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Thema: CO2 -Steuer

  1. #1

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    Standard CO2 -Steuer

    Moin

    Alle die es möchten, bitte unterschreiben.
    Ich denke das geht uns alle an.

    https://www.openpetition.de/petition...uer-bepreisung

    Vielen Dank

  2. #2
    Moderator
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    Zwei Fragen von mir dazu:

    1. Wenn ein Schiff energiesparender fährt, als ein LKW - wie ja immer betont wird - müßte dann nicht eine CO²-Steuer geradezu im Interesse der Schiffahrt liegen? Auch die elektrisch fahrende Bahn (die mit Dieselantrieb sowieso) muß natürlich miteinbezogen werden, da deren Strom bekanntlich erzeugt werden muß.
    2. Wenn der Zustand der Erde geradezu danach schreit, daß das CO² in der Atmosphäre verringert werden muß, welchen Stellenwert haben dann irgendwelche wirtschaftlichen (und meiner Überzeugung nach unbegründeten) Bedenken gegenüber solchen Erfordernissen?

    Ich werde die Petition jedenfalls nicht unterschreiben, sondern halte die CO²-Steuer für überfällig und inzwischen unverzichtbar. Daß der Karren an die Wand fährt, wenn jeder immer nur sein Ding macht, wußten schlaue Leute schon immer und inzwischen müßte es eigentlich auch der Letzte gemerkt haben.

    Gernot

  3. #3
    Avatar von Mittelrhein-uli
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    Hallo,

    die Ansicht von Gernot teile ich. Eine CO²-Steuer wäre eine der wenigen sinnvollen Steuern.
    Denn Ziel dieser Steuer soll gewiss nicht die zusätzliche Belastung von Bürgern sein, oder die bloße Generierung von Steuereinnahmen, sondern die Wirtschaft, genauer die regelmäßig wirtschaftlich denkenden Unternehmen dazu zu bringen, CO²-günstige(re) Alternativen zu wählen im Interesse der Umwelt.
    Obwohl der Gesetzgeber noch anderweitig den Hebel ansetzen müsste, wenn ich in TV-Berichten höre, dass z.B. Speditionen Waren von Polen nach Italien und dann wieder zurück nach Norddeutschland transportieren, nur weil sie dadurch Steuern sparen oder EU-Subventionen kassieren können...

    Ulrich
    ⚓ Carpe Noctem ⚓

  4. #4

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    Hallo
    Das hin und herfahren gibt es schon lange.
    Wir haben deutsche Kunstdünger geladen von Fabrik Köln Kalk (BASF) nach Antwerpen. Da haben wir in andere Schiffen umgeschlagen (Auftrag der BASF) welche dann diese "belguísche" Kunstdünger zu den Abnehmern in Süddeutschland gefahren haben. Zusätzlich Subventionen eingestrichen von BASF und FTB damals noch umgangen.
    Gruss Jozef

  5. #5
    Avatar von Hein Mück
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    Moin,

    Gernot ist voll und ganz zuzustimmen.
    Die angesetzten Beträge sind sogar noch zu niedrig.

