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Motorschlepper vom Typ "N" und Nachbauten an der Donau
Motorschlepper vom Typ N und Nachbauten an der Donau
Vorbemerkungen
Nach der Betrachtung der Motorschlepper vom Typ "O" in 2019 und den Motorschleppern vom Typ "Z" in 2020 möchte ich nun mit Hilfe der Leser auch die Geschichte der Motorschlepper vom Typ "N" im Forum erörtern.
Eigentlich gibt es zu diesem Thema bereits mehrere Ausarbeitungen (siehe unten "Quellen"), doch es tauchen immer noch neue Fotos und Erkenntnisse auf. Somit sind manche Aussagen überholt und daher neu zu fassen.
Diese Ausarbeitung wird aus mindestens 4 Teilen bestehen:
I.) Hintergründe
II.) Vorgängerschiffe
III.) Die ursprünglichen N-Schlepper von 1941 bis 1945 und ihr Verbleib
IV.) Die Nachbauten an der Donau und ihr Verbleib
I.) Hintergründe zu diesem Thema und dem Bau der N-Schlepper
1.) Veranlassung
Als wohl letzter Vertreter der "N-Schlepper" dürfte den meisten Interessierten das Museumsschiff FREUDENAU in Regensburg bekannt sein.
Das Binnenschifferforum ist auch in diesem Falle der geeignete Ort, die Geschichte der N-Schlepper sowie deren Nachbauten weiter zu erforschen.
Etwaige Ähnlichkeiten zu dem Beitrag über die O-Schlepper bzw. der Z-Schlepper sind weder zufällig, noch beabsichtigt, sondern unvermeidbar..............:lool:
2.) Quellen
Insgesamt 13 Quellen (Q1 bis Q13) liegen diesem Beitrag zugrunde:
Q1: Schiffbau an der Donau 1941-45 (Csikos, Stefan), Deggendorf 1973, Ausarbeitung, Manuskript
Q2: Die Reichsbauten (Kap. Abfall, Karl), Regensburg 1986, Ausarbeitung, Manuskript
Q3: Schiffahrt und Schiffbau an der Donau im Zweiten Weltkrieg (Winkler, Herbert), in: Marine - Gestern, Heute - 1988, Seite 118 bis 123
Q4: Erinnerungen an die Motorzugschiffe der "-au Type" (Kap. Steindl, Otto), in: in: Marine - Gestern, Heute - 1988, Seite 16 bis 18
Q5: Motorschlepper der Donau aus einem Sonderprogramm (Betz, Helmut), in: Schiffahrt und Technik 4/96 Seite 36 bis 45
=> sehr ausführliche Darstellung, enthält allerdings einige Fehler, bzw. gibt es mittlerweile neue Erkenntnisse
Q6: Die rumänische Donauflotte (Betz, Helmut), in: Schiffahrt und Technik 17/85
Q7: Historisches vom Strom Band VII Der Main-Donau-Kanal und die Donauschiffahrt (Betz, Helmut), Krüpfganz 1992
Q8: Fremde Werften in deutscher Hand / Folge VI: Österreich und Ungarn (Schmelzkopf, Reinhart), in: Strandgut 19
Q9: Die "Reichsprogramme" und der "N-Typ" sowie Die FREUDENAU und ihre 21 Schwesterschiffe (Ehm, Rainer), in: Donau-Rundschreiben 19 [Regensburg 1998]
Q10: Ordner BL, Navrom, DDSG, MHRT und Comos von Hans Rindt, Augustin Gloß und Karl Abfall
Q11: Dem N-Typ nachgebaute Motorzugschiffe der NAVROM (Kap. Abfall, Karl), Regensburg 1990, Ausarbeitung, Manuskript (unveröffentlicht).
Q12: Excel-Tabellen der Donaureedereien von Erwin Hauke ("Haubentaucher")
Q13: Raddampfer, Motorschiffe und Schleppzüge von Klaus Heilmeier, Regensburg 2018
3.) Allgemeines zu den N-Schleppern
Gemäß Q9 wurde im Rahmen des "Donau-Sofortprogramm 1939" vom Reichsverkehrsministerium in Berlin der Bau von 52 Motorschleppern, 150 Tank- und 100 Güter-Kähnen angeordnet.
Das Technische Büro der DDSG in Wien hatte die zentrale Leitung für Projektierung und Bau. Hier wurden 5 Typen von Motorzugschiffen entwickelt:
N-Typ
R-Typ (Radmotorschlepper)
NU-Typ (vergrößerter N-Typ; U steht wohl für Ungarn)
Z-Typ (für mittlere und untere Donau; Z steht wohl für "Zürich"; dies war das Musterschiff
O-Typ (für untere Donau)
Vorläufer N-Typ:
Kapitän K. Abfall schreibt dazu in Q2 (auszugsweise):
Beim Anschluss Österreichs an das Großdeutsche Reich 1938 lagen die DDSG-Motorzugschiffe ROMULUS und REMUS in der Korneuburger Werft vor der Fertigstellung. REMUS wurde sofort durch die Kriegsmarine übernommen und ALBERICH benannt. ROMULUS kam 1943 an die Kriegsmarine als GUNTHER. 1940 erfolgte die Indienststellung des Schwesterschiffes TRAUN durch die DDSG, die TRAUN kam 1942 an die neugegründete kroatische Schiffahrt Hribrod als ZAGREB. Das Schiff ist im Krieg verloren gegangen. (...).
Dieser Typ diente als Vorbild beim Bau des N-Typs. Die technischen Daten des N-Typs:
L = 46,6 m
B = 7,2 m
T = 1,5 m
2 x 410 PS
Bugversteifung zum Eisbrechen, Kortdüsen.
Die letzten beiden Schiffe des N-Typs HIRSCHENAU und HOHENAU der COMOS waren mit Gasgeneratoren ausgerüstet, daher waren sie um 3 m länger. Die Motoren des N-Typs kamen von den Werken Deutz, MAN, MWM und Sulzer.
