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Moderator
@Cuxi; ich noch mal. Ich bin in der frühen Schellenberger Werftliste (die ich gerade überarbeite) über ein MERKWÜRDIGES Phänomen gestolpert, nämlich dass sie die Größen alle ihrer Schiffe DEUTLICH zu gering angegeben haben - keine Ahnung, wo der Fehler her kommt. Ich versuche gerade den Schleppkahn MARIA unter zu kriegen. Ich weiss dass ist ein Gerät der Fa. Gebr. Marx/Mannheim und die tauchen mit 3 Bestellungen bei Schellenberger auf, aber ALLE sind deutlich zu klein. Also vielleicht hätte ich dann doch noch ein Plätzchen für den MAINGOLD. Wobei natürlich schon ein großer Sprung ist von einem mit 220 t angegebenen Schleppkahn aus Wörth und den 400 t großen MAINGOLD. Aber es könnte passen...
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Moin, moin;
Hallo Ronald;
vermutlich lässt sich das auch nicht endgültig klären.
Allein schon die Frage, ob es ein kompl. Neubau oder ein Umbau/Vergrösserung war, bleibt wahrscheinlich unbeantwortet; zumal ja, zumindest aus den Registerangaben, die Bauw.nicht eindeutig zu benennen ist .
MfG
Helmut
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Moderator
@Cuxi; okay, ich weiss, ich widerspreche meinen früheren Posts, aber man lernt dazu (besonders da ich zur Zeit die frühen Schiffe von Schellenberger und Zipprich ‘entflechte’). Es sprechen mehrere Gründe dafür, dass es ein Schellenberger Schiff war (ich gehe sogar noch weiter und behaupte es ist die Bau-Nr. 113):
1. Den ersten Grund habe ich oben schon genannt; alle Schiffe in der Schellenberger Liste sind fast durch die Bank zu klein angegeben - oft weichen die Angaben um 100 % ab. Warum das so ist, weiss ich nicht, aber wenn man das mal begriffen hat, kann man viele Schiffe viel besser zuordnen. Eine Erklärung hierfür wäre eventl. dass das auch die Zeit war, da in Bayern von Zentern auf Tonnen umgestellt wurde. Vielleicht hat man Anfangs da irgendwie falsch umgerechnet, denn ab einem gewissen Zeitpunkt passen dann die Tragfähigkeitsangaben in der Werftliste.
2. Die Größe des Schiffs ist für den damaligen Werftbetrieb von Schellenberger enorm - wahrscheinlich war das die Obergröße, die auf der Helling noch zu bauen war. Ich weiss, dass man in Wörth erweitern wollte, aber es gab schon vorher Proteste wegen des Lärms auf der Werft - und man befürchtete, durch noch größere Schiffe würde es noch schlimmer werden. Letztlich war das auch der Grund, warum die Werft 1921 umzog.
3. Schiffsregister helfen in diesem Fall nicht so recht weiter, ja, sie können sogar eher verwirren, weil unter den Begriffen Wörth a.M. und Erlenbach oft alles durcheinander geht. Da werden Zipprich, Schellenberger und die spätere BSG wild durcheinander geworfen bzw. in einen Topf geworfen.
4. Ich erwähnte die Größe bereits. Ich suchte auch nach bauähnlichen Main-Schiffen der Zeit, fand aber auch bei den niederländischen Werften (die ja damals größtenteils noch die Mainschiffer ‘bedienten’) nichts vergleichbares. Hingegen baute Schellenberger 2 Jahre später mit dem ELSA UND CÄTCHEN (der spätere BAVARIA 31) ein völlig identisches Schiff, Länge, Breite, Tiefgang und Tragfähigkeit stimmen bis aufs Komma. Wir haben leider kein Bild von dem Schiff, denn ein optischer Vergleich wäre schon toll... auch für meine Bavaria-Sammlung…
Also ich bleibe jetzt dabei; mit größter Wahrscheinlichkeit der Schellenberger Bau #113 von 1910.
Gruß - Ronald;-)
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