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Thema: Faulhorn - PSRD / Baujahr 1834/35

  1. #1
    Avatar von Robert Kuijpers
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    Schweiz Faulhorn - PSRD / Baujahr 1834/35

    Raddampfschiff "Bellevue" (Thunersee), später "Faulhorn" (Brienzersee)

    1834 : Die von den Gebrüdern Knechtenhofer in Thun ins Leben gerufene Gesellschaft für die Einführung einer Schiffsverbindung zwischen Thun und Neuhaus bestellt bei der Maschinenfabrik Cavé in Paris ein eisernes Dampfschiff in ähnlicher Ausführung wie das DS "L'Industriel" auf dem Neuenburgersee.

    Schiffsdaten:

    Name: Faulhorn
    ex Name: Bellevue

    gemeldet in:
    1835 - 1842 : Thunersee (als Bellevue)
    1843 - 1856 : Brienzersee ( als Faulhorn)

    Länge : 39,50
    Breite : 4,10
    Radkästen : 7,62
    Seitenhöhe : 2,14
    Tiefgang leer : 0,76

    Maschine : Cavé, Paris
    Bauart : Stehende Niederdruck-Balancieranlage mit zwei Zylindern
    Leistung : 16 PSi nom.
    1. Kessel : Cavé, Paris
    2. Kessel : 1847 : Escher-Wyss
    Durchschnittl. Brennstoffverbrauch : 1 1/2 Klafter Holz für 38 km
    Anzahl Schaufeln : 10, Holz, Beweglich
    Geschwindigkeit : 19,3 km/h
    Personenzahl: 200

    Baujahr : 1834 / 1835
    Bauwerft : Cavé, Paris

    Historie und Verbleib:

    1858 : Im Winter 1857 / 1858 : Transport nach Thun.
    1864 : Am 2 April kurz nach Mittag wird ein aus dem Schlepper "Neptun" und den Kähnen "Helvetia" und "Faulhorn" bestehender Konvoi vor Oberhofen von eineme äusserst heftigen Sturm überrascht. Die Wellen schlagen durch die offenbar nicht verschlossenen Luken des zuhinterst eingereihten "Faulhorn" und bringen das Schiff in kürzester Zeit zum Sinken.
    Das Wrack der "Bellevue"/"Faulhorn" liegt heute noch in 120 Metern Tiefe. Mit 330 Fässer und Säcke Salz, wofür der Kanton Bern als Inhaber des Salzregals einen Schadenersatz von Franken 1186,35 einforderte.

    (Archiv Robert Kuijpers)
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    Geändert von Heidi Franz (02.01.2012 um 18:51 Uhr) Grund: Bilder eingebunden

  2. #2
    Avatar von Robert Kuijpers
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    Die älteste Aufnahme eines Schweizer Dampfschiffes: Faulhorn (ex-Bellevue) 1847.

    Das sagenumbowene Dampfschiff Bellevue ist um eine Geschichte reicher. Vom ersten Thunersee-Dampfschiff, welches unter dem Namen Faulhorn auch auf dem Brienzersee fuhr und 1864 vor Oberhofen als Schleppschiff sank, ist eine Fotografie aufgetaucht. Und es ist nicht einfach irgendein Bild, sondern die vermutlich älteste fotografische Abbildung eines Schweizers Dampfschiffs überhaupt. Laut Mark Bachmann, Leiter Werbung bei der BLS AG, welche die Schifffahrt auf dem Thuner- und Brienzersee führt, stammt das Bild aus dem Jahr 1847. Es handle sich genau genommen um eine sogenannte Daguerretopie (*).

    Das Bild stamme laut Musée vermutlich aus dem Jahr 1847. "In den bekannten Büchern über die Schweizer Schifffahrt sind Bilder ab ungefähr 1865 vorhanden - und aus dieser Perspektive scheint unser besagtes Bild tatsäclich das wohl älteste Dampfschiffsbild der Schweiz zu sein", so Mark Bachmann (Leiter Werbung bei der BLS AG).
    Zu dem Zeitpunkt, als andere Schweizer Dampfschiffe überhaupt erstmals fotografiert wurden, war die DS Faulhorn bereits buchstäblich von der Bildfläche verschwunden. Das zu einem Schleppkahn umgebaute Schiff sank 1864 in einem Sturm vor Oberhofen. Einzig seine Schiffsorgel ist übrig geblieben. Sie ist im Schlossmuseum Thun zu sehen und kann auch heute noch bespielt werden.

    (*) = Als Daguerreotypie wird ein Fotografieverfahren des 19. Jahrhunderts bezeichnet. Es ist nach dem franzözischen Maler Jacques Mandé Daguerre benannt, der es zwischen 1835 und 1839 entwickelt hat. Die Aufnahme des Dampfschiffes Faulhorns entstand also rund 10 Jahre nach dem Entstehen des Verfahrens.
    Die Daguerreotypie ist eine Fotografie auf einer spiegelglatt polierten Metalloberfläche. Hierzu wurden in der Regel versilberte Kupferplatten genutzt.
    Die Daguerreotypie lieferte von Anfang an gut nuancierte, fein strukturierte Bilder, die, mit der Lupe betrachtet, noch kleinste Details zeigen. Sie begründete dadurch bereits zu Beginn der Fotografiegeschichte einen hohen Standard, an dem sich alle späteren Verfahren messen lassen müssten.

    Noch heute liegt das Wrack des Schiffes in 120 Metern Tiefe vor Oberhofen.
    Es ist lokalisiert, und wird vielleicht gehoben und restauriert....


    Robert.Ja, und wer weiss wie ich ein Foto einstellen kann???

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