---------------------- wird fortgesetzt ------------------------------------------------
Foto:
Eines meiner Lieblingsfotos eines N-Schleppers: Am 30. Juli 1972 fotografierte DDSG-Dir. Franz Dosch PERISTER (ex N 10 BREMEN)mit 3 Anhängen bei Traismauer.
Beste Grüße von der Donau,
Muranfan :wink:
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Hallo!
Zum Foto oben: Im Hintergrund folgt BRP-MZS T. KABLESCHKOV (ex STRASBOURG) mit einem BRP-GSK im Anhang.
Gruß Hannes
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Motorschlepper vom Typ "N" und Nachbauten an der Donau / Teil II Vorgängerschiffe
Hallo Freunde der Donau-Motorzugschiffe, hier folgt der zweite Teil:
II. Vorgängerschiffe
Gem. den Angaben von DDSG-Kapitän Karl Abfall (siehe #1) dürften folgende Motorzugschiffe als Vorläufer des N-Typs angesehen werden:
„Motor ?“ ROMULUS
„Motor F“ REMUS
„Motor ?“ TRAUN
„L“ MARCH
„M“ KAMP
Zu den 5 Zugschiffen im Einzelnen:
Die Werft Korneuburg baute 1937/38 zwei Motorzugschiffe für die DDSG:
Projektbezeichnung / Werftnummer / Name / Verbleib
? / 319 / ROMULUS (DDSG) / 1943 GUNTHER (Kriegsmarine) => 1945 KONJUH (JRB)
Motor F / 320 / REMUS (DDSG) / 1938 ALBERICH (Kriegsmarine) => 1945 LOVCEN (JRB)
Ein weiteres, baugleiches Schiff (mit anderen Motoren) wurde 1940 an die DDSG abgeliefert und 1942 an die kroatische Reederei Hribrod übergeben:
? / 331 / TRAUN (DDSG) / 1942 ZAGREB (Hribrod) => Kriegsverlust
Die Werft Korneuburg hat diesen Typ (vermutlich bereits unter der Projektleitung der DDSG) weiter entwickelt zu den beiden Zugschiffen mit der Projektbezeichnung „L“ und „M“:
L / 344 / MARCH (DDSG) => 1945 POLTAWA (I) (SDGP)
M / 345 / KAMP (DDSG) => 1945 SEWASTOPOL (SDGP)
(Fotos folgen)
------------------------------- wird fortgesetzt----------------------------------
Grüße
Muranfan
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Ergänzungen zu den Vorgängerschiffen, hier ROMULUS
ROMULUS / GUNTHER / KONJUH:
Bild 1: Am 8. November 1937 liegt in der Korneuburger Werft der spätere ROMULUS auf der Slipanlage. Die Werftarbeiter treffen gerade die letzten Vorkehrungen, dass das Schiff problemlos ins Wasser gleiten kann. Bis zur Ablieferung dauerte es noch bis zum 23. Juni 1938. Foto Wagner/Wien
Bilder 2 und 3: Aufnahmen der Probefahrt 1938 in Wien (Repros; Fotograf Wagner/Wien) / das Schiff trug nunmehr keine österr. Flagge.........
Bild 4: Bei der Kriegsmarine als GUNTHER (Repro Fritz Schiller)
Bild 5: KONJUH am 28. Mai 1968 bei Krems (Foto Dir. F. Dosch)
Bild 6: KONJUH verlässt Regensburg, 1970er Jahre (Foto Fritz Schiller)
Gesucht: weitere Fotos als GUNTHER
Grüße
Muranfan
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Moin Muranfan,
super, danke für die Bilder.
ich halte immer Ausschau nach Bildern, wo auch das Heck zu sehen ist.
Hier sehen wir auf Backbord die Kortdüse. Ein sicherer Beleg für die Kordüsenliste.
Kann ich das Bild 1 mit der Kortdüse verwenden als Beleg für Monopol.
MfG
VINI
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Ergänzungen zu den Vorgängerschiffen, hier REMUS und TRAUN
REMUS / ALBERICH / LOVCEN:
Bild 1 REMUS 1938 auf der Werft in Korneuburg (ich habe allerdings noch nie ein Foto gesehen, bei dem der Name REMUS am Bug lesbar ist, vermutlich kam das Schiff direkt als ALBERICH in Fahrt - wobei trotzdem noch die Buchstaben DDSG am Bug geführt wurden, siehe Bild 3) / Slg. Dexheimer / Archiv K. Heilmeier
Bild 2 ALBERICH am 29. August 1938 / Archiv K. Heilmeier
Bild 3 ALBERICH mit DDSG-Anschrift (!) im Einsatz, Foto Slg. Kapitän Csikos, Archiv R. Diesler
Bild 4 LOVCEN am 22. Mai 1956 talfahrend in Pfatter / Foto Aloys Brey
Bild 5 LOVCEN in Schönbühel, 1970er Jahre / Foto Fritz Schiller
Bild 6 LOVCEN in Wien 1982 / Foto Laurenz Schwarzacher
Bild 7 LOVCEN am 26. Mai 1985 am Kreuzhof (Regensburg), Foto Fritz Schiller (letzte mir bekannte Aufnahme dieses Zugschiffes)
TRAUN / ZAGREB: leider keine Fotos vorhanden
Gesucht: Fotos von TRAUN/ZAGREB
Grüße
Muranfan
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Zitat:
Zitat von
VINI
Moin Muranfan,
super, danke für die Bilder.
ich halte immer Ausschau nach Bildern, wo auch das Heck zu sehen ist.
Hier sehen wir auf Backbord die Kortdüse. Ein sicherer Beleg für die Kordüsenliste.
Kann ich das Bild 1 mit der Kortdüse verwenden als Beleg für Monopol.
MfG
VINI
Hallo VINI,
Du kannst das Bild gerne verwenden.
