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Thema: Bauhof Aschaffenburg

  1. #1
    Administrator Avatar von Gerhard
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    Deutschland Bauhof Aschaffenburg

    Hallo

    wenn ich ehrlich bin, das Gebäude ist ja nicht der "Renner" aber schaut mal den "Beifang" vom Foto an. Ein Talfahrender Schleppzug mit 4 Anhängen. Da waren die Poller noch mit Fett geschmiert
    Aufnahmedatum der 21.04.1949. Bild ist vom WSA Main

    Gruß Gerhard
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Name:	Verwaltungsgebäude Bauhof Achaffenburg c Nr 2 21.04.1949 800.jpg 
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Name:	Verwaltungsgebäude Bauhof Achaffenburg e Nr 2 21.04.1949 800.jpg 
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  2. #2
    Moderator Avatar von McRonalds
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    @Gerhard: der Schlepper ist mir ziemlicher Sicherheit der (zweite) MAINSCHLEPP 2. Gruß - Ronald

  3. #3
    Administrator Avatar von Gerhard
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    Hallo Ronald, ja wenn ich mir die Wohnung vorne anschaue geb ich dir Recht, hätte allerdings nie gedacht das die mit 4 Anhängen leer zu Tal sind früher. Da gab es ja noch keinen Wind bzw die letzten 2 hatten einen 4-Wege 510 PS DAF Ballegooy

    Gruß Gerhard
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  4. #4
    Moderator
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    Bei Sturm werden die das auch nicht gemacht haben, aber wo ist das Problem bei stabilem Wetter. Und so ganz steuerlos sind die Kähne ja auch nicht - wenn der jeweilige Vordermann sein Heck im Fahrwasser hält, liegt der eigene Kopf doch richtig. Bei einem leichten Säuseln einzelner Blätter sollte das Steuern problemlos zu bewerkstelligen gewesen sein.

    Vor den Schleusen, wenn die Fahrt rausgenommen werden mußte, vielleicht nicht mehr. Aber immerhin war dort Platz und ich gehe davon aus, daß die Schleusen in solch einem Fall immer klargemacht wurden. Mich würde interessieren, ob die vor der Einfahrt die Abstände vergrößert haben oder nicht. Ich nehme es stark an, wie sollte man sonst abstoppen.

    Gernot

  5. #5
    Avatar von Mittelpoller
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    Hallo Gernot, ich kann mir nicht vorstellen, dass die Schleusen klargemacht wurden, kein Funk, kein Handy. Auch vor den Schleusen gab es noch andere Schiffahrt, oder die Schleuse war gerade unten, zum abstoppen hatte man vernünftiges Ankergeschier, wo ist da das Problehm. Ich kenne die Schleppschiffahrt noch, der Anker wurde natürlich noch mit der Winde von Hand rausgekurbelt. Gruß Mittelpoller

  6. #6

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    Hallo
    Es gab aber Telefon und die Schleusenmeister riefen zur nächsten Schleuse durch, dass so ein Verband kommt. Wenn möglich wurde das berücksichticht. So hörte ich das von älteren (Schiffs)kollegen. Heutzutage mit Komputer, AIS Transponder und Funk sind sie öfters schlechter im Bilde!
    Gruss Jozef aus Würzburg

  7. #7

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    Hallo

    im Sommer 1961 habe ich meine Ferien auf dem SK Winschermann 48 verbracht und wir wurden an der Entladestelle Dettingen von einem Schlepper, der bereits mind. einen leeren Anhang hatte, wegen der größeren Breite (10,26m) auf Nr. 1 gehängt. Zu den aufgekommenden Fragen:
    1. Die Abstände vor den Schleusen wurden nicht verlängert. Man benutzte als Abstandshalter einen Schoorbaum, wobei die "Gabel" am letzten mittleren Poller des Vordermannes zusätzlich befestigt wurde.
    2. Das Abstoppmanöver mittels Draht erfolgte in den Vorhäfen und in den Schleusen immer vom letzten SK, dann das/die Vorderschiff(e). Von einem "Schleuseklarmachen" ist mir nichts bekannt.
    Das war schon harte nautische Arbeit.

    Gruß

    Rome
    Geändert von Rome (01.09.2019 um 19:14 Uhr) Grund: Tippfehler

  8. #8

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    Hallo,

    dann machen wir heute noch einen 8. "Heute".

