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Thema: Bastei - PSRD / Baujahr 1896 (Blasewitz 38)

  1. #1
    Avatar von Cuxi
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    Deutschland Bastei - PSRD / Baujahr 1896 (Blasewitz 38)

    Moin, moin,
    die Geschichte der heutigen KURORT RATHEN (III):

    Schiffsdaten

    Name: BASTEI (II)
    Typ: Personenraddampfer, Glattdeckschiff
    Eigner: Sächsisch-Böhmische Dampfschiffahrtsgesellschaft
    Heimathafen: Dresden

    L.änge: 55,52 m
    Breite: 5.04 m / 10,26 m
    Tiefgang: 0,52 m
    Personen: 621

    Dampfmaschine:
    Hersteller: Kette; Deutsche Elbschiffahrtsgesell., Werft Übigau
    oszillierende Zweizylinder-Verbunddampfmaschine
    2-Flammrohr-Zylinderkessel, 10 atü
    Heizfläche: 57 m²
    Rostfläche: 1,96 m²
    2x 72 PS

    Baujahr: 1896
    Bauwerft: Schiffswerft Blasewitz
    Baunr.: 38

    Umbauten / Historie:

    1896 am 02. Mai in Dienststellung
    1912 elektr. Beleuchtung
    1926 Einbau einer Dampfsteuermaschine mit 4 PS
    1927/28 Aufbau eines Oberdecks mit festem Steuerhaus; Ausbau der Radkästen; Austausch der Holzschaufeln durch Stahlschaufeln (Patenträder ?) Einbau Dampfheizung Weisser Anstrich
    1934 bei Rathen auf einen Felsen aufgelaufen; gesunken; gehoben und repariert
    1950 DSU-Personenschiffahrt, DSU 413 Heimathafen Potsdam
    1953 DSU-Personenschiffahrt, DSU 413 Heimathafen Dresden
    1956 Neuer Name KURORT RATHEN (III); VEB Weiße Flotte Dresden (P-210)

    Verbleib: .. ab 1956 umbenannt in KURORT RATHEN (P-210)

    Daten zusammengestellt aus:
    Die "Weisse Flotte" Dresden von H. Rindt, 1980
    Web-Seite DDR-Binnenschiffahrt
    Web-Seite Sächsische Dampfschiffahrt

    Bild 1: Bauzustand um 1905
    Bild 2: Bauzustand um 1935
    Bild 3: Bauzustand um 1950 - 56

    Bei Bild 2 auch Bemerkenswert die Art und Weise der "Mitreise Blinder Passagiere".

    Mit Gruß von der Küste
    Helmut
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  2. #2

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    Hallo Helmut,

    du zeigst mal wieder schöne alte Aufnahmen der Dresdner Raddampfer. Die technischen Daten und den Verlauf gibst du auch sehr gründlich an. Ich habe aber bei zwei Angaben so meine Zweifel.

    1. "Heimathafen Potsdam"

    Richtig ist, dass die Schiffe zur DSU mit Sitz in Potsdam gehörten. Aber das heißt ja noch lange nicht, das Potsdam als Heimathafen am Heck stand. Mir ist jedenfalls kein Foto bekannt, wo Potsdam am Heck der Dresdner Dampfer steht. Lasse mich aber gern eines Besseren belehren.
    Die meisten Fotos dieser Schiffe stammen ja auch nicht aus DSU-Zeiten und es sind meist Ansichten von Vorn oder von der Seite, so kann man am Heck nichts lesen

    2. Der sehr unterschiedliche Tiefgang

    Erst soll das Schiff einen Tiefgang von 0,52 m gehabt haben und nun von 1,12 m? Der Tiefgang Heute muss natürlich größer sein als bei Indienststellung. Wie du richtig schreibst, wurde das Schiff ja umgebaut. "Austausch der Holzschaufeln durch Stahlschaufeln....Aufbau eines Oberdecks mit festem Steuerhaus", dann kam die ganze Elektrik noch hinzu usw.
    Aber soll das Schiff jetzt wirklich mehr als doppelt so tief gehen?

    Ich denke hier wird einmal der alte Leertiefgang und einmal der heutige Maximaltiefgang genannt und das sind nun mal zwei verschiedene Dinge. Selbst der Dampfer DRESDEN geht leer ja nur 80 cm tief.

