Hallo!
Im mdr von heute:
https://www.mdr.de/nachrichten/sachs...aehre-100.html
Gruß Thomas
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Hallo!
Im mdr von heute:
https://www.mdr.de/nachrichten/sachs...aehre-100.html
Gruß Thomas
"Im Schiffsverkehr auf der Elbe kam es vier Stunden lang zu Beeinträchtigungen." Da fährt doch eh kaum noch etwas. In Dresden war die Elbe fast ein halbes Jahr dicht, weil man in dieser Bananen-Republik so lange braucht um eine eingestürzte Brücke aus der Elbe zu holen.
Gruß Thomas
Moin,
dieser Zeitungsartikel ist mal wieder eine absolute Übertreibung.
Um die Kunden über den Ausfall der Fähre zu informieren, hätte ein kurzer Mehrzeiler aller ... ausgereicht:
"Fähre Elster nach riss des Gierseils außer Betrieb. Es gab keine Verletzten...."
Und ja, jeder der sich ein bisschen mit dem Thema Gierseilfähren auseinander setzt, weiß, das diese nur dort noch zum Einsatz kommen, wo es wenig bis gar keine Schifffahrt gibt.
Und ja, auf der Elbe gab es schon immer wenig Schiffsbetrieb, der nach dem Brückeneinsturz in Dresden noch weiter eingeschränkt war.
Und ja, es gab schon früher gerissene Seile bei Gierfähren, auch auf anderen Flüssen, insbesondere auf dem Rhein, weswegen es dort ja auch keine Gierfähren mehr gibt.
@Tim S. Und wenn Du mal Goggle fragst, bekommst du diese Antwort:
Gruß Alex :wink:Zitat:
Typischer zeitlicher Ablauf
- Abrissarbeiten: 2 Tage bis 4 Wochen.
- Gründung & Unterbau (Pfeiler): 3 bis 6 Monate.
- Brückenbauwerk (Überbau): 6 bis 18 Monate.
- Gesamtdauer: In der Regel 1 bis 3 Jahre (in Ausnahmefällen deutlich länger, abhängig von der Komplexität)
Nun, das wording kam von der Polizei und nicht vom MDR: "Die Polizei sagte MDR SACHSEN-ANHALT am Sonntag, das sei unglaubliches Glück gewesen. Durch die Strömung hätte durchaus Schlimmeres passieren können." Und google-Standardantworten werden einer konkreten Situation wie der Brückenräzumung in Dresden, samt Kampfmittelberäumung, gewiss nicht gerecht.
Guten Mittag Faehrenfan,
Deine Feststellung, dass es auf dem Rhein keine Gierseilfähren mehr gibt ist nicht ganz richtig, am Hochrhein in Basel gibt es gleich 4 davon (siehe auch www. faehri.ch ) Es handelt sich dabei um reine Personenfähren ohne Fahrzeugtransport. Klar es gibt da nicht soviel Berufsschifffahrt wie zum Beispiel am Mittelrhein, es verkehren aber durchaus bis zu 40 Schiffe pro Tag durch die Stadt Basel.
Gruss von eben da
Balboa
Hallo Tim,
ich hätte es nicht schneller hinbekommen, weil ich nun mal keine Baufirma habe. Aber in einen Land, was einmal zu den führenden Industrienationen der Welt gehörte, sollte es deutlich schneller gehen. Wir zahlen zig Millionen Wirtschaftshilfe an ein Land, wo das bestimmt in zwei Wochen erledigt wäre und die neue Brücke würde da auch schon lange wieder stehen.
Die Verkehrsinfrastruktur in unseren Land pfeift auf dem letzten Loch. Hier geht alles den Bach runter im Eiltempo.
Weiter möchte ich das nicht ausführen, da hier keine politischen Diskussionen gewollt sind.
Die Fähren in Basel hängen an einen Hochseil. Da wird die Schiffahrt nur wenig behindert. Das kann man mit solchen Seilfähren wie in Elster nicht vergleichen.
Das ist immer so leicht gesagt. Eine eingestürzte Brücke aus einem Fluss mit Altlasten und unsicherem Grund zu holen, ist gewiss nichts, was irgendwo schneller ginge. Und das mit der "Wirtschaftshilfe" ist auch sehr populistisch dahergeplaudert. Etwas konkreter dürftest du da schon werden, und dass alles den Bach runterginge, ist das framing einer bestimmten Partei voir allem, die unser Land gern viel schlechter redet, als es real ist, weil schlechte Stimmung zu verbreiten ihr politisches Kapital ist. Da gehe ich nicht mit.