    Helmut

  6. #6

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    Hallo zusammen,

    momentan wäre in meinen Augen eine zu hohe CO2-Steuer für viele der Super-Gau. Eine solche Steuer muss in über die Jahre in Stufen steigend eingeführt werden und der Mehrerlös, den eine solche Steuer in die Haushaltskasse spült, müsste für den Ausbau und die Subventionierung des ÖPNV, insbesondere auf dem Land, verwendet werden um die Menschen zum Umstieg zu bewegen. Für uns ist eine CO2-Steuer eine reine Mehrbelastung weil meine Frau ihre Arbeit nicht ohne großen Aufwand mit dem ÖPNV erreichen kann und wir zusätzlich augrund der Fahrtstrecke knapp das Limit der höheren Pendlerpauschale unterschreiten. Ich denke dass es in ländlichen gegenden solche Fälle sehr oft gibt. Selbst wenn man, der Umwelt zuliebe, auf den ÖPNV umsteigen wollte geht es mangels veritablen und bezahlbaren Angebots einfach nicht. Zusätzlich verteuern sich dann Transporte was ja gerne vom produzierenden und handelnden Gewerbe genutzt wird um eine Preiserhöhung durchzudrücken welche ein vielfaches der Teuerung durch die Steuer beträgt. Dies ergibt dann eine weitere finanzielle Mehrbelastung für viele Menschen.
    Eine reine Besteuerung des CO2-Ausstoß ohne die Entwicklung irgendwelcher anderen Mobilitäts- und Transportkonzepte hilft der Umwelt in keinster Weise. Man zahlt dann einfach dafür dass die Umwelt belastet wird, eine dringend notwendige Besserung wird damit nicht zu erreichen sein.
    Ich sehe es momentan neutral, eine CO2-Steuer ist im Sinne der Umwelt unbedingt nötig, solange aber kein vernünftiges Konzept zur Entlastung der Umwelt dazu erstellt wird ist sie wiederum unnötig und nur eine zusätzliche Einnahmequelle des Staates.

    Gruß
    Chris

  7. #7
    Avatar von Mittelrhein-uli
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    Hallo,

    ich bin der Auffassung, dass man nicht immer versuchen soll, alles auf den Staat zu schieben, sondern lieber das eigene Verhalten umweltgerecht anpassen sollte. Wenn ich bedenke, dass täglich Millionen Deutsche permanent im Internet shoppen und sich fast täglich Waren nach Hause liefern lassen, wodurch eine Armada von Lieferfahrzeugen ständig die Straßen bevölkert, muss ich feststellen, dass umweltgerechtes Bewusstsein noch nicht besonders ausgeprägt ist. Und Pendler sollten sich fragen, ob ein Wohnsitz weit entfernt vom Arbeitsplatz notwendig ist. Ggf. sich einen Zweitwohnsitz kaufen oder mieten. Und wem die Benzinpreise zu hoch sind, sollte sich einen Tesla zulegen, denn Tesla-Fahrer können Zeit ihres Autolebens an den vielen Tesla-Stationen kostenfrei Strom tanken.

    Ulrich
    ⚓ Carpe Noctem ⚓

  8. #8

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    Hallo Ulrich,

    Du lebst aber schon auf dieser Welt im Hier und jetzt wenn ich fragen darf?
    Sehe es anders herum, wenn Menschen online shoppen verpesten sie schon einmal nicht die Luft wenn sie mit ihrem Auto zum stationären Geschäft fahren, sondern die Ware wird quasi als "Sammeltransport" zu ihnen bzw, zu den Paketzentren und Zustellstützpunkten befördert. Es wird ja nicht jedes einzelne Paket extra vom Logistikzentrum zum Endkunden gefahren. Auch bietet der örtliche Stationäre Handel oft nicht die Auswahl oder den Service, welchen ich online erhalte.