    Gruß Thomas

  3. #3

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    Hallo Helmut, Halloi Thomas,
    die Zweifel sind offenbar begründet. Geht man auf die firmeneigene Seite der sächs. Dampfschiffahrtsgesellshaft, so findet man die Information:
    Tiefgang ( leer ): 0,81m.
    Hoffe ,dass ichg euch mit sieser Angabe dienen konnte.
    mfg
    Kaba

  4. #4

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    Ich habe mal im Buch: "Die Dresdner Raddampferflotte / Frank Müller - Wolfgang Quinger. Bielefeld : Delius Klasing, 2007 ISBN 978-3-7688-1904-6" auf Seite 97 nachgesehen. Der Mitautor Wolfgang Quinger war Jahrzehntelang als Schiffbauingenieur und später als Technischer Leider an der Werft in Laubegast tätig.
    Ich gehe mal davon aus, dass er die genauen Daten kennt.

    Also da steht folgendes: Leertiefgang 1896 0,58 m und 1960 Tiefgang 0,74 m leer. Dann wurde das Schiff 1994 in der Wasserlinie um 0,3 m verbreitert und der Leertiefgang verringerte sich wieder auf 0,67 m.

    Es ist so, wie bei den meisten Schiffen, je mehr Quellen man auswertet um so unterschiedlicher die Daten. Das liegt aber auch daran weil Leertiefgang nicht gleich Leertiefgang ist. Für den Schiffsbauer und seine Berechnungen ist der mittlere Leertiefgang maßgebend. Genau so ist es ja bei der Eiche aufnehmen beim Frachtschiff. Für den Einsatz des Schiffes ist aber der am tiefsten gehende Teil des Schiffes bestimmend. Wobei man anmerken muss, dass diese Dampfer leer schon relativ waagerecht im Wasser liegen.
    Dann gibt es noch den Tiefgang des absolut leeren Schiffes, also ohne Ausrüstung und Vorräte. In der Regel wird der Leertiefgang aber immer für das ausgerüstete Schiff mit einen Teil an Vorräten (Treibstoff, Öl, Trinkwasser, Fäkalien usw.) angegeben. Ich glaube man geht da von 50 % aus.
    Und zuletzt gibt es noch den Leertiefgang für das Schiff mit vollen Vorräten.

    So kommen dann eben auch verschiedene Leertiefgänge zustande, abgesehen von der Änderung des Tiefgangs bei Umbauten.

    Gruß Thomas

  5. #5
    Avatar von Cuxi
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    Deutschland BASTEI (II)

    Moin, moin,
    Zitat: Es ist so, wie bei den meisten Schiffen, je mehr Quellen man auswertet um so unterschiedlicher die Daten.
    So ist es.
    Die Tfg. sind, meine ich, immer mit einer gewissen Vorsicht zu sehen.
    Die von mir übernommene Angabe stammt übrigens von der Seite DDR-Binnenschiffahrt.
    Möglicherweise sind es auch Maximal-Tiefgänge.
    Ich zitiere mal aus dem Buch "160 Jahre Volldampf":
    ........ die vorzunehmende historisch getreue grundlegende Sanierung und Modernisierung der Schiffe
    kam im Prinzip deren Neubau gleich.
    Die Werft mußte von vornherein garantieren, daß die vorhandenen Leertiefgänge der Schiffe,
    die zwischen 71 cm beim Dampfer Leipzig und 101 cm beim Dampfer Pillnitz lagen, durch die durchzuführenden
    Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten nicht überschritten werden.

    Meine laxe Meinung, cm-fuxerei wird nicht viel bringen.
    MfG
    Helmut

  6. #6

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    Hallo Helmut,

    um "cm-fuxerei" ging es mir ja auch nicht, wobei es bei den Wasserständen auf der Oberelbe schon öfters auf jeden cm ankommt. Mir wollte nur nicht in den Kopf, dass sich der Tiefgang des Schiffes mehr als verdoppelt hat.

    Gruß Thomas

  7. #7

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    Nochmal zu meiner Aussage im Bezug zum Heimathafen.
    Sitz der DSU war in Potsdam, das ist klar. In den Buch: "Personenschiffahrt auf der Oberelbe / Günter Niemz - Reiner Wachs. Bielefeld : Delius Klasing, 1981 ISBN 3-7688-0359-7" gibt es auf Seite 64 eine Kopie vom "Schiffszeugnis" des Dampfers KÖNIGSTEIN, ex LOBOSITZ als DSU 425.
    Da sieht man, dass der Heimatort im Schiffszeugnis tatsächlich in Potsdam geändert wurde. Ich bleibe aber bei meiner Aussage: "Mir ist jedenfalls kein Foto bekannt, wo Potsdam am Heck der Dresdner Dampfer steht. Lasse mich aber gern eines Besseren belehren" aus Beitrag #2

    Gruß Thomas

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