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Thema: Partikuliere! - Steht auf und wehrt Euch! Das Editorial im Schifffahrts-Magazin Nr. 04 / 2013

  1. #1

    Standard Partikuliere! - Steht auf und wehrt Euch! Das Editorial im Schifffahrts-Magazin Nr. 04 / 2013

    Ein Thema das alle angeht, deswegen stelle Ich es hier ein.
    Viele liebe Grüße in alle Himmelsrichtungen
    Sylvia

    Das Editorial im Schifffahrts-Magazin Nr. 04 / 2013

    Einer bestimmten Sorte „Befrachter“ muss das Handwerk gelegt werden - und die Partikuliere sollten sich nicht scheuen, deren Namen zu nennen, denn es handelt sich nicht um gute und ehrliche Befrachter.
    Partikuliere! - Steht auf und wehrt Euch!

    Martin Staats, Vorstand der Würzburger MSGeG und Vizepräsident des Bundesverbandes der Deutschen Binnenschifffahrt, bringt es in seinem Namensartikel auf den Seiten 6-7 dieser Ausgabe des Schifffahrts-Magazins auf den Punkt, wenn er sagt, dass es mit Volldampf in die Krise geht.
    Für viele deutsche Partikuliere ist die Krise schon da.
    Greifbar, schmerzhaft und zerstörend.
    Lesen Sie hier das Editorial und den damit zusammenhängenden
    Artikel von Martin Staats in voller Länge.
    http://schifffahrt-online.de/pdfdate...-Editorial.pdf

  2. #2
    Proteus
    Gast

    Standard Partikuliere! Steht auf und wehrt Euch.

    Der eine Herr möchte seine Zeitung füllen und der andere Herr braucht nicht auf Befrachter oder Schifffahrtstreibende losgehen.
    Wenn gewisse Transporte durch den Vorlauf von der Produktionsstätte zum Hafen und die Umschlaggebühren verteuert geliefert werden, bleibt die Frage, wer ist Scguld.
    Wenn die Straßenbehörden noch ständig Genehmigungen für Schwerlansttransporte ausgeben, mit allen fadenscheinigen Gründen, macht es keinen Sinn, hier eine Diskussion zu führen.
    Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.
    Auch bei der MSG wurden in den vergangen Jahren die Schiffe vergrößert und Schiffseinheiten als Koppelverband erstellt. Warum?
    Geändert von Gerhard (09.05.2013 um 18:04 Uhr) Grund: Freigeschaltet, da User persönlich bekannt

  3. #3
    Administrator Avatar von Stadt_Aschaffenburg
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    Standard

    Hallo,

    einen um 8.28 Uhr gesendeten Gastbeitrag konnte ich leider nicht freischalten. Wenn man solche Meinungen hier vertreten will, sollte man sich wenigstens hier als User registrieren oder seinen Namen darunterschreiben. Aus dem Hinterhalt heraus geht sowas nicht!


    Im übrigen bin ich fast komplett mit Herrn Staats einer Meinung, aber die "schwere Marktstörung" sehr wohl für längst gegeben.

    Nur daraus kann resultieren, daß Partikuliere ihren Befrachtern gegenüber derart extrem in Abhängigkeitsverhältnisse geraten, daß es beinahe schon dem Grundsatz selbständigen Gewerbebetriebs widerspricht, daß selbst User dieses Forums, die hier schon seit Jahr und Tag zugange sind, sich von ihrem Befrachter den Mund verbieten lassen müssen - und zwar nicht nur in heiklen oder gar internen Themen, die wir hier von uns aus schon außen vor lassen, sondern selbst in allgemeinen Dingen.

    Keiner wollte hier je die Hand beißen, die ihn füttert, aber manche haben sich vom Auftraggeber, der mit selbständigen Unternehmern als gleichberechtigten Partnern umgeht, zu Gutsherren entwickelt, ganz nach der Prämisse "knie nieder und küss den Ring"! Gerade in der Tankschifffahrt gibt es da einige hervorstechende Beispiele, aber wir sehen es auch in der Trockengüterschifffahrt.

    Der Partikulier sitzt zwischen den Stühlen von Befrachter und Bank und betreibt dabei eigentlich längst kein Gewerbe mehr, sondern eher ein Glücksspiel. Jeder Ausfall, jede unvorhergesehene Schifffahrtssperre, jeder Schaden am Schiff, jede Unvorhergesehenheit kann den Ruin bedeuten. Reserven anzulegen ist aussichtslos, Kreditrahmen sind ausgenutzt, alles am Limit.

