Wenn der Bauname M 0815 war, dann ist eben nur M 0815 vorhanden
2. Wenn im RR M 0815 steht dann ist eben nur M 0815 bekannt
3. Wenn der Schlepper als H 0815 in Dienst gestellt wurde und wurde nach 1918 als
M 0815 beim Schleppamt Duisburg eingesetzt, kennen wir nur M 0815.
4. Schlepper von Hannover also H 0815 sind im RR wahrscheinlich nicht gelistet, liegt
zwar sehr nahe aber 100 %tig wissen wir dies auch nicht
Die #111 gibt's 2 mal. Einmal als H 111 und einmals als M 111 (sind auch unterschiedliche Bauwerften). Das dürfte doch eigentlich gar nicht sein, oder?
„Dürfte eigentlich nicht geben“
Versetz dich in die Zeit von damals. Doch damals durfte es, sonst wär es ja nicht.
Schlepper wechselten kaum das Schleppamt, also gab es keine überschneidungen.
Ich glaube, wenn es anders gewesen wäre, hätte man einen der Schlepper, sehr schnell umbenannt.
Man erkannte aber es könnte später mal zu Problemen kommen und verfuhr in Zukunft anders.
Worin besteht der Unterschied in der Monopol Registratur und dem Schiffsnamen. Meist ist er ja gleich, aber in einigen Fällen eben nicht.
D 121; D 584 und D 122; D 236 verstehe ich nicht. Wurde das Schiff umbenannt? Und wenn ja, warum?
Ein Unterschied zur Monopolregistratur und dem Schiffsnamen gab es nicht.
Als D 121 Registratur 121, später als D 584 hatte er die Registratur 584.
Ein Nummernwechsel ist eine strukturbedingte Umbenennung.
D 122 – leichter Dampfschlepper, dann Umbau auf Dieselmotor D 236 – Motorschlepper.
Demzufolge neue Registraturnummer und neuer Name.
Das Schleppmonopol war bemüht die Numern der Reihe nach zu belegen.
Natürlich konnte das nicht immer gelingen. Wenn D 121 ein angekaufter Dampfschlepper war und er wurde mit der Umstrukturierung 1928 in den 500er Block verschoben und Nummer 521 war schon vergeben ging es nicht mehr.
Wenn es 1914 eine gewollte Einteilung gab 0-99 Duisburg und 100 – 200 Hannover ist dies nicht belegt, heißt ich habe nichts.
Ist auch nicht das Zünglein an der Waage.
Ein Schleppername, war ein Mittel zum Zweck und auch beim Monopol kein Brandzeichen. Natürlich wollte man Beständigkeit zeigen und Kosten für nicht zwingende Ubenennung sparen.
Und letzte Frage; Das ist die Liste mit der Monopol sozusagen begann? Oder hat Monopol so etwas nie veröffentlich und nur Zahlen genannt?
Eine Schiffsliste für den innerbetrieblichen Bedarf zu erstellen und eine Liste zu veröffenlichen ist schon mal ein Unterschied.
In den NUR 3 Listen die ich kenne, wurden auch handschriftliche Veränderungen vorgenommen. Beispiele sind die Bustaben bei Wechsel in ein anderes Schleppamtes oder „1940 Motorwechsel“ usw.
Eine Veröffentlichung der „Arbeitslisten“ kann man wohl ausschließen. Ob für die Öffentlichkeit Listen in Kurzform veröffentlicht wurden ist mir nicht bekannt.
Kurzform – für die Öffenlichkeit ist eine Kesselnummer sicher nicht von Bedeutung.
Die „ERSTE“ Schiffsliste, die ICH kenne ist von 1951. Die nächste von 1954 und schlieslich von 1956. Die Liste von 1956 ist bekannt und im Netz? wohl unterwegs.
Von der Zeit davor gibt es nix.
Die Schiffliste von mir ist eine Zusammenfassung von gefundenen Daten.
Also eine Rekonstruktion des gesamten bekannten Schiffsbestandes.
K 5 das Betonschiff, kein Nachweis beim Monopol, war ein Netzfund von einem User.
