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Dampfboot aus #64
Hallo,
anbei eine weitere Aufnahme des Bootes aus #64.
Anhand der Negativnummern steht der Aufnahmezeitraum frühe 1950er Jahre fest.
Wenn der Dampfer nicht bei Monopol fuhr dann vielleicht für eines der Duisburger WSÄ oder hatte der Duisburger Hafen Dampfboote?
Grüße
Muranfan
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Allgemei Beschriftung und Bestandsverwaltung
@ Rolf – mein bester NOS Fan.
und gleichzeitig an Alle
Ich habe dich mehrmals gebeten, mir zu helfen. Du hast zeitnah reagiert und hast immer geantwortet. Das hat mich beindruckt und ich möchte dir daufür auch danken.
Nun habe ich die Gelegenheit dir etwas zurückzugeben. Ich hoffe zu deiner Zufriedenheit.
Eigentlich hätte hier ein Aufschrei von den Profis kommen müssen. Denn es gibt Verordnungen die ganz klar Regel, wie ein Schiff in den Verkehr gebracht werden darf.
Jede Werft die ein Schiff ausliefert, liefert es mit vollständiger Kennung aus. Spätestenz bei der Werftprobefahrt sind die Schiffe beschriftet. Bildbeweise im Forum gibt es genug.
Rolf sogar du hast mindestens eins veröffentlicht. Dies hätte uns allen schon bei Norberts interpretation auf die Füße fallen müssen. Eine Umbennennung erfolgt in der Ruhezeit im Heimathafen. Für eine Umbenennung, muss ein alter Name und der Zigarrenring beim Monopol beschriftet und in dem Falle weiß bemalt sein. Die ganze Farbe runterkratzen war nicht nötig und Restspuren waren sicherlich sichtbar.
Ihr Fahrensleut wisst das sicherlich besser wie ich.
Das Thema der Beschriftung seitlich an den Steuerhäusern ist nicht neu. Als das Buch von
Bernd Schwarz „Schlepper im Hafen Hamburg“ von Bernd Schwarz erschien, hatte ich ein Mailaustausch zu diesem Thema mit ihm.
Auf der Seite 112 ist der Wiemanneisbrecher SEELÖWE, Bau Nr. 134, abgebildet. An der Seite vom Steuerhaus steht D 2. Der Schlepper war beim WSA beschäftigt und sein Heimathafen war Lauenburg.
Die Bildaufnahme stammt von 1973. Ein Zusammenhang zwischen den Dampfer SEELÖWE und Monopol gibt es nicht.
Eine entscheidene Frage ist, was war zuerst da ein Name wie SEELÖWE oder ein Nummernbezeichnung D 2.
Die Frage könnt ihr euch schon selber beantworten, wenn ihr an die Masse der Schleppkähne denkt.
Bevor die Nummernbezeichnung zur Unterscheidung eingeführt wurden, entstanden viele, Einheiten, zum Beispiel Prahme, wo wir immer lesen müssen gebaut ohne Namen.
Für die Nachweisführung und die Bewirtschaftung der Flotten war dies tödlich. Dieser Umstand musste ab einen bestimmten Zeitpunkt beseitigt werden. Nummern und Buchstaben waren die Lösung. Wir verwenden heute noch diese Kürzel bei der Bennennung von Arbeitschiffen (eigentlich ist es nicht ganz richtig denn Arbeitschiffe waren sie ALLE).
D für Dampfschlepper, MB für Motorboot, M für Motorschlepper oder nehmen wir als Beispiel die alte Bezeichnung B 3. Hier ein Datensatz von Dr. Günther Meyer:
B 3 (1931, Mannheim: Schimag) 130 t, 55 PSi; 31,60 x 6,75 x 0,85 m; Schwimmbagger, WSA Heidelberg; 19xx umbenannt Biber; 03.1945 gesunken Rhein, bei Lampertheim;
11.1948 , repariert 12.1972 stillgelegt; 06.1973 verkauft zum Abbruch;
Auch die alten Bezeichnungen waren nicht in Stein gemeißelt und wurden bei Bedarf geändert.
Ein möglicher Ansatz für die kurzen Bezeichnungen ist die Führung der Nachweise in den Büros mit Hilfe von Karteikarten. Ich kann leider nicht sagen ob eine hängende oder stehende Rigistratur verwendet wurde.
Man brauchte ein schnelles effektives System, um schnell auf den Bestand der Flotte zu greifen zu können.
Vielleicht kennt ihr noch die Karteikästen beim Artzt. Die Sprechstundenschwester die die Kartei- Akte herraus holte, wenn man an der Rezeption stand.
Vorne auf der Schublade waren die Zettel mit den Buchstaben in der vorgesehen Halterung angebracht. Wenn man D 2 suchte braucht man nur die Schublade D öffnen und man war schnell bei D 2 angelangt.
Auch bei der Erstellung eines Auftages egal für was, war D 2 schneller geschrieben als der Name SEELÖWE.
Vielleicht war ja einer von den ältern Fahrensleute in einem solchen Büro und kann es berichten.
Im Anhang sind Belege von Theodor Dorgeist angefügt. Dort ist sogar ein Oldi D 2 Seitenraddampfer (eventuell BREITENAU) aufgeführt ohne weiteren Namen.
Da man aus einem Buch nur auszugsweise etwas einstellen darf hier ein Ausschnitt aus dem Bild von Seite 112 aus dem Buch von Bernd Schwarz „Schlepper im Hamburger Hafen“
MfG
VINI
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@ VINI
Danke für Deinen umfangreichen Beitrag. So ganz klar ist mir allerdings immer noch nicht der Eigentümer des Dampfbootes (leider sind die Schiffe der WSV meist nur teilweise in den Registern erfasst).
Anbei ein Auszug aus dem Nachtrag 1953 zum RSR 1951 mit den Dampfschleppern "D + Nr." (im RSR 1951 sind keine erfasst).
Grüße
Muranfan