LG
Rolf
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Ergänzungen zu den Vorgängerschiffen, hier MARCH
MARCH / POLTAWA (I):
Neubau auf der Werft Korneuburg mit Wendegetriebe, Kiellegung am 17.06.1940, Bezeichnung "Bau L", erhielt den Namen MARCH.
Länge = 46,6 m
B = 7,20 m
SH = 2,70 m
2 x 410 PS Deutz Diesel ( 6 Zyl. 4-Takt)
Ablieferung 06.05.1941
MARCH sank 1945 nahe der Tschechischen Staatsgrenze bei km 1715,000 (unterhalb Sturovo), wurde gehoben und von der SDGP als POLTAWA (I) wieder in Fahrt gebracht.
POLTAWA (I) wurde ca. 1951 von der Donau abgezogen und in die Sowjetunion überführt.
POLTAWA (I) ist zwar in unserer Schiffsdatenbank angelegt, allerdings mit einem Foto der POLTAWA (II) [zu diesem Typ, vermutlich ein weiterentwickelter Nachbau des NU-Typs, später mehr].
Von POLTAWA (I) ist kein Bild bekannt.
Fotos:
Bild 1 Probefahrt der MARCH 1941 (Repro Franz Dosch)
Bild 2 wie vor / Foto Wagner / Wien (Slg. Klaus Heilmeier)
Gesucht: weitere Fotos als MARCH, Foto als POLTAWA auf der Donau und in der SU (ich hoffe hier auf Caurus)
Grüße
Muranfan
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Zitat:
Zitat von
Muranfan
Hallo VINI,
Du kannst das Bild gerne verwenden.
LG
Rolf
Danke man liest bald zu dem Bild.
MfG
VINI
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Ergänzungen zu den Vorgängerschiffen, hier KAMP
KAMP / SEWASTOPOL:
Neubau auf der Werft Korneuburg mit Wendegetriebe, Kiellegung am 17.06.1940, Bezeichnung "Bau M", erhielt den Namen KAMP.
Länge = 46,6 m
B = 7,20 m
SH = 2,70 m
2 x 410 PS Deutz Diesel ( 6 Zyl. 4-Takt)
Bauort: :dr:
Werft Korneuburg 1941
Baunummer 345
Ablieferung 01.07.1941
KAMP kam am 1. September 1944 zum Reichsdienst (IMRD) (D), Minenräumgruppe Untere Donau; bereits am 15. September 1944 im Raum Prahovo (km 860-965) nach Artilleriebeschuss gesunken. Durch SDGP gehoben, deutlich modernisiert (ähnlich TAMAN) und als SEWASTOPOL wieder in Dienst gestellt.
Fotos:
Bild 1 KAMP in den Katarakten, um 1941 (Slg. Caurus)
Bild 2 SEWASTOPOL in Wien (Slg. Erwin Hauke)
Bild 3 SEWASTOPOL in Hainburg am 4. Juni 1966 (Foto G. Dexheimer)
Bild 4 SEVASTOPOL in einem russ. Hafen, August 1974 (Foto Franz Dosch)
=> dies ist die letzte bekannte Aufnahme, jetzt steht der Name am Schiff mit "V" (vorher mit "W")
Bild 5 SEVASTOPOL aus dem Album der Donaukommission (Slg. HK)
Bild 6 Daten der SEVASTOPOL aus dem Album der Donaukommission (Slg. HK); die Daten sind fraglich, da KAMP 1941 in Korneuburg gebaut wurde (und nicht 1942 in Linz => dies trifft eher auf TAMAN ex ALTENAU zu).
Gesucht: weitere Fotos als KAMP, wann wurde SEVASTOPOL verschrottet?
Grüße
Muranfan
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Teil III Die ursprünglichen N-Schlepper von 1941 bis 1943 und ihr Verbleib
Wir kommen nun zum Kern des Themas:
III.) Die ursprünglichen N-Schlepper von 1941 bis 1943 und ihr Verbleib
Kap. Karl Abfall (DDSG) schrieb dazu im August 1986 (Q2):
DIE REICHSBAUTEN
Ähnlich wie im I. Weltkrieg kam der Donauschiffahrt auch im II. Weltkrieg zur Versorgung des Reiches eine große Bedeutung zu. Ungarn und die südosteuropäischen Länder lieferten große Mengen Getreide, Mehl, Futtermittel, Rohöl, Benzin, Erze, Holz und andere Rohstoffe. Sie bezogen aus Deutschland Kohle, Koks, Eisenwaren, Maschinen, feinmechanische Erzeugnisse, Textilien und sonstige als Stückgüter bezeichnete Waren. Zur Bewältigung der wachsenden Transportanforderungen reichten der vorhandene Frachtraum und die hauptsächlich aus Raddampfern bestehende Zugkraft nicht mehr aus, weshalb das Reichsverkehrsministerium im Rahmen eines Sofortprogramms serienweise Motorzugschiffe, Güter- und Tankkähne sowie See-Flußleichter in den Schiffswerften in Regensburg, Deggendorf, Linz, Korneuburg und Komárom bauen ließ. Die Schiffe wurden den deutschen Reedereien und der ungarischen Schiffahrt zugeteilt. Darüberhinaus wurden zahlreiche Motorzugschiffe vom Rhein und von der Elbe zur Donau überführt.
