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Thema: Warum es wohl nie ein reines Batterieschiff geben wird

  1. #1

    Deutschland Warum es wohl nie ein reines Batterieschiff geben wird

    Die Klimaschutzdebatte sorgt auch in der Flusskreuzfahrtbranche für ein Umdenken. Marktführer Arosa lässt ein Schiff mit Hybridantrieb bauen. Denn ganz ohne Dieselmotor geht es einfach nicht.

    Warum es wohl nie ein reines Batterieschiff geben wird
    http://binnenvaartlog.nl

  2. #2

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    Ich hab mich hier ja wiederholt sehr skeptisch zu Batterieschiffen geäußert, aber so pauschal sehe ich die Dinge dann doch nicht. Schiffe die nur auf den Kanälen unterwegs sind benötigen sehr viel weniger Energie. Wenn man dann beispielsweise alle Häfen abklappert um Container Ein/Auszuladen und dabei nachläd kann das durchaus reichen. Auch bei 12h Fahrzeit wäre eine Unterbrechung für eine Mittagspause wohl möglich, oder spricht da rechtlich etwas dagegen? Mit 2 x 6 h Fahrtzeit bei ca. 150 kW Antriebsleistung benötig man ca. 1000 kwh an elektrischem Speicher. Bei 200 WH pro Kilogramm wär dies ein Batteriegewicht von ca. 5 t, das ließe ich durchaus verkraften. Das größere Hinderniss ist die Zyklenfestigkeit der Batterien, bei 2x Be- und Entladen täglich wären die Batterien mitr heutiger Technik nach ca. 2 Jahren hinüber.

  3. #3

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    Servus Nikomid,

    moderne Akkus schaffen mittlerweile locker 3000 Ladezyklen und kaputte Zellmodule können mittlerweile auch getauscht werden, so dass nicht der komplette Akku gleich ein Fall zum Recycling darstellt. Ein Ladezyklus stellt übrigenseine Batterieladung von 0% auf 100% dar, was eher ein theoretischer Wert ist. Der Akku wird nie auf 0% entladen, ebenso erfolgt in den seltensten Fällen eine Ladung auf 100%, da dieser Zustand der Akkulebensdauer nicht zuträglich ist. Wenn die Batterieladeanzeige 0% anzeigt, liegt der Akku tatsächlich irgendwo bei 10%, voll entspricht ca. 90%. Daher entspricht eine "Voll-Ladung" einem Ladezyklus von 0,8, bei zwei Ladungen täglich erreichst Du 1,6 Ladezyklen.
    Bei 30 Betriebstagen macht dies 48 Ladezyklen, im Jahr also maximal 576 Ladezyklen. Reell dürftest Du bei Deinem Modell bedingt durch Feiertage, Werfttage etc. ungefähr 530 Ladezyklen erreichen. Der Akku sollte also 5-6 Jahr halten.
    Auch nach den 3000 Ladezyklen ist er noch kein Schrott, sondern die Degeneration setzt ein, sprich, der Akku verliert Kapazität. Bis zum Exitus des Akkus oder einer Überholung durch Austausch von Zellmodulen fährst Du dann noch einmal 2-3 Jahre.
    Auch besteht auf einem Schiff im gegensatz zum Auto die Möglichkeit, die lade- und Erhaltungselektronik aufwändiger anzulegen, so wäre beispielsweise Wasser zur Kühlung des Akkus in ausreichendem Maße vorhanden. Gerade die thermische Belastung beim Laden und Entladen (Fahrbetrieb) setzt den Akkus zu, deim Schiff könnte man diesen Effekt durch eine Wasserkühlung sehr einfach minimieren.

