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Thema: Freizeitkapitäne - Spezialisten in Fahrt

  1. #41

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    Hallo Rolf,

    das ist ja der Hammer was du berichtest. Wenn das die derzeitige Situation wiederspiegelt na denn Prost Mahlzeit. Muss erst mehr passieren? Da werden günstige Kurse angeboten und man nimmt diese nicht war. Schlimme Sache, aber da muss wohl erst wieder der Gesetzgeber ran.
    Aber es wird auch kaum etwas geahndet und die Behörden kommen ihrerseits nicht nach solche Freizeitkapitäne auch mal zurecht zu weisen.

    Vor einigen Monaten fuhr ich zur später Stunde die Ems mit voller Tide hoch. Es war Nebel. Jeder weis im Nebel bei Dunkelheit ist die Sicht wirklich schlecht. Das Schiff machte so um die 23Km/h. Unterhalb von Gandersum kam ich ins grübeln, den die Tonne die ich gewohnt sonst anhielt bewegte sich. Dann sah ich zwei Echos. Erst lief das eine Weg und dann kam es direkt auf micht zu. Ich rief über Funk und habe bei Emstraffic gefragt was es sein könnte. Keine Antwort und keine Info. Ich gab dann zusätzlich ein Auchtungssignal. Dann kam das Echo direkt auf mich zu. Da das Echo im zickzack fuhr und mir sich keine Möglichkeit der sicheren Begenung bot, muste ich die Fahrt vollends raus nehmen. Mit der Tide versuchte ich nun langsam micht der Situation zu nähern. In der Vorbeifahrt, etwa 7 bis 8 Meter war zu erkennen dass es sich um einen Segler handelte. 5 bis 6 Personen an Deck eine 8 Meter Yacht im Nebel und Dunkelheit. Ich vermutete das sie die Orientierung verloren hatten und sich an dem Blinklicht der Tonne orientierten. Ich habe das der Emstraffic gemeldet. Antwort von ET: Was sollen wir denn jetzt machen? Keine Ahnung was daraus wurde, aber es wurde jedenfalls noch Unsichtiger. Ein Seeschiff hätte kaum abstoppen können und hätte vermutlich das Boot anders begegnet. Und versucht mal vor Gericht, im schlimmsten Fall, zu erklären das man alles versucht hat um eine Havarie zu vermeiden. Das wird schwierig!

    Gruß Kawumm 68

  2. #42
    Avatar von Uwe M
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    hallo miteinander,
    als ich meinen SBF-binnen machte,habe ich 10 doppelstunden in 10 Wochen absolviert.In dieser Zeit wurde uns (wir waren ca 20 Leute)sehr viel über die Binnenschiffahrt vermittelt.
    Vorallem wie verhalte ich mich im Berufverkehr.
    Beleuchtung am Boot,wie zb. ist die Beleuchtung anzubringen bei verschiedener größe vom Boot ?
    was gehört zur Ausrüstung ? wobei es hierbei jedem selbst überlassen wird,ausser was vorgeschrieben ist, was er an (zusätzliche Ausrüstung) mitnimmt zb.Feuerlöscher,Verbandskasten,Werkzeug(zum Schraubenwechsel,Zündkerzen ect.)rote Fahne,rote Lampe gehört auch nicht zum Standart.Diese Dinge hab ich bei mir an Bord,trozt höherem Gewicht.Mehr Spritverbrauch.Auch würde ein "Erste Hilfe Kurs"nützlich sein,gibt es aber nicht.
    Manöver,wie Mann überBord,an und Ablegen,verschiedene Knoten,die man so braucht beim Festmachen,wurden geübt.
    Ich durfte den Teilnehmern das Spleissen zeigen,und noch ein paar andere Arten von Spleiss die ich bei meinen Schwiegervater in der Spleisserei gelernt habe
    Ich denke mal das uns in den 10 Wochen sehr viel vermittelt wurde,dank unseren Lehrer,der selbst in der Schiffahrt tätig war.
    bei der theoretischen Prüfung gab es zwei Fragebögen die es in sich hatten,da sind etliche ins krübeln gekommen ,auch ich,trotz sehr guter Vorbereitung.
    Das einzige was uns verwehrt war,war das Schleusenfahren.Leider
    soviel zu meinen erwerb zum Schein