In Anlehnung an die damals bereits vereinzelt vorhandenen Motorzugschiffe wurden unter der zentralen Leitung für Projektierung und Bau durch das Technische Büro der DDSG in Wien fünf Motorzugschiffstypen entwickelt mit den Bezeichnungen N-, NU-, O-, R- und Z-Typ. Sämtliche Typen waren hervorragend konstruiert, musterhaft ausgerüstet und mit freundlichen Unterkunftsräumen ausgestattet. Im Laufe des Krieges sind viele dieser Schiffe durch Minentreffer gesunken oder wurden gesprengt. Die meisten konnten nach Hebung instandgesetzt werden. Sie kamen in die Flotten der sozialistischen Donauländer, manche sind noch in Fahrt. Sie dienten den Ungarn, Jugoslawen und Rumänen als Muster bei der Erneuerung ihrer Flotten. Als die deutschen und österreichischen Schiffahrten zur Verkehrsabwicklung mit schiebenden Selbstfahrern übergegangen waren, verkauften sie die restlichen Motorzugschiffe aus dem Reichsbauprogramm an die Tschechoslowakei, an Ungarn und an Jugoslawien. Während die Radmotorzugschiffe schon längst ausgemustert sind, blieben die Schiffe vom N-Typ am längsten in Betrieb wie FREUDENAU (DDSG), LJUBOTEN und PERISTER (JRB), VIKTOROVAC (DL) und HATEG (NAVROM).
Der N-Typ
Beim Anschluss Österreichs an das Großdeutsche Reich 1938 lagen die DDSG-Motorzugschiffe ROMULUS und REMUS in der Korneuburger Werft vor der Fertigstellung. REMUS wurde sofort durch die Kriegsmarine übernommen und ALBERICH benannt. ROMULUS kam 1943 an die Kriegsmarine als GUNTHER. 1940 erfolgte die Indienststellung des Schwesterschiffes TRAUN durch die DDSG, die TRAUN kam 1942 an die neugegründete kroatische Schiffahrt Hribrod als ZAGREB. Das Schiff ist im Krieg verloren gegangen. (...).
Dieser Typ diente als Vorbild beim Bau des N-Typs. Die technischen Daten des N-Typs:
L = 46,6 m
B = 7,2 m
T = 1,5 m
2 x 410 PS
Bugversteifung zum Eisbrechen, Kortdüsen.
Die letzten beiden Schiffe des N-Typs HIRSCHENAU und HOHENAU der COMOS waren mit Gasgeneratoren ausgerüstet, daher waren sie um 3 m länger. Die Motoren des N-Typs kamen von den Werken Deutz, MAN, MWM und Sulzer.
Alle Reichsbauten hatten vierarmige Anker, deren Hauptkette an einem Schlangenkopf über eine Rolle lief. Bei den Radmotorschiffen war es ein Bugspriet, der aus einem starken Rohr bestand. Klippanker waren damals auf der Donau noch nicht eingeführt. Wegen des Schlangenkopfes bzw. Bugspriets finden wir in den Quellen verschiedene Längenangaben, teils die Länge des Schiffskörpers, teils die Länge über alles.
Selten haben Schiffe in so kurzer Zeit soviel erlebt wie die Reichsbauten. Sie fuhren nicht nur auf der Donau sondern auch im Schwarzen Meer, sie dienten nicht nur ihren Reedereien sondern auch der Kriegsmarine. Die im Westen verbliebenen Schiffe waren nach 1945 im Personenverkehr eingesetzt, die HAMBURG und LÜBECK im Raum Passau und Regensburg, die DDSG-Radmotorzugschiffe zwischen Linz, Neuhaus oder Engelhartszell, weil das Personenschiff an den Wochenenden nicht alle Fahrgäste aufnehmen konnte.
Wie die Beschreibungen zu den einzelnen Schiffen zeigt haben die wenigsten Schiffe den Krieg heil überstanden. Gefahren drohten vom Grund des Stromes durch Minen, aus der Luft durch Fliegerangriffe und von den Ufern durch Heckenschützen und Artilleriebeschuss. Viele Schiffer kamen bei der Dienstausübung ums Leben.
Es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis die letzten der Reichsbauten aus dem Verkehr gezogen werden. Auch ihre Nachfolger werden nach und nach durch Schubschiffe ersetzt. Wenn die Motoren der Motorzugschiffe ausgedient haben, werden die Schiffe ausgemustert.
Karl Abfall, August 1986
Anmerkung: Der letzte N-Typ im Schleppeinsatz war HATEG (NR), der noch 1998 in Regensburg gewesen ist (daher gilt für mich nach wie vor: "Lieber Hateg als High-Tech" :lool: ).
Der letzte fahrfähige N-Typ ist natürlich das Museumsschiff FREUDENAU in Regensburg, hier kann ich nur werben, mal an einer der für 2026 geplanten Sonderfahrten teilzunehmen.
Foto:
Der „letzte Mohikaner“ HATEG 1984 in Wien (Foto Laurenz Schwarzacher)
---------------------- wird fortgesetzt mit der Schiffsliste Typ N ------------------------------------------------
Grüße
Muranfan
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Teil III Die ursprünglichen N-Schlepper von 1941 bis 1943 und ihr Verbleib - Liste
III.) Die ursprünglichen N-Schlepper von 1941 bis 1943 und ihr Verbleib
Liste der N-Schlepper:
Es gab im Laufe der Zeit schon mehrere Listen über die Schlepper des N-Typs (siehe Quellenverzeichnis in #1). Hier wird die Liste aus Q13 von Klaus Heilmeier vorgestellt, da diese auf originalen Quellen (aus dem Bundesarchiv) basiert.
Geplant waren insgesamt 24 N-Schlepper, aus verschiedenen Gründen wurden jedoch „nur“ 20 originale N-Schlepper gebaut. Wenn man die beiden, nahezu baugleichen, Vor-Serienschiffe L und M sowie die beiden für die ÖBS nach dem Krieg gebauten Schiffe hinzuzählt kommt man auf 24 Stück.
N 1 DWE / ASCHAU [I] (DDSG)
N 2 DWE / BURGAU [I] (DDSG)
N 3 Korneuburg / ERLAU (DDSG)
N 4 Korneuburg / KRIEAU (DDSG)
N 5 Ruthof Regensburg, nicht ausgeführt
N 6 Ruthof Regensburg, nicht ausgeführt
N 7 DWE / ANNA WALLNER (Wallner)
N 8 DWE / KATHARINA WALLNER (Wallner)
N 9 Linz / HAMBURG (BL)
N 10 Linz / BREMEN [I] (BL)
N 11 Linz / LÜBECK [I] (BL)
N 12 Linz / ALTENAU (DDSG)
N 13 Linz / FREUDENAU (DDSG)
N 14 Linz / GRAFENAU (DDSG)
N 15 Korneuburg / LINDAU (DDSG)
N 16 Korneuburg / LOBAU (DDSG)
N 17 DWE / BREMEN [II] (BL)
N 18 DWE / LÜBECK [II] (BL)
N 19 Linz / HOHENAU (Comos)
N 20 Linz / HIRSCHENAU (Comos)
N 21 Hitzler / nicht ausgeführt, dafür ZN 9 HAUSTEIN (siehe hier #22)
N 22 Hitzler / nicht ausgeführt, dafür ZN 10 FRAUENSTEIN (siehe hier #23)
N 23 Linz / nicht ausgeführt, dafür S 5 PUCHENAU [I]
N 24 Linz / nicht ausgeführt, dafür S 6 ROSENAU
Diese Liste enthält das ursprüngliche Donau-Sofortprogramm 1939. Im Donauprogramm 1941 gab es einige Änderungen / Ergänzungen:
Hitzler durfte anstatt den N-Typen N 21 und N 22 dafür 2 eigene Z-Schlepper ZN 9 und 10 bauen.
Die Schlepper N 23 und 24 wurden in Linz zwar äußerlich als Typ N aber nach dem neu aufgenommenen Typ S als S 5 und 6 gebaut (mit jeweils 1100 PS). Achtung: S 5 PUCHENAU [I] ging nach Ungarn und ist nicht identisch mit PUCHENAU [II] ex N 17 BREMEN [II]
Ruthof baute nur Zugschiffe nach eigenen Entwürfen (daher entfielen N 5 und 6).
N 19 und 20 waren 3 m länger da mit Gasgeneratoren ausgerüstet.
Die Deggendorfer Werft (DWE) baute somit 6 N-Schlepper, Korneuburg 4 und Linz 8 (+ 2 Typ S).
Für den BL wurden 5 N-Schlepper gebaut, für Wallner 2, für die DDSG 11 und für Comos 2. Vier Zugschiffe mussten an Ungarn abgegeben werden, daher ergaben sich in der Folge (BL-Schiffe gingen an die DDSG) doppelte Namen bei ASCHAU, BURGAU, BREMEN, HAMBURG, LÜBECK und PUCHENAU.
Zur Namensgebung: BL traditionell Städtenamen, Wallner Familiennamen, DDSG und Comos endeten auf -au, daher werden die Zugschiffe Typ N in Österreich meist als au-Typ bezeichnet.
Dann werden wir uns den einzelnen Schiffen und ihrem Werdegang widmen (Fotos und weitere Daten sowie Ergänzungen und Korrekturen sind hochwillkommen!)
Fotos:
Bau der ersten Zugschiffe Typ N auf der Werft in Deggendorf (Repros von Werftaufnahmen fertigte Fritz Schiller). Bei Bild 4 liegt im Hintergrund einer der ersten für die DDSG gefertigten N-Schlepper.
Bild 5: Vertrag über die Übernahme der Neubauten L, M und 24 x Typ N (dankenswerterweise erhalten von Klaus Heimeier)
---------------------- wird fortgesetzt ------------------------------------------------
Grüße
Muranfan
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N 1 ASCHAU / GÖDÖLLÖ / MOHÁCS
N 1 ASCHAU / GÖDÖLLÖ / MOHÁCS
Der erste N-Schlepper mit der Projektbezeichnung N 1 wurde bei der Deggendorfer Werft gebaut und als ASCHAU [I] an die DDSG abgeliefert.
Bilder 1 und 2: ASCHAU bei der Indienststellung am 9. Januar 1942 in Deggendorf (Fotos DWE; die Repros verdanken wir Fritz Schiller)
Aufgrund von Beschwerden der Ungarn über mangelnde Schleppkraft (und Zahlungsverpflichtungen des Deutschen Reiches an Ungarn) mussten aufgrund einer Entscheidung in Berlin die beiden ersten N-Schlepper (BURGAU [I] und ASCHAU [I]) an die ungarische MFTR abgegeben werden.
Klaus Heilmeier übersandte dazu Auszüge aus dem Kaufvertrag:
Details zum Verkauf
Grundlage: Vertrag DDSG ./. MFTR vom 27. Mai 1942
1) Wir verkaufen Ihnen und Sie kaufen von uns die Motorschlepper "Burgau" und "Aschau" in dem Zustand, wie sie stehen und gehen, ausgestattet mit allen jenen Inventar- und Ausrüstungsstücken sowie Ersatzteilen, mit welchen Motorschlepper in unserem Betrieb in Verwendung stehen.
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Beschreibung der beiden Schiffe:
Bauwerft: Deggendorfer Werft und Eisenbau G.mb.H.
Baujahr: 1942
Länge: 46,6 m
grösste Breite: 7,22 m
Tiefgang: 11,8 dm
Stärke der Maschine: 820 PS
3) Die Übergabe bzw. Übernahme des MS "Burgau" hat am 11. Mai 1942 in Budapest, die provisorische des MS "Aschau" am 16. Mai 1942 in Budapest, die definitive Übergabe bzw. Übernahme am 23. Mai 1942 in Budapest stattgefunden.
Der Kaufpreis beträgt für jedes Schiff 725 000,-- RM (Reichsmark), insgesamt 1 450 000,-- RM.
Zusatzvereinbarung:
Die Käufer verpflichten sich, die beiden genannten Schiffe während der Dauer des Krieges im Interesse des deutschen Verkehrs einzusetzen.
Da die Übergabe bzw. Übernahme der beiden Schiffe und der dazugehörigen Schiffsdokumente sowie der Flaggenwechsel bereits erfolgt ist, sind sämtliche aus diesem Verkauf erwachsenen Verpflichtungen unsererseits erfüllt.
gez. DDSG
(wie bereits berichtet, ist der Verkauf in Berliner Regierungskreisen entschieden worden - trotz Proteste der DDSG)
VG
HK.
Bei der MFTR wurde ASCHAU umbenannt in GÖDÖLLÖ.
Bild 3: GÖDÖLLÖ 1943 in Budapest (Foto: fortepan)
Bild 4: GÖDÖLLÖ interessanterweise bereits mit grauem Rumpf, der später typisch für die Zugschiffe der MHRT war (Foto: Hajoregister)
GÖDÖLLÖ verblieb beim Kriegsende 1945 in Österreich und wurde von der US-Regierung beschlagnahmt. Am 15. Dezember 1946 an Ungarn zurückgegeben; als MOHÁCS Übernahme durch die sowjetisch-ungarische Reederei MSzHRT. Nach deren Auflösung Ende 1954 bei der ungarischen Staatsreederei MHRT.
1972 ausgemustert.
1974 zum Saug-Spülelevator ELEVATOR I umgebaut, 1998 noch in Betrieb bei der Firma Admiralitas in Szeged.
=> gem. "danubenews" in den 2000er Jahren in Szeged /Theiß gesunken.
Bild 5: MOHÁCS am 3. März 1955 in Passau (Foto Dieter Pommer)
Bild 6: MOHÁCS am Montag, 29. Dezember 1958 in Regensburg (Foto Aloys Brey / Sammlung Dieter Pommer)
Bild 7: MOHÁCS am 29. Mai 1970 in Budapest (Foto Gunter Dexheimer)
---------------------- wird fortgesetzt ------------------------------------------------
Grüße
Muranfan
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Ergänzungen zu N 1 MOHÁCS / ELEVATOR I
Hallo,
aufgrund Zusendungen von Klaus Heilmeier und Suche in meinem Archiv können noch Fotos / Angaben zu N 1 ergänzt werden:
Bild 1: MOHÁCS (fortepan)
Bild 2: Die einzige mir vorliegende Farbaufnahme von MOHÁCS stammt von Gustl Gloß (Budapest 1967)
Bild 3: MOHÁCS am Dienstag, 23. Juli 1968 von Pfr. Aloys Brey; er notierte dazu: "Neu gestrichen"
Bild 4: Aus der Publikation von Várfalvi (erschienen 1978) die technischen Daten der beiden MZS. Beide MZS hatten noch die DEUTZ Diesel, 6 Zyl. 4 Takt RV6M 545
mit je 410 PS - also die bauzeitliche Ausstattung. (übersandt von Klaus Heilmeier)
Bild 5: Die einzige, mir bekannte Aufnahme als ELEVATOR I stammt von Fritz Schiller, aufgenommen 1977
Grüße
Muranfan
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N 2 BURGAU [I] / KENDERES / GYÖR
N 2 BURGAU [I] / KENDERES / GYÖR
Der zweite N-Schlepper mit der Projektbezeichnung N 2 wurde bei der Deggendorfer Werft gebaut und als BURGAU [I] an die DDSG abgeliefert.
Bild 1: BURGAU [I] in Deggendorf (Foto Slg. helmut 1972; dies ist die einzige mir bekannte Aufnahme mit diesem Namen)
Aufgrund von Beschwerden der Ungarn über mangelnde Schleppkraft (und Zahlungsverpflichtungen des Deutschen Reiches an Ungarn) mussten aufgrund einer Entscheidung in Berlin die beiden ersten N-Schlepper (BURGAU [I] und ASCHAU [I]) an die ungarische MFTR abgegeben werden.
Klaus Heilmeier übersandte dazu Auszüge aus dem Kaufvertrag:
Details zum Verkauf
Grundlage: Vertrag DDSG ./. MFTR vom 27. Mai 1942
1) Wir verkaufen Ihnen und Sie kaufen von uns die Motorschlepper "Burgau" und "Aschau" in dem Zustand, wie sie stehen und gehen, ausgestattet mit allen jenen Inventar- und Ausrüstungsstücken sowie Ersatzteilen, mit welchen Motorschlepper in unserem Betrieb in Verwendung stehen.
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Beschreibung der beiden Schiffe:
Bauwerft: Deggendorfer Werft und Eisenbau G.mb.H.
Baujahr: 1942
Länge: 46,6 m
grösste Breite: 7,22 m
Tiefgang: 11,8 dm
Stärke der Maschine: 820 PS
3) Die Übergabe bzw. Übernahme des MS "Burgau" hat am 11. Mai 1942 in Budapest, die provisorische des MS "Aschau" am 16. Mai 1942 in Budapest, die definitive Übergabe bzw. Übernahme am 23. Mai 1942 in Budapest stattgefunden.
Der Kaufpreis beträgt für jedes Schiff 725 000,-- RM (Reichsmark), insgesamt 1 450 000,-- RM.
Zusatzvereinbarung:
Die Käufer verpflichten sich, die beiden genannten Schiffe während der Dauer des Krieges im Interesse des deutschen Verkehrs einzusetzen.
Da die Übergabe bzw. Übernahme der beiden Schiffe und der dazugehörigen Schiffsdokumente sowie der Flaggenwechsel bereits erfolgt ist, sind sämtliche aus diesem Verkauf erwachsenen Verpflichtungen unsererseits erfüllt.
gez. DDSG
(wie bereits berichtet, ist der Verkauf in Berliner Regierungskreisen entschieden worden - trotz Proteste der DDSG)
VG
HK.
Bei der MFTR wurde BURGAU umbenannt in KENDERES
Bild 2: KENDERES, wahrscheinlich in Ungarn (Foto: Diesen Bildschatz hat Laurenz Schwarzacher "ausgegraben")
Bild 3: KENDERES interessanterweise bereits mit grauem Rumpf, der später typisch für die Zugschiffe der MHRT war (Foto: Hajoregister)
KENDERES verblieb beim Kriegsende 1945 in Österreich und wurde 1947 an Ungarn zurückgegeben; als GYÖR Übernahme durch die sowjetisch-ungarische Reederei MSzHRT. Nach deren Auflösung Ende 1954 bei der ungarischen Staatsreederei MHRT.
