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Thema: Papiermühlenschleuse

  1. #1
    Moderator Avatar von Norbert
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    Deutschland Papiermühlenschleuse

    1774 – 1780 wurde auf drängen des Preußenkönigs Friedrich II. gegen den willen der örtlichen Grundherren die Ruhr zwischen Ruhrort und Langschede schiffbar gemacht.
    Im Wesentlichen wurde dazu an 16 Wehren Schleusen gebaut, die einen umladungsfreien Kohlentransport aus der Grafschaft Mark nach Mülheim und zum Rhein ermöglichten.
    Darauf hin entwickelt sich die Ruhr bis Mitte des vorigen Jahrhunderts* zur meistbefahrenen Wasserstraße Europas. Da jedoch der schlechte Ausbauzustand und die schwankende Wasserführung eine ganzjährige Schifffahrt nicht zuließen, unterlag die Transportschifffahrt ab 1860 mehr und mehr der aufstrebenden Eisenbahn und wurde 1890 eingestellt.

    Die Papiermühlenschleuse ließ der Abt von Werden 1777 / 78 am linken Ufer unmittelbar neben die dortige Mühle bauen. Sie wurde 1834 durch eine neue Schleuse am rechten Ufer ersetzt, während die alte Schleuse unter der neu angelegten Laupendahler Landstraße verschwand. Neben der Papiermühlenschleuse entstand das erhalten Schleusenwärterhaus.
    Die Schleuse wurde bis Anfang der 50er Jahre betrieben und erst durch den Neubau des Kettwiger Wehres überflüssig. 1956 wurde Schleusenkammer und Schleusenkanal zugeschüttet. 1987 wurde die Schleuse vom StAWA Düsseldorf wieder freigelegt und als Denkmal restauriert.
    Text Herausgeber Staatliches Amt für Wasserwirtschaft und Abfallbeseitigung

    *gemeint ist das 19. Jahrhundert

    Fotos v.L.
    1 Informationstafel mit obenstehenden Text der StAWA
    2 Tafel mit dem preußischen Adler Ow Links
    3 Oberhaupt
    4 Rechter Torflügel mit geöffneten Schützen
    5 Tafel mit dem Erstellungsjahr OW rechts
    6 Torantrieb OW rechts im Hintergrund das Schleusenwärter Haus
    7 Schleusenkammer mit Blick zum Oberhaupt
    8 Unterhaupt mit Zugbrücke
    9 Zugbrücke
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    Zu fällen einen schönen Baum, braucht 's eine halbe Stunde kaum.
    Zu wachsen, bis man ihn bewundert, braucht er, bedenk' es, ein Jahrhundert.

    Eugen Roth

  2. #2
    Moderator
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    Standard

    Der Schließmechanismus der Tore (Foto 6) erinnert mich an die alten Bootsschleusen an der Havel - scheint eine preußische Machart zu sein!? - Ich muß die entsprechenden Bilder mal heraussuchen... Hier sind sie ja sogar schon im Forum!


    Gernot
    Geändert von Gernot Menke (06.08.2010 um 20:21 Uhr)

  3. #3
    Moderator Avatar von Norbert
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    Hallo Gernot,

    als die Ruhr durch den Bau von Schleusen schiffbar gemacht wurde war nur die Grafschaft Mark und der Mündungsbereich mit Ruhrort und Duisburg preußisch. Dazwischen lag die Herrschaft Broich mit der Stadt Mülheim zum Herzogtum Berg gehörend. Sowie das Stift Essen und das Reichsstifft Werden.
    Erst 1815 nach dem Wiener Kongress bekam Preußen die Oberhoheit über den Fluss. Da die Papiermühlenschleuse 1834 neu Gebaut wurde, hatte da die preußischen Wasserbaumeister die Aufsicht. Somit wurde auch preußische Technik verwandt.
    Zu fällen einen schönen Baum, braucht 's eine halbe Stunde kaum.
    Zu wachsen, bis man ihn bewundert, braucht er, bedenk' es, ein Jahrhundert.

    Eugen Roth

  4. #4
    Moderator Avatar von Norbert
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    Standard Papiermühlenschleuse

    Der untere Schleusenkanal der Papiermühlenschleuse wird heute noch als Liegeplatz für Fahrzeuge der STAWA genutzt.
    Zwischen den Bäumen ist noch das ehemalige Schleusewärterhaus zu sehen.
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    Eugen Roth

  5. #5
    Moderator Avatar von Norbert
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    Deutschland Papiermühlenschleuse

    Noch ein paar Fotos von der Papiermühlenschleuse bei Essen-Kettwig
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    Eugen Roth

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