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Thema: Schiff sinkt auf der Donau in Budapest: Sieben Tote, viele weitere Vermisste

  1. #91

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    Hallo Forum
    Da sind wir als kleines Land Niederlande schon weiter: sowohl in der Rheinschiffahrt als auch in der Binnenschiffahrt ist (außer Seewasserstrassen wo englisch oder niederländisch vorgeschrieben ist) wird BEI KOMMUNIKATIONSPROBLEMEN die DEUTSCHE SPRACHE eindeutig vorgeschrieben! Paragraph 4.05 Rhein Satz 2 BPR Satz 9.
    Gruss Jozef

  2. #92

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    Hallo zusammen,

    der Beitrag #90 von danubenews enthält durchaus viele richtige Fakten. Ein Problem wird allerdings uf der Donau das babylonische Sprachgewirr bleiben. Viele Kapitäne dort stammen ja ausehemals sozialistischen bzw. kommunistischen Staaten in welchen Russisch die gelehrte Fremdsprache war, ein anderer Teil stammt aus Ländern des westlichen Einflussbereichs wie Österreich oder Deutschland in welchen Englisch die erste Fremdsprache darstellte und auch noch darstellt. Ein weiteres Problem dürfte sein dass gerade Bulgaren und Ukrainer dazu noch ein völlig anderes Alphabet nutzen (kyrillisch). ich weiss nicht wie es in Ungarn, Rumänien oder auch anderen Ländern aussieht, ob dort die jüngeren mittlerweile Englisch in der Schule haben, dann löste sich das Problem von selber in einigen Jahren. Alternativ könnte man darüber nachdenken wie in der luftfahrt üblich eine feste Terminologie zu bestimmten Absprachen in Englisch verpflichtend einzuführen. Die Kapitäne brauchen ja keinen Smalltalk zu halten, aber einheitlich definierte Absprachen zu Begegnungen, Überholvorgängen etc. in einer definierten Sprache wären schon hilfreich.

    Die Situation in den USA ist für mich nicht mit unserer Situation vergleichbar. Ein Binnenschiffer der USA wird sein Land mit seinem Schiff selten verlassen, insofern stellt sich dort das Sprachproblem gar nicht. Man sieht es ja auch an der erwähnten Reaktion der amerikanischen Passagierin. Sie reist nach Europa und stellt fest dass dort nicht jeder Englisch spricht. Typisch amerikanische Ignoranz bzw. Arroganz! Wenn ich eine Flusskreuzfahrt auf dem Mississipi mache wird der Kapitän dort wahrscheinlich auch kein deutsch sprechen und mir in Notsituationen genausowenig helfen können wie der Kapitän der Amerikanerin falls man als deutscher Pax kein Englisch spricht. Auch ist es wohl nicht Aufgabe des Kapitäns bzw. Schiffsführers in Havarie- oder Notfällen die Paxe persönlich zu evakuieren, dies wird normalerweise vom Schiffspersonal durchgeführt während der Kapitän koordinierend tätig sein sollte. Insofern reicht es ja völlig aus wenn wie im dargelegten Fall der Kapitän und Hotelmanager miteinander kommunizieren können und der Hotelmanager dann mit den Passagieren und seinem Personal kommunizieren kann.
    Ob dies in den USA anders geregelt ist sollte auch sekundär erscheinen, Fakt ist dass selbst die Mega-Kreuzfahrer welche ab Miami die US-bespaßungsreisen durchführen nicht unter Flagge der USA fahren, selbst die Disney-Dampfer nicht.Großartige US-Seeschifffahrt gibt es aufgrund der kruden US-regelungen nämlich kaum noch.

