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Thema: Diskussion um die Frachtraten

  1. #91

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    Hallo Forum!

    Warum eigentlich nicht! Den Vorschlag von Andrea habe ich mir durch den Kopf gehen lassen. Das Argument das dadurch nicht mehr Ladung da ist und noch ein Befrachter am Markt ist zieht. Wir müßen daher das Rad neu erfinden. Wir müßen mit unseren Stärken punkten. Das braucht natürlich einen langen Atem. Damit das Erfolg haben könnte müssen Bedingungen geschaffen werden welche diese neue Genossenschaft ausmachen würde.

    - Alle Schiffe in dieser Genossenschaft müssen einen hohen Standart an Sicherheit und Zuverläßigkeit haben. Der Standart muss so hoch sein das man stolz wäre ein Teil dieser Gemeinschaft zu sein.
    - Alle Zahlen über Abschlüße und Frachten usw müssen jederzeit ersichtlich sein.
    - Die Genossenschaft könnte eine eigene Internetbörse anbieten in der Verlader ihre Ladung stellen können und diese dann auch später verfolgen können.
    - Wir bnötigen Scouts die ständig Türklinken putzen gehen um neue Ladung zu besorgen.
    - Wir könnten mit so vielen Schiffen besonder Versicherungen anbieten.
    - Wir könnten als Gesellschaft vieleicht Gelder über den Kreditmediator organisieren da dieser mit einem Schlag viele kleine Betriebe helfen und retten könnte.
    - Wir müssen die Schiffe extrem Umweltfreundlich betreiben und dies auch offiziel machen. So offiziell das sich Verlader und Auftraggeber damit brüsten können.
    - usw

    Wir könnten einen neuen Maßstab setzen und damit Geld verdienen. Ich sagte schon einmal, lieber drei Reisen für 10,-€ als 6 Reisen für 5,-€.

    Das ganze hätte eine richtige gute Chance wenn der BDS mit seinen Kontakten ein enger Begleiter wäre.

    Ich wäre dabei!!!! Wer zieht mit?

    Nur mal so am Rande, nachdem mein Schiff am Dienstag leer geworden ist und ich vieles Abgelehnt habe hole ich am kommenden Dienstag Kohle von Vlissingen für 4,5€ zum DHK. Das kann es nicht sein!

    Gruß Kawumm 68

  2. #92

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    Hallo Andrea!
    Hallo Forum!

    Ich hatte schon mit einem ähnlichen Statement von Dir gerechnet. Dazu folgende Anmerkung:
    Wenn wir mal bei dem Beispiel der ca. 20 Interessenvereinten (Partikuliere) bleiben, so würde dies sicher nicht anders ausfallen als heute. Diese Anzahl ist in einer ständigen Fluktuation befaßt, sodass
    es am Markt auch und insbesondere dadurch keine nachhaltigen Veränderungen gäben würde oder derzeit gibt. Die Frage, ob sich ein Befrachter oder Verlader für die gesamte Menge des hierbei
    entstandenen Fracht- u. Transportraumes interessieren würde, kann man glaube ich verneinen. Dies belegen die aktuellen Geschehnisse am Frachtenmarkt nach all den letzten verschiedenen
    Sperren in den diversen Fahrgebieten sowie die vorhandenen Überkapazitäten.
    Diese Situation, dass gleichzeitig solch ein Kapzitätsangebot gesucht würde, könnte meiner Ansicht nach nur entstehen durch Extremsituationen wie langanhaltende Niedrigwasserperioden oder Kapazitätsreduzierung.
    Beides ist aber sicher kurzfristig weder plan- noch erreich- oder erwartbar.
    Auf die Frage der Aqusition möchte ich nicht noch einmal eingehen, da ich hierzu meine Meinung weiter oben bereits geäußert habe. Überlegenswert finde ich jedoch Deinen Vorschlag, innerhalb eines zu schaffenden
    Pool's die Kosten zu reduzieren. Da wären zwar sicher auch gewisse Liquiditätsnachweise der Beteiligten zu erbringen und ebenso -reserven innerhalb des Pool's zuschaffen, aber es wäre sicher eine brauchbare
    Möglichkeit, solange es nicht ähnlich läuft wie seinerzeit bei der "PBG".
    Den letzten Absatz traue ich mir ehrlich gesagt nicht schlüssig zu beantworten. Ich selbst finde es ja auch immer wieder merkwürdig, wie es läuft. Auch hier im Forum ist dies teilweise zu beobachten. Viele die sich
    während der Langeweile, bedingt durch die Rheinsperre, hier geäußert hatten, sind heute "weg vom Tisch". So wie es "Kawumm68" gesagt bzw. geschrieben hat: "Überfordert mit Schiff steuern, laden, löschen und telefonieren,
    da bleibt zum Nachdenken keine Zeit mehr!" Und so wird dann lieber weitergemacht wie bisher, als nach Veränderung zu suchen. Immer gemäß dem Motto: Lieber 'ne Hand die mich mit Krümeln füttert, als gar keine Hand!
    Es ist traurig, aber leider die unverblümte Wahrheit. Und ohne jemandem zu nahe treten zu wollen: Beim BDS gibt's solche Leute auch in nicht geringer Zahl, obwohl ich bestimmt nicht mehr alle kenne. Das liegt halt in der
    Natur der meisten Menschen.

