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Thema: AIS auf Binnensportbooten - Segen oder Fluch für Berufsschiffer

  1. #21
    Moderator Avatar von Norbert
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    @ SW11,

    ich kann Ernst nur beipflichten. Wenn du mit einem Vierer oder Sechserverband zu Tal in so ein Wetter kommst und von der Seite richtig einen verbügelt bekommst "Herzlichen Glückwunsch". Selbst mit 5.000 Ps und Bugruder hast du zu tun das du da rauskommst.
    Ein leerer Viererschubverband hat eine seitliche Windangriffsfläche von über 2.000 m² das entspricht der Segelfläche der GORCH FOCK.

    Gruß Norbert
    Zu fällen einen schönen Baum, braucht 's eine halbe Stunde kaum.
    Zu wachsen, bis man ihn bewundert, braucht er, bedenk' es, ein Jahrhundert.

    Eugen Roth

  2. #22

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    Hallo Norbert
    Wir sind im November 1985 bei Windstärke 11 in d er Nacht bei Wasserstand 2,70 an der Ruhr in Wesel am Jachthafen gestrandet.
    Keine Chance trotz 2 Kopfrudern und 5400 Ps kein Platz dar die Bergfahrt meinte noch den Victor Milet in der Berfahrt zu überholen.
    Sind dann gerade noch mit dem Boot in die Yachthafen einfahrt gekommen ,mussten aber dort 10 Stunden verweilen weil es nicht möglich war
    bei diesem Wind wieder vernünftig den Verband auf zustrecken

    Gruss Ralf

  3. #23
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    Zitat Zitat von Ernst Beitrag anzeigen
    Was hätte ich denn dem Kap. auf der Schubboot (dem vermütlich der Schweiß auf der Stirn gestanden hat und der Arsch über Grundeis gegangen ist weil er trotz seinen vielen PS die seitlichen Windkräfte nur durch das Manöver Kopf in den Wind und dadurch bedingt den Arsch in die Kribben abfangen konnte) denn tröstendes sagen sollen ?

    "Hi Kap. kannst mich ruhig unterbügeln"
    Du sagst ihm ggf. gar nichts. Wenn du ein AIS an Bord hast, taucht der Verband nicht plötzlich aus der Regenwand auf, sondern die siehst die ganze Zeit anhand der empfangenen AIS Daten viel besser als auf dem Radar, was das Schiff macht und kannst dich besser drauf einstellen. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit der Yacht-AIS Software, die direkt die Annäherungsdaten (CPA, tCPA) ausrechnet und in der graphischen Darstellung auch durch vorauskoppeln anzeigt, wo es bei einer kritischen Begegnung sinnvoll ist hinzufahren.

    Gruß Rawi
    Geändert von Gerhard (12.02.2011 um 12:13 Uhr) Grund: Freigeschaltet

  4. #24

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    Hallo,

    vielen Dank für die vielen Beiträge; ich hoffe auf noch mehr, bin über jede Hilfe, jeden Rat dankbar, der mein Fahren sicherer macht und den Binnenschiffern das Leben mit mir einfacher.

    Meine Entscheidung ist gefallen, ich lasse mir ein Raymarine AIS500 einbauen.

    Ist ein Klasse B Transceiver, der mir auf meinem GPS Plotter mit Navionics Karte im Overlay die AIS DAten anzeigen wird.

    Bei reinen Juxfahrten/hin und her dümpeln zwischen zwei Schleusen, werde ich das AIS ausgeschaltet lassen, um euch nicht mit dem Signal zu nerven.

    Allzeit Gute Fahrt
    Dieter

  5. #25
    Super-Moderator Avatar von Joana
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    Hallo,
    solange sich Sportbootfahrer so verhalten wie hier auf dem Bild,
    nützt die beste Technik nichts.
    Gruss Joana
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  6. #26

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    Hallo Joana,
    auf dem Foto handelt es sich nur um ein Ruderboot,
    am Wochenende mal ein wenig spazieren fahren.
    Klar sollte es auch diesen Leuten bewusst sein in welcher Gefahr sie sich begeben,
    doch selbst größere Motorboote, deren Skipper doch eine Fahrprüfung abgelegt haben,
    verhalten sich so, sollten besser geschult werden.
    Vor Jahren stand ich im Steuerhaus eines Frachtschiffes,
    als Gast, den Main Stromauf, weit hinter Aschaffenburg, war eine sehr Kurvenreiche Strecke,
    der Schiffsführer setzte die blaue Flagge…,
    zunächst keine Reaktion auf dem ca. 12 Meter langen Sportboot, dann änderte es seinen Kurs so, dass es uns an Steuerbord hätte passieren müssen, irgendwo in einem Bereich zwischen 50 und 100 Meter vor dem Bug war das Sportboot optisch nicht mehr wahrnehmbar, der Schiffer sprang auf, ging vor die Steuerhaustür um an seinem Schiff vorbei schauen zu können, da war kein Sportboot, sichtlich erschrocken kam er zurück, in diesem Moment zog das Sportboot in geringem Abstand an Backbord vorbei.
    Es war ab einer bestimmten Entfernung nicht mehr möglich zu erkennen wie sich das entgegen kommende Boot verhält…mit AIS…wäre es bestimmt möglich gewesen,
    gut das hätte an dem Fahrfehler nichts geändert, doch der Schiffsführer wäre nicht so beunruhigt gewesen,
    ob er das Sportboot überfährt oder nicht.