    Auch deine Argumentation hinsichtlich der Wohnungssuche in Arbeitsplatznähe entlockt mir eher ein Schmunzeln. Arbeitsplätze befinden sich oft in urbaner Umgebung und die Mieten oder Immobilienpreise sind an solchen Stellen oft extrem hoch. Es betrifft auch oft Pendler im Bereich von 15-19 km einfacher Pendelstrecke in das nächste Mittelzentrum und genau diese Strecken sind von der höheren Pendlerpauschale nicht erfasst. Ein Zweitwohnsitz verursacht neben den Erwerbskosten oder dem monatlichen Mietzins ebenfalls noch Kosten hinsichtlich der Lebensführung, von der wöchentlichen Trennung von Frau und Kindern einmal abgesehen. Viele Kommunen erheben dazu noch eine Zweitwohnungssteuer und auch ein Zweitwohnsitz wird bezahlbar nicht immer fußläufig von der Arbeitsstelle entfernt sein oder mit Rad und ÖPNV erreichbar sein. Ganz davon abgesehen wird es nicht darstellbar sein dass jeder Arbeitnehmer in Arbeitsplatznähe wohnen kann. es scheitert an den Mietpreisen und auch am Platz. An den Mietpreisen und dem Wohnungsmangel bzw. Mangel an bezahlbaren Wohnraum könnte man auch etwas ändern, dies funktioniert ohne den Staat und entsprechende Gesetze aber auch nicht.
    Am lustigsten finde ich dann die Argumentation mit einem Tesla, welcher je nach Modell beim 3er bei knapp 50.000 Euro beginnt und beim S in Sphären von 90.000 Teuronen liegt, der X kostet sechsstellig. Also Preise, die ein normal verdienender Arbeiter locker aus der Portokasse zahlt.
    Ich mache in diesem falle den Staat dafür verantwortlich, da dieser durch die Bundesländer Besteller des ÖPNV ist. Ich brauche nur bei uns hier in die Fahrpläne schauen um das Dilemma festzustellen. Wir haben eine Bahnverbindung nach München, welche durchgehend im Stundentakt fährt, in Spitzenzeiten auch im 30-min. Takt. Leider ist bereits der Kernort 3-4 km vom Bahnhof entfernt. Im Sommer ist es kein Problem zu Fuss oder mit dem Rad dorthin zu fahren, was aber im Herbst bei Regen oder auch im Winter bei Schnee welcher aufgrund unserer Höhenlage noch oft genug vorkommt. Ich habe in der Früh genau eine Möglichkeit um 06.30 Uhr mit dem Bus zum Bahnhof zu gelangen, danach erst wieder gegen 10 Uhr. Auch ins 16 km entfernte Mittelzentrum fährt morgens um 7 Uhr ein Bus, auch für den Schülertransport, danach ist bis 09.30 Uhr Schicht im Schacht. Hier müsste der Staat eingreifen um ein Angebot zu schaffen und Nachfrage zu erreichen, und wenn es nur darum geht dass regelmäßig ein Bus die Menschen in der Flächengemeinde aufsammelt und zur passenden Zeit an den Bahnhof fährt oder abholt.
    Ich weiß ja nicht in welcher persönlichen Situation Du lebst, aber irgendwie erinnert mich Deine Argumentation ein wenig an Single oder Junggeselle der jerderzeit seinen Koffer packen kann und dazu ausreichend Geld zur Verfügung besitzt.

    Gruß
    Chris

  9. #9
    Super-Moderator Avatar von Joana
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    Hallo,

    abgesehen davon, bekommt man den Tesla meist nicht aufs Schiff.
    Für den Kran zu schwer.

    Grüße Joana

  10. #10
    Moderator
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    Das CO² muß runter und zwar schnell - um nichts anderes gehts (jedenfalls was die oberste Priorität anbelangt).

    Oder soll das etwa davon abhängig gemacht werden, ob irgendwo der ÖPNV funktioniert? Oder von Arbeitsplätzen in der Kohleindustrie oder in der Luftfahrt? Das wird sich unter neuen Bedingungen neu einpendeln müsssen. Alles wäre viel einfacher zu organisieren gewesen, wenn man jetzt nicht so unter Zeitdruck stünde. Und schon wieder versuchen Uneinsichtige, auf die Bremse zu treten. Denjenigen kann man versprechen, daß die Klimakatastrophe, wenn sie denn so wie bisher weiterläuft, noch viel unbezahlbarer und unsozialer daherkommen wird, als alle Maßnahmen zur Eindämmung der Klimakatastrophe zusammen.

    Die Frage, ob der Staat oder der Einzelne in der Pflicht sind: beide natürlich, es ist nie nur allein der eigene Wille und die eigene Bereitschaft (so das eher "rechte" Dogma), ebensowenig wie es immer nur die äußeren Strukturen und Bedingungen sind (so das eher "linke" Dogma), an denen alles hängt. Es ist immer beides zugleich und daher ist es auch sinnlos, das gegeneinander auszuspielen.

    Das ist hier ein Schiffahrtsforum - aber wie man sieht, gibt es auf der Welt keine Nischen. Alles hängt mit allem zusammen.

    Gernot

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