    Grüße Uwe M

  3. #43

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    Hallo Rolf,
    in den 70er Jahren habe ich desöfteren beim Deutschen-Motor-Yacht-Verband vorgesprochen und ich wollte wissen warum die Ausbildung und die Prüfung nicht den Anforderungen der Schiffahrt entspricht. Ich bemängelte damals schon wie die prakische Prüfung gemacht wird.Bei der Prüfung ist das Anlege-und Ablegemanöver einfach nur , bei fahren ohne fest zumachen ,Mann über Bord ist einfach nur ein Fender aus dem Wasser zuholen,Schleusenmanöver bei der Prüfung Fehlanzeige genauso Übeholmanöver und Begegungsmanöver.
    Der DMYV meinte nur für die Ausbildung sind die Schulen zuständig und bei den Prüfungen wird das so geprüft wie der Gesetzgeber es vorgeschrieben hätte.
    Daher wollte ich in meiner wenigen Freizeit ,mein Fachwissen mit einen guten Freund gemeinsam , den Wassersportlern zukommen lassen indem wir kostenlose Kurse für Bootsführerscheininhaber anboten. Wir boten die Kurse in Wesel ,Köln,Koblenz,Mainz,Frankfurt,Trier,Münster und Minden an.Die Kurse begannen Jeweils Freitagnachmittags und endenen am Sonntagabend.Ausserhalb der Sommermonate fanden die Kurse statt.
    Leider besuchten unsere Kurse nur ganz wenige Wassersportler. Wir fragten uns wieso nur so wenige unser kostenlose Angebot in Anspruch nehmen?
    Die Anwort auf diese Frage hat uns sehr überrascht. Ein ganzes Wochenende von morgens bis abend lernen, wäre für solch ein Kurs einfach zuviel Zeit.
    Wir stellten wegen der geringen Nachfrage unser Angebot ein.
    Eine 300000 Euro teure Yacht kaufen aber ein Wochenende für mehr Sicherheit ist zu Zeitaufwändig. Was soll man dazu noch sagen?
    Meine Schiffe sind sehr viel in Frankreich in den Kanälen unterwegs und was ich da alles mit den Wassersportlern erleben kann und muss ,würde ein ganzes Buch füllen.
    Gruß RADI

  4. #44

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    Zitat Zitat von Power-Ship Beitrag anzeigen
    Aber wenn da so rund einhundert Zuschauer an der Schleuse stehen --- ich weiß nicht so recht....
    .....wenn dort etwas 100 Zuschauer sind, dann muss man ihnen auch was bieten ... Originalbild kann mit 'Shift+R' nachgeladen werden.

  5. #45
    Avatar von rrindke
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    Meine Erfahrung mit Bootsfahrschule. Ein großes Fahrschulboot, lag in Datteln, genau in der mitte, von ca. 150 Mtr. freie Mauer. Ich wollte mit meinem 80 Meterschiff dort Feierabend machen. Ich bat den " Lehrer " doch bitte an ein Ende zu verholen, damit ich auch Platz hätte. Da wurde ich von Ihm, im Beisein der Schüler, angepöbelt, das er im Recht wäre dort zu liegen. Ca. 14 Tage später im Dunkeln, kam das selbe Boot aus dem Liegehafen, und fuhr direkt ins Fahrwasser, ohne sich zu melden. Aus Richtung Herne kam ein Leerer Koppelverband. Ich warschaute den Verband, über Funk, denn er hatte wegen der Brücke keine gute Sicht. Vom Boot keine Reaktion. Wider kurze Zeit später komme ich nach Hamm. Da lag das Boot wider in der Mitte des Anlegers, und hatte am Laternenpfahl, und an der Leitplanke angebunden. Da wurde es mir zu bunt, und ich rief die WSP an. Die sagte mir das ich mich bei der WSD Münster beschweren soll. Die WSD Münster verwies mich an den Deutschen Motorjachtverband, in Duisburg.
    Nachden ich dort Roß und Reiter genannt habe, wurde mir erklärt, das diese Fahrschule keine Lizenz, vom DMJV hatte. Man sagte mir dort, es gibt lizensierte und unlizensiert Schulen. Das heißt, jeder der ein Boot besitzt, kann Fahrschulunterricht geben, und den Schülern beibringen, wie gegen sämtliche Regeln auf der Schifffahrt verstöst. Seit dem wundere ich mich nicht mehr über manche Bootsaktobaten. Am besten sind die, die morgens schon den Cognacschwenker auf den Fahrpult stehen haben.
    Aber eins ist ganz klar, Gott sei Dank, sind die nur die Ausnahmen. Ich kenné sehr viele " Jachtis" die sehr gut fahren, und mönöverieren können. Selbst jene die schon im hohen Rentenalter sind. Wie überall gibt es solche und solche. Aber was soll man machen, wenn der Lehrer sagt, ( das eine Tau, um die Laterne, und das andere, um díe Leitplanke)? Liebe Grüße Ralf