    Gruß
    Chris

  4. #4

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    Standard Batterie Schiffe

    Ein freundliches Hallo

    Ich finde eure Berechnungen sehr interessant

    Meine Erfahrungen mit Batterien im Tesla singt folgt 40000 km = ca 160 Ladungen davon 50% Schnell Ladungen und andere 50% schonende Ladung. Der Akku hatte neu eine Leistung von 90 Kwh gehabt und nun noch ganze 77 KWh das macht -13 KWh. So nun wünsche ich euch weiter viel Spaß bei euren Berechnungen. Ich werde wenn diese Schiffe auf den Markt sind mir ein Schubboot kaufen mit Stinkigen Dieselmotor oder wenn ich was gutes für die Umwelt machen will mit Diesel-Elektroantrieb mit VW Dieselmotoren inklusive Euro6 mit Betrüger Software. Der Satz ist von mir zynisch gemeint. Dann werde ich endlich mal Geld verdienen, ca. 4000€ pro Tag den Preis kenn ich aus persönlicher Erfahrung mußte mal ein Tag mit ein Schubboot geschoben werden da hat der erste Anbieter mir diesen Preis genannt. Ok er sagte er müsse dafür ein Tag anfahren und der zweite Tag würde mein Transport sein. Aber 2000€ würden mir reichen um endlich mal Geld zu verdienen. Ich finde es sehr interessant das er für die Schuten die er im Kanal umher schiebt dieses Geld bekommt ich gönne es ihm.

    Es grüßt der Koje der diese Welt sowieso nicht mehr versteht

    Ps. Bitte mein Beitrag genau lesen und dann erst mich in der Luft zerreißen
    "Verdi freie Zone" "Verdi nein Danke"
    Ich kenn den Wert meiner Arbeit du dein auch ?

  5. #5
    Avatar von Mittelpoller
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    Reine Batterieschiffe hat es schon gegeben, diese Schiffe fuhren von Zehdenick nach Berlin mit Ziegelsteine. Gruß Mittelpoller

  6. #6

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    Hallo,

    hatte ich schon einmal eingestellt, 1. Elektrofähre auf dem Rheinstrom in Bad Godesberg, laut Bildtext.

    Gruß, Handhaspel.
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Name:	Fähre Godesberg, E-Antrieb.jpg 
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  7. #7

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    Hallo Chris,

    unterhalb von 70 % Restkapazität kann man die Akkus nicht mehr nutzen, zum einen steigt dann die Brandgefahr rapide und zum Anderen setzt dann die nichtlineare progressive Alterung ein (kenn ich von meinen Handyakkus, die werden beim Laden warm und verschlechtern sich innerhalb kürzester Zeit immer mehr.

    Die Degeneration setzt nicht erst nach 3000 Zyklen ein, sondern bereits beim 1. Zyklus. Hinzu kommt die kalendarische Alterung die aber bei einem Binnenschiff, anders als bei PKW, kaum eine Rolle spielt, da die Akkus nicht sehr halt werden. Die von Dir genannten 3000 Zyklen sind illusorisch, jedenfalls mit heutigen Akkus.


    @Mittelpoller:
    Die Ziegelschiffe aus Zehlendick (hatte ich zwischenzeitlich fast vergessen), sind aber ein Beispiel dafür wie zukünftig der Verkehr auf kleinen Wasserstraßen aussehen könnte, nur wären die Schiffe ganz oder teilautonom unterwegs. Bei langsamer Fahrt auf Kanälen brauchen Schiffe so wenig Energie (man denke daran wie Peniche von Schifferfrauen gezogen worden) dass man dies in der Tat elektrisch lösen kann.

    Grüße
    Dominik

  8. #8
    Avatar von dojojo
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    Moin,

    Mal eine andere (Grundsatz -) Idee. Könnte man zumindest auf Kanälen nicht mit Oberleitung fahren? So wie Oberleitungsbusse? Kanäle sind nicht sehr breit.
    ​Viele Grüße aus dem Pott von einem "Seh-Mann"; Bilder sind gemein frei ☺️

  9. #9
    Super-Moderator Avatar von Joana
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    Hallo dojojo,

    dann werden die eh schon zu niedrigen Brücken durch die Oberleitung noch niedriger.

    Grüße Joana

  10. #10
    Avatar von dojojo
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    Hallo Joana,

    wie gesagt, grundsätzlich. Details wie Brücken, Schleusen oder andere Bauwerke, muss man vor Ort entscheiden. Man darf der Leitung ja nicht zu nahe kommen wegen zb Überspannungsbögen. So, wie man nicht auf Waggons der Bahn klettern darf. Aber das muss man ja im Detail sehen.
    ​Viele Grüße aus dem Pott von einem "Seh-Mann"; Bilder sind gemein frei ☺️

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