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Thema: Totaler Arbeitseinsatz für die Kriegswirtschaft

  1. #1
    Moderator Avatar von Norbert
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    Deutschland Totaler Arbeitseinsatz für die Kriegswirtschaft

    Totaler Arbeitseinsatz für die Kriegswirtschaft - Zwangsarbeit in der deutschen Binnenschifffahrt 1940 - 1945
    Erinnerungen - Dokumente - Studien

    Landschaftsverband Westfalen Lippe

    Herausgeber Dr. Eckhard Schinkel
    Klartextverlag Essen
    ISBN 3-89861-277-5

    Eckhard Schinkel hat als Historiker beim LWL die Kanalschifffahrt auf den Westdt. Kanälen erforscht. Für dieses Buch "Totaler Arbeitseinsatz für die Kriegswirtschaft" hat er wie schon beim Buch "Schlepper Packen auf" Zeitzeugen befragt.

    Gruß Norbert
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    Zu fällen einen schönen Baum, braucht 's eine halbe Stunde kaum.
    Zu wachsen, bis man ihn bewundert, braucht er, bedenk' es, ein Jahrhundert.

    Eugen Roth

  2. #2

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    Totaler Kriegseinsatz ........

    Hallo,

    dazu meine Erinnerung im WW2 bis 1945 in Tirol. Der Bauer, bei dem wir als Kölner Bombenflüchlinge lebten, beschäftigte einen französischen Kriegsgefangenen namens Pierre. Er kam täglich von dem behelfsmäßig erstellten Kriegsgefangenenlager in Nähe des Bahnhofs der Stubaitalbahn alleine, ohne Bewachung!, rauf zum Hof und war Abends wieder unten. Die Bewachung bestand aus einem älteren Landser, der eine ebenso alte, lange Flinte hatte. Pierre war ein sehr netter, kinderlieber Mensch, der uns Kinder öfter Süßigkeiten gab, die er durch Pakete von Zuhause oder anderen Quellen ganz öffentlich bezog. Als die Kapitulation erfolgte, die als Besatzung zunächst von den Amis in Tirol-Vorarlberg bezogen wurde, blieb Pierre noch eine ganze Weile beim Bauer bis er dann irgend wann doch nach Hause fuhr.

    Er hätte ohne großen Aufwand versuchen können, zu flüchten. Und da gibt es zwei Punkte, die mich mit dem ganzen Thema beschäftigen. 1.: Er wurde als F-Soldat gefangen genommen, kam zum Bauern. Wäre er Soldat geblieben, hätte er unter Umständen den "Heldentod" erleiden können. 2.: Er ist als Gefangener nicht geflüchtet, weil er damit rechnen konnte, den Tod zu erleiden. Seine Taktik war lebensrettend. 1945 war ich 14 Jahre alt.

    Dies als Beitrag zum Thema, welches je nach Sicht- und Erlebensweise ein unendliches Spektrum von Ergebnissen aufweisen kann.

    Gruß, Walter

  3. #3
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    Hallo Handhaspel,

    dieser Mensch hat sich wahrscheinlich Gedanken über das Risiko einer Flucht gemacht. Wenn die Polizei oder Feldjäger ihn ohne Papiere erwischt hätten, das Ende wäre dann mit hoher Wahrscheinlichkeit hinter Stacheldraht oder seine Erschießung gewesen.

    Das Buch über die Zwangsarbeit in der Binnenschifffahrt hatte ich vor einigen Jahren gelesen. Ich muss es mal wieder hervor holen um darin zu lesen. Für jemanden wie mich, der über ein Jahrzehnt nach Ende des 2. WK geboren wurde ist das Buch ein Fenster in die deutsche Geschichte.

    Gruß Norbert
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    Eugen Roth

  4. #4

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    Hallo
    Die Zweite Weltkrieg ist für mich ja nur Geschichte.
    Aber vieles habe ich natürlich gehört.
    Ein bekannter zB war im Krieg gezwungen worden in Deutschland zu fahren (wie viele) er wollte das nicht und liess sein Schiff von einen "Bombenschiffer" fahren. Da kam die grosse Razzia von Rotterdam. Alle Männer in arbeitsfähigem Alter wurden aufgefasst und mitgenommen. Als die erfuhren dass er Schiffer war, teilten sie ihn ein um am Kanal Schiffe zu ziehen! Bis er sein eigenes Schiff entdeckte. Er hatte dann ds Glück dass er an Bord bleiben konnte bis zur Befreiung!
    Gruss Jozef

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