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Thema: NIEDERWALD - FGS / Baujahr 1896

  1. #1
    Avatar von Cuxi
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    Deutsches Reich NIEDERWALD - FGS / Baujahr 1896

    Moin, moin;
    am Steiger in Assmannshausen liegt die NIEDERWALD aus Rüdesheim.
    Aufgrund des Heimatortes vermute ich, daß es die unten beschriebene NIEDERWALD ist.
    Die Daten aus dem RR 1914, der Verlauf nach Groggert: Personenschiffe auf Spree und Havel.
    Merkwürdig in seinen Ausführungen ist, das in der Zeit für 44/45 beide Namen genannt werden.

    MfG
    Helmut

    Schiffsdaten

    Name: NIEDERWALD
    Ex-Name: STADT ANDERNACH
    Eigner: Niederwaldbahn-Gesellschaft, Rüdesheim
    Gemeldet in: Rüdesheim
    Nationalität:

    Länge: 33,00 m
    Breite: 5,50 m
    Tfg.: 1,65 m

    Tonnage: 35 to

    Maschinenleistung: 2 x 130 Psi
    Maschine:

    Bauj.: 1896
    Gebaut in:
    Bauw.: Schaubach & Graemer, Lützel-Coblenz
    Baunr.:

    Groggert:
    1896: STADT ANDERNACH; C. Schiefenbusch, Andernach
    1899: NIEDERWALD; Niederwaldbahn-Gesellschaft, Rüdesheim
    1916: Reederei Nobiling, Berlin; Kaufpreis 19000 RM
    1925: WINTERMÄRCHEN III
    1945: Ab 31. Mai für die BVG in Fahrt
    Weiterer Verbleib ??
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  2. #2

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    Zum weiteren Verbleib ab 1944 schau mal hier:
    https://www.binnenschifferforum.de/s...n-FGS-05600410

    und auch hier (für den Link übernehme ich keine Haftung):
    http://www.berliner-dampfer.de/html/...rchen_iii.html

    Das sollte wohl erstmal alles hinkommen, denke ich?!

    Wobei: http://www.berliner-dampfer.de/html/edeltraut.html

    hier kann etwas mit der Vorgeschichte nicht ganz stimmen -

    aus Erzählungen von Karl Söllner und Rudi Niemeyer weiss ich, das die "Herkules" bzw. "Edeltraud" kurz vor Ende des 2. Weltkrieges versenkt wurde,
    danach gehoben und unter Verwendung von Teilen zweier anderer Kriegswracks wieder "fahrfähig" gemacht wurde.

    Da ich 1982 (in Hannover) und 1987 (in Bad Bevensen) selbst auf diesem Schiff gearbeitet habe, kam mir der Bug der hier gezeigten "NIEDERWALD" schon sehr bekannt vor.

    Hoffe, ich konnte dennoch etwas zur Klärung beisteuern?!

    Liebe Grüsse und Guten Rutsch.
    Geändert von Hannoveraner (31.12.2017 um 14:18 Uhr) Grund: 2. und 3.Link eingefügt

  3. #3
    Avatar von Cuxi
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    Moin, moin;
    das ist aber eine andere Geschichte.
    1. Wintermärchen III, ex Niederwald, ex Stadt Andernach, Baujahr 1896
    2. Bad Bevensen; ex Stadt Hannover, ex Herkules , ex Edeltraud , ex Wintermärchen, Baujahr 1928

    MfG
    Helmut

  4. #4

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    Sorry Helmut, dass sehe ich etwas anders.

    Du fragtest nach dem Verbleib ab 1944.
    Und nachdem was ich über die "Edeltraud" /"Bad Bevensen" selbst weiss und durch ihre ehemaligen Besitzer erfahren habe -
    wage ich einmal die "steile These" aufzustellen, dass es sich hierbei um dasselbe Schiff handelt.

    Begründung:

    "Wintermärchen" (I) und "Wintermärchen II" sind ein und dasselbe Schiff vor bzw. nach dem Umbau
    Hieraus wird beim letzten Umbau (1959) das Kabinenschiff "Spree". - damit scheiden 1 und 2 schonmal aus, nach 1944.

    Eine weitere "Wintermärchen" (Bj. 1925) mit den Massen 43 x 6,8 m trug u.a. den Namen "Vaterland"
    - diesen trug die "Edeltraut" nie.
    Zudem hatte das Schiff "Edeltraut" nie über 6 m Breite!

    "Wintermärchen III" wurde 1944 im Finowkanal versenkt und nach dem Krieg wieder geborgen und später wieder eingesetzt
    - "Edeltraut" auch.

    Zudem ist sie in der Breite fast mit der "Niederwald" identisch.


    Aus den Erzählungen der ehem. Besitzer weiss ich, das die "Edeltraut" nach dem Krieg geborgen wurde und aus 2 anderen (also insgesamt aus 3 Schiffen) wieder aufgebaut wurde.

    Und das Baujahr der "Edeltraut" / "Bad Bevensen" war garantiert nicht 1928.

    Laut Unterlagen während meiner Dienstzeit an Bord war das Baujahr auf 1938 festgelegt.
    wobei die Original- Vorkriegspapiere und Bücher gab es an Bord nicht.

    Es waren "Ersatz" - Dokumente (ausgestellt nach dem Krieg) und am Anfang fand sich immer nur der Name "Edeltraut."

    Die Rumpfform am Bug der "Niederwald" sieht der der "Edeltraut" bis zu den ersten Fenstern zum Verwechseln ähnlich .


    Bleiben also 2 Fragen:

    1) Welche "Wintermärchen" war die "Edeltraut"?

    und

    2) Was ist das tatsächliche Baujahr der "Edeltraut"?