  6. #46

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    Nurmalso

    Da die Anlegestelle belegt war mußten die Fahrgäste an der nächsten Anlegestelle aussteigen.
    Bis alle Wassermotorräder in der Kammer waren vergingen fast 30 minuten mittlerweile waren im Oberwasser ein Koppelverband und zwei 135er aufgelaufen
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    Es Lebe die BINNENSCHIFFFAHRT

  7. #47

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    zu Prüfer und Schüler,

    vor ca 4 Jahren musste ich in Köln in den Hafen Deutz einfahren. Wer die Einfahrt kennt weis das bei kleinem Wasser mit 11,45m Schiffsbreite nicht sehr viel Platz ist. Direkt neben der Mole lagen drei Yachten davon zwei längsseits. Das sind dann schon mal 6 oder 7 Meter weniger. Ich habe mich vorbei geschoben, als die Yachten in höhe Steuerhaus waren rief ich dem Bootsführer zu ob er keinen andere Liegemöglichkeit hat. Schließlich lag er im Anlegeverbot(damals waren die Schider noch da) und die Boote befanden sich hinter dem Schild "Einfahrt für Sportboote verboten". Die für mich erstaunliche Antwort: wir halten gerade Prüfungen ab! Was soll man dazu sagen? Ich rief die WSP an und schilderte die Situation. Es lag keine Genehmigung für diese Prüfung im Hafen vor. Was für eine Ignoranz des Prüfers. Nun, die WSP sagte sie wolle sich darum kümmern(sind nur ca 250m entfernt). Nach vier Stunden musste ich wieder rückwärts raus und was soll ich sagen, die Prüfungen waren noch im vollen gange und die Boote lagen wieder in fast unveränderter Lage dort. Das gleiche spielchen nochmal. Diesmal mit "meker" vom Prüfer ich würde die Prüfungen stören und hätte zuviel Schrauben wasser und würde sie belästigen. Ich nahm diese Worte mit militärischen Gruß entgegen und verkinff mir jegliche Kommentare.

    Noch besser sind aber diverse Berichte in den Zeitungen wie z.B. "Boot" oder ähnliches. Hier wird ganz klar gegen die "Berufer" gefahren und berichtet. In einer Reportage einer Bootfahrt von Basel nach Amsterdam war dann zu lesen von lästigen Elefantenrennen von Binnenschiffen und belästigung durch Wellengang und Lärm und Schmutz der von unter anderem auch von den Schiffen kommen würde. Dies wurde dann mit "sehr tollen Bildern" unterlegt.

    auf besseres Miteinander

    Gruß Kawumm 68

  8. #48

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    Moin Moin,

    das ist doch genauso als wenn ich mit einem Bobbycar auf die Autobahn fahre. Muss das wirklich sein?

  9. #49

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    Moin Werner, ich habe es schon verstanden- wollte aber eigentlich die Sache mal anders herum in Gang setzen. Und der Hintergedanke war eigentlich, so einen MOBO-Fahrer mal vor Augen zu führen, was es heißt, einen "Großen" in eine Schleuse zu bugsieren. Vielleicht sollte man gleichzeitig ein EKG schreiben- da kommt bestimmt der Puls in Wallung. Naja- nix für ungut- war wohl eher eine Idee nur zur Belustigung. Aber der Gedanke hat mich fasziniert.
    Frohes Fest wünscht dir Bernhard

  10. #50

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    Ich würde mich gerne als Mittler zwischen zwei Welten einmischen. Seit 50 Jahren betreibe ich Wassersport auf dem Rhein und seinen Nebenflüssen. Als Mädchen hab ich mit dem Paddelboot angefangen. Weil Manfred am Bodensee aufgewachsen ist und mit 6 Jahren bereits gesegelt hat, kann ich, hoffe ich, zu Fug und Recht behaupten, dass mir nix was auf dem Wasser passiert wirklich fremd ist.
    Als Manfred das Rhein-Schifferpatent gemacht hat, hat er auch die andere Seite kennengelernt. Und wir sind mit vielen Schiffführern bekannt und befreundet.

