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Thema: Halle brennt in Ludwigshafen wegen unbrennbarem Styropor!!!!

  1. #1

    Standard Halle brennt in Ludwigshafen wegen unbrennbarem Styropor!!!!

    http://www.t-online.de/nachrichten/p...m-inferno.html

    Da sollte man doch mal Glatt in der ADN nachschauen wie "Ungiftig" das Zeug ist!!!!
    Und das ist den vorgeschriebenen Feststoffwesten per Gesetz ( § 15) an Bord von Fahrgastschiffen in nicht unwesentlichen Mengen!

    Lg
    J
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  2. #2

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    Hallo Jürgen,

    "nicht leicht entflammbar" bedeutet nicht: "unbrennbar", sondern nur, dass es schwierig ist, das Zeugs zum Brennen zu bekommen. Wenn natürlich die Flammen mal lodern, brennt alles gut.

    Sieht man ja auch schön, wenn man am Holzofen/Kamin was zum Brennen bringen möchte. Erst muss was rein, was schnell und gut brennt, dann kommen die "schweren" Holzsorten dazu.

    Schönen Sonntag noch,
    Evo
    Was andere sagen oder tun, mag der Auslöser für unsere Gefühle sein, ist aber nie ihre Ursache. Marshall B. Rosenberg

  3. #3
    Avatar von faehrenfan
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    Moin Jürgen,

    da brennt nicht Styropor, sondern das Granulat zur Herstellung davon:

    Einer der Kommentatoren hat dazu geschrieben:
    "Polystyrol zersetzt sich oberhalb 300°C zu seinem chemischen Ausgangsprodukt, dem Styrol.
    300°C sind in einer brennenden Lagerhalle schnell erreicht. Styrol siedet bei 145°C, der Flammpunkt liegt bei ca. 30°C. Das ist der Grund, weshalb das Granulat losgeht wie Zunder.

    Styrol selbst ist eine sehr kohlenstoffreiche Verbindung, daher die starke Ruß- und Rauchentwicklung. Der Ruß dürfte neben Styrol weitere aromatische Abbauprodukte enthalten. Styrol gilt als gesundheitsschädlich und steht im Verdacht krebserregend zu sein, da in der menschlichen Leber Styrol zu Styroloxid umgesetzt wird. Styrol kommt, wenn auch nur in kleinen Konzentrationen, in der Natur vor.
    Anstatt Salzsäure dürften sich geringe Mengen der analogen Bromwasserstoffsäure bilden, die aus den Flammschutzmitteln freigesetzt wird.
    "

    Ich denke mal, das bei der ADN die Gefahr durch die Feststoffwesten nicht als so groß erachtet wird, als die Gefahr zu ertrinken, schlieslich sollen die Menschen ja im Gefahrenfall so schnell wie möglich evakuiert werden ...

    Gruß Alex
    ~~~ Fähren sind die schönste Art, Menschen miteinander zu verbinden ~~~ Mitfahrer für Fährentour gesucht ~~~

  4. #4

    Standard

    Hallo,
    wie Alex schon geschrieben hat, wurde dort Styrol als Granulat gelagert. Styrol ist für sich genommen leicht entflammbar, ist ja auch ein Kohlenwasserstoff. Allerdings werden die Entprodukte, die Styrol enthalten oftmals so behandelt, dass sie die Eigenschaft der Entflammbarkeit nicht mehr gegeben sind. Am häufigsten anzutreffendes Endprodukt ist wohl das aufgeschäumte Polystyrol, was allgemein als Styropor oder Styrodur als Markennamen bekannt ist und in vielen Lebensbereichen, vor allem Verpackungen und Dämmstoffe in wohl jedem Haushalt Verwendung findet.
    Gerade der Einsatz in der Fassaden und Gebäudedämmung hat zu Produkten geführt, die sogar direkter Flammenbeaufschlagung widerstehen oder selbstlöschend sind, obwohl diese Styrol als Grundstoff enthalten.

    In einer Lagerfirma wird man auch viele andere handelübliche Produkte findet die sehr gut brennen, wie Umverpackungen aus Polyethylenfolien, Papier und Karton, Pallettenholz etc.

