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Thema: Keine Ahnung, keine Meinung, kein Konzept - GRÜNE auf Schmusekurs zu Ramsauer

  1. #21

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    @Lava
    ich hatte den Beitrag sehr genau durchgelesen und ich verwehre mich, auch im Namen anderer User dagegen, dass hier Leute beschimpft werden. Unfähigkeit zu unterstellen ist legitim und gehört zur freien Meinungsäusserung, Grundrecht. Und das man dieses Forum wetweit einsehen kann, finde ich absolut phantastisch. Die vielen User und Gäste beweisen doch wohl, dass die Diskussionen, Berichte, Themen hier gern gelesen werden, bzw. sich viele Menschen auch ausserhalb der Binnenschiffahrt durch ihre Anwesenheit Interesse an der Thematik bekunden
    Ansonsten möchte ich weitere Beiträge von LAVA nicht mehr kommentieren.

    es grüsst freundlich wi stets der schappes
    Wer nicht vom Weg abkommt - bleibt auf der Strecke

  2. #22
    Administrator Avatar von Stadt_Aschaffenburg
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    Hallo zusammen, lieber Herr Lava,

    die Frage ist, ob man nicht das Recht hat, sich aufzuregen, wenn man mit ansehen muß, wie ein Verkehrsträger, der beinahe 20% des Frachtaufkommens in einer derart unauffälligen, günstigen und umweltschonenden Weise zuverlässig und sicher transportiert, immer wieder hinter den Konkurrenten zurückgestellt wird, der all diese Adjektive nicht oder nur zum Teil verdient und nur aus einem Grund überhaupt noch konkurrenzfähig ist: wegen der immensen Subventionen.

    Das hier ist keine öffentliche Denunzierung von Politikern, sondern vielmehr eine Unmutsbekundung darüber, daß der Staat sein in die Jahre gekommenes Baby Jahr für Jahr wieder mit Vitaminspritzen in Milliardenhöhe aufpäppelt, statt es endlich in die Unabhängigkeit zu entlassen, damit es sich unter realen Bedinungen bewähren möge.

    Man sieht stillschweigend zu, wie der LKW-Verkehr jedes Jahr massiv zunimmt, wie die komplette Infrastruktur des Straßennetzes durch den Fernverkehr niedergewalzt wird und es fällt einem nichts besseres ein, als eine LKW-Maut auf Autobahnen einzuführen, damit die Landstraßen und Ortsdurchfahrten auch noch vollends vernichtet werden und man sich nicht mehr getrauen kann, seine Kinder auf die Straße zu schicken.

    Man duldet, daß der Ost-West-Verkehr von den großen deutschen Seehäfen aus ständig zunimmt, bringt es aber einfach nicht übers Herz, die leistungsfähigste Verkehrsader in den Osten mit verhältnismäßig geringen Mitteln so zu trimmen, daß die Hälfte dieser Belastung mit einem Schlag wegfallen könnte und das obwohl die betroffenen Länder eindringlich darum bitten, weil sie die Lage längst erkannt haben.

    DAS ist das, worüber ich mich aufrege - und zwar deswegen, weil wir ausgerechnet von der selbsternannten Umweltpartei die meisten Steine in den Weg geschmissen bekommen, die bei realer Betrachtung auf einem ganz anderen Standpunkt stehen müßte.

    LG
    Micha
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  3. #23

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    Von Micha super geschrieben!
    Wer das liest, kann ihm nur zustimmen!
    Ich bin gespannt, ob Frau Wilms sich dazu äußert.

  4. #24

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    Hallo Lava!

    schön das du wieder da bist, schön das sich nichts geändert hat. Wenn das keine Polemik ist was du hier machst, dann weis ich auch nicht. Dies Forum ist von den machern zu einem tollen Medium geworden. Ich würde dir Vorschlagen, wenn es dich den wirklich interessiert, hier auch Vorschläge und Ideen auf zu listen. Ansonsten würde ich sagen du gehörst zu denen, welche du hier beschimpfst.

    Hallo Forum!

    Der Herr Staffeldt konnte heute meiner Einladung folgen. Fast drei Stunden haben wir miteinander gesprochen. Ich denke dass er sehr wohl eine andere Sichtweise kennen lernen konnte. Natürlich kann auch er nicht sofort alles ändern.
    Und einiges läst sich auch nicht änderen. Ein Mittel bleibt uns, das ist informieren. Immer und immer wieder. Wir sprachen auch über Reformen und deren Probleme. Eine Wasserstrassenreform ist nötig. Wir müssen aber auch aufpassen dass diese nicht zum Nachteil wird.

    Die Akzeptanz in der Bevölkerung ist immer noch da. Wichtig ist es aber auch diese zu Pflegen. Da ist das bereitwillige informieren von Spaziergänger oder Yachtleuten ein Anfang.
    Ich glaube dass Herr Staffeld auf unserer Seite ist, und dass ist erst einmal gut zu wissen.

    Aber wir könnten immer noch alles selber regeln. Ein Zusammenschluss von Pattis ist immer noch die einfachste Variante.