Später wurde ein Erwähnung von einem zweiten Betonschiff bekannt, hab ihn K 6?
genannt für einen Nachweis in der Liste. K 5 gabs andere davor ??? Warum Nr 5 ????
Man muss auch mit Kompromisse leben können.
Die angekauften Schlepper die Anfangs beim Monopol waren konnte ich auf Grund der Einträge im RR einpflegen. Sehr viele sind in der 51er, 54er und der 56er Liste nicht mehr enthalten. Angekauft bitte nicht mit Neubauten in einen Topf schmeissen. Real gab es 1956 keine 3x M 400er Schlepper und auch nicht 3x 400er Registriernummern.
Hier möchte ich mich nochmals bei Helmut bedanken, der mich mit den RR von Anfang an unterstützt hat. Danke Helmut, einfach prima!!!!
MfG
Peter
@VINI; vielen Dank für die ausführlichen Ausführungen. Jetzt sehe ich etwas klarer. Viele der 'Probleme', die Du schilderst, kenne ich von anderen Reederei, zuletzt vom Thema Fendel/Stinnes/Jaegers, oder auch vorher S&B. Die haben das recht ähnlich gelöst. Auf die Art kann der Forscher auch Schiffe 'erahnen' die er noch gar nicht kennt. Und meist stimmt das dann auch! Gruß - Ronald;-)
Moin,
100 % ins Schwarze,
Da möchte ich mit Euch zusammen hin.
Deswegen Stück für Stück in der Zeitachse, auch mit Pause zum sacken lassen.
Schleppmonopol kann Spaß machen, aber wer kann schon den ganzen Tag Spaß vertragen.:lool:
Mit Dokumenten zur Übersicht gehören natürlich auch dazu.
Übrigens die Zeittafel hat mir sehr geholfen und hilft immer mir immer noch, war eine Supersache sie anzufertigen.
Hab noch was für Cuxi, schaff ich heute nicht mehr.
Morgen, Morgen nicht heute, sagen alle fleißigen Leute.:captain1:
MfG
Peter
Moin,
Ergänzungen zum Jahr 1928
Vorher schauen wir uns das Jahr 1921 an. Am 29.07.1921 wurde die Reichsschleppverwaltung Münster umgewandelt in den Reichsschleppbetrieb Münster.
Unter unserem Verständnis eine Firma die Dienstleistungen erbringt und somit eine kaufmänische Einrichtung ist. Diese ist steuerpflichtig, leistet Sozialabgaben und bei dieser Größe des Reichsschleppbetriebes verpflichtet jährlich eine Bilanz zu erstellen.
Das trifft alles auf den Reichsschleppbetrieb derzeit nicht zu. Er brauchte nicht nach den kaufmännischen Grundlagen zu arbeiten.
Welche Sonderregelung da galt ist mir nicht bekannt, habe es auch nicht recherchiert.
Möglich war, den Reichsschleppbetrieb sicher durch die Weltwirtschaftskrise zu bringen. Dem Betrieb eine Schonzeit für die Umstellung von einem Verwaltungsapparat zu einem wirtschaftlich selbständigen Unternehmen zu gewähren.
Ab dem 01.04.1930 erfolgte die Umwandlung des Reichsschleppbetriebes in einen kaufmännischen Reichsbetrieb gemäß § 15 der Reichshaushaltsordnung.
Er war nun steuerpflichtig, musste Sozialabgaben leisten und war verpflichtet jährlich eine Bilanz zu erstellen.
Nun zu 1928
Umstrukturierung und Umbennennungen von Schleppern in Vorbereitung der Gründung des Schleppamtes Magdeburg.
So lautet die offizielle Bezeichnung für diese Verordnung.
Die Aussage zu den 10 Jahren von mir war scherzhaft zum neugierig machen gemeint.
Der Vorstand hat schon genau gewußt, was er tat. Und die Umstrukturierung erfolgte bewußt zu diesem Zeitpunkt.
Vielleicht können wir sagen unglücklich formuliert, vielleicht war es auch gewollt dies so zu schreiben. Wir wissen es nicht aber ist es wirklich wichtig?
Der handfeste Grund für genau 1928 durchgeführte Umstrukturierung, ist die Expansion der Flotte.