    Gruß Seagull

  7. #27
    Super-Moderator Avatar von Joana
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    Hallo seagull,
    dieses Bild ist auch nur ein Beispiel. Ich hab schon viele brenzlige Situationen gesehen, nur nicht immer die Camera zur Hand. Was die Ausbildung der Sportbootfahrer betrifft, nehmen diese einige Leute nicht ganz ernst. Sie lernen nur für den Schein und vergessen dann viel wieder. Hauptsache man kann fahren. Über die Gefahr dabei sind sich viele nicht bewusst. Wenn man sich mit einigen unterhält, wissen sie z.b. nicht was die blaue Tafel bedeutet, oder wie stark sich Sog oder Wellenschlag auswirken können. Manche begeben sich auch in Gefahr wegen des Nervenkitzels. Trotz allem wäre ich sehr dafür wenn auch Sportboote Funk und AIS an Bord haben müssen.
    Es würde die Sicherheit zumindest etwas erhöhen.
    Gruss Joana

  8. #28
    Chat Admin Avatar von D21
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    Hallo Joana!

    Zitat Zitat von Joana Beitrag anzeigen
    Trotz allem wäre ich sehr dafür wenn auch Sportboote Funk und AIS an Bord haben müssen.
    Es würde die Sicherheit zumindest etwas erhöhen.
    Dafür bin ich auch, aber es ist doch von der Größe abhängig.
    Die MS-APOLLO hat sich AIS mit ihren fast 20 m geleistet, Funk hatten wir von Anfang an. Auch ein Radar, das aber für den Fluß nicht geeignet war. Mit dem Raymarine C70, Kartenplotter mit Radarüberlagerung haben wir das Auslangen gefunden. Mit dem Schiff wollen wir uns auch nicht als Sportbootfahrer bezeichnen, schon gar nicht, wenn wir mit 60 Personen an Bord unterwegs sind.
    Auf unserem Sportboot ATHENE (7 m) denken wir über Funk nach, in ein AIS werden wir hier aber nicht investieren.
    Und nun zum kleinen AJAX die Schale misst 3,8 m, da wissen wir jetzt schon nicht wohin mit der ganzen vorgeschriebenen Bordausrüstung und dann noch Funk und AIS. Irgendwo kann man alles übertreiben.
    Unsere Kollegen von der rudernden Fraktion, da ist es wie auf der Straße, vorrausschauend fahren, wenn's passiert ist der große so oder so der dumme.

    Schöne Grüße von der Donau
    D21

  9. #29

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    Hallo zusammen,
    zum Thema "Funk" auf allen Sportbooten...

    ich kann mir vorstellen, es würde unter dem Stichwort "lustige Sprüche am Funk" wohl heftig hergehen, der Unterhaltungswert würde unendliche Ausmaße annehmen.
    Denn viele die dann so ein Funkgerät an Bord haben (nicht alle, da gibt es ja sehr viele Verantwortungsbewusste) möchten das ja dann auch nutzen. Ich denke für die wirklich wichtigen Verbindungen wäre nur noch wenig Platz.

    freundliche Grüsse vom schappes
    Wer nicht vom Weg abkommt - bleibt auf der Strecke

  10. #30
    Super-Moderator Avatar von Joana
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    Hallo D21,
    Funk wäre auch für die kleinen Kisten empfehlenswert ( Ais etwas übertrieben, Radarreflektor wäre da nicht schlecht ), da könnte man doch mithören was da so entgegenkommt, bzw. sich auchmal selbst melden. Die Funkausbildung der Sportbootfahrer ist die gleich wie die der Berufsfahrer, das heisst sie wissen genau, dass es für die Verabredung zum Bier extra Kanäle gibt. Die Gespräche der Berufsschiffer über die Privatkanäle sind oft auch nicht ohne.
    Gruss Joana ( natürlich auch in das schöne Allgäu, bin da gerne, aber mehr im Süden)

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