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Thema: Historische Bilder

  1. #1
    Avatar von Willy
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    Standard Historische Bilder

    Ich habe aus dem Bordarchiv der alten "Ida Irma" ein Foto 1938 in Meppen an der Hase Mündung aufgenommen, "Ida Irma" noch als
    Schleppkahn, mit Grubenholz beladen, im Hintergrund sieht man die Ems.
    Dann das alte Hebewerk in Henrichenburg.

    Gruß aus Brake/Unterweser: Willy
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  2. #2
    Moderator
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    Standard Doppelte Steuerräder

    Ein schönes und interessantes Foto des Schleppschiffs!

    Doppelte Steuerräder - daraus muß man wohl schließen, daß der Eigentümer eine direktere Übersetzung des Ruders vorzog, um schneller reagieren zu können. Wenn es zu schwer wurde, mußte dann vermutlich auch das andere (ich denke, daß das hintere Steuerrad das "Zusatz"-Steuerrad war, denn das vordere war sicherlich bequemer zu bedienen) zusätzlich besetzt werden. Solche doppelten Steuerräder waren, wenn mein Eindruck beim Betrachten alter Bilder nicht täuscht, eher in der Unterzahl.

    Ob es sich bei diesen Doppelsteuerrädern (es gibt das Wort Haspel, das ich aber immer mit waagerechten Steuerrädern verbinde. Ich weiß nicht, ob das stimmt) um eine Zwischenlösung im Übergang vom liegenden Haspel zum senkrechten Steuerrad handelte? Da traute man sich vielleicht noch nicht, eine zu große Übersetzung zu wählen - die waagerechten Haspel dürften schwerer und direkter zu lenken gewesen sein, als die späteren, stehenden Räder.

    Ich lasse mich gerne korrigieren, wenn jemand Genaueres hierüber weiß.

    Gernot

  3. #3
    Avatar von Mittelpoller
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    Standard

    Doppelte Steuerräder
    Doppelte Steuerräder wurden wen das Schiff beladen fast immer in der Schleppschiffahrt benutzt.Auf unseren S/K immer,mein Großvater hatte einen "Breslauer", meistens waren wir im Schleppzuganhang das letzte Fahrzueg,begegneten uns mehrere Fahrzeuge hinter einander oder ein Schleppzug oder wir wurden überholt mußte mein Vater am zweiten Rad kräftig in die Speichen greifen.Beide Rudergänger hatten voll zutuen und haben sich die "Arme ausgeleiert".
    Größere Rheinschiffe hatten oft ein liegendes Ruderrad,auf Grund der Größe des Rades und der größeren Übersetzung haben oft 2-4 Rudergänger das Haspel in schwierigen Sitionen ( durch das Gebirge ) bedient.MfG Mittelpoller

  4. #4
    Avatar von Cuxi
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    Standard

    Moin, moin:
    die 4 Schleppschiffe, auf denen ich gefahren bin, hatten alle 2 stehende Haspeln.
    Der Begriff Haspel war der allgemein übliche, Steuerrad wurde eher selten benutzt (war ja auch länger).
    Die Haspeln waren gleich groß, hatten ein gemeinsame Achse, waren in der Handhabung also im Prinzip gleich.
    Nur konnte man an der hinteren leichter von der einen Seite auf die andere gehen, je nach Situationsbedarf und erforderlichem Kraftaufwand.
    In der Praxis sah das so aus, dass man an der hinteren stand und fuhr (es heisst ja auch Ruder gehen), während der Schiffsführer
    an der vorderen stand oder (meistens) saß und , besonders in der Anfangszeit als Schmelzer, korrigierent und helfend zupackte.
    Zu meiner Zeit war die liegende Haspel schon eher selten geworden.

    Kommt mir noch in den Sinn, daß wir als Jungkerls im Kanal manchmal russisch Roulett gespielt haben.
    Wenn bei Leerfahrt trotz heruntergefahrenem Steuerstuhl, die oberen Seitenwände abgeklappt, die stehende Haspel nicht unter manchen Brücken durchpasste,
    hatte der verloren, der als erster den Kopf einzog und die Haspel von der Achse zog.
    Das lief natürlich nur dann, wenn der Schiffer nicht dabei war, denn der sah das natürlich garnicht gerne.

    Ein frohes Schaffen für den Tag,
    Mit Gruß von der Elbe
    Helmut

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