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Thema: Schifffahrtsgewerbe reagiert massiv verärgert auf Streikaufruf

  1. #21

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    Hallo,

    bei diesem Streik geht es doch nicht um das Schleusenpersonal. Dass ist jetzt schon knapp bemessen.
    Bei diesem Streik geht es um die Ämter und Direktionen.
    Um die ganzen im Land verteilten Büros, zu denen ein Schiffer mit einem Anliegen hingeht und gesagt bekommt man ist hier nicht zuständig.
    Und, man muß sich das ganze mal auf der Zunge zergehen lassen.
    Wasser – und Schiffahrtsverwaltungen verdanken wir Fernsteuerzentralen.
    Schleusenbedienstete müssen jetzt einen langen Weg zur Arbeit in Kauf nehmen, müssen zwei Schleusen auf einmal bedienen, müssen in der Nachtschicht sogar alle Schleusen bedienen die in den Leitzentralen zu bedienen sind. Wem verdanken sie dass? Genau denen für die sie jetzt solidarisch streiken.


    Vor allem halte ich diesen Streik für rechtswidrig. Wenn die Bahn streikt, hat man die Möglichkeit auszuweichen, Wenn LKW`s streiken hat man die Möglichkeit auszuweichen.
    Wo kann ein Schiff ausweichen?? Es gibt nur eine Straße aus Wasser wo man sich bewegen kann.


    Dass wäre die Aufgabe des BDB gwesen den Streik zu verhindern. Bei der Luftfahrt ging dass auch in Frankfurt. Kann sich da noch jemand erinnern??


    Ich bin dafür dass die Verwaltungen verkleinert werden. Was machen die noch?? Aufträge an Privatunternehmen vergeben. Dass geht nicht mit weniger Personal??


    Ich habe noch einen Zeitungsbericht. Da wurden mal Zahlen auf den Tisch gelegt.


    Wir haben in Deutschland ca 6500 Menschen die auf Schiffen arbeiten, inclu Schiffsjungen.
    Für diese 6500 Menschen stehen ca 13000 Mitarbeiter der Verwaltung und Wasserschutz dagegen.


    Dass heißt, für 1 Menschen auf dem Schiff stehen 2 Mitarbeiter in der Verwaltung zur Verfügung. Auch Schiffsjungen haben 2 Mitarbeiter der Verwaltung. Und wenn man ein Anliegen hat ist die hälfte nicht zuständig.


    Oder auch anders ausgedrückt. Wir haben in Deutschland ein Wasserstraßennetz von 7476 km. Für jeden Kilometer sind 1,7 Mitarbeiter der Verwaltung zuständig. Und wie sehen unsere Wasserstraßen aus?????????????


    Ich finde dass überzogen.


    Mann stelle sich vor für eine Stadt mit 50000 Einwohner stehen 100000 Mitarbeiter der Behörden zur Verfügung. Oder für jeden Kilometer unserer Straßen sind 1,7 Arbeiter zuständig. Dann müssen wir aber noch Leute aus dem Ausland einbürgern. Ist dass den normal??
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  2. #22

    Standard Schifffahrtsgewerbe reagiert auf Streikaufruf! !

    Hallo User!

    Verstehe das mit der eventuellen Schleusenbestreikung durch Schleusenmeister=(Beamte) nicht!
    Zu meiner aktiven Zeit war das so, daß die Schleusenmeister als Beamte nicht streiken konnten..
    Die Schleusenmeister selber waren oftmals auf der Schleuse nicht anwesend sondern sogar in Abwesenheit mit privaten Dingen beschäftigt.
    Streiken konnten nur die Angestellten (Bediensteten).
    Streikten die Angestellten, hielt der Schleusenmeister den Betrieb aufrecht, indem er von Tor zu Tor ging und Schützen und Tore
    betätigte..
    Mit den modernen Mitteln ,wo alles über Bildschirm und Fernsteuerung läuft, kann der Beamte gut im Alleingang vom Schleusentower den Schleusenbetrieb aufrecht erhalten.
    Bei centraler Überwachung und Fernsteuerung, könnte man heute alle Schleusenbediensteten einbezüglich der Beamten in den vorzeitigen Ruhestand schicken!

    Personalabbau durch moderne Technik in der freien Marktwirtschaft geht das.

    Beim Staat ginge das auch!