    Hallo Kawumm68, hab gerade noch Deinen Beitrag gesehen, der während meiner Schreiberei eingestellt wurde. Die Frage wird nur sein, wie man den 1A - Standard anlegen will und wieviele Schiffe man dafür findet. Die Banken
    sind ja meist auch bei den Besitzern der Neubauten im Hintergrund und fordern dann entsprechende umsatz- u. einsatztechnische Sicherheiten um diese dann Dir als Befrachter anzuvertrauen. Ich weiß nicht, ob man als neu gegründetes
    Unternehmen da schon soweit ist, um derartige Zusagen geben zu können.
    Bei den älteren Fahrzeugen wird es da sicher problematischer mit den Standards, was meist nicht zuletzt ja finanzielle Gründe haben dürfte.
    Ansonsten halte ich die von Dir vorgeschlagene Transparenz für extrem wichtig bei einer Genossenschaft, denn dies macht sie letztendlich aus.

    In diesem Sinne schönes Wochenende an alle

    Gruß Achim
    Geändert von Bomätscher 60 (04.03.2011 um 16:41 Uhr)

  3. #93

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    Hallo Andrea,
    das Phänomen welches Du beschreibst, nennt sich..Ein Partikulier ist in der Binnenschifffahrt ein selbständiger Schiffseigentümer... und einige davon haben sicher Angst vor der eigenen Courage, Andere denken aber, mein Grossvater, mein Vadder, alle sind bis jetzt ohne sowas ausgekommen und ich mach das weiter so. Das liegt an den Menschen selbst und ihrem Unverständnis gegenüber einem Miteinander, einem social network. Ausserdem heisst es doch so treffend "wer etwas will sucht Wege, wer etwas nicht will sucht Gründe"

    Der Anstoss eine Gemeinschaft aufzubauen, mit deren Geschlossenheit man Preise aushandeln, Vergünstigungen, bessere Konditionen für angeschlossene Schiffer in vielen Bereichen ermöglichen könnte. Es ist meiner Meinung nach eine diskutable Idee, die von Nutzen sein könnte.
    Nur wäre das wirkungsvoller mit noch mehr als 20 Schiffen, der Erfolg eines solchen Projekts bringt aber mit Sicherheit Zulauf, aber das kann dann noch dauern..erstmal schauen wie sich das anlässt und wenn es was bringt steigen wir mit ein, gell...

    ich wünsch euch allen ein sonniges Wochenende
    aus dem Allgäu grüsst...der schappes
    Wer nicht vom Weg abkommt - bleibt auf der Strecke

  4. #94

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    Hallo Kawumm 68,

    (nur schnell vom anderen Thread rüber):
    ich befürchte bei der Stocksteifigkeit der meisten Kollegen ( wie auch hier im Thread zu sehen), daß es schon sehr schwer wird, die oben genannten 20 zu verbünden.
    Leider geht das Interesse schneller flöten als nach dem "Saufen" der "Kater" verschwindet! Wenn ich mir ansehe, wer seit der unfreiwilligen Liegezeit noch mitdiskutiert, dann wundere ich mich schon.

    Gruß Achim

  5. #95
    Super-Moderator Avatar von Joana
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    Hallo,
    vielleicht kann man sich mal bei der Landwirtschaft informieren. Zumindest in Bayern haben sich einige Genossenschaften gegründet, meist mehrere Bauern aus einem Landkreis, weil die Preise der landwirtschaftlichen Produkte auch immer mehr in den Keller gingen. Die Produkte sind zwar teurer als die in den Discountern, aber sie überzeugen mit Qualität und heimischen Produkten. Vielleicht kann man da was draus lernen und für die Schiffahrt daran anknüpfen.
    Gruss Joana

  6. #96
    Super-Moderator Avatar von Joana
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    Hallo,
    beim nachforschen über Genossenschaften habe ich ein gutes Beispiel für einen Zusammenschluss zwischen Auftraggebern und Transportwesen gefunden. Da haben sich Zuckerrübenbauern mit LKW - Firmen zusammengeschlossen. Die Bauern werden beliefert und die Produkte der Bauern werden zu den Bearbeitungsbetrieben transportiert, von denen inzwischen auch einige der Genossenschaft angehören. Sie werben mit Qualität, Sicherheit, Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit. Nur so mal, zum darüber nachdenken.
    Gruss Joana