    Gruß
    Chris

  3. #93

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    Hallo Chris
    Auf dem Rhein spielt doch auch schon länger die Frage ob die eine Art Basic Englisch sog. "Riverspeak" einführen sollten, vorallem die Schweiz wäre dafür, aber auch aus niederländischen Kreisen wird das nicht abgelehnt. Aber die Rhein Zentral Kommission macht bindende Gesetze, die Donaukommission nur freibleibende Empfehlungen (Otto, das ist doch richtig?) also passieren wird da nichts. Anderseits lasse ich mich NIEMALS verpflichten als Niederländer mit einer niederländischen Schleuse oder Verkehrszentrale englisch zu reden und viele denken wahrscheinlich genauso. Dabei sind die Englischkenntnisse der Niederländer weitaus höher (etwa 70 %) wie bei den Deutschen oder gar Franzosen. Französische Schleusenmeister am Oberrhein sind verpflichtet die deutsche Sprache zu beherrschen. An den Seewasserstrassen gilt englisch oder Landessprache. U.a. Westerschelde und Kanaal Gent Terneuzen. Das ein deutscher Schiffsführer der sich mit (nicht Akzentfreiem) niederländisch meldet und auf deutsch Antwort kriegt, spricht nur für das Anpassungsvermögen der Verkehrsleiter. Wie die Lage an der Donau ist weiss ich so nicht, da kann Otto oder Reinier besser erklären wie es zB mit englisch aussieht.
    Gruss Jozef

  4. #94

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    Servus Jozef,
    ja, Du hast Recht !!

    LG

    -otto-

  5. #95

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    ...Anderseits lasse ich mich NIEMALS verpflichten als Niederländer mit einer niederländischen Schleuse oder Verkehrszentrale englisch zu reden und viele denken wahrscheinlich genauso...
    Hallo Jozef,

    mit dieser Einstellung wird man aber nicht weiterkommen. Stelle Dir dies einmal im Flugverkehr vor wenn die deutschen Piloten in Frankfurt Deutsch reden, die französischen Französischen ihre Sprache weil das der Fluglotse zufällig beherrscht und die Russen kommen dann mit Russisch um die Ecke. Falls eine einheitliche Termonologie verlangt wird und vorgrschrieben wäre müsste sich jeder daran halten.
    Gerade hinsichtlich der diversen Nationalitäten der Schiffsführer auch aus unterschiedlichen Ländern Osteuropas bis hin zur Ukraine wäre eine einheitliche Terminologie doch eigentlich wünschenswert, so sehe ich es zumindest.

    Gruß
    Chris

  6. #96

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    Hallo, Chris,
    bis jetzt hat auf der Donau so funktioniert: Obere und Mittlere Donau bis ungarisch-jugoslawische Grenze war Deutsch gebraucht, weiter unten - Russisch.
    MfG.
    Igor.

  7. #97

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    und das klappte so leidlich hatten wir in der ddr dodoch russisch in der schule allerdings hatte auch ich manchmal schwierigkeiten denn so perfekt waren wir alle nicht aber es langte um heil durch zukommen gruß peter

  8. #98

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    Hallo Chris
    Eins hast du nicht richtig verstanden: ich meinte reden mit Landstation oder Schleuse. Und da man meistens am Schiff nicht hören kann was andere Schiffer zu der Schleuse sagen (lügen) ist das egal. Im Schiff Schiff Verkehr (Binnenschifffahrt) halte ich mich an die übliche Verkehrssprache (immerhin beherrsche ich 4 mehr oder weniger gut, aber gut genug für den Schiffsverkehr). Aber ein Ungar redet in Ungarn auch ungarisch mit seinem Landsmann, so machen Niederländer das meistens auch!
    Gruss Jozef

  9. #99

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    Hallo Jozef,

    ich verstehe Dich schon, aber wnn es nun eine vorgeschriebene "Riverspeak" gäbe und die Nutzung verpflichtend wäre müsste man in der "offiziellen" Kommunikation mit Schleusen, behörden und Verkehrsabsprachen untereinander diese auch nutzen. Was außerhalb der offiziellen Kommunikation erfolgt kann ja in der jeweiligen Landessprache erfolgen. In der Luftfahrt wird es auch derart gehandhabt dass die offzielle Kommunikation in Englisch erfolgt und beispielsweise Verabschiedungsklauseln bei Verlassen eines Kontrollsektors durchaus in der Landessprache erfolgen so dass ein deutscher Pilot im deutschen Luftraum sich auf Deutsch vom Controller verabschiedet.

    Gruß
    Chris

  10. #100

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    Hallo Chris
    Geregelt ist noch nichts außer (siehe #91) in den Niederlanden, wo ich problemlos auf die deutsche Sprache übergehe, wenn es sein muss.
    Gruss Jozef

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