    1928 (hier)? 1932 (Berliner Dampfer)? 1938 (Erzählungen und Unterlagen der letzten beiden Vorbesitzer)?
    Oder sogar noch eher? (meine Meinung)

    Ein genaues Baujahr gibt es nicht von diesem Schiff.


    Meine Meinung ist dazu:
    1896: STADT ANDERNACH; C. Schiefenbusch, Andernach
    1899: NIEDERWALD; Niederwaldbahn-Gesellschaft, Rüdesheim
    1916: Reederei Nobiling, Berlin; Kaufpreis 19000 RM
    1925: WINTERMÄRCHEN III
    bis 1944 Wintermärchen (III) -von mir nummeriert-
    Das Schiff wurde 1944 im Finowkanal versenkt.
    1947 gehoben und neu aufgebaut.
    bis 1966: Edeltraud (1954 und 1959 jeweils verlängert.)
    bis 1981: Herkules
    bis 1985: Stadt Hannover
    ab 1987: Bad Bevensen


    Wäre jedenfalls meine Meinung dazu und der Grund, warum ich auf die "Bad Bevensen"(ehem. "Edeltraut" & "Wintermärchen (III?") verweise.

    Nachvollziehbar?

    Liebe Grüsse und nochmal Guten Rutsch
    Geändert von Hannoveraner (31.12.2017 um 19:12 Uhr)

  5. #5
    Avatar von Cuxi
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    Moin, moin;
    erst einmal allen Lesern ein gutes Neues Jahr.

    Hallo Hannoveraner,
    so gesehen ist das natürlich nachvollziehbar,
    ergäbe sich da nicht eine "Knackpunkt-Frage" aus den Ausführungen Groggert`s in seinem Buch Personenschiffahrt auf Spree und Havel:
    Auf den Seiten 249 und 250 beschreibt er einen Liniendienst der BVG, der vom Juni 44 bis zum 20. April 45 durchgeführt worden ist.
    In der Schiffsliste wird auch die Niederwald (= Wintermärchen III) geführt.
    Auf Seite 252 listet er Schiffe auf, die wieder ab 31. Mai 1945 für die BVG gefahren sein sollen.
    Unter anderen die Niederwald der Reederei Nobiling, die dann am 30. November ausschied.

    Das liest sich so, als ob die Niederwald den Krieg unversehrt überstanden hätte.

    MfG
    Helmut

  6. #6

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    Auch ein Frohes, gesundes neues Jahr allerseits

    Hups... ich kenne das Buch leider nicht.
    Aber Du hast natürlich Recht - unter den Gesichtspunkten ist meine These wahrscheinlich absurd.

    Irgendwo ist in der Vorgeschichte (vor dem Krieg) der "Edeltraut" der Wurm drin und ich dachte gestern wirklich,
    das das die Lösung wäre.

    Naja, beginne ich eben das neue Jahr mit neuem Wissen und Sorry für mein Hirngespinst.

    Wenn nichts dagegenspricht lasse ich das alles dennoch so stehen -
    vielleicht führt das ja zu einer Klärung für beide Schiffe?

    Liebe Grüsse

  7. #7
    Avatar von Cuxi
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    Moin, moin;
    so absurd ist Deine These ja nicht.
    Auch was bei Groggert steht muss ja nicht der Weisheit letzter Schluss sein.
    In der Nachkriegszeit ist ja viel improvisiert , und vielleicht nicht dokumentiert worden.

    Die ahnten noch nichts vom Binnenschifferforum und seinen Aufklärungsbewussten Mitgliedern!

    MfG
    Helmut

  8. #8
    Moderator Avatar von Muranfan
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    Hallo,

    die vielen Schiffe mit dem Namen "Wintermärchen" bleiben für mich derzeit noch recht undurchsichtig.

    Anbei der "Riesendampfer" (so steht es auf der Karte) Wintermärchen der Reederei Nobiling, die Karte wurde am 19.8.1926 versandt.

    Ob dieses Schiff die ehemalige Niederwald aus #1 ist? Oder welches Schiff sonst?

    Grüße
    Muranfan
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  9. #9
    Avatar von Cuxi
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    Moin, moin;
    im Laufe der Zeit gab es mehrmals den Namen Wintermärchen plus Wintermärchen II und III.
    Groggert:
    Aus dem älteren Dampfer, der seit 1912 Wintermärchen hieß (ex Leopold Wilhelm), wurde 1925 Wintermärchen II,
    und der Dampfer Niederwald erhielt den Namen Wintermärchen III. ( alle Reederei Nobiling)

    Diese Bild zeigt die 1925 gebaute Vaterland/Wintermärchen, in einem Fahrplanprospekt auch als Riesen-Marmordampfer bezeichnet.
    Das besondere an diesem Schiff war, das es im Sommer Vaterland hiess, im Winter auf Wintermärchen umbenannt wurde, weil auch im Winter Ausflugs- und Gesellschaftsfahrten stattfanden.

    Zum Verbleib schreibt Groggert:
    ... von dem stolzen Dampfer "Wintermärchen", der beschlagnahmt und abtransportiert wurde, blieb nur der von Maschinengewehrkugeln und Granatsplittern durchlöcherte Schornsteinmantel gewissermaßen als Erinnerungsstück auf der Kaianlage der Reederei Nobiling an der Jannowitzbrücke stehen.

    Name: Vaterland/Wintermärchen
    Eigner: Reederei Friedrich Nobiling, Berlin

    Länge: 45,00 m
    Breite: 6,80 m

    Fahrgäste: 710

    Maschinenleistung: 270 Psi

    Bauj.: 1925
    Bauw.: Gebr. Wiemann, Brandenburg
    Baunr.: 218

    MfG
    Helmut

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