    Ohne eine Wertschöpfung anzugeben, möchte ich mal einige Zahlen in den Raum stellen. Die deutsche Binnenflotte besteht aus ca. 2.500 Berufsschiffen. Auf dem Rhein bewegen sich – leider sind die Zahlen völlig ungenau – ca. 8 bis 10.000 Schiffe.

    Vom Bundesverband Wassersportwirtschaft e. V. wird die Zahl der Sportboote in Deutschland auf 370.000 geschätzt, davon rund 250.000 Boote bis 7,50 m Länge. Die Zahl der Wassersportler wird angegeben mit 4,8 Mio. Personen, davon 1 Mio. Segler und 1,2 Mio. Motorbootfahrer. Paddler, Ruderer, Segeljollen nicht mitgezählt.
    .

    Glaubt ihr nicht, dass es bei diesem Zahlenmissverhältnis logischerweise zu Diskrepanzen kommen muss?
    Eines steht fest. Jeder vernünftige Mensch wird einem Berufsschiff aus den Füßen bleiben. Leider sind nicht alle vernünftig. Als ich zu paddeln anfing hieß es gebetsmühlenartig: haltet euch aus dem Fahrwasser. Heute? Mittendrin die Herrschaften. Sie lernen es nicht mehr. Sie lernen überhaupt nur einen Haufen Schiet in der Theorie und haben keine Praxis. Und das ist das Hauptproblem. In Meck-Pom z.B. darf man ein 15 m Boot fahren ohne jeden Führerschein. Da komm ich mir doch wie ein Depp vor. Welcher Yachti weiß schon wie es ist mit dem Hintern im Wasser im Paddelboot zu sitzen, wenn er an dir vorbeirauscht. Nicht jeder der sich die Superyacht leisten kann wird zum guten Skipper aber nicht jeder ist ein Al. Es gibt unter diesen vielen, vielen Sportbootskippern genug, die sich ordnungsgemäß auf dem Wasser verhalten und ihr Boot auch beherrschen.
    Und, so leid mir das tut, es gibt auch einige Berufschiffer, auf die trifft das nur bedingt zu. Wenn sich ein Frachter in einer Schleuse nicht festbindet und das Sportboot dahinter in seinem Schraubenwasser tanzt, ist das m.E. fast Körperverletzung. Ich kann so kein 25-Tonnen-Boot an der Mauer halten. Wenns dann noch ne Sparschleuse ist und der Schleusenmeister versäumt es dem Sportboot mitzuteilen wo der Einlass ist, dann kannste einpacken. Es geht auch anders. Wir mussten mal im Oberrhein sehr dicht auf einen Holländer auffahren, weil der Schleusenmeister uns nicht an den ersten Poller lies. Der junge Schiffsmann hat mich sofort beruhigt. Ich soll mir keine Gedanken machen. Und tatsächlich hat er mit dem Bugstrahl beim ausfahren manövriert, bis wir nicht mehr in Kalamitäten kommen konnten. Ich könnte dutzende solcher Positiv- wie Negativ-Beispiele anführen.
    Die Berufsschifffahrt sollte bedenken, dass auch Sportboote Verkehrsteilnehmer sind. Es sind selten Sportboote die Schleusentore rammen und wenn, dann haben höchsten die die Nase verbogen. Es sind auch nicht Sportboote, die mit ihrem kleinen Kopfquirl Schäden an den Schleusenwänden und Ufern verursachen. Aber es sind auch Sportbootfahrer, die mit ihren Steuergeldern dafür sorgen, dass die Berufsschifffahrt eine vernünftige Infrastruktur vorfindet um ihrem Auftrag nachzugehen.

    Seid doch einfach nur nett zueinander, dann klappt das auch mit dem Nachbarn.

    Übrigens Gorch Fock, wenn wir in Frankreich in eine Penichen-Schleuse rangieren hab ich heute noch Puls. Besonders wenn es mich getroffen hat.
    Viele Grüße
    Doris

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