    Es gibt einige Befrachter, die ihre Verantwortung im positiven Sinne nutzen, aber sehr viele geben den Druck von oben ungefiltert nach unten weiter und da ist es ihnen schnurzpiepe, wie es dem jahrelangen Geschäftspartner dabei geht.

    Man muß Herrn Staats zugestehen, daß solche Dinge in der MSG fast nicht vorkommen können, dort feiert man gemeinsam und man spart auch bis zu einem gewissen Punkt gemeinsam. Sie ist auf gewisse Weise ein gesunder Mikrokosmos, der seinen Mitgliedern einen Kokon bietet, der viele äußere Einflüsse abhält. Das geht zwar auch zu einem gewissen Teil auf Kosten der Selbständigkeit, aber wer damit leben kann, kann sicherlich wesentlich ruhiger schlafen als jemand, der sich im Jahr 2013 auf dem freien Markt um Frachten bewerben muß.

    Wie Herr Staats schon schreibt, gehören die Dinge endlich beim Namen genannt und den Opfern Alternativen aufgezeigt. Mir wäre es lieber, die halbe Flotte würde in den Hochofen fahren, als daß es so weitergeht, wie es im Moment ist. Der Haken ist nur: wenn wir hier ein Schiff auflegen, kommen von woanders 2 Neue und machen den Job.

    Wie man es lösen kann? Ich weiß es auch nicht, aber totschweigen ist auch keine Lösung!

    LG
    Micha
    MeinlieberHerrgehneikommrausbleibdrin © Opa Karl 1920-2008

  4. #4

    Standard

    Bevor dieses Thema wieder zum x-ten mal tot diskutiert wird und unterm Strich doch nichts bei rum kommt, kann man diesen Thread auch gleich löschen.MfGFlorian
    Geändert von flo81 (08.05.2013 um 19:55 Uhr)
    www.fs-schifffahrt.de

  5. #5

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    Ein sehr guter Beitrag, Micha. Ein Patentrezept habe ich auch nicht - so einfach ist das nicht. Ich wollte nur mal einen Gedanken äußern, der trotz aller unübersehbaren Mißstände seltsamerweise immer noch tabu ist: den Gedanken nämlich, daß Wettbewerb alleine auch kein Allheilmittel ist. Die positiven Auswirkungen der MSG, die beschrieben werden, bestehen ja in einem Schutz vor zu viel Wettbewerb. Ob man den MSG`lern deswegen vorwerfen kann, daß sie faul sind, nichts leisten und am freien Markt nicht bestehen könnten?

    Gerade in der Wirtschaft erzählt man gerne mit stolzer Brust, daß man vollkommen unideologisch sei - es herrscht dort angeblich eine vollkommene Freiheit und nur die Besten überleben in einem "knallharten Wettbewerb" (ist das eigentlich positiv oder negativ gemeint?) und die anderen haben es eben nicht besser verdient. Ich bezweifle, daß nur die Besten überleben, da zählen auch noch andere Faktoren; ich bezweifle auch, daß in einem solches System unter dem Strich für Alle das Beste herauskommt und am meisten bezweifele ich, daß ein solches Denken ideologiefrei ist. Man muß sich mal überlegen: purer Darwinismus als Prinzip eines wichtigen Zweigs der menschlichen Gesellschaft?

    Natürlich kann man die Flotte verkleinern. Dann steigen die Frachten wieder, wenn das Angebot gleichbleibt. Dann kommen aber auch wieder neue Teilnehmer auf den Markt und das Spiel geht von vorne los. An den Abhängigkeiten ändert das nichts. Man darf auch nicht vergessen: "die Flotte verkleinern" heißt: Leute von ihrem geliebten Schiff schmeißen und das sind nicht nur ein paar alte Rentner. Es geht nur ums Geld? Dann läuft es sowieso verkehrt, denn das Geld sollte immer nur das Mittel zum Zweck sein und nicht mehr.