    Bis dann

    Dominic

  5. #5
    Moderator Avatar von Andy
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    Hallo,

    So sieht es heute aus.

    Gruß Andy
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  6. #6
    Avatar von RudiB
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    Hallo,
    daß man ein so schnell brennbares, giftiges, rußendes Produkt so nah an Wohnhäusern lagern darf, ist doch ein Skandal.
    Die Feuerwehr konnte es nicht löschen, sondern nur kontrolliert abbrennen lassen, wie man im Rundfunk hörte.
    Und so was klebt man sich jetzt an die Hauswand zum isolieren!
    Grüße
    RudiB
    Geändert von RudiB (23.06.2013 um 22:03 Uhr)

  7. #7
    Administrator Avatar von Stadt_Aschaffenburg
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    Hallo Rudi,

    mit Styropor gab es in den letzten Jahren schon so einige AHA-Erlebnisse. Das Zeug brennt nicht so schnell, das stimmt schon, aber wenn es brennt, dann kriegt man es auch so schnell nicht mehr aus. Ich erinnere mich an einen Vollbrand, da war der Auslöser eine brennende Mülltonne, die die Fassade mit in Brand gesteckt hat. Wenn sowas passiert, geht alles sehr schnell.

    Sowas kommt öfter vor, als man denkt, gerade in den modernen Zeiten, wo fast jedes Haus Vollwärmeschutz hat.

    LG
    Micha
    MeinlieberHerrgehneikommrausbleibdrin © Opa Karl 1920-2008

  8. #8

    Standard

    Hallo
    "Anstatt Salzsäure dürften sich geringe Mengen der analogen Bromwasserstoffsäure bilden, die aus den Flammschutzmitteln freigesetzt wird"
    Hier stellt sich mir die Frage -was muss ich da per Gesetz an Bord nehmen!?
    Die Wahrscheinlichkeit das ein Fahrgastschiff sinkt ist angesichts der heutigen Schotteinteilung ungewisser als das ein Brand entsteht(Ich sprech da aus erfahrung)
    Auf der einen Seite steht der brandschutz im §15 und demgegenüber muss ich -Tenor eines Feuerwehrbeamten anläßlich der Verbrennung einer !neuen! Schwimmweste in Dbg.-einen Brandbeschleuniger an Bord nehmen ,der noch aufgrund der gesetzlichen Vorgaben zum größten teil im Salon gelagert werden muss !!!
    Diese Schwimmwesten wurden durch die BG zugelassen.
    Füllung -Styropor.
    Ich weis noch als wäre es heute -in den 60er Jahren wurde den Erbauern von neuen Fgs zugesagt-wenn ihr Schotten einbaut brauchen Sie keine Einzelrettungsmittel mehr an Bord nehmen!!
    Und heute -besser verbrannt und erstickt bzw. Vergiftet als versoffen.
    Das ist genauso unbegreiflich wie die Centertankschiffe ohne Schlingerschotte!
    Der witz ist noch der das anstatt der Westen keine Sammelrettungsmittel mehr zugelassen sind.
    Im übrigen hat Styropur in Stangen oder Pressform seine eigene ADN Nummer (leider gerade nicht verfügbar-kann aber auf Wunsch nachgeliefert werden)-Schwimmwesten aber auch!
    Ist sehr Interessant zu lesen.
    Ich stehe nun im Zwiespalt-da ich Inhaber des ADN bin dürfte ich die Westen (500 stk-das ist schon keine Kleinmenge mehr) eigentlich nicht an Bord nehmen,aber um mein FGS weiterbetreiben zu können werde ich per Gesetz -auch entgegen dem brandschutz -dazu gezwungen!?
    Und das ganze hat uns Herr Füngerlings -Chef der BG Abtl.Schiffahrt-mit seiner Doktorarbeit die später zum § 15 wurde,eingebrockt .
    Ich frage mich was sind das für sogenannte Fachleute?Hier wird der Teufel mit dem Belzebub ausgetrieben.
    Gruß
    Jürgen
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