Hierzu habe ich eine Übersicht erstellt nach Baujahren. Baujahr 1928/29 und 1929 werden als 1929 geschrieben, ebenso bei den weiteren Baujahren:
ooooooooooooooooooooooooooooo 1929 1930 1931 1932 1934 1935 1937 1938 1939
Schwere Dampfschlepper oooooooo - oo - oo - oo - oo - oo - oo 3 oo - oo -
Leichte Dampfschlepper oooooooo 5 oo 1 oo - oo - oo - oo - oo - oo - oo -
Schwere Dieselmotorschlepper oo - oo - oo - oo - oo 1 oo 3 oo - oo - oo -
Leichte Dieselmotorschlepper oo 6 oo 3 oo - oo - oo - oo - oo 1 oo - oo -
Sauggasmotorschlepper ooooooooo - oo - oo - oo - oo - oo - oo 3 oo 9 o 11
Angekaufte alte Dampfschlepper o8 oo 2 oo 1 oo - oo - oo - oo - oo - oo -
Dieselbarkassen ooooooooooooooo 2 oo 4 oo 2 oo 2 oo - oo - oo - oo - oo 1
Gesamt ooooooooooooooooooooooo 21 oo 9 oo 3 oo 2 oo 1 oo 3 oo 7 oo 9 o 12
Die Zahl 21 Fahrzeuge für das Baujahr 1929 spricht eine deutliche Sprache.
Der Grundstein, die Schaffung einer strukturierten Flotte unter einer zentralen Leitung und Koordination, war gelegt.
Unter diesem Aspekt können wir sagen zwei auf einen Streich. Wenn man schon die Flotte nach der neuen Struktur umbenennt, konnte man natürlich gleich den Buchstaben M für das zukünftige Schleppamt Magdeburg frei machen.
In der Bezeichnung der Verordnung steht Magdeburg für mich als Unterstreichung wie wichtig die Reform war.
Magdeburg war in Planung, wer wollte da schon gegen Magdeburg Einspruch erheben.
Das einzige was ich bedauere ist, keine weiteren Unterlagen zu den Umbennenungen der anderen Schleppämter zu haben.
MfG
VINI
Leider schmeißt er die Formatierung beim speichern über den Haufen.
hier die Tabelle als PDF.
MfG
VINI
@VINI: ich habe mir erlaubt deine Tabelle entsprechend in Form zu bringen. Besser so?! Wenn etwas falsch steht, bitte melden. Gruß - Ronald;-)
@Ronald
danke sieht sehr, sehr gut aus.
Mach weiter so wirst eingestellt.:lieb1:
Meinst Du die Schiffsnummer, die 1976 vergeben wurden? Wenn ja, dann dürften die eigentlich bei der Monopol-Forschung gar nichts bringen (es sei denn, es stehen Ex-Namen dabei!), weil sie erst 9 Jahre nach dem Ende von Monopol eingeführt wurden.
1976???? 9Jahre danach eingeführt ?????
Fragmente von Schiffsverläufe sind mitunter nicht zuordnungsbar, wenn du die meinst.
Der Schlepper M 400 ist in den 1930er Jahren verkauft worden.Er steht natürlich 1951, 1954, 1956 nicht mehr in der Arbeitsliste.
Schiffslisten 1951, 1954, 1956 waren Arbeitslisten. Mit diesen Listen wurde ein schneller Zugriff auf den Bestand der Flotte und den technischen Daten gewährleistet. Wir verwenden heute PC.
Wenn es bei der Abschrift der Arbeitsliste/ Schiffsliste meinerseits geblieben wäre, hätten wir ein Abschrift der technischen Daten mit einer Numer und noch 3 Buchstaben für drei Schleppämter.
Somit habe ich versucht die Schiffsliste zu erweitern.
1. mit Schiffen die schon längst in den 3 Schifflisten nicht mehr existent sind und ins Nirwana verschwunden sind.
2. Die Namen der Schiffe und deren technische Daten etwas "Leben" einzuhauchen durch das Hinzufügen der Schiffsverläufe bis zum Schiffshimmel, denn erst dann ist der Schiffsverlauf abgeschlossen. Sowie noch ein Schiff aktiv ist, ist auch die Schiffsliste aktiv und nicht abgeschlossen.