Moin Balboa und alle anderen,
wie bereits geschrieben wurde, hängen die 4 Schweizer Fähren und die Hochselfähre Plitersdorf, (die historisch bedingt auf der Grundlage einer Schiffsbrücke besteht), alle samt an einem Hochseil.
Auf dem Rhein ist seit 1958 der Betrieb von Gierfähren am Längs-/ Quer-/ und Grundseil verboten.
Hochseilfähren werden nur dort akzeptiert, wo es wenig Schiffsverkehr (wie zwischen Plitersdorf - Selz) gibt.
Die Basler Personenfähren gelten als historisches Kulturgut und können daher, in Kombination mit dem wenigen Schiffsverkehr, und dem bestehenden Lotsenzwang (für Binnenschiffe), weiter betrieben werden.
Auf der Mosel gibt es keine reinen Gierseilfähren mehr.
Dort wurden alle Fähren mit Motoranbauten umgerüstet, so das sie schneller übersetzen können.
Da die Mosel gestaut ist und folglich kaum Wasserschwankungen unterliegt, hängen dort alle Fähren am Hochseil.
Auf dem Neckar gibt es noch eine einzelne, mit einem Motorantrieb versehene Hochseilfähre am Neckarhäuser Hof (KM 43).
Die Fähre bei Neckarhausen (KM 14) ist eine Motorbetriebene Grundkettenfähre am Hochseil.
Auf der Saale (frühere DDR), wo es nur im unteren Bereich der Saale Berufsschiffahrt gibt, finden sich Hochseilfähren (Groß-Rosenburg und Calbe), eine Grundkettenfähre am Längsseil (Rothenburg) und Fähren am Hochseil (Wettin und Brachwitz).
Alle dortigen Fähren sind noch aus DDR Bestand.
Der Fährenbestand auf der Elbe setzt sich auch aus Fahrzeugen aus DDR Beständen zusammen.
Folglich finden sich hier unterschiedliche Fährentypen wieder.
Auf der nördlichen Elbe, also Brunsbüttel bis Räbel, werden freifahrende Motorfähren eingesetzt.
Die Fähre "Werben" in Räbel und die Fähre "Sandau" in Sandau, sind baugleiche, kombinierte Motor- / Längsseil Gierfähren, mit zwei Schottel Pumpjet als Antrieb, die bei höherem Wasserstand als freifahrende Motorfähre eingesetzt werden.
Ab KM 400 bis zur Quelle, werden nur noch Gierfähren am Längsseil eingesetzt, mit Ausnahme der beiden Motorfähren Ferchland-Grieben und Rogätz, die 1998 als Neubauten in Dienst gestellt wurden.
Zum Thema Übertreibung in dem Zeitungsbericht:
Mit Glück hatte das alles überhaupt nichts zu tun.
Um eine Fähre steuern zu dürfen, muss ein Färpatent abgelegt werden, in dem der Fährführer nachweist, das er die Fähre beherrscht und über das nötige technische und praktische Wissen verfügt.
Ein riss des Längsseils ist für den Fährmann also absolut nichts ungewöhnliches, weil es Prinzipbedingt, immer wieder passiert, z. B. wenn etwas schweres gegen die Fähre stößt und sie mit abreist oder sich das Längsseil am Grund verklemmt und bricht etc.
Die Fährleute sind also bestens mit dieser Situation vertraut.
Und das die Fähre "400 m" abgetrieben ist, ist auch nicht ungewöhnlich.
Nehmen wir mal an, die Fließgeschwindigkeit der Elbe liegt bei 1 m pro Sekunde, also 60 m in der Minute.
400 m durch die 60 m / Minute ergibt dann ein Zeitfenster von 6,6 Minuten.
In diesem Zeitfenster hat der Fährmann es geschafft, einen oder sogar beide Anker zu setzen und genügend Kette auslaufen zu lassen, damit die Fähre nicht weiter abtreibt. Klingt für mich so, als hätte er genau gewußt, was er tun muss.
Und wenn man jetzt auch noch betrachtet, das sich die wenige Schifffahrt vor der Fährstelle, entweder per Schallzeichen, ober über Funk melden muß, damit die Fähre ggf. das Fahrwasser frei macht, kann ich auch hier keine Gefahr erkennen, denen die Fahrgäste nur mit Glück entkommen sind. Und das kein Schiff in der Nähe war, ergibt sich schon daraus, dass die Fähre abgelegt hat.
Gruß Alex :wink: