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Thema: Reinhart Schmelzkopf

  1. #1
    Moderator Avatar von Muranfan
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    Standard Reinhart Schmelzkopf

    Werte Binnenschiffergemeinde,

    vor einer Woche mussten viele Schifffahrtsfreunde Abschied nehmen von Reinhart Schmelzkopf, vielen bekannt als Herausgeber der STRANDGUT-Hefte, welche neben Themen der See- und Küstenschifffahrt auch immer wieder interessante Artikel über die Binnenschifffahrt enthielten.

    Sein Freund, der bekannte Autor Bernd Schwarz, hat folgenden Nachruf verfasst:


    Reinhart Schmelzkopf
    3.2.1938 – 13.3.2020


    Das Ableben des Cuxhavener Schifffahrtshistorikers Reinhart Schmelzkopf ist ein schwerer Schlag für unsere deutsche Shiplover-Gemeinde. Es ist das Ende einer Ära, durchaus vergleichbar mit dem Tode Dr. Dieter Jungs im Jahre 2006.
    Das Credo seines Shiplover-Lebens kann man mit „Immer aktiv!“ bezeichnen – auch wenn er das selbst nie so ausdrückte und eventuell auch nicht so sah.

    In den Jahren 1974/75 publizierte er die beiden Bände „Die deutsche Handelsschiffahrt 1919 – 1939“ im Stalling-Verlag. Bald folgten Editionen in Eigenregie.
    1983 erschien die erste Ausgabe von „STRANDGUT – Materialien zur Schifffahrtsgeschichte“. Bis 2019 konnten insgesamt 95 Hefte (je ca. 160 Seiten, Format DIN A4) mit einem weiten Themenspektrum publiziert werden. Die dort gebrachten Beiträge waren oftmals Basis weiterer Forschungen. Sein Anspruch „Listen, Listen, Listen …“ zahlte sich für uns alle voll aus. Wer sich in den letzten Jahrzehnten ernsthaft mit der deutschen Schifffahrts- und Schiffbaugeschichte befasste, kam an STRANDGUT nicht vorbei. Dort bot er vielen Autoren eine Plattform. Ein Ersatz dafür ist leider nicht in Sicht!

    Schon in den Ausgaben 94 und 95 kündigte er an, dass mit STRANDGUT bald Schluss sein könnte – das nicht primär aus gesundheitlichen Gründen, sondern aus Mangel an neuen Themen. Die fanden sich dann aber bald doch und die Ausgabe 96 konnte für April 2020 geplant werden. Fertig waren ein Beitrag über das Ende der tschechoslowakischen Handelsflotte (ergänzend zu den Heften 6, 9 und 11) und die ersten beiden Folgen „Fluss- und Binnenschiffsregister Hamburg“. In Vorbereitung befand sich u.a. eine Serie über die griechische Handelsflotte im 2. Weltkrieg.

    Im Eigenverlag – z.T. zusammen mit Co-Autoren – erschienen weiterhin eine Reihe an Büchern [1981: Die deutsche Handelsschiffahrt 1914 – 1919 / Prisen- Embargo- und Beuteschiffe; 1982: Die deutsche Handelsschiffahrt 1888 – 1918; 1984: Deutsch-Australische Dampfschiffs-Ges.; 1987: Heimathafen Stettin; 1991: Oldenburg-Portugiesische Dampfschiffs-Rhederei; 1995: Die Handelsflotten der baltischen Staaten; 2004: Fremde Schiffe in deutscher Hand 1939 – 1945; 2019: Die deutsche Handelsschiffahrt 1867 – 1888], ebenso bei Fremdverlagen [1984/87: Die Deutsche Levante-Linie, Teil I/II; 2011 (Endbearbeitung): Von Rostock nach See].

    Persönlich verliere ich in Reinhart Schmelzkopf nicht nur einen guten Freund, sondern auch einen in über 40 Jahren immer großzügigen und verlässlichen Partner, dem ich in Dankbarkeit eng verbunden bleiben werde.

    Bernd Schwarz


    Mögen die Schifffahrtsfreunde Herrn Reinhart Schmelzkopf ein ehrenvolles Andenken bewahren. Wir verdanken ihm viel.

    Muranfan

  2. #2
    Moderator Avatar von Muranfan
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    Standard

    Ergänzung zu #1:

    Anbei der Nachruf aus der Cuxhavener Zeitung (zugesandt von Bernd Schwarz).

    Grüße
    Muranfan
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