1. ist mit Kompromissen verbunden, Angaben fehlen oder sind ungenau. Trotzdem ein Erfolg, jedes Schiff was in der Liste steht ist und bleibt existent. Ein Stück gelebte Geschichte.
2. Schiffsverläufe mal so mal so. Insgesamt, wenn auch in einzelnen Fällen ärgerlich eine tolle Sache. Es ist erstaunlich was diese Monopoler leisten und geleistet haben. Welch stolzes Alter sie erreichten und erreichen.
MfG
Peter
Eine Frage zu den Schiffsbezeichnungen; was verbirgt sich hinter einer Dieselbarkasse? War das eine Art Bereisungsboot? Oder diente das Service-Zwecken? Und gibt's irgendwo ein optisches Beispiel (sprich: Foto) für so ein Schiff? Gruß & Dank - Ronald;-)
Hallo,
da wir gerade bei den Monopolern sind:
Etwa 2018 habe ich dieses Foto (von der WSD Duisburg) hier eingestellt mit der Frage, ob dies ein Monopoler sei (kann mich aber nicht an Reaktionen erinnern und finde den Beitrag jetzt nicht mehr).
Vielleicht klärt sich das ja jetzt.
Grüße
Muranfan
Foto aus den (späten) 30ern?
@ Muranfan,
nein ist leider kein Monopoler.
Es ist ein Schiff vom WSD Duisburg.
Alle diese Ämter hatten auch eine interne Arbeitsregistratur dort hieß der Schlepper D 1. (im Kreis vom Rettungsring)
Einen anderen Namen trug er zu dieser Zeit wohl nicht. Repräsentation nach außen war noch nicht wichtig.
@ Ronald
Dieselbarkassen waren kleiner wie normale Schlepper. Es waren Mehrzweckschiffe, kleiner Schlepper für einen Arbeitsprahm,
Materialtransport ohne Anhang, Bereisungsschiff im Sinne von den Wasserstraßenämtern eher nicht. Bereisungsschiff im Sinne von Menschen bei Notwendigkeit.
Kann mir da vorstellen für Reparaturbrigade bei irgendeiner Havarie. Die letzten DB's waren größer und auch kräftiger im Zug.
Wegen Bilder musst du dich an die Bildersammler wenden.
MfG
Peter
Ronald,
schau dir mal den Kinderwagen im Hintergrund an. Das sieht mehr nach den 1950er Jahren aus. Im Rettungsring steht glaube ich D 1 das könnte der ex M 1 sein. Der ist später beim Schleppamt Emden als E 1 gefahren.
Was mich wundert er hat keinen weißen Ring um den Schornstein.
Gruß Norbert
Tut mir wirklich leid, sogern ihr das auch möchtet, das es ein Monopoler ist.
Das Bild von Cuxhaven vor ein paar Tagen. Selbst 1914 waren die Zigarrenringe "geschmückt", damals sogar noch mit dem preußischem Adler.
Es schwirrt hier ein Bild von der Arnhemsche, wo Schlepper vor der Auslieferung mit einer Monopolkennung gekennzeichnet waren.
Fragen wir den Kinderwagen- bewohner. er könnte noch leben. :-)
MfG
Peter
Ich hab mal die Fotos von Muranfan hier mit dem vom Schlepper E 1 verglichen. Der D 1 hat vorne am Bug 2 x 2 Poller, die hat der E 2 nicht, es besteht aber die Möglichkeit das die Poller hinter die Verschanzung versetzt wurden und eine Öffnung für die Drähte nachträglich eingebaut wurden. Beim E 1 ist die Verschanzung am Bug erhöht. Auch die Lage der Tür vor dem Steuerhaus mit dem runden Entlüftungsschieber ist ähnlich.
Also genau ist das wohl nicht zu klären, denke aber das es ein Monopoler ist.
Gruß Norbert
Ronald den 11 hätte ich als M 11 - DSB noch im Angebot. :wink:
Seht mir meine (teilweise) etwas dummen Kommentare nach, ich bin neu in der Monopol Forschung, aber...