    Grüße Grotefendt

  3. #23

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    Hallo grotefendt,
    dass ist auch noch heute so. Beamte dürfen nicht streiken. Nur man hat den Beamtenstand auf den Schleusen (Leitzentralen) verringert und zum Teil durch Angestellte ersetzt.Desweiteren hat Ver.di vor dem Bundesgerichtshof durchgesetzt dass ein bestreikter Arbeitsplatz nicht durch einen Beamten besetzt werden darf. Soll heißen nur wenn der Beamte Schicht hat kann er Schleusen, aber nur seine Schleusen die er sowieso machen soll. Wenn in der Schicht kein Beamte da ist hat man Pech. Man darf ihn nicht aus der Freischicht holen.

  4. #24
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    @Hallo Klaus,

    ich will hier kein neues Thema anstoßen, aber angesichts von Heuschreckenmentalität in vielen Bereichen, Lebensmittelskandalen und boomender Wirtschaftskriminalität kann ich über den Glauben, daß die Privatisierung allein schon alles richtet, nur staunen.

    Und neben dem schnarchenden Beamten ist doch auch der Scheiß-Banker schon zu einem Klischee geworden.

    Gernot

  5. #25

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    Hallo zusammen


    Zitat Zitat von Gernot Menke Beitrag anzeigen
    Und neben dem schnarchenden Beamten
    Schnarchen tun die f..... S.... nur während der Dienstzeit,
    jetzt beim Streik sitzen die gemütlich vorm WSA Meiderich und grillen!


    VG Padler

  6. #26

    Deutschland Schifffahrt auf NRWs Kanälen steht still

    Osnabrück (RPO). Auf den Kanälen in Nordrhein-Westfalen steht die Schifffahrt seit Montagmorgen still.

    Schifffahrt auf NRWs Kanälen steht still

    Der Streik bei der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung hat den Schiffsverkehr auf dem Neckar teilweise gestoppt.

    Streik stoppt Schiffe auf dem Neckar

    200 Beschäftigte der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung sind am Dienstag allein in Regensburg zum Streik aufgerufen. Die Folgen sind unklar.

    Streiks in der Schifffahrt

    Vor den am Montag in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen beginnenden Streiks in der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung hat der deutsche Verkehrsminister Peter Ramsauer die Beschäftigten zum Einlenken aufgerufen.

    Streiks bei Schifffahrt an deutschen Flüssen
    http://binnenvaartlog.nl

  7. #27
    Avatar von Heidi 1920
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    Hallo,
    Personaleinsparung durch die Fernbedienung?? Ich weis nicht wer diese Mär in die Welt gesetzt hat, es wird
    Mehr Personal benötigt !!
    Axel

  8. #28

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    Hallo Axel,

    Jede Zentrale steuert 4 Schleusen außer die Steuerzentrale Aschaffenburg. Da werden 10 Schleusen bedient. Ein Angestellter bedient 2 Schleusen in der Zeit von 6 Uhr bis 22 Uhr. In der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr bedient einer 4 Schleusen. Wenn man den Gerüchten Glauben schenken darf soll in Aschaffenburg einer alle 10 Schleusen bedienen in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr. Man spart theoretisch die halbe Belegschaft an den Schleusen ein weil ja durch die Steuerzentrale einer die Arbeit von zweien macht. Aber es ist eine Milschmädchenrechnung. Erstens kostet der Umbau eine riesen Summe. Und wie man es bereits hier am Main sieht ist dass die erste Fernsteuerzentrale scheinbar so veraltet ist dass sie momentan wieder umgebaut wird. In Harrbach sitzen die Leute in einem Container und fahren von dort die Schleusen.
    Aber wie bereits erwähnt geht es ja nicht um das Schleusenpersonal sondern um die Wasser- und Schiffahrtsämter und die Direktionen. Diese sollen zentralisiert werden.

  9. #29
    Avatar von Heidi 1920
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    Hallo,
    Momentan geht es um die WSDen und WSÄ, es steht auch schon fest das danach die untergeordneten Stellen
    folgen Abz, Bauhof usw. Das mit der Fernbedienung sieht auf dem Papier gut aus aber wenn ich jetzt eine
    Störung habe kann ich selbst beheben, mit der Fernbedienung brauche jemand in Bereitschaft den ich anrufen
    Kann, dieses Personal wird nirgendwo erwähnt.
    Axel

  10. #30

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    Partikuliere, die durch den Streik pleite gehen, brauchen danach auch kein WSA mehr.

    In diesem Sinne , viel Spaß beim Grillen.

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