  7. #97
    schubser
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    Deutschland genossenschaften

    abend user,

    warum einen neuen verein/genossenschaft , es gibt doch bestehende.(dtg-msg o.ä.)
    wenn der frachtraum von reedereien/5%befrachten abwandert und sich bei genossenschaften sammelt
    wäre das doch evtl. ein schritt in eine bessere richtung

    gruß
    Geändert von reanna (04.03.2011 um 21:07 Uhr) Grund: Freigeschaltet

  8. #98
    Avatar von Navico 2
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    Zitat Zitat von Joana Beitrag anzeigen
    Hallo,
    beim nachforschen über Genossenschaften habe ich ein gutes Beispiel für einen Zusammenschluss zwischen Auftraggebern und Transportwesen gefunden. Da haben sich Zuckerrübenbauern mit LKW - Firmen zusammengeschlossen. Die Bauern werden beliefert und die Produkte der Bauern werden zu den Bearbeitungsbetrieben transportiert, von denen inzwischen auch einige der Genossenschaft angehören. Sie werben mit Qualität, Sicherheit, Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit. Nur so mal, zum darüber nachdenken.
    Gruss Joana
    Hallo Joana,
    Zuckerrübenbauern und LKW haben nichts im geringsten mit Binnenschiffahrt zu tun, und der Zusammenschluss mit Auftragsgeber und Transortwesen setzt sich meines Wissen anders zusammen.
    Früher haben die Rübenbauern mit ihren eigenen Fahrzeugen die Rüben selber zur Zuckerrübenfabrik transportiert.
    Heute ist es nicht mehr zulässig, das die Bauern ihre Rüben selber fahren. Die Fabriken haben ihre Annahmestellen um gebaut oder verändert, so das nur noch mit LKW's angeliefert werden kann.
    Der Rübenbauer muß seine gerodeten Rüben dicht am Straßenrand ablagern, oder seinen Feldweg so befestigen, das LKW's diesen befahren können.
    Dann kommt extra zum Aufladen in den LKW's eine große Auflademaschine. Die LKW's bringen Tag und Nacht die Rüben zur Zuckerrübenfabrik.
    Der Bauer hat früher alles selber gemacht. Von der Aussaat bis zum Transport zur Fabrik. Und es wurde gut Bezahlt.
    Heute gibt es nur noch die Hälfte an € pro Hektar. Und das Anbaukontingent wird vorgeschrieben, und muß aber auch erfüllt werden.

    Wo ist da die Logik?

    Gruß Manfred
    Geändert von Navico 2 (04.03.2011 um 21:20 Uhr) Grund:

  9. #99

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    Hallo schubser!

    Gegenfrage: Warum herrscht bei denen dann auch so eine hohe Fluktuation. Dort wird ebenso hin und weg gegangen wie bei anderen Befrachtern.Damit ist letzendlich keinem geholfen.
    Bei diesen beiden Genossenschaften ist die Karre genauso verfahren wie bei den übrigen Reedereien. Die sind in diesem Markt ebenso unterwegs wie alle und daher keine Alternative.
    Ich weiß wovon ich rede. Da sitzen heute teilweise Leute in den Büro's, die früher Schubverbände mit 6 Leichtern eingeteilt haben und diese Frachtraten als gut für ein 1000 to.-Schiff bezeichnen.
    Wenn es anders wäre, dann wären die meisten Partikuliere bereits dorthin gewandert und die übrigen Reedereien müssten wieder eigene Schiffe in Dienst stellen, um ihre Verträge
    erfüllen zu können.

    Gruß Achim

  10. #100

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    Hallo Forum!

    Mit neuen Verein meine ich auch eine neue Philosophie. Mal abgesehen von MSG, weil ich es nicht beurteilen kann, haben die Genossenschaften überwiegend alten Schiffsraum. Außerdem haben die jungs auch kein Problem Schiffe wie die "Werbeträger" Nawatrans zu befrachten. Ich kann von einem Autrag berichten die mal "eine" Genossenschaft hatte und diesen nach 6 Monaten verloren hatte weil die Schiffe unzuverläßig und die Laderäume ständig schmutzig waren.
    Ich meine die Beitrag 91 genannten Vorschläge extrem ernst. Wenn eine "neue Genossenschaft" kommt muss sie sich abheben. Jeder Verlader der mit dieser Genossenschaft zu tun hatt soll damit werben können. Wobei das Baujahr der Schiffe natürlich relativ ist. Aber der Zustand und Aussehen sollten auf alle Fälle ein Kreterium sein. Ich spekuliere nicht auf Massengut aber auf alles andere.

    Gruß Kawumm 68

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