Ich bin eher bei VINI, das Foto von Rolf ist kein Monopoler. Seht euch mal den schmächtigen Schornstein an... und dann den 'Riesenrüssel' vom E 1!
Außerdem; hatten diese Monopoler gar keine Poller?! Ich kann am E 1 keine entdecken. Auf Rolfs Foto sehe ich hingegen ungewöhnlich 'filigrane' Poller.
Na ja, ich glaube den Schlepper heben wir uns mal für später auf... zum identifizieren...:-)
@Ronald,
danke für den Hinweis auf die zweite Zahl. Die ist mir garnicht aufgefallen. Damit ist meine Theorie vom D1, E 1 hinfällig.
Das Foto vom M 11 ist leider sehr unscharf, das keine Details zu sehen sind. Das ist sehr schade , da nebendran der M 8 auf dem Kopfsteiger liegt. Beide Boote sind 1913/14 bei SCHIMAG gebaut worden.
Man hätte eine Bug und Heckansicht des Bootes.
Die Form des Schiffsrumpfes bei dem gesuchten Boot hat große Ähnlichkeit mit der Rumpfform vom M 202, insbesondere der gerade Vorsteven.
Dieses Boot werde ich mal im Auge behalten.
Gruß Norbert
Hallo,
anbei eine weitere Aufnahme des Bootes aus #64.
Anhand der Negativnummern steht der Aufnahmezeitraum frühe 1950er Jahre fest.
Wenn der Dampfer nicht bei Monopol fuhr dann vielleicht für eines der Duisburger WSÄ oder hatte der Duisburger Hafen Dampfboote?
Grüße
Muranfan
@ Muranfan,
das ist der gleiche Schiffstyp, wenn nicht sogar das gleiche Boot. Das könnte ein Aufsichtsboot vom WSA Dbg Rhein sein. Mit großer Wahrscheinlichkeit kein Hafenschlepper aus Ruhrort.
An diese Möglichkeit hatte ich noch garnicht gedacht.
Gruß Norbert
@ Rolf – mein bester NOS Fan.
und gleichzeitig an Alle
Ich habe dich mehrmals gebeten, mir zu helfen. Du hast zeitnah reagiert und hast immer geantwortet. Das hat mich beindruckt und ich möchte dir daufür auch danken.
Nun habe ich die Gelegenheit dir etwas zurückzugeben. Ich hoffe zu deiner Zufriedenheit.
Eigentlich hätte hier ein Aufschrei von den Profis kommen müssen. Denn es gibt Verordnungen die ganz klar Regel, wie ein Schiff in den Verkehr gebracht werden darf.
Jede Werft die ein Schiff ausliefert, liefert es mit vollständiger Kennung aus. Spätestenz bei der Werftprobefahrt sind die Schiffe beschriftet. Bildbeweise im Forum gibt es genug.
Rolf sogar du hast mindestens eins veröffentlicht. Dies hätte uns allen schon bei Norberts interpretation auf die Füße fallen müssen. Eine Umbennennung erfolgt in der Ruhezeit im Heimathafen. Für eine Umbenennung, muss ein alter Name und der Zigarrenring beim Monopol beschriftet und in dem Falle weiß bemalt sein. Die ganze Farbe runterkratzen war nicht nötig und Restspuren waren sicherlich sichtbar.
Ihr Fahrensleut wisst das sicherlich besser wie ich.
Das Thema der Beschriftung seitlich an den Steuerhäusern ist nicht neu. Als das Buch von
Bernd Schwarz „Schlepper im Hafen Hamburg“ von Bernd Schwarz erschien, hatte ich ein Mailaustausch zu diesem Thema mit ihm.
Auf der Seite 112 ist der Wiemanneisbrecher SEELÖWE, Bau Nr. 134, abgebildet. An der Seite vom Steuerhaus steht D 2. Der Schlepper war beim WSA beschäftigt und sein Heimathafen war Lauenburg.
Die Bildaufnahme stammt von 1973. Ein Zusammenhang zwischen den Dampfer SEELÖWE und Monopol gibt es nicht.
Eine entscheidene Frage ist, was war zuerst da ein Name wie SEELÖWE oder ein Nummernbezeichnung D 2.