    Da ich keinen Unterschied sehe bei Main oder Maas, was Stauwasser und Schleusenvorgang angeht, hier meine Erfahrung in den End-50ern auf der Maas. Vorne weg: unter einem Tag Aufenthalt pro Schleuse zwischen Roosteren und Maasbracht (Tagebuch belegt!) ging es schon mal gar nicht. Auf der Maas war in jenen Tagen ein riesiger Betrieb. Fast alles in beiden Richtungen Einzelfahrer. Ich (MS 57 m, 400 PS, 500 to, leer) hatte von der Ruhr einen leeren SK (1350 to) mit nach Born genommen. Dort Kohlen geladen (beide) und dann an zu Tal. Bei allen Schleusen musste man sich persönlich anmelden mit Angabe :Schiffsname, Länge und Breite. Ähnlich wie in der Bergfahrt nach Born war das Unter- wie Oberwasser dicht belegt mit vor Anker liegenden Schiffen da es keine Kaimauer oder Dalben gab. Startplätze gab es auch nicht (Schöne Grüße an den Neckar zu jener Zeit!).
    Korrektur: Natürlich Strecke Maasbracht bis Born ist Julianekanal. Linne bis Belfeld ist Maas. Dann noch Heumen und Weurt zum Wal.

    Also, nun in der Talfahrt hieß es bei jedem Schleusenvorgang "einen Schritt voraus".Meinen nun beladenen SK hatte ich auf Strecke hinten dran, bei Annäherung an die nächste Schleuse - das konnte ohne weiteres 1 km sein, nahm ich den auf Seite und so lavierten wir uns so weit wie möglich vor. Wie hatten zwar einen Achteranker, aber der SK hatte ja deren 2, also nutzten wir dies. Je näher wir der Schleuse auf diese Art kamen, konnten wir dann aus deren Lautsprecher vernehmen, welche Schiffe und in welcher REIHENFOLGE sie einfahren dürfen. Die weitaus meisten MS waren kleine bis kleinste Fahrzeuge im Sand- und Kiesverkehr, teils noch mit Seitenschrauben. So versammelten sich oft bis zu 13, gar 14 Schiffe in einem Vorgang. Klar, bis alle drin und wieder raus waren, das Daaaaauuuuuerte. Als angestellter SF brauchte ich mir ja weniger bis gar keine Gedanken machen, aber rund um mich sah ich Partikuliere.

    Ein paar Monate später, auch bei gleicher Route, nur mit größerem MS (80 x 9,50, 1300 to) das gleiche Spiel, jedoch ohne Anhang. Achterankerspill mit Handbetrieb. Schön, kurbeln, kurbeln. Mitten drin die Idee: Schleppstrangende über die Leitrolle am letzten Überläufer, Achteranker abgefangen, Kette vom Wirbel los und per Drahtklemmen das Ende in den Wirbel. Zack. Nächstes Hieven, Spill eingesetzt und Bums! Der Anker meldet sich unverzüglich mit Getöse in der Klüse zurück. Ach ja, mit der Kurbel dauert das ja seine Zeit. Also haben wir eine entsprechende Markierung mit weißer Farbe auf dem Draht vor dem Spill gesetzt. Man muss sich halt den Gegebenheiten anpassen und sehen, vorgehaltene Möglichkeiten zu nutzen.

    Zum 4-Längen-Maintalzug. Doch ganz klar, pure Routinearbeit, gewachsen aus langer Erfahrung bei jedem Wetter und jeden Wasserständen. In der Schlange, hier Schleppzug, heißt es in Bögen oder Wind mit den Ruderblättern immer entsprechend der Notwendigkeit gegen zu halten und zur rechten Zeit wieder "springen" zu lassen. Für das damalige Personal war das alles kein Problem, benötigte auch keine großen Vorbesprechungen, es war einfach der Tagesablauf bei allen erdenklichen Situationen. Zum Abstoppen hatte man doch auf dem Main und sicher auf dem Neckar diese "Ankerersatzkettenbündel", da mit war schon eine berechenbare Kurslinie von hinten mit eingebracht.

    Etwa 4 Jahre zu Beginn meiner Fahrenszeit verbracht ich auf Hafen- und Bugsierschleppbooten, lernte von alten, "mit allen Wassern gewaschenen" Käpis, wie man in diesem speziellen Metier mit Boot und Schiff umgeht und bedauere heute noch, es nicht geschafft zu haben, solche Boote geführt zu haben. Die Zeit überholte sie und ich landete auf schleppenden MS.

    Auf in den September, Gruß, Handhaspel
    Geändert von Handhaspel (02.09.2019 um 01:44 Uhr)

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