    Die Frau Dr. Wilms hat sich für Ende Juni bei mir angekündigt. Ich werde sie auf meinem Schiff mitnehmen und versuchen sie zu überzeugen.

    schöne Grüße Kawumm 68

  5. #25

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    Also doch...
    juchhu...find ich jetzt mal Super von Frau Dr. Valerie Wilms MdB...Kompliment für die Zusage und Kawumm...Du machst das schon.
    Es wäre gut wenn andere Binnenschiffer auch beginnen, mal Abgeordnete, Minister und andere Entscheidungsträger auf ihre Schiffe einzuladen um ihnen mal vor Augen zu führen wo der Schuh drückt und welche Schritte von Seiten der Politik nötig wären um hier einiges im Sinne der Schiffahrt zu bewegen.
    Dabei solltet ihr nicht vergessen, auch die Fachleute, Verantwortlichen aus Wirtschaft und Industrie auf euch aufmerksam zu machen, auch diese Persönlichkeiten auf die Schiffe zu holen. Denn ich denke in vielen grossen Unternehmen ist gar nicht bekannt was die Binnenschiffahrt zu leisten vermag, in welchen Grössenordnungen hier Transporte durchgeführt werden können, vor allem in welcher Vielseitigkeit.
    Und was das informieren von Spaziergängern, Yachtleuten etc. betrifft, es sind hier richtig gute Fachleute im Forum, die zum Teil in Rente oder Pension sind...geht zu den Yachtclubs, Vereinen etc. und sorgt für ein Miteinander auf den Wasserstrassen, für ein besseres Verständnis beiderseits, denn auch in Bootclubs usw. sitzen mitunter die richtigen Leute, die aber oft nicht wissen wo die Problematik in der Binnenschiffahrt liegt.
    Nicht ruhig hinterm Ruder stehen, sondern Aufmerksamkeit erwecken, ihr seht doch...es wirkt. Unser Forum ist auf dem richtigen Weg...
    ich finds Klasse....

    mit einem Lachen im Gesicht...der schappes
    Wer nicht vom Weg abkommt - bleibt auf der Strecke

  6. #26

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    na also, geht doch!

    man muß sich einfach nur gegenseitig zuhören und versuchen die jeweiligen Argumente des Gegenüber zu verstehen; nur Forderungen stellen genügt eben nicht, in ersten Linie muß jeder selbst was tun.

    daß sich Schifffahrt in der Bevölkerung einer hohen Akzeptanz und Beliebtheit erfreut ist doch außer Frage; ich weiß nicht, warum das hier von manchen in Zweifel gezogen wird.

    politisch ist nur etwas zu erwirken, wenn man Freunde "an der Macht" für sich gewinnt, also eine Lobby hat; hier sehe ich für die Binnenschifffahrt ein großes Manko, dem sich die entsprechenden Verbände wie auch geeignete Einzelpersonen annehmen sollten.

    Politiker sind auch nur Menschen; sprecht mit ihnen wie mit eurem Befrachter, aber nicht ständig mit Vorwürfen, Unterstellungen und Forderungen zum Feind machen!

    merke: Begegnungen "Kopf auf Kopf" sind gefährlich ...................

  7. #27
    Moderator Avatar von Norbert
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    Hallo schappes

    .., denn auch in Bootclubs usw. sitzen mitunter die richtigen Leute, die aber oft nicht wissen wo die Problematik in der Binnenschiffahrt liegt.
    genau dort wirst du einige von diesen Leuten finden. Die nicht nur hohe Positionen in Unternehmen bekleiden, sondern sind auch begeistete Wassersportler sind.

    Gruß Norbert
    Zu fällen einen schönen Baum, braucht 's eine halbe Stunde kaum.
    Zu wachsen, bis man ihn bewundert, braucht er, bedenk' es, ein Jahrhundert.

    Eugen Roth

  8. #28
    Super-Moderator Avatar von Joana
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    Hallo zusammen,
    Vielleicht muss man manches auch vereinfachter, verständlicher
    und für die Öffentlichkeit vorstellbarer darstellen.
    Rund 250 Mio. Tonnen Güter, die über die deutschen Binnen-
    wasserstrassen pro Jahr transportiert werden ist eine schwer vorstellbare Menge. Wenn man diese Menge per LKW transportieren
    würde, entspricht diese Menge ein Verkehrsmehraufkommen in Deutschland von täglich rund 28.500 LKW.
    Auch das ist schwer vorstellbar. Jeder denkt sich: das verteilt sich
    ja über ganz Deutschland.
    Machen wir es vorstellbarer.
    Da wohnt jemand an der Mosel. Wenn ich dort kein Schiff mehr fahren lasse, ergibt das zum normalen täglichen Verkehr eine
    Mehrbelastung von rund 1600 LKW täglich.
    Möchte dieser Jemand an der Mosel das wirklich jeden Tag
    sehen, hören und riechen ???

    Vielleicht kann man die Bevölkerung so erreichen.
    Nur so ein Gedankenspiel zum Nachdenken

    Grüsse Joana

  9. #29
    Avatar von Rheinlotse Klaus
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    Joana,

    mit Deinem Vorschlag hast Du völlig Recht. Große, abstrakte Zahlen helfen nicht. Man muß das auf die Verhältnisse vor Ort "runterbrechen" oder besser gesagt: rechnen. Dann wird das anschaulich und fassbar. Diese beispielhaften 1.600 LKW oder auch 150 bis 200 Güterzüge am Tag, d. h. alle 7-9 Minuten ein Zug, so etwas können sich die Leute vorstellen.

    LG Klaus
    Wenn jeder denken würde: "Der andere könnte Recht haben", gäbe es weniger Streit auf der Erde.

  10. #30

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    Hallo Joana,

    genau der richtige Weg! Ich hab dem Spiegel mal ein Leserbrief geschrieben in dem ich es in Staukliometer dargestellt habe. Ich kam für den MLK, ca 18 Mio Tonnen, auf rund 80Km weniger LKWs zwischen Berlin und Ruhrgebiet. TÄGLICH!!!!

    Ich habe damals die Spiegelredaktion auch eingeladen, es war denen lediglich eine unpersönliche Standartmail als Antwort Wert

    Gruß Kawumm 68

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