Die Frage könnt ihr euch schon selber beantworten, wenn ihr an die Masse der Schleppkähne denkt.
Bevor die Nummernbezeichnung zur Unterscheidung eingeführt wurden, entstanden viele, Einheiten, zum Beispiel Prahme, wo wir immer lesen müssen gebaut ohne Namen.
Für die Nachweisführung und die Bewirtschaftung der Flotten war dies tödlich. Dieser Umstand musste ab einen bestimmten Zeitpunkt beseitigt werden. Nummern und Buchstaben waren die Lösung. Wir verwenden heute noch diese Kürzel bei der Bennennung von Arbeitschiffen (eigentlich ist es nicht ganz richtig denn Arbeitschiffe waren sie ALLE).
D für Dampfschlepper, MB für Motorboot, M für Motorschlepper oder nehmen wir als Beispiel die alte Bezeichnung B 3. Hier ein Datensatz von Dr. Günther Meyer:
B 3 (1931, Mannheim: Schimag) 130 t, 55 PSi; 31,60 x 6,75 x 0,85 m; Schwimmbagger, WSA Heidelberg; 19xx umbenannt Biber; 03.1945 gesunken Rhein, bei Lampertheim;
11.1948 , repariert 12.1972 stillgelegt; 06.1973 verkauft zum Abbruch;
Auch die alten Bezeichnungen waren nicht in Stein gemeißelt und wurden bei Bedarf geändert.
Ein möglicher Ansatz für die kurzen Bezeichnungen ist die Führung der Nachweise in den Büros mit Hilfe von Karteikarten. Ich kann leider nicht sagen ob eine hängende oder stehende Rigistratur verwendet wurde.
Man brauchte ein schnelles effektives System, um schnell auf den Bestand der Flotte zu greifen zu können.
Vielleicht kennt ihr noch die Karteikästen beim Artzt. Die Sprechstundenschwester die die Kartei- Akte herraus holte, wenn man an der Rezeption stand.
Vorne auf der Schublade waren die Zettel mit den Buchstaben in der vorgesehen Halterung angebracht. Wenn man D 2 suchte braucht man nur die Schublade D öffnen und man war schnell bei D 2 angelangt.
Auch bei der Erstellung eines Auftages egal für was, war D 2 schneller geschrieben als der Name SEELÖWE.
Vielleicht war ja einer von den ältern Fahrensleute in einem solchen Büro und kann es berichten.
Im Anhang sind Belege von Theodor Dorgeist angefügt. Dort ist sogar ein Oldi D 2 Seitenraddampfer (eventuell BREITENAU) aufgeführt ohne weiteren Namen.
Da man aus einem Buch nur auszugsweise etwas einstellen darf hier ein Ausschnitt aus dem Bild von Seite 112 aus dem Buch von Bernd Schwarz „Schlepper im Hamburger Hafen“
MfG
VINI
@ VINI
Danke für Deinen umfangreichen Beitrag. So ganz klar ist mir allerdings immer noch nicht der Eigentümer des Dampfbootes (leider sind die Schiffe der WSV meist nur teilweise in den Registern erfasst).
Anbei ein Auszug aus dem Nachtrag 1953 zum RSR 1951 mit den Dampfschleppern "D + Nr." (im RSR 1951 sind keine erfasst).
Grüße
Muranfan
@ Muranfan
Ich habe leider nur ein Bruchteil am alten Bestand. Ich bin froh, dies noch so belegen zu können.
In den 40er Jahren wurde die Listen der Wasserstrassenämtern schon umgestellt. Dort nennt man die Schlepper und Motorboote jetzt mit Namen wie Motorboot SENDEN usw.
Bestandslisten sind nur in Fragmenten vorhanden aber leider nicht aus Duisburg.
Dein Dampfboot glaube ich, ist schon ein kleiner Oldtimer, auch hat er keine Schleppvorrichtung. Vielleicht ein Zubringer für Baustellen usw.
Nur mal so ein Gedanke.
Kleiner Nachtrag die Benennungen wichen bei den Kleinfahrzeugen ab. Erst nach und nach schaffte man ein einheitliches System wie Monopol oder umgekehrt.
Danke für das Registerblatt
MfG
Peter