    Gernot

  6. #6
    Avatar von rrindke
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    Fakt ist doch, das bei einer schlechten Fracht, ( und das sind sie fast alle ) ewentuell fünf Kollegen, die Ladung ablehnen.
    Aber spätestens der sechste Kollege, sagt sich " Ich habe noch fünf vor, also auf was lange warten, rein die Ladung und weg"
    Denn wenn er die Ladung ablehnt, und ein paar Tage wartet, was sollte denn für eine Ladung kommen, um die Ausfalltage aufzufangen.
    Und das wissen die " Befrachter " genau.
    Das war schon immer so, und daran wird sich nichts ändern. Wenn es eine Lösung gäbe, dann wären unsere Väter schon drauf gekommen.
    schöne Grüße aus Datteln Ralf

  7. #7
    Administrator Avatar von Stadt_Aschaffenburg
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    Hi Ralf,

    unsere Väter hatten aber auch festgeschriebene Frachtraten und es gab Kabotagevereinbarungen, da brauchte man sich maximal überlegen, welchen Zuschlag man verlangen konnte, wenn gerade wenig Frachtraum am Markt war. Heute sieht es da aber gewaltig anders aus.

    Die Hauptfrage, die mir aber bisher keiner beantworten konnte ist die: warum finanzierten Banken in einigen europäischen Ländern die ganze Zeit noch teure Neubauten, obwohl bei sorgfältiger Betrachtung der Situation vollkommen klar sein müßte, daß es dann besser wäre, man würde mit dem Geld pokern gehen? Und warum machen wiederum andere Banken ihren Kunden momentan solche Schwierigkeiten, obwohl es eigentlich solide geführte Unternehmen sind, die keine 5 Millionen teuren Schiffe gekauft haben, Schiffe besitzen, die am Markt konkurrenzfähig sind und eigentlich nur Unterstützung zum überstehen der Krise bräuchten?

    Wo ist da der Unterschied? Erklär es mir doch mal bitte einer.

    LG
    Micha
    MeinlieberHerrgehneikommrausbleibdrin © Opa Karl 1920-2008

  8. #8
    Avatar von faehrenfan
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    Moin Micha,

    Zitat Zitat von Stadt_Aschaffenburg Beitrag anzeigen
    Die Hauptfrage, die mir aber bisher keiner beantworten konnte ist die: warum finanzierten Banken in einigen europäischen Ländern die ganze Zeit noch teure Neubauten, obwohl bei sorgfältiger Betrachtung der Situation vollkommen klar sein müßte, daß es dann besser wäre, man würde mit dem Geld pokern gehen? Und warum machen wiederum andere Banken ihren Kunden momentan solche Schwierigkeiten, obwohl es eigentlich solide geführte Unternehmen sind, die keine 5 Millionen teuren Schiffe gekauft haben, Schiffe besitzen, die am Markt konkurrenzfähig sind und eigentlich nur Unterstützung zum überstehen der Krise bräuchten?
    weil Sie die Macht dazu haben und es können ....:kopfkratz:
    "Spiel nach meinen Regeln oder geh unter", so und nicht anders ... und wenn dann gewisse Staaten Ihre Finger noch mit drinnen haben und den Banken "freie Hand" lassen oder gar daran verdienen, was willst Du dann von einem Banker erwarten - einem "gottgleichen" Wesen ?

    Gruß Alex
    ~~~ Fähren sind die schönste Art, Menschen miteinander zu verbinden ~~~ Mitfahrer für Fährentour gesucht ~~~

  9. #9

    Standard

    Hallo Micha,
    viele Banker denken nur kurzfristig, ungefähr so "Hauptsache bei mir läuft es gerade gut - nach mir die Sinflut".
    Die heutige Zeit ist so schnelllebig, "was stört mich mein Geschwätz von gestern; wenn ich rausfliege, krieg ich vielleicht noch eine saftige Abfindung!"

    Einen schönen Feiertag wünscht
    Karin
    Glück ist, wenn man Pech hat und's nicht merkt

  10. #10
    Administrator Avatar von Stadt_Aschaffenburg
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    Hi,

    was ich immer schade finde, ist daß zu so einem Thema zwar immer viele Meinungen kommen, aber immer von Unregistrierten. Leute seid uns nicht böse, aber sowas kann man nicht freischalten. Wenn Ihr Euren Namen nicht öffentlich nennen wollt, dann schickt ihn mir per Email oder schreibt ihn in den Beitrag, ich lösche ihn dann beim freischalten raus, aber einfach so, komplett anonym, das geht leider nicht.

    LG
    Micha


    Ach und Hans: genieß die Ruhe, Du hast doch lange genug dafür gekämpft :D
    MeinlieberHerrgehneikommrausbleibdrin © Opa Karl 1920-2008

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