1976 abgestellt.
1978 Übernahme durch die Stadt Dunaföldvár als Vereinsheim für den örtlichen Ruderklub.
1979 im September trug das Schiff die Bezeichnung "ALLOHAJO 333"
1980 Umbau zum schwimmendes Hotel ADMIRAL für Bootstouristen / neuer Name DUNAFÖLDVÁR SC, nach Eigentümerwechsel DUNAVÖLDVÁRI VIZISPORTKÖR.
2015 verschrottet
Bild 4: GYÖR am Samstag, 26. März 1955 in Passau (Foto Dieter Pommer)
Bild 5: GYÖR in Farbe 1966 (Foto Dir. Franz Dosch)
Bild 6: GYÖR an der Donaulände Regensburg 1966 (Foto Klaus Heilmeier)
Bilder 7 + 8: GYÖR in den 1970er Jahren (Fotos Fritz Schiller)
---------------------- wird fortgesetzt mit weiteren Fotos ------------------------------------------------
Grüße
Muranfan
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Ergänzungen zu N 2 GYÖR / DUNAFÖLDVAR SC
Hallo,
weitere Fotos zu GYÖR (und dem Verbleib als Restaurantschiff; siehe auch #15):
Bild 9: GYÖR in der Schleuse Kachlet (Foto Klaus Heilmeier 1978)
Bild 10: Schleppverband GYÖR (Foto Rattay / Archiv L. Schwarzacher)
Bild 11: Werftschild der BURGAU (=> GYÖR) in Dunavöldvár (Foto: Unser Forumsmitglied Josef Still, 26.07.2022)
Bilder 12 + 13: DUNAVÖLDVÁRI VIZISPORTKÖR im Jahr 2005 (Foto Hajoregister), siehe auch hier
Bild 14: Verschrottung 2015 in Dunavöldvár (Foto Hajoregister)
---------------------- wird fortgesetzt ------------------------------------------------
Grüße
Muranfan
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Zitat:
Zitat von
Muranfan
Gesucht: weitere Fotos als KAMP, wann wurde SEVASTOPOL verschrottet?
Grüße
Muranfan
Im Jahr 1971.
Mit freundlichen Grüßen, Vladislav.
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Zitat:
Zitat von
Caurus
Im Jahr 1971.
Mit freundlichen Grüßen, Vladislav.
Hallo Vladislav,
die 4. Aufnahme in Beitrag #10 von Franz Dosch zeigt allerdings SEVASTOPOL im August 1974, daher müsste die Verschrottung später erfolgt sein?
Grüße
Muranfan
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N 3 ERLAU / LJUBOTEN
Hallo,
unter den Projektnummern N 3 und 4 baute die Werft Korneuburg die ersten beiden eigentlichen N-Schlepper auf dieser Werft (nachdem vorher ja schon die Vorläufer L March und K KAMP dort gebaut wurden).
Bild 1: Die Werft Korneuburg am 19. August 1941, Zugschiff ERLAU ist im Bau; Fertigstellung am 20.10.1941 (Werftfoto Slg. St. Csikos)
Bild 2: Generalplan ERLAU (Slg. Klaus Heilmeier)
Bild 3: ERLAU in Linz (Slg. Laurenz Schwarzacher)
Bild 4: ERLAU bei der Einfahrt in den Kanal von Sip, um 1941 (Slg. K. Heilmeier)
Bild 5: ERLAU an der Unteren Donau, um 1942 (Slg. K. Heilmeier)
ERLAU sank am 5.5.1944 bei Do-km 1105 nach Minentreffer, 3 Tote, um 1950 von Jugoslawien gehoben und wieder in Dienst gestellt, neuer Name LJUBOTEN
Bild 6: LJUBOTEN wurde bei der Walhalla (vom Knollschiff aus) am Sonntag, 22. Juni 1958, aufgenommen (Foto Pfr. A. Brey / Slg. Dieter Pommer)
Bild 7: LJUBOTEN im Strudengau, Mai 1965 (Foto Gunter Dexheimer)
---------------------- wird fortgesetzt mit weiteren Fotos von LJUBOTEN ------------------------------------------------
Grüße
Muranfan
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Ergänzungen zu N 3 LJUBOTEN
Bild 8: LJUBOTEN in Passau, ca. frühe 1970er Jahre (Foto: GM / Archiv DSMR)
Bilder 9 - 11: Teilnahme der LJUBOTEN 1979 an der DDSG-Jubiläumsparade (Fotos: Laurenz Schwarzacher)
Bild 12: LJUBOTEN am 1. Oktober 1983 in Regensburg (Foto Fritz Schiller)
Bild 13: LJUBOTEN 1984 in Passau (Foto Augustin Gloß)
LJUBOTEN war bis 1987 in Fahrt (gem. Erwin Hauke bis 1989).
1994/1995 verschrottet
---------------------- wird fortgesetzt ------------------------------------------------
Grüße
Muranfan
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Zitat:
Zitat von
Muranfan
Hallo Vladislav,
die 4. Aufnahme in Beitrag #10 von Franz Dosch zeigt allerdings SEVASTOPOL im August 1974, daher müsste die Verschrottung später erfolgt sein?
Grüße
Muranfan
Hallo Muranfan! Ich habe diese Information vor langer Zeit von Izmail erhalten. Das bedeutet, es handelt sich um einen Fehler. Ich hoffe sehr, dieses Jahr neue Dokumente zu erhalten, die viele Fragen klären werden. Mit freundlichen Grüßen, Vladislav.
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Zitat:
Zitat von
Caurus
Hallo Muranfan! Ich habe diese Information vor langer Zeit von Izmail erhalten. Das bedeutet, es handelt sich um einen Fehler. Ich hoffe sehr, dieses Jahr neue Dokumente zu erhalten, die viele Fragen klären werden. Mit freundlichen Grüßen, Vladislav.
Sehr gut Vladislav! Freue mich auf neue Erkenntnisse / Daten und natürlich Fotos (besonders toll wären Fotos von POLTAWA [I], ADMIRAL MAKAROV und weitere Fotos bei der sowjetischen Marine).
Beste Grüße von der Donau,
Rolf
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N 4 KRIEAU / ADMIRAL MAKAROV
Projektbezeichnung N 4;
gebaut in Korneuburg als KRIEAU (weitere Daten siehe dort).
Am 11. Dezember 1941 der DDSG übergeben und im Schleppdienst; seit 1. September 1944 bei der IMRD Donau, Minenräumgruppe Untere Donau, am 7. September 1944 bei Prahovo selbst versenkt.
Gemäß Angaben von Caurus (siehe hier #8):
Das Schiff wurde am 10. Februar von Tauchern der 134. Rettungsgruppe geborgen. Am 12. Januar 1946 erhielt es den Namen „Admiral Makarov“ und wurde auf den Dnepr verlegt. Sein weiteres Schicksal ist unbekannt.
Die einzige Aufnahme als KRIEAU (aus der Slg. von Klaus Heilmeier) zeigt den Schlepper in Orsova, um 1942.
Gesucht: weitere Fotos als KRIEAU und als ADMIRAL MAKAROV
---------------------- wird fortgesetzt ------------------------------------------------
Grüße
Muranfan
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N 5 und N 6 => nicht ausgeführt bei Ruthof als N-Typ
Die Motorzugschiffe Typ N mit den Projektnummern N 5 und 6 sollten bei Ruthof in Regensburg gebaut werden. Wie bekannt konnte sich der Werftinhaber aber durchsetzen, dass auf seiner Werft nur Schiffe nach eigenen Plänen gebaut wurden.
Statt N 5 und 6 wurden daher gemäß der mir vorliegenden handschriftlichen Kopie der Werftliste Ruthof die beiden Motorzugschiffe KÖLN und MAINZ (für den BL) am 26.10.1940 von der DDSG (!) bestellt, die damals die Projektleitung für die Umsetzung der Donauprogramme hatte.
Gem. offizieller Liste fertiggestellter Neubauten nach Durchführung des Donauprogrammes 1941 wurde KÖLN am 18.12.1941 und MAINZ am 23. März 1942 fertiggestellt.
Bekanntlich (siehe Links bei genauerem Interesse) entstanden dann folgende Verläufe:
KÖLN => 1943 NOTHUNG => 1957 UCKA (DL)
MAINZ => nach 1945 OREL (SDP)
Obwohl kein N-Typ soll hier eine Aufnahme von OREL aus dem Jahr 1950 gezeigt werden (mit Schleppzug auf der Unteren Donau) / Foto: fortepan
---------------------- wird fortgesetzt ------------------------------------------------
Grüße
Muranfan
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N 7 ANNA WALLNER / BALMUNG
N 7 ANNA WALLNER wurde unter der Baunummer 184 in Deggendorf gebaut.
Stapellauf am 11.04.1942, am 26.06.1942 fertiggestellt für die Reederei Josef Wallner in Deggendorf.
ANNA WALLNER wurde am 13.01.1944 in Linz von der Kriegsmarine übernommen und umbenannt in BALMUNG.
Am 11.09.1944 lief das Schiff bei km 1573 (Dunaveche) auf eine Mine und sank.
Das Wrack (Vorschiff) wurde gehoben und nach Deggendorf gebracht; nicht mehr ausgebaut, 1971 noch vorhanden, danach wahrscheinlich abgewrackt.
Bild 1: ANNA WALLNER im Bau auf der Deggendorfer Werft (Foto: DWE / Repro Fritz Schiller)
Bilder 2-4: ANNA WALLNER in Deggendorf, wohl bei der Probefahrt (Fotos: DWE / Repro Fritz Schiller)
Bild 5: BALMUNG bei der Kriegsmarine (Foto: Archiv HMA / Slg. L. Schwarzacher)
Bild 6: BALMUNG, Schwarzmeerfahrt, um 1942 (Slg. Caurus / Archiv Klaus Heilmeier)
Bild 7: BALMUNG um 1942 (Foto: Slg. HMA)
---------------------- wird fortgesetzt mit weiteren Fotos als Wrack nach 1945 ------------------------------------------------
Grüße
Muranfan
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Ergänzungen zu N 7 ANNA WALLNER / BALMUNG
Klaus Heilmeier übersandte ein interessantes Dokument über BALMUNG (Havariebericht vom 10.10.1944 / Anlage 1)
Das Vorschiff der ehemaligen ANNA WALLNER wurde dann nach Deggendorf gebracht.
Bild 8: Am 10. April 1957 lag das Wrack noch im Wasser (Foto: Dieter Pommer)
Bild 9: Am 9. Juli 1968 lag das Wrack auf der Helling (Foto: Dieter Pommer)
Bild 10: Foto von Gunter Dexheimer vom 18.07.1971
Bilder 11 + 12: Augustin Gloß fotografierte den Bug ebenfalls im Jahr 1971 (spätere Fotos sind mir nicht bekannt)
--- Das Interesse an diesem Thema scheint recht gering zu sein. Im Gegensatz dazu steht der enorme Aufwand für Recherchen, Sichtung von Dokumenten sowie die Suche nach seltenen Fotos und deren Digitalisierung. Ich habe mich daher entschlossen, es bei den bisherigen Beiträgen zu belassen. ---
Grüße
Muranfan
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Hallo Rolf,
danke für deine Beiträge- schade, dass du aufhörst, ich hatte sie mit Freude gelesen und die spannenden historischen Bilder angeschaut, leider kann ich nur keine sinnvollen Infomationen beitragen - das meiste wurde ja bereits recherchiert….
freue mich auf die nächsten Themen zur alten Donauschifffahrt.
SG, Bernhard